MR056 Google-Spam

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Google-Spam nervt nicht nur, er kostet auch viel Geld. Eine ihm bekannte Content-Farm dürfte mit monatlich 5000 Trash-Texten von der VG Wort jährlich 720.000 Euro kassieren, sagt Foren-Betreiber Fabian Gränzer im Medienradio. Dazu kämen noch Millionen durch Adsense-Werbung.

Ein Platz unter den Top 10 auf Googles Such-Ergebnissen kann Millionen wert sein. Entsprechend hart und mitunter dubios ist der Kampf um diese Plätze. Auch für Fabian Gränzer entscheidet ein gutes Google-Ranking über den Erfolg seines Geschäfts: Er ist Gründer und Chef des Computer-Forums Supportnet.de. Derzeit hat er monatlich knapp eine Million Uniques – vor dem letzten Panda Update von Googles Suchalgorithmus waren es einige Hunderttausend mehr.

Fabian plaudert aus dem Nähkästchen der Suchmaschinen-Optimierer und stimmt zu, dass Googles Suchergebnisse in bestimmten Bereichen durch den Spam extrem leiden. Fabian hat sich daher mit Jamaipa.de eine eigene Suchmaschine gebastelt für spamfreie Gadget-Suche.

Wir reden über automatisierte Twitter-Spamer, käufliche Facebook-Freunde und darüber, wie man die Zeit zu Geld macht, die Updates für Googles Algoritmen nach Deutschland brauchen. Auch eine Prognose wagt Fabian: Als nächstes sehen wir Botnetze, die Google legitimen Traffic vortäuschen.

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20 Kommentare

  1. Pingback: Zählpixel | zwischen null und eins

  2. Danke für diese Sendung. Über diverse Kandidaten in den Suchergebnissen habe ich mich schon länger gewundert. Wahrscheinlich gibt es auch keine Möglichkeit, die von Seiten der VG Wort auszusondern.
    Mich würde in dem Zusammenhang interessieren, ob dieses VG Wort-Zählpixel von Browser-Addons zur Werbevermeidung (AdBlo***lus o.ä.) ausgehebelt wird oder nicht.

  3. Ist die VG Wort zu blöd solchen Rotz zu erkennen oder haben die das Problem gar nicht auf dem Schirm? 

    • Ich bin ausdrücklich *für* SOPA und PIPA, weil ich generell alles
      unterstütze, was die Rechte der Eigentümer von was auch immer stärkt.
      Die Remix-Gesellschaft schert sich einen feuchten Kehrricht um diese
      Rechte. Daher unterstütze ich jede Gesetzesinitiative, die den Druck auf
      User erhöht, sich zu vergegenwärtigen, *was* sie da eigentlich machen:
      Nicht selten werden Gesetze gebrochen. Das muss ein Ende haben. Als
      jemand, der extrem viel geistiges Eigentum sein eigen nennt, und daran
      andere kostengünstig partizipieren lassen will, weiß ich, wovon ich
      rede.

  4. habe den podcast gerade gehört. muss sagen, dass ich irgendwo enttäuscht bin und so. hatte mir mehr erwartet. aber man kann ja nicht alles haben. vielleicht wird die nächste sendung besser. gruß lene

    • 24. Januar 201210:43
      Ralph Schneider1

      Doch, da war schon viel Interessantes drin, nur hat Fabian – wie alle SEO Experten – die Katze natürlich nicht aus dem Sack gelassen.Sprich: Die richtig heißen Tipps und Geheimnisse kamen nicht zutage (vielleicht kennt er sie ja nicht, vielleicht kennt sie ja niemand außer Google selbst und alle SEOler tun nur so…).

  5. Sehr hilfreich und informativ, dankeschön.

    • 20. Januar 201218:54
      Stefan Reinecke

      Jubelperser kann ich nicht ausstehen. Get a life.

      • 20. Januar 201219:33
        Sarah Brockhoff

        Ich finde es nicht gut, dass du Kevin Jubelpersertum unterstellst. Gewiss, sein
        > dankeschön.
        gegen Ende war vielleicht ein bisschen dick aufgetragen, aber ansonsten habe ich gegen seinen Beitrag nichts einzuweden.

  6. Pingback: Lesetipps für den 19. Januar | Netzpiloten.de - das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0

  7. Klasse! Wenn es auch nur um den sichtbaren Teil des Eisbergs ging, ist es trotzdem toll, dass mal jemand so offen über die Funktionsweise dieser Spamseiten spricht. Was ich etwas schade fand: Das Pioniertum der Spammer wird mir zu sehr als Handwerk cleverer Füchse dargestellt.

    Die Millionen, die durch diesen Spam verdient werden, kommen nicht einfach so aus dem Internet. Sie sind Verluste bei den dahinter stehenden Unternehmen, die für die Dienstleistung “Werbung” das reale Geld bezahlen.

    Da die Werbung auf diesen Spamseiten aber so angelegt ist, dass sie niemanden erreicht, grenzen viele dieser Spamseiten an betrug. Neben dem usabillity Aspekt hat Google daher  vor allem auch ein wirtschaftliches Interesse diese Branche auszutrocknen.

  8. schade, dass sopa und pipa nicht kommen. ich als inhaber zahlreicher rechte, die jährlich den gegenwert eines mittelklassewagens einbringen,
    war ausdrücklich dafür.

  9. Interessanter Podcast. Faszinierend wie wenig neues in der Szene passiert. Man haette diesen Podcast auch vor 5 Jahren genau so aufzeichnen koennen. 

  10. total öde, das gespräch

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