In ihren Bodentiefen Fenstern geht Anke Stelling an die Schmerzgrenze: Sie bespricht in allen Details die Verwerfungen in einem Prenzlauer Berger Hausprojekt und malt die Macken der verschiedenen Bewohner quälend genau aus – weil die Heldin in ihrem Buch ihr sehr ähnlich ist, wird die Autorin, so sagt es der Berliner Literaturgossip, seither in ihrem eigenen, realexistierenden Hausprojekt böse geschnitten. Etwas ähnliches hat Jutta Voigt ihren Stierblutjahren getan, nur dass sie ihre Arbeit als Sachbuch tarnt. Wie also ist das Verhältnis zwischen Wirklichkeit und Ausgedachtem und kann man es überhaupt trennen? Wo verläuft die Grenze zwischen erlebter und erschaffener Wirklichkeit und brauchen wir sie überhaupt? Genau dieselbe Frage müssen wir dem englischen Wissenschaftler, Autor und Keramiker Edmund de Waal stellen, der eine Familiengeschichte zwischen Odessa, Wien und Paris aufgezeichnet hat; im Übrigen behandeln Andrea Frey und Andreas Baum ein viertes Buch, über das noch zu reden sein wird, all dies am Donnerstag, dem 30. März 2017 ab 11.30 Uhr.

1.) Anke Stelling: Bodentiefe Fenster
2.) Jutta Voigt: Stierblutjahre
3.) Edmund de Waal: Der Hase mit den Bernsteinaugen
4.) N.N.: X

Das wird ein großer Spaß!

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