MFDB021 1914

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Reimund Spitzer ist wieder zu Gast im Bücherradio, es geht um vier Bücher, die sich um das Jahr 1914 drehen, um Ausbruch und Verlauf des Ersten Weltkrieges. Mit vielen neuen Erkenntnissen, aber ohne Antworten auf die Fragen, wieso die Menschheit plötzlich in einen solchen Abgrund blickte, weshalb von Anfang an keiner der Akteure aufhören konnte, und warum uns das heute noch so fasziniert, 100 Jahre später:

1. Philipp Wittkop: Kriegsbriefe gefallener Studenten
2. Ernst Jünger: In Stahlgewittern
3. Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues
4. General Ludendorff: Der totale Krieg. Theorie und Praxis

14 Kommentare

  1. nur als info “In Stahlgewittern” gibt es auch zum runterladen unter http://www.gutenberg.org/ebooks/34099

  2. Danke für den Hinweis! Bücher von Jünger sind aus mir unbekanntem Grund relativ teuer, auch antiquarisch.

  3. 31. Januar 201415:11
    Ralph Stark

    sehr interessante folge, und ja bitte noch eine folge zu aktuellen büchern zum thema

    …kleine anmerkung: meines erachtens hätten die “goldenen 20” nicht so ausgesehen wie sie ausgesehen haben, z.B. wäre das Frauenwahlrecht sehr viel später eingeführt worden, Frauen die in den Kriegsfabriken “ihren Mann gestanden” hatten oder danach für den kriegsversehrten “Ehemann, Vater oder Bruder” arbeiten mussten, konnte man nicht mehr so einfach zurück an den Herd schieben. Und “golden” wurden die Zwanziger eben durch die Emanzipitation.
    Auch die Explosion in der abstrakten Kunst, erfolgte meines Erachtens durch die Unmöglichkeit das Erlebte noch adequat realistisch darzustellen.

  4. Ich weiß nicht ob Ihr es erwähnt habt (war zwischendurch mal raus) oder ob Ihr es wußtet, in England sieht man den 1+2ten Weltkrieg als eine Einheit, praktisch ein Krieg mit Pause zwischendurch. Man nennt ihn da auch den 2ten Dreissigjährigen Krieg und so falsch ist diese Sicht nicht.

    Jedenfalls wieder interessant!

  5. Zwei englischsprachige Podcast, die sich ausführlich mit dem 1. Weltkrieg und dem Weg dahin beschäftigen. Bisschen anderer Stil, im Vergleich zu eurer Publikation, könnte aber inhaltlich einiges ergänzen.

    http://www.dancarlin.com//disp.php/hharchive/Show-50—Blueprint-for-Armageddon-I/First%20World%20War-World%20War%20One-Great%20War

    http://www.dancarlin.com//disp.php/hharchive/Show-51—Blueprint-for-Armageddon-II/First%20World%20War-World%20War%20One-Great%20War

    • Also Dan Carlin’s podcast kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen. Mittlerweile ist er bei Teil IV. Selten habe ich so eindringlich und ausführlich jemanden über ein Thema reden hören. Ich mag seine Art zu sprechen, vor allem wenn er aus Briefen/Büchern zitiert…

      Nichtsdestoweniger: Hörbefehl! 😉

  6. ich möchte einen besprechungsvorschlag einbringen. beim thema krieg wäre doch clausewitz (vom kriege) wichtig? schicke ich gerne.

    macht weiter so. schön so ein podcast

    ro

    • 6. März 201423:29
      onkelandi

      Danke für den Tipp – ist notiert! Den Krieg, diesen und andere, werden wir in diesem Jahr noch öfter zum Thema haben…

  7. und mir fällt noch einer ein. walter serner passt zum thema

  8. Bücher sind Bücher sind Bücher.
    Mich zumindest hat ein Film zum Thema 1. Weltkrieg gebracht: “14-18” – ein Doku für DVD produziert, die ausschließlich aus original-Aufnahmen aus dieser Zeit ensteht. Sehr, sehr, sehr schön nachbearbeitet, und gerade NICHT so ein vorgespulter “Dick&Doof” Look; das ließ mich zum ersten mal sehen, dass diese Zeit gar nicht so lange her ist; dass die Menschen damals gar nicht so viel anders dachten als wir.

    Anyway, ich weiß dass das ein Buch-Podcast ist, aber ich finde, dass man Texte durchaus besser verstehen kann, wenn man die Bilder dazu hat 😉

  9. Also diese Depression, die Sinnkrise, die zu Beginn als Begründung für die Idee des Kriegs als Katharsis ist für mich auch schon zu sehr a posteriori. Weil man weiß ja, dass das alles im Weltkrieg endet, denkt man natürlich dass die Leute davor alle depressiv sein mussten.

    Ich habe darüber natürlich auch noch viel zu wenig gelesen, aber wenn man “1913” von Emmerson liest, bietet sich ein völlig anderes Bild. Die Menschen lebten in einer Zeit in der Telefonkabel durch den Atlantik gelegt wurden, in der Einstein seine Relativitätstheorie postulierte, usw.

    Ist diese Zeit vor dem 1. WK nicht verblüffend vergleichbar mit der unsrigen? Wir leben in einer Welt in der alles möglich scheint, und schon das Unmögliche (Internet, Vernetzung) bereits möglich geworden ist.
    Genau das führt aber zu einer gewissen Orientierungslosigkeit und wunsch nach “alten Werten”…
    Die Frage die ich mir immer stelle ist, ob das als Argument ausreicht.

  10. Nochmal ein Kommentar – aber während des Hörens fallen mir einige Ungenauigkeiten auf.

    Die Schlacht an der Somme war für die Briten noch verlustreicher als im Podcast dargelegt: 8000 Soldaten wurden allein in der ersten halben Stunde (!) getötet; 18000 am ersten Tag.

    Diese Zahlen machen den ersten Weltkrieg so schrecklich; die Gesamtverluste sind zwar nichtmal halb so groß wie die des 2. Weltkriegs (die zivilen Opfer noch nicht mal mit eingerechnet), aber trotzdem ist die Materialschlacht wesentlich schlimmer als ’39-’45

    Zur Strategie hinter der Schlacht von Verdun: das machte durchaus Sinn. Die OHL hat ’14/15 gelernt, dass “der Durchbruch” nicht zu schaffen ist, da die durchstoßenden Truppen nicht mehr versorgt werden konnten und somit jede Offensive sich automatisch tot läuft…
    Daher die Idee, den Gegner weiss zu bluten (Zitat Falkenhayn). Pervers zwar und unmenschlich – ohne Zweifel – aber wie gesagt, es war mit nichten so, dass die Generäle Schlafwandler waren; die haben schon sehr genau reflektiert und überlegt. A posteriori kann man ja immer hätte/könnte/müsste sagen…

    Auch hätte das deutsche Herr durchaus gewinnen können. Die Deutschen waren lange nicht so stark mobil gemacht wie die Franzosen oder die Russen, aber das Heer war technologisch am Besten ausgestattet – die modernste Armee der Welt damals!

  11. Sehr schöne Folge, ich finde ja den ersten Weltkrieg immer viel bedeutsamer als den zweiten. Zum einen weil es die Erfahrung des ersten Weltkriegs war, wo vorher lange kein Krieg war, zum anderen weil er dem zweiten überhaupt erst die Basis geliefert hat. Außerdem war die Menschheit wirklich geschockt, der erste industrialisierte Krieg. Das hat meines Erachtens auch die Literatur extrem stark beeinflusst. Toller Podcast mit Bezug auf Aktuelles.

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