DI100 Was hilft gegen Verschwörungserzählungen? (Katharina Nocun, Autorin)

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Katharina Nocun ist und war eine ganze Menge. Sie war mal einige Monate politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland. Sie hat viele politische Kampagnen orchestriert. Sie ist Politikwissenschaftlerin und Autorin.

2020 erschien ihr Buch mit Pia Lamberty („Fake Facts: Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen“). Dieser Tage erscheint ein neues Buch von Pia Lamberty und Katharina Nocun: “True Facts – Was gegen Verschwörungserzählungen wirklich hilft“, ein Ratgeber.

Ich habe mit Katharina Nocun also gesprochen über ihre Erkenntnisse zu Verschwörungsgeschichten, was sie mit Religion zu tun haben und wie wir im ganz privaten Umfeld mit sowas umgehen können.

Wir haben das Gespräch schon im April aufgenommen, mitten in der 3. Welle. Deswegen sind die Einlassungen zur Pandemiepolitik am Ende sehr düster. Im Kern dürfte die Kritik bis heute stehen, auch wenn die Lage natürlich besser ist als im April. Das nur als Kontext für den Schluss des Interviews. 

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1 Kommentar

  1. Sehr interessantes Interview, vielen Dank.

    Was mir allerdings spontan durch den Kopf geschossen ist beim späteren Themenblock bezüglich Corona: Was man im Bereich der Verschwörungsideologien ja sehr oft findet, sind FUD-Argumentationen – fear/uncertainty/doubt.

    Der Gedanke kam mir deshalb, weil Kattascha meiner Meinung nach beim Thema “Impfen” genau das gleiche passiert ist: Wir könnten nicht auf die Impfungen hoffen, denn es könne ja sein, dass wir eine Mutation mit vollständigem Immunescape bekämen, es sei ja möglich dass xyz, wir wüssten nicht, was in der Zukunft kommt… usw.

    Das Problem ist: wenn eine Entwicklung nicht konkret absehbar ist – d.h. mit einer quantifizierbaren und realistischen Wahrscheinlichkeit – ist das halt in dieser Form ein Nullargument. Wir wissen ja nie, was in der Zukunft kommt. Vielleicht haben wir ja auch in ein paar Monaten Ebola 2.0? Oder irgendjemand dreht völlig am Rad und wir steuern in einen 3. Weltkrieg hinein? Oder der IS zündet schmutzige Bomben in allen europäischen Großstädten?

    Ich meine das auch gar nicht böse als Vorwurf oder so, sondern ich beobachte das auch öfter an mir selbst. Man möchte ja vorbereitet sein (“Das Beste hoffen, das Schlimmste erwarten”), aber es kann halt super leicht passieren, dass man sich da verzettelt und eine begründete Vorsicht durch ein paar zu viele Annahmen ins FUD abrutscht.

    Daran anknüpfend eine Frage: Wo zieht man die Grenze? Was ist sinnvolle Vorsicht, und wo rutscht man eher in den Bereich einer FUD-Argumentation. Gibt es irgendwelche Tipps, die mir helfen können, bei anderen oder bei mir selbst zu erkennen?

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