In seinem neuen Künstlerroman über einen sechzigjährigen Filmregisseur zwischen Selbsthass und Weltverachtung reißt Oskar Roehler alle Genregrenzen und spanischen Wände falscher Rücksichtnahmen ein und zeigt uns die Welt eines in Verzweiflung alternden Mannes, der weder kann noch will noch weiter weiß, aber ehrlich ist bis an den Rand des Erträglichen und darüber hinaus; der Journalist Matthias Lohre dagegen beweist, wie heilend Ehrlichkeit sein kann, für uns selbst und für alle, die mit uns leben, David Foster Wallace balanciert zwischen Essay und Erzählung hin und her und Robert Menasse versucht sich einmal mehr an einem großen Wurf: Andrea Frey und Andreas Baum und vier Bücher von Männern, die sich ehrlich gemacht haben. Das war ein großer Spaß!

Das Erbe der Kriegsenkel : was das Schweigen der Eltern mit uns macht von Matthias Lohre

Selbstverfickung von Oskar Roehler

A Supposedly Fun Thing I’ll Never Do Again von David Foster Wallace

Die Hauptstadt von Robert Menasse