MFDB 060 Me, Myself and Dry – Autofiction, Gimme a Break

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Eine Frau, deren Problem eigentlich nicht der Alkohol, sondern das Leben ist, schreibt ein Buch über Alkohol. Am Ende ist sie in der Klinik und weiß nichts von Suchtdruck, hätte aber schon Lust auf ein Bier. Ein Mann schreibt das erste Buch seines Lebens als mittelalter Mann nochmal neu und gibt uns eine gute Übersicht über seine Ängste und das Unvermögen, einen stinknormalen Alltag in LA zu bewältigen, eine Schriftstellerin wird nach einer Lesung von einer Unbekannten als ihre Halbschwester bezeichnet und hat fürderhin, bildlich gesprochen, einen Stein im Schuh und ein Journalist verpfeift seine frauenfeindlichen Kollegen in der Hoffnung, dass ihm seine Sünden vergeben werden: Vier Bücher, die am Leben entlang geschrieben sind, die uns mit der Frage, wie wahr sie sind und ob man das überhaupt darf, allein lassen. Andreas Baum und Andrea Frey und vier Bücher, von denen wir eines beide, zwei jeweils allein und eines nicht gelesen haben. Das war ein großer Spaß!

1.) Christine Koschmieder: Dry

2.) Julia Schoch: Das Vorkommnis

3.) Bret Easton Ellis: The Shards

4.) Benjamin von Stuckrad-Barre: Noch wach?

2 Kommentare

  1. 24. Mai 2023 um 06:50 Uhr
    Matthias Jentsch

    Wie immer habe ich mich sehr gefreut dass ihr wieder eine Folge produziert habt. Von the Shards habe ich jetzt schon so viel Gutes gehört und insbesondere Andrea’s Buchgeschmack scheint sich einigermaßen mit meinem zu decken, also muss ich wohl ran.
    Autofiktion scheint ja generell kritisch gesehen zu werden, habe ich das Gefühl. Habt ihr euch schonmal mit Knausgård beschäftigt? Habe ich erst letztes Jahr durch Der Morgenstern für mich entdeckt und dann auch gleich die ersten drei seiner autobiografischen Romane gelesen. Für Andreas wäre es sicher für Hölle 😜. Aber irgendwie macht es was mit einem, da mein sein eigenes Leben die ganze Zeit nochmal mit reflektiert. Kann ich nicht richtig erklären ist aber anders als bei einem “richtigen” Roman.
    Ich wünsche euch das Beste, Matthias

    • Knausgard finde ich in der Tat ziemlich anstrengend – aber seine Bücher sind gute Bücher, keine Frage und seine Fähigkeit, die Banalität des Alltags in Literatur zu gießen, muss ich neidlos anerkennen. Aber zum Lesen finde ich ihn etwas zäh

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