KR338 Benzinpreis

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DocPhil war auf dieser HEM-Tankstelle in Berlin Weissensee und hat sich erklären lassen, wie der Benzinpreis am Mast zustande kommt. Das Ganze war eine Radio-Mission und keine Podcast-Unternehmung, das klingt nicht nach keinem groen Unterschied, ist es aber. Diese KR-Folge besteht daher aus mehreren Episoden, die aber hoffentlich einen Einblick in die Preisfindung auf so einer Tankstelle geben. Zu Beginn gibt es im zweiten Stock der Tankstelle ein kurzes Pressegespräch des Berliner Senators für Verbraucherschutz, der erläutert, warum er eine Gesetzes-Initiative gut findet, die die Preise aller Tankstellen in Deutschland per OpenData in Echtzeit zur Verfügung stellen will.

18 Kommentare

  1. 2. Oktober 201221:02
    Stefan Huber

    Wow. Echt interessante Sendung! Hätte nie gedacht, dass das so läuft…

  2. Pingback: küchenradio: die zwei an der Tanke | die Hörsuppe

  3. Pingback: Vorhersage Mittwoch, 03.10.2012 | die Hörsuppe

  4. Vielen Dank für die sehr interessante Folge!!
    Auf die kurze Folgenzeit gesehen wirklich sehr gehaltvoll muss ich sagen.

    Natürlich kamen auch vom Gesprächspartner sehr professionalisierte Aussagen zur Austattung der Tankstellen, Entwicklung und Verwendung des Preissystems etc, jedoch fand ich das Gespräch sehr aufschlussreich und auch offen, was mich schon etwas überrascht hat.

    Ich finde das OpenData Projekt sehr interessant und lasse mich wirklich überraschen, in wiefern sich die Manahmen tatsächlich auswirken. Bin da allerdings doch noch etwas skeptisch. Letztendlich dürfte sich ja am Preis auch nicht so dramatisch viel ändern, unter der Annahme, dass wohl schneller der kostendeckende Preis der Anbieter erreicht wird und die Reaktionsgeschwindigkeit zunimmt. Für den Verbraucher sicher praktisch, dennoch glaube ich nicht, dass die Preise derart stark sinken werden, da die Anbieter/ Tankstellenbetreiber ja schlielich kostendeckend arbeiten muss und sich wohl auch auf ähnlichem Niveau bewegen wie ohne dieses Projekt. Dennoch interessant und ich bin wirklich gespannt auf die Auswirkungen.

    Nur, in mancher hinsicht kann ich Philips Meinung auch verstehen, auf den letzten Cent zu achten dürfte in den Gesamtkosten nur marginale Unterschiede machen. Getankt werden muss so oder so, der Ottonormalverbraucher wird an sich wenig Geld sparen. Aus anderem Gesichtspunkt stimmt es wiederrum auch, wenn nur so starr und unflexibel mit dem Preis seitens des Verbrauchers umgegangen wird, fördert dieses Verhalten natürlich auch nicht die Preissekung. Ist nunmal eine Abwägung und ich glaube auch nicht, ob jeder diese vor jedem Tankvorgang durchführt, oftmals sind Tankstellen ja auch nicht direkt nebeneinander angesiedelt.

  5. @DocPhil: Du sprichtst in der Mitte kurz über Preisforscher und Milchpreisschwankungen im Centbereich. Hast Du dazu schon was veröffentlicht? Würde mich sehr interessieren.

    Ich hab jetzt keinen groen Unterschied zu Deinen Podcasts gehört. Ist halt gewohnt gute Interviewqualität.

    • Also zum Milchmarkt kann ich Dir das hier ans Herz legen:

      http://www.kuechenradio.org/wp/?p=201

      Zu den Kaufschwankungen bei Milch hatte ich mal was fürs Dradio gemacht, das das steht nicht mehr im Netz.

      • Ahh, schade.
        Hab mich auch im Podcast gefragt auf welche Folge sich das bezog. Mir hat die Milchmann folge damals sehr gefallen, und dachte es gibt Nachschlag :-)

        Grüe

      • 4. Oktober 201220:05
        Stephan Fleischhauer

        Ich hatte mich bei der Milch-Folge schon etwas gewundert, darum mal mein Kommentar: Preise im Supermarkt enden in der Regel auf 9 Cent, d.h. man hat Preise wie 1,99  1,39  0,99  usw. Hin und wieder sieht man auch 0,98 oder 0,95 aber es ist definitiv nicht so, dass die Preise im Cent-Bereich variieren. Ohne dass ich das jetzt überprüft habe, dürfte das auch bei Milch so sein. Die Preise werden also im 10-Cent-Bereich schwanken. Höchst unwahrscheinlich, dass ein Supermarkt den Michpreis von 0,97 auf 0,96 ändert und alle Leute sofort zu diesem Supermarkt rennen. Denn diese Preise ohne 9 am Ende kommen fast nie vor.

        Bitt sieh dir mal die Preise im Supermarkt an.

        Bei Benzin ist das natürlich anders, aber dort gibt es auch diese notorischen 0,9 Cent am Ende des Preises. Ein uralter psychologischer Trick.

        Etwas anderes: So wie fsckflow bin ich auch skeptisch, dass die neue Gesetzgebung viel bringt. Ich sehe es so, dass dadurchein sehr groer Anreiz für Preisabsprachen geschaffen wird. Interessant wäre  mal zu erfahren, wie man das überhaupt kontrollieren kann.

        Das Politikersprech am Anfang der Pressekonferenz hat mich ziemlich genervt. Deine Frage, wie die Mineralölkonzerne reagiert haben, war natürlich berechtigt. Aber als Antwort kamen dann die typischen hoihlen Sprüche. 

        • Ich hatte mich bei der Milch-Folge schon etwas gewundert, darum mal mein Kommentar: Preise im Supermarkt enden in der Regel auf 9 Cent, d.h. man hat Preise wie 1,99 1,39 0,99 usw. Hin und wieder sieht man auch 0,98 oder 0,95 aber es ist definitiv nicht so, dass die Preise im Cent-Bereich variieren. Ohne dass ich das jetzt überprüft habe, dürfte das auch bei Milch so sein. Die Preise werden also im 10-Cent-Bereich schwanken. Höchst unwahrscheinlich, dass ein Supermarkt den Michpreis von 0,97 auf 0,96 ändert und alle Leute sofort zu diesem Supermarkt rennen. Denn diese Preise ohne 9 am Ende kommen fast nie vor.

          Bitte sieh dir mal die Preise im Supermarkt an.

          Das habe ich damals gemacht. Ist wirklich schon eine Weile her, aber die Leute in der Markt- und Preisberichtsstelle haben das damals bestätigt: Die Mlchpreise im Laden sinken/steigen um Cent-Beträge.

          Etwas anderes: So wie fsckflow bin ich auch skeptisch, dass die neue Gesetzgebung viel bringt.

          Sie wird eine Menge Transparenz bringen und der OpenData-Idee mal ein groflächiges Anwendungsbeispiel. das viele überzeugen wird.

          Ich sehe es so, dass dadurchein sehr groer Anreiz für Preisabsprachen geschaffen wird.

          Der Anreiz ist jetzt auch schon da.

          Interessant wäre mal zu erfahren, wie man das überhaupt kontrollieren kann.

          Das soll eben durch diese Daten leichter werden: Man kann sehen, welche Tankstellen in welchen Rhythmen die Preis verändern – und welche 4 in Kreuzberg ihre Preis kaum/im Gleichschritt verändern. Aber dieses Synchronschwimmen hat das Kartell-Amt längst zu den Akten genommen – eine Absprache konnte aber nicht nachgewiesen werden. So ein Nachweis dürfte auch durhc OpenData nicht leichter zu führen sein – auch wenn, die Indizien sich häufen dürften.

  6. Danke DocPhil! Wurde diese Küchenadio Sendung jetzt eigendlich vom Deutschlandradio querfinanziert? Du warst ja in deren Namen unterwegs (und hoffentlich auch gut bezahlt) aber trotzdem erscheint das hier unter Küchenradio mitsamt der Bitte zum Flattrn :-) Das hat mich etwas gewundert. Könntest du das näher erläutern, ob du dazu mit dem Sender erst sprechen musstest oder so?
    Also nix für ungut – ich fände das sogar ne tolle Verwendung von ffentlich-Rechtlichen Mitteln! 

    • Die Sache ist ganz einfach. Ich wurde vom Dradio mit dem Thema beauftragt, bin hin, habe alle Interviews gemacht, diesen Beitrag produziert und das faire Honorar kassiert: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/10/02/drk_20121002_0819_828969f6.mp3
      Ich hatte also drei, vier Takes aufgenommen und als ich nach Hause kam, dachte ich, dass das doch auch ein schönes KR-Thema wäre. Also habe ich mich vor meine Haustür gestellt (das Gedröne ist die Entlüftung des Nachbarn mit Wasserschaden) und ein paar einleitende, überleitende und ausleitende Wort gesprochen und diese dann vor, zwischen und hinter die Takes gemischt. Dabei habe ich dann auch Flattr erwähnt.
      Ich habe ja alle Rechte an meinen Aufnahmen. Es ist halt nur ein Gebot der Fairniss, dass das Dradio etwas zuerst senden kann, wenn sie mich mit einem Thema beauftragen. Danach kann ich mit den Aufnahmen machen, was ich möchte.

      • Das ist ja schön, dass du alle Rechte trotz Auftrag behältst. Hatte wohl vergessen, dass du nicht fest angestellt bist bei denen. Weiter so :-)

  7. Sehr schöne Folge. Sogar für mich, der kein Auto hat. 

  8. Ich verstehe nicht ganz, wie das mit dem Beobachten mehrerer Tankstellen funktionieren soll, wenn diese weit auseinanderliegen. Vor dem Tanken alle abklappern und Preise vergleichen? Das ist doch wohl weder praktikabel noch wirtschaftlich, jedenfalls nicht wenn es um einen Cent oder so geht. Und wie bekommen das nennenswert viele Kunden innerhalb von 15 Minuten mit? *am Kopf kratz*.

    • Aber genau so ist es. Und ja, es kommen signifikant mehr Kunden. Aber wenn die Preise OpenData sind, fällt das Rumfahren sicher weg.

      [image: DISQUS]

  9. Geile Idee die Streetview hier im Artikel einzubauen. Bitte öfter bei Auenterminen.

  10. Das Zugeständnis (Gesetzgeber zusammen mit Mineralölindustrie), in die Daten schauen zu dürfen, ist reine Ablenkung. Die Tankstellen dürfen oft genug pro Tag den Preis wechseln, dass man ggf. Kilometer fahren müte, um 1-5 Cent zu sparen(?).

    Exakt heute liegt in 8 EU-Ländern der Super-Preis unter 1,30.- . Aber der Deutsche lät sich gern von modernen DATA-Tracking, Online-Gedöns… ablenken. Die Industire blendet und die Lobby-Politik grinst dazu.

    Wenn nach dem Benzinpreis für die Tankstellen sofort die Netzanbindung kommt, ist etwas faul. Verbraucherschutz deckt die Steuersituation ab. Das Preis-Geblinke mit Tankstellenhopping erzeugt höchtens Spielhallen-Feeling. Die Umwelt bekommt durch das Extra-Herumgefahre den Mittelfinger.

    Deutsche Politik war nie systemisch und damit echt ergebnisorientiert angelegt. Das würde auch kein Poliker für 8+X TSD Euro pro Rede behaupten.

  11. Pingback: DS006 US-Wahl :: Datenschau

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