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Philip Banse lässt sich von Werber-Veteran Thomas Koch (tk-one, Ex-CEO von tkm) erklären, wie Werbung funktioniert und warum nicht. Es geht um Media-Agenturen, Preis-Modelle, TV-Optimierung und Baumärkte. Kurz nach der Halbzeit widmet sich Thomas der Frage, was bei Online-Werbung falsch läuft. Es ging viel um Strukturen und Funktionsweisen, deswegen eine überschaubare Linkliste.

18 Kommentare

  1. Pingback: Vorhersage Sonntag, 18.11.2012 | die Hörsuppe

  2. Vielen Dank für die Sendung.
    Ich bin punkto “Werbehass” etwa ähnlich gewickelt wie Philip Banse und habe bei Podcast-Werbung ähnliche Erfahrungen gemacht. Hier rächt sich wahrscheinlich schon die mangelnde Risikobereitschaft in Europa/Deutschland, und zwar auf beiden Seiten, sowohl bei Werber/Firmen als auch bei den ev. zu idealistischen Podcastern.
    Das ist schade, weil dadurch wahrscheinlich viele gute Podcast-Ideen nie zur verdienten Blüte kommen, weil eben Zeit=Geld (u. durchaus auch mal =Motivation) fehlt.
    Ich glaube aber auch nicht, dass sich das so schnell ändern wird. Da geht es auch um kulturelle und Mentalitätsunterschiede.
    Wie gesagt: Schade für Leute wie Philip, bei dem man etwas Verzweiflung darüber in dieser Sendung heraushören kann. 

    • Also Verzweiflung ist das falsche Wort, aber ja, ich sehe das ähnlich wie Du: Wenn sich eine für alle akzeptable Form der Podcast-Werbung – ich finde 5by5 ist da auf einem guten Weg, wenn sie es nicht übertreiben – auch in Deutschland etablieren würde, könnte das für einige Formate sicher ein Standbein sein. Und ich glaube, dass Podcast-Hörer hierzulande durchaus akzeptieren würden, dass am Anfang der Sendung und einmal in der Mitte auf seinen Sponsor hingewiesen wird. Ad-free kann man dann ja immer noch als Paid-Version anbieten.

  3. Genau, ich dachte auch primär an 5by5, die scheinen ja auch etwas Modell zu stehen für andere englische Podcasts.
    (Das mit der Verz. meinte ich ironisch, Du kommst so oft (begreiflicherweise) darauf zurück;-), und ja, v.a. die mangelnde Experimentierfreudigkeit ist schon manchmal zum Verzweifeln, finde ich.)

  4. Zum Thema Podcasts und Werbung scheint es mir doch eher so zu sein, dass die meisten Podcasts die Werbung kostenlos liefern. Die ganzen Tech Podcasts sind ja Werbe Podcasts von Fans. Warum sollte ein Unternehmen dafür Geld Zahlen, wenn das ganze von Fans auch Kostenlos  und dadurch glaubwürdiger bereit gestellt wird.

  5. Ich finde, dass die Werbung in amerikanischen Podcasts inzwischen schon unangenehme Ausmaße angenommen hat. Erschreckend wie oft ich den Vorspulknopf betätigen muss. Gerade bei TWiT oder 5by5 nerven die immer gleichen Produkte, die mich bis auf audible so gut wie überhaupt nicht interessieren. Der übertriebene Enthusiasmus ist extrem anstrengend. Bei TWiT Podcasts muss man regelmäßig zwei Minuten Pre-Roll Ads überspringen. Jede weitere Werbung für Ford “Stink” bringen mich inzwischen näher daran einen Ford anzuzünden als einen zu kaufen. (Vorsicht Satire)

  6. Pingback: WMR53 – generische Steuersparinstrumentin (mit Gregor Sedlag) | Wir. Müssen Reden

  7. Interessante Sendung!

    Ich musste schmunzeln, als der Gast den Spin gebracht hat, dass die Mehrheit ja eigentlich TV-Werbung gut fände … (länger wolle sich ja niemand am Stück konzentrieren, man brauche schließlich eine Toiletten-/Chips-hol-pause usw.) Naja gut, er ist halt aus der Werbebranche und konnte sich diese Agitprop nicht verkneifen.

    Auf der anderen Seite kann ich mir auch nicht vorstellen wie überhaupt jemand mit Verstand Banner-Werbung gut findet, drauf klickt und sich dadurch in seiner Kaufentscheidung beeinflussen lässt. Aber zumindest das scheint real zu sein; Firmen, die z.B. Google-Ads verwenden, scheinen ja ganz konkret Effekte messen zu können.

    Bei Werbung in Netcasts möchte man gerne annehmen, dass der Host nur Werbung für Produkte reinnimmt, die er auch selbst gut findet. Aber wenn man von zig Hosts selbstgesprochene, scheinbar improvisierte, Werbung für z.B. Audible hört, die sich im Text/Aufbau erschreckend ähnelt, und man mal was von den Vorgaben von Audible mitbekommt, dann bekommt man schon Zweifel.

    Eigentlich ist bei Netcasts eine Preroll am besten – die kann man einfach und zuverlässig mit einem beherzten Druck auf den Vorspulknopf überspringen. Klar, selbstgesproche und relativ improvisierte Werbe-skits (wie z.B. von Marc Maron in WTF) können mal ganz unterhaltsam sein (‘Just Cafe dot com – wait a minute – paoh – I just shit my pants!’, ‘stamps dot com … print your own postage!!!’, ‘adam & eve … thanksgiving … things to put in you …’) – aber das nutzt sich schnell ab und nervt dann nur noch.

    Und bei anderen Netcasts ist es von Anfang an fehl am Platz – z.B. bei TWIV (This Week In Virology) – großartiger Netcast – in ihrem Netcast leben die Hosts wissenschaftliche Diskussionskultur und Vorgehensweisen – also alles, dem Werbung widerspricht. Da kann Werbung nur die ‘Marke’ beschädigen.

    Werbung im Netcast ist für mich ein Grund ihn abzubestellen (Ausnahmen bestätigen die Regel).
    Vorteil am Internet ist ja, dass man entweder sehr gut filtern kann (für das Web: AdBlock Plus) und auch wegen der Unbeschränktheit die Auswahl hat.

    Wenn ich mal ohne Web-Filter ‘surfe’, bekomme ich regelmäßig einen Schock und frag’ mich wie das irgendjemand noch ohne aushalten kann.

  8. In Deutschland sind die Margen für Werbung bei Podcasts schlichtweg zu klein, denke ich. Wenn von 20.000 Hörern 1 % dein Produkt kauft (was viel wäre, oder?) hast du nicht die Kosten für deinen Werbespot inkl. Mediaplaner drin. Und ich habe noch nie etwas gekauft aufgrund der Werbung im Podcast (höre viel). Viel eher würde ich kaufen, wenn ein Philip Banse am Ende seines Podcasts sagt: “So Leute, und für die Firma XY habe ich mir ein Gerät angeschaut und hier ist mein Testbericht – Achtung: das ist eine Werbung”. Könnte er natürlich nicht machen, weil er Journalist ist – aber andere könnten es. Wohlgemerkt: Das müssten ernsthafte Tests sein und der Podcaster müsste die Möglichkeit haben, nur Geräte zu testen, die er auch gut findet (sonst macht er sich die Reputation kaputt). Klingt kompliziert, aber bei meinen Kaufentscheidungen spielen Tests durch User eine immense Rolle (Youtube), und wenn ich da einen vertrauenswürdigen Podcaster hätte, der mir ein fundiertes Testurteil gibt und nicht nur blabla, würde ich wahrscheinlich recht häufig kaufen.

    • Warum vertaust Du solchen bezahlten Tests? Der Anreiz zur Schönfärberei ist sehr gross, vor allem, wenn die Einnahmen aus ihnen einen Großteil der Podcast-Finanzierung ausmachen. Da kann das Streben nach Renomee nicht gegenhalten. Sieht man doch bei nahezu allen Computerzeitschriften.

  9. Super Sendung!
    Hätte nicht gedacht, dass ein Gespräch über Werbung so interessant sein kann .

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