KR291 Schlingensiefs Operndorf

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Operndorf

Nach dem Tod Christoph Schlingensiefs wurde gerätselt, ob sein Operndorf nahe Ougadougou fertig gestellt werden wird. Gut 30 km entfernt von der Hauptstadt Burkina Fasos sollen auf einem Hügel in Laongo eine Schule mit künstlerischem Schwerpunkt, ein Tonstudio, Ateliers, Lehrerwohnungen, ein Krankenhaus sowie eben ein Opernhaus entstehen als kultureller Kristalisations- und Siedlungspunkt in einem der kulturell lebendigsten Länder Westafrikas. Vor kurzem hatten die Organisatoren noch einen recht optimistischen Ausblick präsentiert. DocPhil ist nach Burkina Faso gefahren und hat sich mit seinem Freund Hakeem das Operndorf mal angesehen – oder das, was mal das Operndorf werden soll.

Operndorf

Links auf den Fotos oben zu sehen ist der Rohbau der Schule, die im Herbst eröffnet werden soll. Sie ist das einzige Gebäude, das steht bisher.

Operndorf

Dieser Herr ist seitens der burkinischen Kulturbehörde für das Projekt zuständig und sehr zufrieden.

Operndorf

Operndorf

Auf dem Gelände arbeiteten bei DocPhils besuch rund zehn Menschen, u.a. dieser Vermesser mit diesem Plan:

Operndorf

DocPhil trifft auf der Baustelle einen französischen Ingenieur, den Vertreter der burkinischen Kulturbehörde sowie einige Bewohner des benachbarten Dorfs und versucht sich ein Bild zu machen: Taugt die Idee etwas und wird das hier jemals fertig?

Es wird viel Französisch gesprochen, viel übersetzt – ich hoffe, es ist nicht zu zerfahren. Viel Spa!

11 Kommentare

  1. schöne afrika repo wiedermal. danke.

    da ich selber auch schon 2x in afrika war (im rahmen von kulturprojekten) fand ich dieses operndorf schon immer eine etwas bizarre idee. den ansatz, dort schulen und ein spital zu bauen, ist ok, aber was zum geier wollen die leute dort mit einem opernhaus? vielleicht ist es ja “nur” ein theater? oder eher eine ausbildungsstätte?
    schliengensief selber sprach von einer sozialen plastik und auf der website ist viel von seiner magie die rede. man will kinder generell an künstlerisches schaffen heranführen, nicht nur an die oper, auch film, musik, theater etc. und dennoch wird der anspruch formuliert, die gesellschaftliche relevanz der oper in diesem dorf zurückzuerobern.
    wie das gehen soll, habe ich bisher nicht verstanden. mir scheint, schlingensief hätte der kulturszene von afrika mit einem etwas weniger abgehobenen projekt mehr gedient.

    • Ja, mir ist auch nicht nicht klar, ob das was werden kann. Zumal nach Schlingensiefs Tod die Eigentumsverhältnisse des Landes, auf dem das Dorf entstehen soll, offenbar nicht mehr klar sind. Das hat mir ein deutscher Offizieller gesagt, der eng mit der Sache vertraut ist.

  2. Der Facebook “Gefällt mir” Button funktioniert leider nicht

  3. schöne sendung! für die, die kein französisch verstehen, vermutlich etws anstrengend, aber ich denke, es geht. dafür war es sehr atmosphärisch, wind im mikro, und dank der fotos konnte man sich ein gutes bild von der landschaft machen. ob das projekt einen sinnvollen ansatz verfolgt, bin ich mir auch nicht so sicher; die idee klingt natürlich erstmal toll, doch inwiefern sich die umsetzung dann tatsächlich an den bedürfnissen der lokalen bevölkerung orientiert, wird sich zeigen. schade, dass man schlingensief dazu nicht mehr befragen kann – der hätte auch sonst, einfach mal so, einen sehr interessanten gesprächspartner fürs kr abgegeben, schätze ich… übrigens, philip, ich finde, du und hakeem seid ein gutes team, die stimmung zwischen euch wirkt immer sehr entspannt und angenehm. auch die interviewten kamen sehr sympathisch rüber. wegen des etwas chaotischen stils musst du dir zumindest von meiner seite keine sorgen machen: du bringst immer ein bisschen struktur rein, und ich finde sowieso, dass dieses episodenhafte dir sehr gut steht, falls man das so sagen kann. zum schluss: noch alles gute für die weitere reise! …wünscht lotta.

  4. Mal wieder ne Sendung, bei der man akustisch nicht alles so richtig versteht.
    Auerdem sieht man mal wieder, das Deutschland und Afrika ganz unterschiedlich funktionieren.

  5. Gerne öfter mal Sendungen mit französischem O-Ton, schöne Abwechslung!

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