LdN Sommerinterview 3: Diana Kinnert

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| 29 Kommentare

Im letzten unserer Sommer-Interviews spricht Philip mit Diana Kinnert, Unternehmerin und CDU-Nachwuchs-Hoffnung.

Diana ist 26, trat vor fast zehn Jahren in die CDU ein und überlegt sich heute in einer Zukunfts-Kommission der CDU wie Politik und Parteien sich verändern müssen, damit mehr Menschen unter 30 mitmachen.

Das Interview hat Philip am 12. Juli 2017 aufgenommen, als Ulf im Urlaub war.

Die nächste reguläre Lage gibt es am 10.9. bei Euch im Feed.

Am 26.9., zwei Tage nach der Bundestagswahl machen wir mal wieder eine “Lage Live”, um das Ergebnis der Bundestagswahl zu analysieren. Das gibt es anschließend natürlich als Podcast. Tickets könnt hier hier kaufen:

Viel Spaß und bis nächste Woche!

Schickt uns auch weiter Fotos von dem, was Ihr seht, wenn Ihr die Lage hört:

team (AT) lagedernation.org

Zu sehen sind die Bilder im Fotoalbum bzw. auf unserer LageKarte.

Philip und Ulf

Hausmitteilung

29 Kommentare

  1. Einfach unglaublich, wie sich ein so junges aufgewecktes Mädchen, augenscheinlich mit hoher Weitsicht und Bildung ausgestattet, so verirrt. Da schwärmt Sie von ihrem Bild der Union, wie liberal die doch sind und dass sie die Bürger möglichst wenig einschränken und bevormunden wollen.
    Dann schaut man sich mal an, was die Unionsparteien so in den letzten Jahr(zehnt)en so zu verantworten haben und merkt, das passt alles nicht zusammen.
    Just ein Beispiel auf Twitter gefunden, sehr gut erklärt von Georg Restle: https://twitter.com/TiloJung/status/905470092728827908

    • Da viele LdN-Hörer auch linksgrün-versiffte Aufwachen-Hörer sind, könnte das stressig werden für Diana.

      Mir geht es zwar nicht darum, sie hier nieder zu reden. Aber wir zwei werden wohl nicht die einzigen sein denen das auffällt, sauer aufstößt und es dann in den Fingern juckt.

      Gruß
      Fabian

  2. Was mich an Menschen wie Diana so unglaublich stört und was ich ebenso wenig auch verstehen kann, ist, wie man zeitgleich so klug und so dumm sein kann.

    Für sie ist linke Politik zu maßregelnd, deshalb steigt sie in die Verbotspartei CDU ein.
    Kannste dir nicht ausdenken sowas.

    Aber vermutlich hängt es auch nur eher davon ab, ob man von den Verboten betroffen ist oder nicht. Gehört man nicht zu den Teil unserer Gesellschaft mit Migrationsgeschichte auf den die CDSU so herzhaft eintritt, oder hat die richtige Religion und ist Cis und straight, dann treffen einem die Verbote kaum. Wenn man dann noch als Frau nicht arbeiten möchte und seine Kinder lieber zu Hause erzieht, hat man es eigentlich schon ganz geschafft. Sind einem die Geflüchteten noch egal, kann man sogar gut schlafen.

    Das hatte mich schon so gewurmt, als von der Leyen Arbeitsministerin war. Sie selbst hat mehr akademische Abschlüsse als ich überhaupt kenne. Dennoch war sie außer Stande, sich in die verschiedenen Soziallagen der Menschen hinein zu versetzen und jedes Mal sichtlich überfordert, wenn man sie damit konfrontierte.

    Den Wunsch etwas gestalten zu wollen und der Eintritt in die CDSU sind doch auch völlig disjunkte Ereignisse, die kausal doch gar nicht zusammen hängen, gar nicht zusammen hängen können.
    Will ich Karriere machen, ist das der richtige Weg. Will ich etwas verändern, das über den reinen Akt der Verwaltung hinaus geht, ist die CDSU doch eher hinderlich als förderlich.
    Das liegt doch auch in der Natur der politischen Sache. Es ist eine konservative Partei (mit teils sehr reaktionären Flügeln. Auch wenn einige davon bereits in der AfD sind.)
    Diese Partei hat keine progressive Elemente. Sie will bewahren, konservieren eben. Ist eine gesellschaftliche Errungenschaft noch zu neu, weil sie erst seit 20 Jahren diskutiert wird, will sie diese sogar rückabwickeln und zeigt so ihren reaktionären Charakter. Siehe Ehe für alle und die Normenkontrollklage dagegen. Keine Experimente!

    Klar hatte auch die CDSU ihre Zeit der Gestaltung in der Adenauer-Zeit. Da gab es in vielen Teilen der Politik und Gesellschaft nichts mehr zu bewahren, da musste neu aufgebaut werden.
    Aber spätestens in den 60ern waren es die Linken, als die SPD noch links war, die gestalteten und das maßgeblich.

    Seit dieser Zeit gab es nicht mehr einen solchen Gestaltungswillen in der Bundesregierung. Selbst die Agenda2010 steht dahinter zurück.

    Gruß
    Fabian
    P. S. Ich habe nur 15 Minuten durchgehalten und das als Podcast-Junky.

    • Sie haben nicht verstanden was konservativ im Sinne der Union bedeutet. Es bedeutet nicht die Ablehnung Alles neuen sondern die Bewahrung von Werten. Die Ehe für alle ist da ein gutes Beispiel.
      Die Ehe an sich ist ja ein ziemlich spießiges Konzept (ich bin selbst verheiratet) : Lebenslange Treue, Monogamie und Versorgungsgemeinschaft, versprochen im feierlichen Akt. Ich frage mich bis heute warum die angeblich so progressive Linke so etwas nicht nur unterstützt sondern auch fordert.
      Andere Konservative haben halt bei der Ehe noch zusätzlich noch die Zeugung und Versorgung von Kindern gesehen. Hier müssen halt Werte gegeneinander abgewogen werden. Am Ende hat die Verspiesserung der Homosexuellen gewonnen :).
      Konservativ in Ihrem Sinne ist dagegen die SPD die nicht Werte sondern Illusionen vom allfürsorgenden und allumfassenden Sozialstaat bzw Nannystaat bewahren will, gleichzeitig aber schizophren dagegen arbeitet und nicht einsehen will das z. B. eine ‘Everyone welcome’ Politik mit dem erträumten Sozialstaat nicht vereinbar ist.

      • 1, Du kannst mich duzen. ;-) Wir sind im Internet. :-D
        2. Bewahrung von Werten die nie definiert wurden ist halt reine Monstranz und nichts anderes.
        Die christlichen Werte wie auch die europäischen Werte, welche wohl synonym verwendet werden, sind halt reiner Quatsch. Keiner weiß was das soll.
        Natürlich kommen da immer welche um die Ecke, die sagen “Natürlich gibt es sie!” und zählen auf.
        Diese Werte aber werden von vielen anderen Christen/Europäern dann aber gar nicht als ihre Werte angesehen und geteilt. Andere wiederum fehlen dann völlig.
        Keiner weiß also welche Werte das sein sollen, was an ihnen so christlich/europäisch ist und warum sie nicht auch hummanistisch, hindi, ostslavisch oder südamerikanisch sein könnten.
        Diana hat in ihrem Video auf ihrer Seite die Pluralität unserer Gesellschaft und indirekt den Diskurs angesprochen. Die Pluralität auszuhalten und mit dieser zu leben, *das* wäre mal ein Wert. Damit wäre der Diskurs streng verbunden, zweiter Wert.
        Darauf aber kommt irgendwie niemand.
        Aber bei der Ehe wird es auf einmal wichtig. Keine Kirche muss ein schwules Paar trauen aber die Ehe ist heilig.
        Das wird als Argument in unserer Gesellschaft immer noch akzeptiert.
        3. Die Linke fordern keine Ehe, das ist albern. Sie fordern keine Pflicht auf Ehe, das wäre eher noch ein Thema für die Union, sie fordern ein Recht auf Ehe. Generell leitet sich das aus dem Gleichheitsgrundsatz ab (Art. 3 GG).
        Witzig dass ausgerechnet dieser Tage die Union fordert die Gewaltetteilung aufzuweichen. Woher das bloß kommt. :-D
        http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-will-rechte-des-bundesverfassungsgerichts-beschraenken-a-962804.html
        4. “Andere Konservative haben halt bei der Ehe noch zusätzlich noch die Zeugung und Versorgung von Kindern gesehen.”
        Hatten sie nie. Das ist ein neues und vorgeschobenes Argument. Das verheiratete Paare keine Kinder bekamen, war nie ein Problem für die Ehe.
        Die gesetzlichen Regelungen schützen Ehen und keine Kinder.
        5. “Hier müssen halt Werte gegeneinander abgewogen werden.”
        Art. 3 GG gegen den Wunsch aufgrund des eigenen Glaubens immer und überall mitbestimmen zu können.
        Dafür brauche ich keine 20 Jahre Debatte.
        6. Der Rest ist neoliberaler Nonsens. Sorry, aber das weißt Du auch.

        Gruß
        Fabian

      • 4. “Andere Konservative haben halt bei der Ehe noch zusätzlich noch die Zeugung und Versorgung von Kindern gesehen.”
        Hatten sie nie. Das ist ein neues und vorgeschobenes Argument. Das verheiratete Paare keine Kinder bekamen, war nie ein Problem für die Ehe.
        Die gesetzlichen Regelungen schützen Ehen und keine Kinder.”
        Schon mal bei einer kirchlichen Trauung anwesend gewesen? Der Wunsch nach christlich erzogenen Kindern ist zentraler Bestandteil. Ausbleibender Nachwuchs ein bedauerlicher Schicksalsschlag.

        “6. Der Rest ist neoliberaler Nonsens. Sorry, aber das weißt Du auch.”
        Sie können sicherlich ihre Bedeutung des Wortes ‘neoliberal’ erklären, oder? Wenn es bedeutet zumindest minimales Verständnis für Volkswirtschaft zu haben, ja dann war meine Aussage ‘Neoliberal’. Nonsens mag sie dann auch in Ihrer Filterblase sein.

      • Das ein religiöses Paar welches Kinder haben möchte diese auch religiös erziehen will ist empirisch belegt und wenig überraschend.
        Das sind weder shocking news noch ein Argument gegen meine Ausführungen.

        Es geht um den Marktraidalen Aspekt, das hast Du schon verstanden, denke ich.

        Gruß
        Fabian

    • ****
      Für sie ist linke Politik zu maßregelnd, deshalb steigt sie in die Verbotspartei CDU ein.
      Kannste dir nicht ausdenken sowas.
      ****
      –> Was für Verbote seitens CDU meinst Du?

      ****
      Aber vermutlich hängt es auch nur eher davon ab, ob man von den Verboten betroffen ist oder nicht. Gehört man nicht zu den Teil unserer Gesellschaft mit Migrationsgeschichte auf den die CDSU so herzhaft eintritt, oder hat die richtige Religion und ist Cis und straight, dann treffen einem die Verbote kaum.
      ****
      –> Naja, sie hat Migrationshintergrund und ist nicht straight

      ***
      Wenn man dann noch als Frau nicht arbeiten möchte und seine Kinder lieber zu Hause erzieht, hat man es eigentlich schon ganz geschafft.
      ***
      –> Ein echtes Familiensplitting (nicht der Vorschlag von der SPD) wäre am fairsten. Wichtig ist m.E. dass die Frau die Wahl hat ob sie arbeiten geht oder nicht und wenn sie es eben nicht will, es steuerlich nicht sanktioniert wird.

      ***
      Sind einem die Geflüchteten noch egal, kann man sogar gut schlafen.
      ***
      –> CDU vs CSU

      ***
      Das hatte mich schon so gewurmt, als von der Leyen Arbeitsministerin war. Sie selbst hat mehr akademische Abschlüsse als ich überhaupt kenne. Dennoch war sie außer Stande, sich in die verschiedenen Soziallagen der Menschen hinein zu versetzen und jedes Mal sichtlich überfordert, wenn man sie damit konfrontierte.
      ***
      –> jep, sie auch nicht meine Lieblingspolitikering

      • “–> Was für Verbote seitens CDU meinst Du?”
        Fangen wir mit dem Verbot der Homoehe an.
        Wobei die Union nicht alles verboten wissen wollte. Die Vergewaltigung in der Ehe zum Beispiel.
        Des Weiteren gibt es auch sehr viele Aspekte die der Gängelung eher entsprechen als dem Verbot.
        Aber Entscheidungen wie die Asylgesetzesverschärfungen, sei es der “Asylkompromiss” in den 90ern, wie auch die Asylpakete I & II in nur ganz kurzer Zeit, zähle ich ebenso darunter wie die Flüchtlingsbekämpfungspolitik im Mittelmeer durch das Paktieren mit sämtlichen westafrikansichen Diktatoren bis hin zur Türkei.

        “–> Naja, sie hat Migrationshintergrund und ist nicht straight”
        Richtig. Offenbar gehört sie als katholisches Mädchen eines Philippinos nicht zum Beuteschema wie muslimische Araber oder “Narfis”. ;-)
        Warum man als nicht straighter Mensch nicht nur gegen seine Interessen CDSU wählt, sondern sie sogar noch stark macht und ihr als Feigenblatt dient, habe ich weder bei ihr, noch bei Jens Spahn.

        “–> Ein echtes Familiensplitting (nicht der Vorschlag von der SPD) wäre am fairsten. Wichtig ist m.E. dass die Frau die Wahl hat ob sie arbeiten geht oder nicht und wenn sie es eben nicht will, es steuerlich nicht sanktioniert wird.”
        Gegen dieses Wahlrecht ist die CDSU ja.
        Das sehen wir ja nicht nur bei der Herdprämie und dem mangelhaften Ausbau an Kinderbetreuungen, das sehen wir auch am Familiensplitting. Egal ob echtes oder unechtes.

        “–> CDU vs CSU”
        Ich dachte es sei klar geworden, dass ich dieses Spielchen nicht mitspiele.
        Der Seeheimer Kreis und die SPD sind auch keine zwei Parteien, die “Ralos” und die “Fundis” sind es bei den Grünen auch nicht, bei den Linken bildet der Wagenknechtflügel und der Gysiflügen auch nicht eigene Parteien.
        Das ist ebenso lächerlich wie diese good cop, bad cop Masche.

        “–> jep, sie auch nicht meine Lieblingspolitikering”
        Ich hatte mich aber eher darüber aufgeregt, dass man als hoch intelligenter Mensch, was von der Leyen und Kinnert zweifelsohne sind, so scheitern kann sich in andere Lebenssituationen hinein zu versetzen.

    • 9. September 201714:15
      Christian G.

      @Fabian
      “Ich habe nur 15 Minuten durchgehalten und das als Podcast-Junky.”
      Gleichzeitig scheinst Du aber zu erwarten, dass man Deinen Kommentar mit 400 Wörtern liest und sich damit inhaltlich auseinandersetzt (gut, sind dann vielleicht nur 3:30min Lesezeit, aber die Antworten fressen ja auch Zeit.)
      Ich kann Deine Einstellung hier so gar nicht nachvollziehen, sie widerspricht m. E. grundlegenden demokratischen Prinzipien.
      [Die Positionen von Diana Kinnert empfinde ich auch als widersprüchlich, trotzdem höre ich sie mir an.]

      • @Christian
        Weder habe ich das verlangt, noch den Anschein erweckt.
        Des Weiteren ist es billig zu kritisieren, dass die Gegenrede länger dauert als die Rede, weil diese nun mal so brüchig ist.

        Fragen die die Demokratie berühren sind hier nicht aufgekommen.
        Aus der Demokratie leitet sich doch keine Pflicht ab, sich diesen Podcast zu Ende anzuhören.

        Also, wieso bin ich nun undemokratisch?

  3. Da ich nun Diana etwas besser kenne, vor allem ihre Stereotype, gegen die sie anargumentiert und die sie eventuell in mir wiedererkennen mag:
    http://www.dianakinnert.de/2017/09/z2x-festival-der-jungen-visionare-2017.html

    – Antisemitismus/Antiimperialismus/Antiamerikanismus ist linken und migrantischen ein großes und zu oft verharmlostes Problem. D’accord, dagegen stelle ich mich auch.
    – BDS ist Antisemitismus
    – Antisemitmus ist aber ein gesamtgesellschaftliches Problem, wenn auch bei Linken und Muslimen besonders stark. Keiner ist davon frei (siehe FDP, siehe CDU Bsp. Hohmann).
    – Unklar wie man als Mensch der nicht die heteronormativen Erwartungen erfüllt die CDSU unterstützen kann. Klar wird man heute dafür nicht mehr von den Mitgliedern vertrieben. Klar kann man heute in der Union als Homosexuelle/r Karriere machen. Das hat man aber nicht der Union zu verdanken, sondern den maßregelnden Linken.
    – Die eingeschlagenen und brennenden Autos waren bei G20. Bei HoGeSa habe ich solch ein Polizei- und Staatsversagen nicht gesehen. Oder eher das Gegenteil. Da konstruiert und schaft man keine Gefahrenlage, da duldet man sie (siehe Themar (25Jahre CDU), siehe Wurzen (CDU)).
    – Das ändert aber nichts am Querfrontproblem, welches wir tatsächlich haben.
    – Freihandelsabkommen sind was Gutes. Das ändert aber nichts daran, dass diese (CETA, TTIP, …) scheiße sind. Mehr noch stört mich, dass man sich zwar beispielsweise über den Investorenschutz und die Zivilgerichte aufregt, nicht aber, dass diese erstmals von der Bundesregierung im Handel mit dem Iran erfunden wurden. (Wer hat’s erfunden? Die CDU!) Kurzum, solche Freihandelsabkommen stören uns erst dann, wenn wir selbst potentiell unter ihnen leiden werden. Für solch Doppelmoral habe ich kein Verständnis.
    – Russland hat die Krim widerechtlich annektiert. Deutschland und die westliche Koalition kämpft widerrechtlich in Syrien mit. NATO (als Bündnis verschiedener Staaten) und Russland schauckeln sich gegenseitig öffentlich hoch, um dann in Syrien zusammen zu arbeiten. Russland agiert in Syrien völkerechtskonform, da Assad der einzige ist, der um Hilfe bitten kann und er bat Russland. Das westliche Bündnis agiert wider dem Völkerrecht. (Natürlich lässt es tief blicken einen Assag zur Hilfe zu eilen.) Das ist kein Relaitivismus, das ist kein Whataboutism, es sei denn, man würde so versuchen die Taten Putins klein zu reden. Das aber versuche ich nicht. Wenn Russland ein Krankenhaus bombardiert, ist das schrecklich bis abscheulich. Auch dann und kein Stück weniger, wenn das anschließend auch unsere Koalition macht. Wenn die USA ein Krankenhaus bombardieren, ist das schrecklich bis abscheulich. Auch dann und kein Stück weniger wenn dies vorher Russland tat.
    Das gleiche gilt für die Aufrüstung der Atomraketen, vor allem in einer heikleren Zeit.
    https://www.youtube.com/watch?v=C4RalenYhoY
    Es sind die Doppelstandards die mich aufregen.
    – Russland ist wohl ein sehr schönes Land, aber die Homophobie und den Rassismus verachte ich dort wie überall.
    – Wenn linke Utopisten und amerikanische Millionäre – was Elon Musk und Nick Hanauer wohl in Personalunion sind, wenn auch letzterer sich als Kapitalist bezeichnet – dann liegt das wohl weniger an einer Beliebigkeit, als mehr an einer Konvergenz hin zu guten Ideen und Erkenntnissen aus verschiedenen Richtungen kommend.
    https://www.ted.com/talks/nick_hanauer_beware_fellow_plutocrats_the_pitchforks_are_coming
    – Da ich mich über den Konservatisismus ausgelassen habe, spare ich mir meine Meinung über die Müslikonservativen.

    Sie regt sich zu Recht darüber auf, dass sich andere es oftmals zu einfach machen.
    Jedoch macht auch sie es sich zu einfach.
    Ohne ihre bisherigen Errungenschaften kleinreden zu wollen – sie sind um einiges größer und zahlreicher als meine – ist das wohl ihrem Alter geschuldet. Das sehe ich ihr also nach. Gleiche Nachsicht zeige ich aber auch den linken Spinnern gegenüber. Mal sehen, wann sie diese Gnade aufbringt.

    Ich bin gespannt wann und ob ihr gewahr wird, dass und wie links sie ist.
    Das ihr das möglich ist, ist klar, denn es ist nicht nur eine Frage des Intellekts über den sie zweifelsohne verfügt.
    Es ist eher eine Frage der Redlichkeit, vor allem ihr selbst gegenüber.
    Klar bin ich nur ein Hanswurst in einer Kommentarspalte, der ihr gewiss nicht ihr politisches Weltbild erklären muss. Aber das sehe ich in ihr. Das ist meine Deutung. Sie hält sich für liberal, sie hält sich für bürgerlich und sieht die erdrückende Hand des Konservativismus nicht, welcher vermeintlich/tatsächlich von links drohen soll.

    Gruß
    Fabian

  4. 7. September 20178:38
    Hotzenplotter

    Interessante Sendung, kannte sie noch gar nicht. Scheint ein enormes Talent für diesen Politikzirkus und viele richtige Ideen zu haben. Ich wünsche viel Erfolg, denn ihre Partei kann Leute wie sie gut brauchen. Ich glaube allerdings auch, dass sie in dieser Partei gegen viele Wände laufen wird ( moder sich irgendwann stark anpassen muss).

  5. 7. September 201714:07
    Petra Brinker

    Typische Blablalogin. Viel Rhetorik aber Pech beim Denken. Danke Fabian, dass du die Widersprüche teilweise aufdeckst.

  6. Eine Frage bezüglich der Lage-Live-Tickets: Sind die “Supporter-Tickets” so wie bei “minkorrekt” dafür gedacht, dass man damit Leute unterstützen kann, die sich kein Ticket leisten können, aber doch teilnehmen möchten?

    • Nein, das ist Support für die Lage.

      Wir hatten bei der ersten Lage live eine Reihe von gratis Tickets für Menschen, die sich sonst kein Ticket leisten können. Die Noshowquote lag hier bei 100 %, deswegen bieten wir inzwischen keine Gratis Tickets mehr an.

  7. 7. September 201716:36
    Hans Guenther

    Sie mag ja nicht auf den Kopf gefallen sein.
    Aber wieso muss sie öffentlich immer mit diesem dämlichen Baseball Cap auftreten?
    Braucht sie ein besonderes Markenzeichen?
    Will sie sich vom Rest der CDU abgrenzen?

    Ist sie der Sascha Lobo der CDU?

  8. Ich verstehe nicht warum solchen Leuten nie die wichtigen Fragen gestellt werden an denen ihr elogik zerbricht? Niedrigste Löhne in Deutschland? Millionen Aufstocker? Kinderarmut trotz Milliarden Überschuss? Wirtschaft aus einer globalen oder europäischen Perspektive nicht nur aus einer egoistischen? Oder warum nicht Mal ihr klarmachen dass sie keineswegs alle.menschen versteht wie sie behauptet. Sie war nie auf der richtigen Arbeit für schlechten Lohn, oder? Ich finde das so arrogant wie jemand so auftreten kann, kein Wunder dass sich die benachteiligten immer provoziert fühlen.

    Ich kann’s nicht gut in Worte fassen, aber dieses Interview ohne kritische Fragen hat mich richtig angeekelt sorry.

    • 8. September 20179:42
      Habe ich auch

      Ich find schon, dass man merkt wie Philipp sich zwischendurch auf die Lippe beißen musste und mit sehr sanften Fragen versuchte ihre Verwirrung aufzudecken. Ihm war wahrscheinlich nach ein paar Minuten klar, dass er sich dann doch mit einem völlig verblendeten Wesen unterhält. Ein bisschen als ob er einer 5 jährigen erklären muss, dass es keinen Weihnachtsmann gibt. Dafür reicht eine Stunde nicht aus, wenn man dann auch noch bedacht ist, dass niemand weinend aus dem Kindergarten äh Studio läuft.

      • Es scheint einige hier nachhaltig zu verstören, dass eine selbstbewusste und intelligente Frau ausgerechnet in der CDU mit ihren jungen Jahren schon so viele Erfolge vorzuweisen hat. Da scheinen Weltbilder zu wanken und Filterblasen zu platzen, anders kann man sich die vielen persönlichen Angriffe auf unterstem Niveau nicht erklären.

      • @Stefan
        Ich neide ihren Erfolg vielleicht etwas, aber weder missgönne ich ihn ihr, noch missfällt mir dieser.
        Woher Du also diesen Schein zauberst, ist mir nicht ganz klar.
        Mag es sein, dass so einige Kritik an ihren Positionen berechtigt ist, weswegen Du versuchst sie mit solch kindischen Oberflächlichkeiten zu verteidigen?

  9. Danke für das sehr interessante Interview!

    Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, in eine Partei einzutreten. Für mich sind einige Hintergründe durch das Interview klarer geworden.

    Insbesondere finde ich gut, dass Ihr jemanden von der CDU gewählt habt. An anderer Stelle hatte ich mal kritisiert, dass Ihr stark durch die linke Brille schaut. Dass Ihr jetzt jemanden aus der konservativen Mitte gewählt habt, geht ja genau in die andere Richtung.

    Für Ihr Alter ist sie durchaus rhetorisch geschickt und eloquent.

  10. Am Anfang dachte ich, na gut, die hat halt keine Ahnung von Politik. Leider stellte sich Im Laufe des Interviews heraus, dass Frau Kinnert Politikwissenschaften und Philosophie studiert hat, CDU-Parteimitglied ist und für Peter Hintze gearbeitet hat und immer noch für die CDU arbeitet. Und ein Buch geschrieben hat. Jetzt bin ich ziemlich verwirrt, weil ich den Eindruck habe dass sie überhaupt nichts über diese Dinge weiß. Zum Beispiel über Werte der CDU oder dass es Willi Brandt war, der mehr Demokratie wagen wollte. Das Interview war wie Bildzeitung lesen, bitte nie wieder.

  11. Ja Grundsätzlich gut auch mal die andere Seite zu hören, war auch interessant zu Anfang aber nach 20min CDU hier CDU da, gings mir dann doch zu sehr auf die nerven =)

    Dazu hier mal eine nette Zusammenfassung der Groko fails: https://blog.fefe.de/?ts=a74f4089

  12. Ich habe die Sendung auch nach 30 minuten aufgehört anzuhören.
    Vor Lauter CDU, CDU, CDU war nicht viel Inhalt.

    Jedoch denke ich das der alte pseudo Christliche Anstrich der Partei bleiben wird die meisten wieder auf sie als “Christliche Partei” fliegen werden…

  13. 10. September 201718:16
    Ricarda Wollert

    Fast noch interessanter als das Interview selbst finde ich einige Forenreaktionen. Es wäre interessant gewesen, ob Frau Kinnert ebenso herablassend abgewatscht worden wäre, hätte sie einer eher linksgerichteten Parei angehört. Aber so – klar. Die andere politische Meinung ist natürlich immer widersprüchlich, unausgereift, trotz aller offenkundigen Klugheit der sie vertrendenden Person dumm und ein Käppi tragen, das geht natürlich überhaup nicht.

    Vielleicht kann Ulf in seiner Eigenschaft als SPD-Mitglied noch etwas eigene Erfahrung beitragen. Parteimitgliedschaften sind fast immer inkonsequent und widersprüchlich, weil man sich praktisch nie komplett mit der Parteilinie deckt. So gibt es bestimmt viele pazifistische Grün-Mitglieder, die damit leben müssen, dass ihre Partei Kriegseinsätze beschlossen hat. Ulf muss damit leben, dass seine Partei einige der schlimmsten Überwachungsgesetze (mit) verabschiedet hat. Die Widersprüchlichkeiten zwischen der Haltung Frau Kinnerts und ihrer Partei wurden hier schon ausgiebig erläutert.

    Viele Menschen treten einer Partei nicht etwa bei, weil da alles toll läuft und sie das finanziell unterstützen wollen, sondern weil sie Gestaltungsmöglichkeiten suchen. Frau Kinnert hat das mehrfach angedeutet: Da bleibt oft nicht viel vom Ursprungsgedanken übrig. Vor allem aber geschieht es nicht von einem Tag auf den anderen. Das ist eben der Preis, den man zahlen muss, wenn man nicht seine kleine Lieblings-NGO, sondern eine 500.000 Personen zählende Partei in eine bestimmte Richtung steuern will. Gleichzeitig bekommt man eine Innenansicht von Beschlüssen, die Außenstehende als komplett verdammenswürdig ansehen. Ich habe mit SPD-Abgeordneten gesprochen, nachdem die Partei mal wieder einen gewaltigen Bock geschossen hat. Durch das Gespräch wurden die Beschlüsse zwar kein Stück weniger akzeptabel für mich, aber mir wurde klar, dass in der Partei nicht eine Horde sabbernder Idioten herumrennt, sondern dass die durchaus sorgfältig nachgedacht und dabei zum Teil ganz andere Erwägungen mit in Betracht gezogen hatten, als man in der öffentlichen Debatte mitbekam. Gerade im Parlamentsbetrieb geht es oft nicht nur um Meinungen, sondern um Strategie. Wenn du bei Gesetz X mitziehst, helfe ich dir bei Gesetz Y. Natürlich ist das übles Geschacher. Mir gefällt das auch nicht, aber leider funktionieren Parlamente so, und sämtliche Versuche, daran etwas zu ändern, endeten entweder darin, ganz schnell wieder abgewählt zu werden oder sich anzupassen.

    Auf Frau Kinnert bezogen heißt das: Natürlich wirken ihre Ansichten zur eigenen Partei etwas naiv, aber das lässt sich über die Ansichten aller Mitglieder einer Partei sagen. Dem eigenen Verein gegenüber ist man nie objektiv. Darüber hinaus zeigt sie, dass auch Politprofis Ideale haben und nicht nur aus reiner Machtbessessenheit oder Gier in den Parlamenten sitzen. Das passt natürlich nicht ins Feindbild, insbesondere, wenn man sich selbst für wahnsinnig freiheitsliebend und antirepressiv hält und auf einmal vorgehalten bekommt, dass man nach außen hin ganz und gar nicht so wirkt.

    • Hi, ich werde dazu sicherlich noch etwas sagen (und tue das privat natürlich auch längst), aber ich finde die Zeit noch nicht reif für öffentliche Resumés, weil ich ja erst so kurz dabei bin.

      Abgesehen davon teile ich für mich persönlich die Sicht, dass es nicht um ein 100%iges Unterschreiben geht, sondern um Mitwirkung, idealerweise auch hier und da um Verbesserung. Und die Grundwerte der SPD teile ich, wenngleich ich sie derzeit nicht unbedingt stets in der Realpolitik verwirklicht sehe (dazu gibt es zB auch eine Passage von mir in der aktuellen LdN065).

  14. Das war ein sehr befremdliches Interview.

    Ich frage mich gerade was in der (schulischen?) politischen Bildung schiefgelaufen sein muss damit man die SPD als “links” bezeichnet oder gar noch als “schwer vom Linksextremismus” abgrenzbar. Ich frag mich was die von der SPD von vor 20 oder 30 Jahren gehalten hätte, und wie sie eine starke Gewerkschaftsvertretung und Streiks in ihr Weltbild einordnen würde. Anarcho-Kommunismus?

    Man gemerkt das es der Interviewer da gestutzt und nachgefragt hat, da hätte man IMO durchaus noch eindringlicher nachbohren müssen.

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