DI095 Podcasts, öffentlich-rechtliches Radio und die Plattformen (Sandro Schroeder, Deutschlandradio)

Du bist noch kein Abonnent/+?
Hier erfährst Du mehr über
Kuechenstud.io/+
Einloggen

| 8 Kommentare

Der Journalist Sandro Schroeder arbeitet als freier Mitarbeiter für das Deutschlandradio und ist dort für Konzeption und Präsentation von Podcasts zuständig. Er schreibt zudem eine Podcast-Kolumne für Übermedien und versendet einen lesenswerten Podcast-Newsletter.

Sandro liebt Podcasts, aber er ist kein Fan von Interview- und Gesprächspodcasts – beides Formate, die ich mache, mag und viel höre. Außerdem ist Sandro Jahrgang 1992; er ist 20 Jahre jünger als ich und hat einen anderen Blick auf die Medienwelt. Kurz: Wir mussten mal reden.

Über Podcasts, die Schwierigkeiten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit dem Medium und über den Paradigmenwechsel, der dem Radio bevorsteht. Wir sprechen natürlich auch über die Macht der Audio-Plattformen und wie eine unabhängige Podcast-Landschaft erhalten werden könnte – auch mit Hilfe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Wenn Ihr meine Arbeit unterstützen möchtet und eine werbefreie Version des Podcasts abonnieren wollt, klickt ein Abo bei kuechenstud.io/plus – danke!

8 Kommentare

  1. Ich werde niemals Spotify nutzen. Sie machen Podcasts definitiv kaputt. Das ist sehr schade.

  2. Ich wäre sofort für eine öffentliche Podcastplatform.

  3. als jemand, der Podcasts fast seit der Geburt miterlebt hat, trauere ich immer noch der goldenen Zeit hinterher (ca. 2005-2010 oder vielleicht noch ein bisschen später), in der das irgendwie noch was besonderes war. Da haben viele rumexperimentiert, einige haben manchmal Videos und manchmal Audio gemacht, alles in den gleichen Feed gekippt und es war irgendwie allen klar, dass es hier um ein eigenes Medium geht und man weder Radio noch Fernsehen nachmachen muss. Na gut, Videopodcasts gibt es nicht mehr, jede/r deutsche Comedienne/Comdedian hat einen eigenen Podcast mit supercringy Radiogingles und die Podcaster*innen (vor allem leider die deutschen) entschuldigen sich immer noch am Anfang, wenn mal ein Podcast länger als ne Stunde dauert (bitte aufhören). Dafür ist das Angebot auch deutlich umfangreicher geworden.

    So richtig verstehen kann ich dieses vermeintliche Bedürfnis aus Nutzersicht aber nicht, dass alles Richtung Plattform geht. Euren Ansatz der Zukunftssicherheit kann ich nachvollziehen, aber ob die öffentlichrecchtlichen dafür die richtigen sind? Soll kein Bashing sein, aber erst gestern wollte ich eine 3Sat-Sendung finden und obwohl man 3Sat in der ZDF-App live sehen kann, konnte ich die Sendung darin nicht finden. Als ich die Sendung gegoogelt habe, war der erste Link, die ZDF/3Sat-Mediathek. Anyway, ich würde eher auf die Marco Arments der Welt setzen, gerade unter den Podcastern gibt es viele echte Idealisten, die auch bis weit in die Zukunft noch Apps gestalten die ihre Nutzer nicht tracken lassen etc. DAs schöne an Podcasts ist ja, dass es überhaupt kein Bedürfnis für irgendwelche zentralisierten Plattformen gibt.

    Und wenn es diese Idealisten irgendwann einmal nicht mehr gibt, ist es vielleicht das erste Anzeichen, mal wieder das Medium zu wechseln.

  4. Pingback: Hörtipp: Podcasts Radio und die Plattformen » podMag

  5. Tolles Interview! Ich frage mich ob neue Platformen freie Podcasts zerstören wird (wie Facebook und Forums), oder nicht (Blogs haben Facebook überlebt).

  6. Danke für die neue Folge, die sich ja anschließt an die empfehlenswerte Breitband-Folge von Anfang Dezember mit “Dirk von Gehlen und Sandro Schroeder im Gespräch mit Philip Banse” zu diesem Themenbereich!
    ( https://www.deutschlandfunkkultur.de/spotify-audible-und-co-plattformkapitalismus-erobert-den.1264.de.html?dram:article_id=488736 )

    Wenn ich ganz ehrlich sein darf: in den öffentlichen Rundfunkanstalten werden Podcasts bislang so behandelt, dass ich derzeit nicht sehe, wie dort von innen der große Ruck dahin kommen könnte, nun da auch noch in die Plattform/Technologie als wichtiger Player einzusteigen. Leider!

    Da werden einfach mal Episoden, die im Radio ausgestrahlt worden sind, nicht hochgeladen. (So ging es mir mit Philips Breitband-Folge vom 29.08.2020: sie kam einfach nie in den Feed, auch nicht als schon längst die Ausgaben der späteren Wochen da waren. Auf meine Emailanfrage hin kam nach Wochen eine Antwort, dass die Folge doch im Feed wäre, und dann auch meine zweite Emailanfrage hin gar keine Antwort mehr. Stellte sich raus, dass Breitband mehrere Feeds zur selben Sendung hat, und in den Feed, in dem nicht die ganze ungeschnitte Sendung, sondern einzelne Beiträge als einzelne Dateien reingestellt werden, die Folge einfach nie veröffentlicht wurde. Man muss also zukünftig zwei Feeds für die Breitband-Sendung abonnieren… nicht besonders “kundenfreundlich”. 😉 )
    Oder erst Tage oder Wochen später. Oder sie sind, ohne Grund, plötzlich nicht mehr verfügbar. Da wird einfach manchmal Veröffentlichungs-Pause eingelegt ohne jegliche Ankündigung. So ein kurzer Satz wie “sind in der Sommerpause”, “kommen am x.y. wieder”, “o.ä.” vermisst man komplett. Es ist einfach Stille. Man stelle sich das im linearen Programm vor: einfach mal ein paar Wochen auf dem 30-Minuten Block donnerstags um 20:00 nichts zu senden. Einfach Stille in den Äther. Ohne Ankündigung vorher, nachher, online oder sonstwo. Dieses absurde Szenario wäre das Radiosendungs-Analogon dazu, wie mit Podcasts teilweise umgegangen wird.

  7. Kluge, aber traurige Erkenntnis (um die 20:00 Marke), wie überrascht man beim traditionellen linearen Senden (Radio oder TV) darüber ist, dass Qualität alleine schon zieht (Qualität im Beispiel: Experte Dr. Drosten spricht über ein wichtiges Thema, Corona), ohne großes Austarieren von dem, was ich Produktion nennen würde. Eigentlich Wahnsinn.

  8. Pingback: Demütigungs-Business, Bezirksamt vs. Livestream, Gedächtnis weg - Legaltime

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.