MFDB053 Nichts glauben

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Wir haben uns noch einmal den Fall Maxim Biller vorgenommen. Seit wir ihn als Kritiker auf dem Sofa des Literarischen Quartetts bitter vermissen, schreibt und veröffentlicht er in hoher Schlagzahl. Im wie wir finden wunderbar demütigen Design des Reclamverlages legt er nun eine Reihe von Essays aus 30 Jahren vor, die sich für uns anfühlen, als würden wir stundenlang angeschrien, was hart, aber nicht ohne Lust und Vergnügen war. Eher Verdruss scheint Leif Randts Allegro Pastell hervorzurufen, warum, erklären wir. Außerdem wird ein Jahrhundertklassiker von Claude Lévi-Strauss im Licht der Gegenwart untersucht – und ein letztes, das wir nicht gelesen haben, liegt auch auf dem Tisch. Ein Bücherradio mit viel Ruhe und ohne jeden Bezug zur Pandemie. Das war ein großer Spaß!

Maxim Biller: Wer nichts glaubt, schreibt
Leif Randt: Allegro Pastell
Claude Lévi-Strauss: Traurige Tropen
Woody Allen: Ganz nebenbei

3 Kommentare

  1. danke für die tolle folge und eure arbeit.
    wieder einmal ist euch ein wahrer ohrenschmaus gelungen.
    warum höre ich euch so gerne zu? kritisch, reflektiert, menschlich, mitfühlend, unaufdringlich, meinungsstark, und regelmässig interessante diskussionen/themen.
    und tatsächlich kommen mir oftmals nachträglich (also ich muss später drüber nachdenken, was ihr so gesagt habt) wirklich neue gedanken, die ich vorher so nicht hatte.
    diese flausen im kopf werden dann aber schnell durch schnöden buchkaufkonsum überkompensiert. 😉
    freu‘ mich auf die nächste folge.

  2. 15. Mai 2020 um 10:12 Uhr
    shadows and fog

    In eurem Part über Woody Allen waren leider einige Fehler. Allen und Mia Farrow waren nie verheiratet. Allen wurde auch nicht frei gesprochen, denn es kam noch nicht einmal zu einem Prozess. Der Fall wurde nach zwei Untersuchungen mangels Beweisen eingestellt. Sun-Yi ist nur die Adoptiv Tochter von Mia Farrow, nicht von Allen.

    Ansonsten freut mich eure wohltuend neutrale Haltung in der Angelegenheit.

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