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Ein Sechsjähriger fällt von einem Baum, von da an spaltet sich sein Leben auf in mehrere Möglichkeiten, die von Paul Auster alle auserzählt werden, als gälte es, dem Waswärewenn als Treibstoff für die Literatur ein Denkmal zu setzen: In Austers ellenlangen 4 3 2 1 wird das so gut es geht ausgelotet, Respekt an alle, die dieses mehr als Dreizehnhundert Seiten starkes Buch tapfer durchgelesen haben. Einen ähnlichen Mount Everest der Romanliteratur hat sich unser Freund Adam Johnson vorgenommen, eine Geschichte über einen ausgebildeten Spion und nordkoreanisches Waisenkind, das mithilfe ausgeklügelter Foltermethoden eine andere Person wird. Und Hannah Arendt macht uns vor, wie man eine lange Reihe von Vorträgen zu einem Buch zusammenfügt, das wie fast alle anderen der New Yorker Philosophin der Versuch ist, sich für ihr geniales Lebenswerk: Eichmann in Jerusalem zu verteidigen. Andrea Frey und Andreas Baum über mindestens drei Bücher:

Paul Auster: 4 3 2 1
Adam Johnson: Das geraubte Leben des Waisen Jun Do
Hannah Arendt: Über das Böse

Das war ein großer Spaß!

2 Kommentare

  1. Es war wieder sehr schön mit euch, danke!u Habe allerdings das vierte Buch welches keiner gelesen hat vermisst. Kurze Anmerkung zu Hannah Arendt, sie selber bezeichnete sich nicht als Philosophin, sondern sagte ihr Gebiet ist Politische Theorie. Sagt sie ganz zu Beginn des wirklich sehr sehenswerten Gespräches mit Günter Gaus: https://www.youtube.com/watch?v=J9SyTEUi6Kw

  2. 31. Mai 201708:11
    Andreas Baum

    Danke für das schöne Lob und die vielen Anmerkungen. Bei Gaus’ Sendung sieht man ja, dass die Frage, ob H.A. eine Philosophin ist, sich durchaus stellt – und sie ist m.E. auch nicht einfach mit ihrer demonstrativ bescheidenen, leicht kokettierenden Antwort, sie sei politische Theoretikerin, ad acta zu legen. Der monströse Umfang des Auster hat uns etwas aus der Bahn geworfen. Das nächste Mal dann wieder vier Bücher – mit dem einen , das wir nicht gelesen haben.
    Grüße von Andreas

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