MFDB035 Biografie: Der lange Weg zum Ich

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| 7 Kommentare

Ist es möglich und erlaubt, ein ganzes Buch sehr treu am Leben zu schreiben und dennoch unterhaltsam zu sein, auf jeder Seite? Gary Shteyngart, so glauben wir beide, ist das gelungen. Auch Robert Seethaler kann es, wenn auch mit dem Leben eines anderen und Ronja von Rönne kann es nicht, aber das sollte sie ja auch gar nicht mit ihrem Buch, das wir nicht gelesen haben und über das wir trotzdem ausführlich reden, und das haben wir mit dem größten Teil des Literaturbetriebs gemein. Über Maxim Biller und seinen langen Weg zum Ich sprechen wir heute nicht, nehmen es uns aber vor. Andrea Frey und Andreas Baum und drei Bücher:

1.) Gary Shteyngart: Little Failiure / Kleiner Versager
2.) Robert Seethaler: Ein ganzes Leben

3.) Ronja von Rönne: Wir kommen

Das war ein großer Spaß!

7 Kommentare

  1. Hat mir Spaß gemacht euch zuzuhören – schöner Podcast!

  2. Eure erste Buchbesprechung erinnerte mich SEHR an “John Fante”, falls Euch mal was von Fante unterkommt, ich fand es mitreissend, habe alles von ihm verschlungen.

    Ansonsten, macht weiter so : )

  3. egal was man von ronja von rönne hält: diese “buchbesprechung” war extrem peinlich. ich hab mich förmlich gewunden vor fremdscham. frau frey hat sich ja wenigstens an einigen stellen noch mal daran erinnert, dass sie zu der frau und vor allem zu dem buch nichts sagen kann. aber herr baum … oh gott , oh gott. wenn Sie glauben, dass das buch nicht gut ist, lesen Sie es nicht. aber dann geben Sie auch nicht ihren Senf dazu. und der RAF Vergleich, was hat der gehinkt.

    Trotzdem vielen Dank, dass Sie diesen Podcast betreiben. Ich werde bestimmt wieder reinhören.

    • Lieber Tim, es gehört zum Prinzip unseres Bücherradios, dass eines der Bücher nicht, ich wiederhole: nicht gelesen wird. Ich habe deshalb auch nie behauptet, das Buch gelesen zu haben. Wir sprechen normalerweise über zwei oder drei Bücher, die wir gelesen haben und eines, das das keiner von uns gelesen hat. Das gedenken wir auch künftig so zu halten, unseren Senf, wie Sie sich ausdrücken, zu Büchern zu geben, die wir nicht gelesen haben und auch nicht lesen werden. Soviel zum Verständnis, danke fürs Hören!

      • Ok, mein Fehler. eindeutig. :/ klingt als konzept sogar sehr interessant. ich entschuldige mich für dieses vorschnelle urteilen.
        Gruß, tim

        • Oh, kein Problem, Entschuldigung ist nicht nötig. Zeigt ja auch, dass wir dieses Konzept öfter deutlich machen sollten. Danke also für den Hinweis. Grüße von Andreas

  4. Zur Frage ob eine Psychoanalyse bei der Kreativität hilft oder schadet. Meinem laienhaften Verständnis funktioniert es so: Einerseits können psychische Probleme einen Druck erzeugen für den Kunst dann als Ventil fungiert. Der Künstler verarbeitet quasi seine Probleme in der Kunst. Wenn die Probleme “weg” sind, fehlt natürlich dieser Druck. Andererseits entsteht dadurch auch ein großes Stück Freiheit. Der Mensch ist in der Lage sich aus seinen Mustern und Zwangsstörungen ein Stück zu befreien und dadurch – auch in der Kunst – neue Wege zu gehen.

    Banales Beispiel wäre ein Depressiver, der keine Liebe empfinden kann. Er wird vielleicht großartige Geschichten über die Einsamkeit und Trauer schreiben können. Wenn nun seine Depression in den Griff bekommt, kann er vielleicht auch fröhliche Geschichten schreiben.

    Keine Ahnung ob das Sinn macht, aber würde nie Probleme mit mir rumschleppen wollen nur um kreativ zu sein. Überspitzt formuliert: Wer nur wegen seiner Probleme Künstler ist, der sollte eh keiner sein 😉

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