MFDB053 Nichts glauben

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Wir haben uns noch einmal den Fall Maxim Biller vorgenommen. Seit wir ihn als Kritiker auf dem Sofa des Literarischen Quartetts bitter vermissen, schreibt und veröffentlicht er in hoher Schlagzahl. Im wie wir finden wunderbar demütigen Design des Reclamverlages legt er nun eine Reihe von Essays aus 30 Jahren vor, die sich für uns anfühlen, als würden wir stundenlang angeschrien, was hart, aber nicht ohne Lust und Vergnügen war. Eher Verdruss scheint Leif Randts Allegro Pastell hervorzurufen, warum, erklären wir. Außerdem wird ein Jahrhundertklassiker von Claude Lévi-Strauss im Licht der Gegenwart untersucht – und ein letztes, das wir nicht gelesen haben, liegt auch auf dem Tisch. Ein Bücherradio mit viel Ruhe und ohne jeden Bezug zur Pandemie. Das war ein großer Spaß!

Maxim Biller: Wer nichts glaubt, schreibt
Leif Randt: Allegro Pastell
Claude Lévi-Strauss: Traurige Tropen
Woody Allen: Ganz nebenbei

4 Kommentare

  1. danke für die tolle folge und eure arbeit.
    wieder einmal ist euch ein wahrer ohrenschmaus gelungen.
    warum höre ich euch so gerne zu? kritisch, reflektiert, menschlich, mitfühlend, unaufdringlich, meinungsstark, und regelmässig interessante diskussionen/themen.
    und tatsächlich kommen mir oftmals nachträglich (also ich muss später drüber nachdenken, was ihr so gesagt habt) wirklich neue gedanken, die ich vorher so nicht hatte.
    diese flausen im kopf werden dann aber schnell durch schnöden buchkaufkonsum überkompensiert. 😉
    freu‘ mich auf die nächste folge.

    • danke nochmals für den biller. wäre sonst nie drauf gekommen sowas zu lesen. vielleicht hat euch das buch ja so getroffen, weil ihr selbst autoren/kritiker seid. mich hat es auch betroffen, aber wohl eher als der sowieso „halbnazi sofa deutsche“ der aber wenigstens ende der achtziger im westen noch ne coole party hatte und nicht nur im osten, hitler, ullbricht, honecker und dann merkel. was ich mir gemerkt habe ist: wahrheit ist ein anderes wort für wirklichkeit und später wahrheit ist poesie. in diesem sinne ist es eben egal ob die kindheitserinnerungen an seine altbauwohnung mal hell und später mal dunkel ist, er hat ein starkes gefühl in sich erkannt, und macht daraus eine geschichte. ich glaube ihn nervt einfach, wenn was literarisch schlecht gemacht ist und will letzlich dass auch ihr noch bessere bücher schreibt. dann hätte er sein ziel ja erreicht. sicher kein buch was gute laune macht. aber schreiben kann er, und er besetzt die wichtigen themen. es macht lust auf mehr. von ihm, und auf einige bücher zeitgenössischer dt. literatur, von denen ich bisher nie gehört hatte, und die nun gekauft und gelesen werden müssen. 😉

  2. 15. Mai 2020 um 10:12 Uhr
    shadows and fog

    In eurem Part über Woody Allen waren leider einige Fehler. Allen und Mia Farrow waren nie verheiratet. Allen wurde auch nicht frei gesprochen, denn es kam noch nicht einmal zu einem Prozess. Der Fall wurde nach zwei Untersuchungen mangels Beweisen eingestellt. Sun-Yi ist nur die Adoptiv Tochter von Mia Farrow, nicht von Allen.

    Ansonsten freut mich eure wohltuend neutrale Haltung in der Angelegenheit.

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