MFDB042 Neuer Versuch 4 3 2 1

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Paul Austers 4 – 3 – 2 – 1 ist mit seinen über 1200 eng beschriebenen Seiten ein derart monströses Werk, dass wir viele Monate gebraucht haben, um es in einem heroischen Akt ganz zu lesen und es deshalb mehr als einmal besprechen, heute mit dem Wissen um sein Ende – und der festen Absicht, es nicht zu verraten. Eine Jugend in den USA der Fünfziger- und Sechzigerjahren, in vier Versionen. Dazu ein Roman, der auf einem Bruchteil der Seiten etwas Ähnliches versucht, einem Werk über Reiseberichte ins Dritte Reich und dem Buch, das keiner von uns gelesen hat, über das wir aber dennoch reden: Ein sachbuchhafter Roman über die Pubertät.

1.) Paul Auster: 4 3 2 1
2.) Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeit
3.) Oliver Lubrich: Reisen ins Reich
4.) Jan Weiler: Und ewig schläft das Pubertier

Das war ein großer Spaß!

4 Kommentare

  1. Zu den von euch besprochenen 2 Toden des Archie Ferguson fiel mir folgendes ein:

    Am 1. 6.1938 wird Ödön von Horváth in Paris auf den Champs-Élysées durch einen herabstürzenden Ast getötet.

    Am 23.4.1975 kommt Rolf Dieter Brinkmann nach seinem Auftritt auf einem internationalen Lyrikertreffen in Cambridge/England bei einem Autounfall in London ums Leben, weil er als Fußgänger den Linksverkehr nicht beachtet.

    Und vielen Dank für eure Arbeit an den hörenswerten und vergnüglichen Podcasts.

    • Bei Brinkmann ist zusätzlich noch das Datum auffällig: 23.4.1975, die ersten vier Ziffern sind ein Anagramm von 4 3 2 1…

  2. Danke zurück! Ich denke, das Buch ist voll solcher versteckter Gimmicks und Querverweise. Wir sprachen ja schon an, dass präzise auf S. 679 der dt. Ausgabe, nach der Hälfte der Seiten, von einer Praktik namens “halb-und-halb” die Rede ist… Zufall? Bei einem Autor, dessen Lebenswerk die literarische Erforschung des Zufalls ist?

  3. Hallo 🙂
    Erstmal vielen Dank für das tolle und sehr unterhaltsame Format!

    Zum Thema “Oliver Lubrich: Reisen ins Reich” hab ich folgende Gedanken: Ich suche momentan nach Büchern, die sich damit beschäftigen welche Stimmung und Gedanken in der Bevölkerung stattgefunden haben, dass die Faschisten in den 30ern so groß werden konnten. Ein (zurecht) berühmtes Beispiel wäre Anna Seghers “Das siebte Kreuz”, was auch oft als Unterrichtslektüre genommen wird scheinbar. Ich versuche dabei erstmal für mich eventuelle Parallelen zu Heute entweder zu belegen oder zu entkräften.

    Bestimmt habt ihr oder die Hörer doch auch Ideen, was es zu dem Thema noch gibt? Wäre auch eine schöne Themensendung *hint hint* 🙂

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