MFDB048 Aus der Stille

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Letzte Worte eines Schriftstellers, der alle Hinterlassenschaft vernichtet wissen wollte, die Begegnung einer wohlhabenden Partygesellschaft mit dem Tod an den Rändern der uns bekannten Welt, die Suche eines Autors nach dem Ort, an dem er zu Hause ist und die rätselhaften Fälle eines drogensüchtigen kriegstraumatisierten Ermittlers im Berlin der Zwanzigerjahre, vier Bücher, von denen wir drei gelesen haben und eines nicht, ein letztes Bücherradio vor der angenehmen Stille der Zeit zwischen den Jahren, wenn es langsam wieder heller wird.

Wolfgang Herrndorf: Stimmen

Lawrence Osborne: The Forgiven

Daniel Schreiber: Zuhause

Volker Kutscher: Der nasse Fisch

Das war ein großer Spaß!

6 Kommentare

  1. Danke, mal wieder eine schöne Folge. Finde immer gut wenn ihr abschweift und eher über die Themen der Bücher redet (weil ich die Bücher selbst meist nicht kenne).

  2. Ein eindeudiges “NEIN” das darfst du nicht so sagen von meiner Seite… Ich höre mir diese Rubrik (mfdb) gerade das erste Mal an und finde es eigentlich auch sehr schön wie ihr beide miteinander schnackt und auch nicht ständig der gleichen Meinung seid.
    Was hier aber voll abnervt is dieses beschissene, die ganze Sendung über andauernde “anti-Ossi-Gelaber”. “ich hab nur Zugezogene als Freunde, dumme Bevölkerung in Mecklenburg, Brandenburg nur komische Leute, mag ich nicht et cetera piss pups. Sowas kotzt mich an!!! Da könnt ihr ja gleich mit Böhmermann nen Dreier machen!
    Dieses arrogante Besser-Wessi getue muss doch endlich mal ein Ende haben.

    • Vielen Dank für Deine Kritik. Ich weiß zwar nicht, worauf sie sich bezieht, aber Du darfst das natürlich gern so sehen – ich kann mich nicht an Anti-Ossi-Gelaber erinnern. Bleibe uns gewogen! Gruesse

  3. Sehr geehrte Frau Frey,
    sehr geehrter Herr Baum,

    Sie sprechen bei etwa Minute 15 von einem Popliteraten aus dem Ruhrgebiet, der sein Arbeitsleben an der Pforte des Bochumer Schauspielhauses verbracht haben soll. Leider ist Ihnen, Herr Baum, der Name entfallen. Frau Frey weiß von nichts und bittet um Briefe.

    Dem möchte ich nachkommen. Es handelt sich vermutlich um Herrn Wolfgang Welt (u.A. “Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe”, Suhrkamp), 2016 verstoben, zu Lebzeiten durchaus gewürdigt, die posthume Berichterstattung ist leider reichlich seltsam ausgefallen und scheint sich an der vermeintlichen Authentizität des schreibenden Wachmanns zu ergötzen, als müsste sich Literatur durch das Leben des Autors bewähren. Hier spricht er über sich selbst: https://www.bochumschau.de/der-seltsame-herr-welt-2012.htm.

    Bei der Gelegenheit möchte ich noch auf das Feature von Roland Koch (nicht ehemaliger hessische Ministerpräsident) hinweisen (https://www.deutschlandfunkkultur.de/schriftsteller-und-ihre-lebensentwuerfe-federball-der-durch.3720.de.html?dram:article_id=343641; leider ist das unverständlicherweise, wie es so heißt: depubliziert), das einen zeitweise als Logenschließer ebenfalls am Theater untergekommenen Autoren porträtiert, Herrn Wolfgang Utschick.

    Ich bin mir nicht sicher, warum mich das fasziniert. Vielleicht, weil diese Biographien deutlich machen, dass es ökonomische Verlierer_innen im Kulturbetrieb gibt, über die niemand spricht, die als Randfiguren aber dessen Umrisse möglicherweise deutlicher werden lassen als die paar Großgewinner, die von ihrem Schreiben tatsächlich leben können. Nun, danach hat niemand gefragt.

    Ich danke Ihnen für Ihre Büchergespräche und verbleibe
    mit freundlichem Gruß

    Oskar Müller

    • Ja, danke für die Ergänzung. Wolfgang Welt hat mich auch sehr beeindruckt und sein Name ist mir gleich nach der Sendung wieder eingefallen – so ist das. In der Tat war die Berichterstattung nach seinem Tod etwas einseitig auf seinen Brotjob fixiert gewesen, das hat man ja z.B. bei Bola~no auch nicht getan, auch bei Fauser nicht allzusehr. Ich könnte mir vorstellen, dass Wolfgang Welt wie Fauser Nachruhm zuteil wird. Bis bald! Grüße von Andreas Baum

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