LdN167 SPD-Führung, Bauernproteste, AfD-Parteitag, London-Attentat, Klimapaket, IBAN-Recherche

Du bist noch kein Abonnent/+?
Hier erfährst Du mehr über
Kuechenstud.io/+
Einloggen

| 188 Kommentare

Begrüßung

SPD

Bauernprotest

  • Große Bauernproteste auf AfD-Linie: Die dicksten Kartoffeln (taz.de)
  • Land schafft Verbindung – Unser Anliegen (landschafftverbindung.org)
  • Was ich Frau Merkel fragen will… – Bauer Willi (Bauer Willi)
  • agrarheute.com (agrarheute.com)
  • Merkel lädt zum Agrargipfel: So sind die Erwartungen (agrarheute)
  • NABU-GAP-Ticker: Finde den Unterschied – was fordern die protestierenden Landwirte? Und was der NABU? (Naturschätze.Retten)
  • Agrarpaket: Bauern in Aufruhr (FAZ.NET)
  • Agrarpaket: Inhalte und Reaktionen (Wochenblatt)
  • So sehen die Details des Agrarpakets aus (top agrar)
  • Tausende Bauern bundesweit auf der Straße | MDR.DE (mdr.de)
  • Art 20a GG – Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)
  • Nähr- und Schadstoffe (Umweltbundesamt)
  • Traktor-Demo in Berlin: 10 000 Teilnehmer erwartet (Süddeutsche.de)
  • Traktor-Demo in Berlin: 10 000 Teilnehmer erwartet (Süddeutsche.de)
  • Bauern-Demo: Die Landwirte stellen falsche Forderungen (Süddeutsche.de)
  • Klimapaket

  • Klimapolitik: “CO₂-Preis ist wirkungslos gering” (Süddeutsche.de)
  • Bundesregierung sagt Nachbesserungen am Klimapaket zu (Süddeutsche.de)
  • Geplanter Emissionshandel: „Verfassungsrechtlich sehr riskant“ (taz.de)
  • Klimapaket im Bundesrat: Einspruch nur beim Geld (taz.de)
  • Klimapaket: Landwirte dürfen Leistungen nicht gegenrechnen (agrarheute)
  • Klimapaket der Bundesregierung: Die Richtung stimmt (faz.net)
  • Klimapaket der Bundesregierung: Die Richtung stimmt (FAZ.NET)
  • Kommentar zum Klimapaket: Altmaiers Blockaden (tagesschau.de)
  • Klimapaket im Bundesrat: Einspruch nur beim Geld (taz.de)
  • An der Klimakrise scheitern nicht nur die Regierungen, sondern auch die Medien | Übermedien (Übermedien)
  • AfD

  • Gauland-Nachfolger Chrupalla: Von rechts beflügelt – SPIEGEL ONLINE – Politik (SPIEGEL ONLINE)
  • Christian Rath on Twitter (twitter)
  • Johannes Hillje on Twitter (twitter)
  • Umfrage zeigt Gesinnung vieler AfD-Wähler (n-tv.de)
  • AfD: Schwarze Kasse bei der AfD – “Wie gewünscht gestückelt” (SPIEGEL Plus – Das Premium-Angebot des SPIEGEL)
  • Journalisten sollen Medien anschwärzen: AfD startet Meldeportal “für Mainstream-Aussteiger” › Meedia (meedia.de)
  • London

  • Terror in London: Polizei erschießt Mann (Süddeutsche.de)
  • Messerattacke auf London Bridge: Attentäter war verurteilter Terrorist – SPIEGEL ONLINE – Politik (SPIEGEL ONLINE)
  • MRP election poll: Boris Johnson heads for big majority (thetimes.co.uk)
  • Klimapaket

  • ‘Bleak’ U.N. Report on a Planet in Peril Looms Over New Climate Talks (The New York Times)
  • Die Nachrichten on Twitter (twitter)
  • IBAN-Recherche und Verlosung

  • IBAN-Recherche (Google Docs)
  • Neues Konto der Lage
  • Sponsor

  • Naturstrom.de/lage – 50 Euro Startguthaben für Euch, 20 Euro für die Lage und das Klima sagt: Danke! Jetzt wechseln.
  • Finding Van Gogh (Städel Museum)
  • Podcast-Serie über die Suche nach dem teuersten Bild des Meisters

    188 Kommentare

    1. Liebes Lage-Team
      Fleisch MUSS teurer werden!
      Zur Diskussion des Fleischpreises bei ökologisch und aus Tierschutz-Sicht teurerem Fleisch:
      Ihr wollt es subventionieren damit der Preis stabil und günstig bleibt. Ihr vergesst einen Punkt in dieser Diskussion: die Gesundheit von uns Menschen. Wir essen viel zu viel Fleischprodukte. Zu hoher Konsum ist nachweislich ungesund! Insbesondere wenn es sich um verarbeitetes Fleisch handelt. Das Ziel aus gesundheitspolitischer Sicht sollte sein, Fleischprodukte teurer zu machen. Da kommt es doch gerade Recht, dass sich die Landwirtschaft an schärfere Gesetze und Richtlinien zu halten hat. Die Konsequenz ist, sie muss Ihre Produkte teurer verkaufen. Der Konsum sollte dadurch zurück gehen und die Landwirtschaft geht ein Stück weit wieder zurück von der sich völlig verrückt entwickelt habenden Massentierhaltung mit der Ausbeutung von Tieren und unseren Böden (siehe Euren CO2 Aspekt mit den Mooren)
      Jetzt zur Gefahr, dass es nach der Verteuerung von deutschem Fleisch zu einem höheren Import von ausländischen, qualitativ schlechterem Fleisch nach Deutschland kommen könnte. Hier ist natürlich der Gesetzgeber gefragt. Zum einen die EU. Die für Deutschland geltenden Richtlinien /Gesetze für eine ökologisch/Tierschutzfreubdliche Landwirtschaft muss natürlich EU weit gelten. Zudem muss ein Gesetz her, dass nach D eingeführte landwirtschaftliche Produkte einem Standard genügen müssen. Zu diskutieren wäre an dieser Stelle auch ein Mindestpreis für Fleisch/Obst und Gemüse, über den man eine Lenkungsmöglichkeit hätte. Ich bitte Euch, dies nochmals unter Berücksichtigung dieser Aspekte erneut zu diskutieren.
      Ja, ich bin Arzt!
      Nein, ich bin kein Vegetarier, esse aber nur Fleisch, welches gewissen Qualitätskriterien standhält = Flexitarier
      Herzliche Grüße
      Marius Treusch

      PS: bitte streicht diesen Kommentar aus der LDN 168…

    2. Hallo Ihr zwei,
      durch das Thema Bauernproteste und dem grundsätzlichen Umweltaspekt der Eurer Sendung innewohnt wollte ich einmal anregen darüber zu diskutieren wie sich das Thema Massentierhaltung im Verhältnis zu Kohleabbau oder SUV Nutzung oder anderen darstellt. Ich bin aktuell stark geprägt von den Filmen Cowspiracy oder fork over knives. Ich muss zugeben ich war mir des Schadens und der Verhältnismäßigkeit von der Massentierhaltung nicht in diesem Umfang bewusst. Seitdem ich die Filme gesehen habe lebe ich vegan, denn das erscheint mir als DIE Lösung und ist ein vermeintlicher quick win. Würde mich interessieren wie Ihr das Thema diskutieren würdet. Beste Grüße Thomas

    3. Abschaffung der Informations-/Transparenzpflicht des Finanzministeriums via legislativem “rider”, das ins Elektromobilitätsgesetz hineingeschleust wurde: [1].
      Da kann ich verstehen, wer sich schwer tut, zu verstehen, weshalb SPD ihre Hoffnungen hinsichtlich Transparenz, Bürgernähe, Aufbruch in der SPD, etc., ausgerechnet an Olaf Scholz hätte hängen sollen – als Finanzminister ja zumindest inhaltlich direkt beteiligt an der obigen klammheimlichen Gesetzesänderung bzgl. des Finanzministeriums.

      [1] https://netzpolitik.org/2019/bundestag-schafft-cum-ex-ausnahme-von-informationsfreiheit/
      https://en.wikipedia.org/wiki/Rider_(legislation)

    4. Hallo Ulf und hallo Philip,

      ich wollte frage ob ihr Lust habt den Umgang mit AFD-Wählern und rechts gesinnten Mitmenschen nochmal zu spezifizieren. Ich habe euch so verstanden, dass ihr zu dem Schluss gekommen seid, dass man nach kurzem erforschen ob sie nicht doch einsehen dass sie falsch liegen auf Ausgrenzung gehen muss. Glaubt ihr, dass sich diese Menge wegignorieren lässt? Oder dass die Menschen über Ausgrenzung merken, dass sie sich ändern müssen?
      Ihr habt natürlich einiges Anderes auf der Agenda und macht kein Podcast zum Umgang mit der AFD, aber vielleicht ergibt sich ja nochmal die Möglichkeit zur Erläuterung.

      Danke für Eure hervorragende Arbeit,
      Eva

    5. Halli Hallo.

      Bzgl. AFD
      Ich akzeptiere in der Regel die Meinung anderer Menschen.
      Wer die AFD ausschließen möchte und mit AFD Wählern nicht mehr redet, kann das natürlich gerne tun. Jedoch ist meine Meinung, dass dies absolut falsch und kontraproduktiv ist.

      In Eurem Podcast sagt ihr, dass man die Leute darauf hinweisen sollte, was es bedeutet die AFD zu wählen. Wenn man sie nun dennoch wählt, hätten diese Personen nichts mehr mit uns zu tun und wären raus.

      Eine gute Freundin von mir arbeitet für die AFD.
      Grenze ich sie jetzt aus und meide den Kontakt? Nein, mache ich nicht.
      Sie kennt meine Haltung und ihr ist auch bewusst, dass ich eher linksgerichtet bin.
      Natürlich führt das bei dem ein oder anderen Thema zu einer Diskussion, aber das ist doch völlig in Ordnung!?
      Sie ist eine alleinerziehende Mutter, welche sich etwas alleingelassen fühlt und vor jedem Schatten Angst hat. Ihre Angst ist der Grund, warum sie AFD wählt.

      Ein anderer Freund ist oft in einer nahegelegenen Großstadt feiern.
      Hier gibt es wohl ab und zu Konflikte, welche ihm das Gefühl geben machtlos zu sein.
      Ich musste ihn um 3Uhr Nachts abholen, da er gerade in einer Bar mit zwei Freunden von vier Türken zusammengeschlagen wurde. Bevor die Polizei eingetroffen ist, wurden die vier Türken von den Türstehern durch einen Hinterausgang rausgelassen. Mein Freund wollte Anzeige bei der Polizei erstatten, woraufhin man ihm jedoch gesagt hat, dass dies keinen Sinn machen würde. Man kennt die Leute und es bringt nichts.
      Nun ist durch diese Hilflosigkeit eine Wut entstanden, welche man doch nicht ignorieren darf.

      Mit solchen Menschen müssen wir doch weiterhin reden. Wir können doch nicht 20% der Wähler einfach ausschließen und ihnen einfach den “Nazi” Stempel auf die Stirn klatschen. Auch müssen wir realistisch sein. Kann es einen Konflikt bei Kulturen geben? Natürlich. Ist der Anteil von tatverdächtigen Zuwanderern laut BKA Statistik bei Straftaten gegen das Leben und die sexuelle Selbstbestimmung relativ hoch? Ja natürlich. Muss ich jetzt hier irgendwie hin und her quasseln um es schön zu reden? Absolut nicht! Genau das kippt doch Öl ins Feuer.

      Für mich persönlich sind AFD Wähler Menschen, welche Angst haben, welche sich abgehängt fühlen und welche sich ohnmächtig und hilflos fühlen. Letzteres vor Allem durch die absolut fatale Politik von z.B. der SPD in den letzten Jahren.

      Solche Menschen werden bei mir immer die Möglichkeit haben mit mir zu reden/diskutieren.
      Wenn wir dies nicht tun, werden sie nämlich das nächste Kreuz erneut bei der AFD setzen.

      Ich bin als linksgerichteter Mensch lieber in einem Umfeld mit AFD-Wählern, wo ich vielleicht etwas bewirken kann, als in einem Umfeld von Meinungsgleichen, wo wir uns nur gegenseitig auf die Schulter klopfen.

      Einen schönen Nikolaustag wünsche ich Euch!

      Grüße
      Paul

      • Ich kann nachvollziehen, dass Ihre Freunde so frustriert sind über ihre Lebensumstände, dass sie keine der nicht-AfD-Parteien wählen möchten. Das ist aber m.E. kein Grund, Nazis zu wählen. Der einzige Grund Nazis zu wählen ist es, Nazi-Politik gut und richtig zu finden. Frust ist kein Grund, Nazis zu wählen, Protest ist kein Grund, Nazis zu wählen. Wer Nazis wähl, sagt “Ich finde Eure Nazi-Positionen und faschistische Haltungen gut und richtig. Bitte setzt Eure Ideen um, bitte demontiert die liberale Demokratie und den Rechtsstaat. Bitte führt ethnische Säuberungen durch.”
        Wessen Meinung das aber nicht ist, der darf keine Nazis und Faschisten wählen. Frust ist kein Grund, alles kaputt zu machen.

        • @Marc
          Vergleiche wirken immer in beide Richtungen. Und es ist zielführend, sie eskalieren zu können, um nicht Desensibilisierung und Ignoranz zu stärken.

          Wenn Du die AfD pauschal mit Nazis vergleichst, kannst Du nicht vermeiden, dass Du damit indirekt auch Auschwitz mit unterbelichteten Stammtischbrüdern vergleichst.

          Willst Du die deutsche Geschichte – um der guten Tat und vllt auch des damit verbundenen guten Gefühls willen – so verharmlosen?
          Ruch hat dieses Prinzip mit seinem „Designerkamin“ vor dem Reichstagsgebäude ebenso zynisch wie konsequent perfektioniert.

          Die Ausgrenzung der AfD hat in den letzten Jahren massiv zu ihrer Radikalisierung beigetragen, wenn nicht gar ursächlich dazu geführt.

          Unwählbar wurde die Partei dadurch offenbar nicht, diese Strategie ist so tot wie ein nordischer Bläuling.

          Ein Bekannter von mir traf neulich seinen früher besten Freund aus Studientagen, inzwischen ein Abteilungsleiter bei einem ÖR. Erschüttert schilderte er mir, wie dieser Mann nach einem (belegbaren) kritischen Halbsatz in grösserer Runde ausrastete, ihn zehn Minuten lang nonstop beschimpfte, ihm unter anderem AfD-Nähe unterstellte.
          Was soll diesen Bekannten noch davon abhalten, nach dieser Ausgrenzung und Demütigung tatsächlich nunmehr die AfD zu wählen?

          Wem das in dieser Form ohnehin immer wieder unterstellt wird, dem erscheint die AfD mehr und mehr als häßliches und unerfreuliches, aber leider notwendiges Korrektiv gegen linke Überheblichkeit.

          Leider scheint bei den Lautstarken, die bei jeder Gelegenheit auf dem mit „Nazi“ beschrifteten Feuermelder herumdreschen, wenig Bereitschaft zur Differenzierung zu bestehen.

          Das wird insbesondere dann übel, wenn wir eine ruckartige Verschiebung in der Stimmung in der Gesellschaft bekommen. Sei es durch einen wirklich geplanten Terroranschlag oder durch eine wirtschaftliche Krise. Oder durch beides.

          Wer nimmt dann noch das ständige Stakkato der „Nazi“-Warnungen ernst?
          Leider bekomme ich auf solche Fragen keine Antwort.

    6. Ihr hattet gesagt, dass man den armen Landwirten ja nicht einfach das Land weg nehmen kann um wieder Moore draus zu machen. Prinzipiell habt ihr Recht. Allerdings passiert GENAU das hier im rheinischen Braunkohlerevier dauernd. Hier müssen die Menschen ihre Häuser, Grundstücke, Höfe und Land verkaufen. Ob sie wollen oder nicht. Das geht aber voll klar weil RWE dann Braunkohle ausgraben kann. Das ist leider lukrativer als son Moor.

    7. Guten Tag werte Mithörer, Ulf und Philip

      Ich habe keine Ahnung ob sich das noch bis Sonntag in euren Recherchen unterbringen lässt. Vorneweg, ich hab keine persönliche Beziehung zu dem Unternehmen.

      Ihr redet schon länger und wiederholt vom Klimawandel, dem Klimapaket und Elektroautos.
      Ich höre da die Dreifaltigkeit von Nachhaltigkeit, gesellschaftlichem Wandel und Innovation. Beim tragischen Schicksal eines Münchner Start-Ups kann ich diese Aspekte wiederfinden. Die sind innovativ, tun was nachhaltiges und gehen am fehlenden gesellschaftlichen Wandel zu Grunde.
      Solltet ihr euch fragen, was will er denn:

      https://sonomotors.com/de/

      Ich sehe hier zwei junge deutsche Innovatöre, die den Automobil-Dinos etwas Dampf machen könnten, die außerdem sympathisch und integer scheinen.
      Falls ihr ähnlich denkt, könntet ihr eventuell bei der nächsten Sendung ein-zwei Worte dazu unterbringen? Mir scheint, eurer Sendung lauschen Menschen, die mir ähnlich sind und auch Interesse an der Thematik haben könnten.

      Ich muss auch sagen, dass der Fall hier bereits Erwähnung fand, falls hier jemand Podcasts mag:
      https://www.cleanelectric.de/sono-bigbang/

      Herzlichen Dank für euer Format! Ihr haltet mich beim politischen Geschehen sehr gut am Laufenden.

      • Hallo Michael, Ulf und Philip,
        erst mal vielen Dank an Ulf und Philip – ich bin begeisterter Hörer Eures Podcasts und gerade bei dem Thema Klimawandel und deutsche Autoindustrie sind immer interessante Aspekte zu erfahren. Dann lese ich eine Blog wie von Michael, wo junge innovative Firmen wirklich fortschrittliche Ideen entwickeln und am selben Tag bekomme ich von einem Autohaus einer grossen süddeutschen Premiummarke eine Werbung für ein Auto mit 500 PS und einem CO2 Ausstoss von 277 g CO2 pro km – man ist fassungslos. Ulf, Philipp: vielleicht wäre es einmal eine Idee mit einem Verantwortlichen einer dieser Firmen zu diskutieren, wie sie sich denn die Zukunft dieser für Deutschland so wichtigen Industrie vorstellen.
        Macht weiter so mit Eurem Podcast, Christian (aus München)

    8. Hallo,

      zum Thema IBAN in der Niederlade.
      Überweisung in das Ausland werden von vielen Banken oft generell gesperrt. Das hat nichts mit einer Diskriminierung zu tun. Hierbei geht es in erster Linie um den Schutz des Kunden. Wenn ein Überweisungsbetrug durchgeführt wird wird das Geld i.d.R. In das Ausland überwiesen. Hierbei ist sehr unwahrscheinlich, dass man das Geld jemals wieder sieht.

      Kunden können bei uns natürlich jederzeit bestimmte Länder freischalten lassen. Natürlich auch direkt alle Länder.

      Ich habe es bis jetzt noch nicht erlebt, dass sich ein Kunde hier über unser Vorgehen beschwert hat. Nachdem man den Sachverhalt erklärt hat, haben die Kunden auch Verständnis für unser Vorgehen.

      Einige Betrugsversuche haben wir mit der Sperrung bereits verhindert.

      • Danke für den Einblick, Sebastian!

        Rechtlich ist das allerdings nicht korrekt dargestellt: Wenn eine unauthorisierte Überweisung vorgenommen wird, haftet zunächst mal die Bank, weil sie das Geld ohne wirksame Weisung des Kunden transferiert hat. Sie muss den überwiesenen Betrag auf Protest des Kunden wieder gutschreiben. Das Vorgehen dient also vor allem dem Schutz der Bank vor Ausfällen infolge Phishings.

        Die Bank kann nur im Ausnahmefall mit einem Schadensersatzanspruch gegen den Kontoinhaber aus dem Kontovertrag aufrechnen, nämlich wenn sie dem Kunden nachweisen kann, dass er Sorgfaltspflichten verletzt hat (Klassiker bei Geldautomaten: PIN auf dem ec-Karte notiert).

    9. Lieber Philip und Ulf, liebe Mithörerinnen und Mithörer,
      ich hoffe, hier ist auch für so eine Frage der richtige Ort.
      Ich mache es kurz:
      Ich nutze bisher auf meinen iOS- bzw. Android-Devices unterschiedliche Podcast-Apps. Ich wollte das vereinheitlichen und insbesondere Chromecast-Unterstützung auch unter iOS haben, um die Lage schnell streamen zu können.
      Ich habe nach kurzer Suche die App „Pocket Casts“ gefunden. Die gefällt mir auf den ersten Blick ziemlich gut.
      Jetzt wollte ich nur wissen, ob diese App evtl. zu den „problematischen“ Apps gehört. Ihr hattet mal vor einer App gewarnt (war es „Castbox“?), mit denen ihr irgendwie nicht korrekt unterstützt werdet. Ich finde die entsprechende Lage-Folge leider auf die Schnelle nicht mehr und kann das Problem nur noch so beschreiben, dass diese App euch irgendwie „ausnutzt“.
      Kurzum nur die Frage, ob es irgendwelche technischen Einwände zu „Pocket Casts“ gibt? Falls jemand mich auf eine weitere sehr gute iOS- und Android-App mit Chromecast-Unterstützung hinweisen möchte, darf er/sie es gerne tun.
      Herzlichen Dank für eure Hilfe!

      • Danke dass Du nachfragst – soweit ich sehe ist die App OK, und auch bei der anderen gab es nach unserer Kritik Nachbesserungen ;)

      • Lieber Rainer D.,

        ich benutze sie selbst und funktioniert bei mir sehr gut. War früher bei Podcast Addict, habe aber dann gewechselt. Inzwischen hat zwar Addict aufgeholt, aber ich finde bei Pocket Casts hab ich doch noch ein paar mehr Optionen.

        • Danke Ulf und Theofino für eure Rückmeldungen!
          Mein Wechsel hat sich inzwischen manifestiert. Ich war vorher über Android bei „Podcast Addict“ und über iOS bei „Overcast“ bzw. später bei „iCatcher!“. Mit „Pocket Cast“ habe ich alles synchron auf verschiedenen Geräten – und zusätzlich die für mich hilfreiche Chromecast-Unterstützung. Ich bin wirklich begeistert.
          Auf diesem Weg herzliche Grüße ans Lage-Team – ich freue mich schon auf ein weiteres Jahr mit der Lage!

    10. Mit Blick auf Euren Kommentar zum Anschlag in London legt ihr Euch dann leider genauso eine populistische Argumentation zu, wie ihr sie danach bei Johnson kritisiert (wobei die Frage, was Populismus ist und was nicht, nochmal auf einem ganz anderen Blatt steht). Allein, dass ihr die Aussage von Johnson als Populismus abtut, dann selber auf die doch so vielen Menschen eingeht, die sich dank einer vorzeitigen Haftentlassung angeblich wunderbar integrieren, aber hierbei keinerlei Zahlen oder Fakten vorlegen könnt, die diese Behauptung belegen, ist ein starkes Stück. Hier könnt ihr mehr und vor allem müsst ihr hier mehr tun, um eben all denen, die eigentlich Euer Argument stützen, Futter an die Hand für die Diskussion zu geben.

      Denn darüber, dass eine frühzeitige Re-Sozialisierung wünschenswert ist, müssen wir garnicht sprechen, vollkommen bei Euch. Mit dieser Art und Weise der Argumentation begebt ihr Euch aber genau auf das einfache Stammtisch-Niveau, das ihr danach anprangert. Außerdem geht ihr leider nicht näher auf den Punkt ein, wie es sich denn mit der Re-Sozialisierung für verurteilte Terroristen verhalten sollte. Hier hat Johnson ja nochmal einen Punkt gemacht. Und hier könnte man ja durchaus debattieren, ob, wie bei anderen schweren Verbrechen, eine Sicherheitsverwahrung angemessen ist – ganz unabhängig von dem Mordfall in London.

      Beste Grüße
      Christian

    11. Ich fänds intetessant wenn ihr mal über die spenderei am ende des jahres diskutiert, wie problematisch das ist, dass reiche leute dadurch die gesellschaft lenken können statt das geld einfach als steuern zahlen und dann über den staat für dir gesellschsft eingesetzt wird. Hat dann natürlich such nicht nur vorteile, aber es nervt mich zunehmend wie reichtum gönnerhaft im eigeninteresse verteilt

      • “Reiche Leute” können die Gesellschaft eh lenken. Natürlich sind Steuern demokratischer, weil die Verwendung des Geldes durch Wahlen beeinflusst werden kann. Aber mit Geld kann man sich immer Macht kaufen – Spenden-Bashing führt da letztlich nicht weiter.

        Viel spannender finde ich die Frage, wie man sicherstellen kann, dass die Zivilgesellschaft erfolgreich Spenden sammeln kann, auch und gerade, um den großen Einfluss von Wirtschaftsinteressen auf die Politik halbwegs auszugleichen. Dazu bereiten wir für die nächste Folge einen Block vor.

    12. Hallo Ulf und Philip,

      ich höre eure Podcasts jede Woche immer gerne und finde eure Ausführungen über die reine Wiedergabe von Fakten hinaus sehr hilfreich. Bei der letzten Folge (167) und auch schon an manchen anderen Stellen ist mir aufgefallen, dass ihr öfter den Ausdruck “Fremdenfeindlichkeit” nutzt. In der letzten Folge habt ihr das beispielsweise im Zusammenhang mit der AFD und ihrer “rechtsradikalen und fremdenfeindlichen Politik” gemacht. Ich stimme mit eurem inhaltlichen Punkt vollkommen überein, dass die AFD oft nicht auf dem Boden unseres Grundgesetztes steht und eine menschenverachtende Politik fährt. Gerade deshalb habe ich das Gefühl, dass es wichtig ist, das Kind beim Namen zu nennen und diese Politik als rassistisch und nicht “fremdenfeindlich” zu kennzeichnen. Fremdenfeindlichkeit bezeichnet Feindlichkeit gegenüber “Fremden”, genauso wie “Ausländerfeindlichkeit” sich nur gegen Menschen ohne (in unserem Fall) Deutschen Pass richtet. Das sind allerdings meist nicht die Dinge, die bei solchen Einstellungen im Vordergrund stehen. Außerdem besteht mit dem Begriff “Fremdenfeindlichkeit” die Gefahr, dass der Eindruck entstehe, eine Person “gehöre nicht dazu”, sei eben “fremd” und somit wäre die fremdenfeindliche Einstellung nur eine Reaktion darauf. Eigentlich liegt doch aber der Fehler bei der Person, die eine menschenfeindliche und rassistische Einstellung hat und nicht bei derjenigen, gegen die sie sich richtet.

      Ich möchte überhaupt nicht in Frage stellen, dass ihr das Richtige meint und wahrscheinlich wisst ihr eigentlich auch schon um das Problem dieser Begrifflichkeiten. Ich hatte nur den Eindruck, dass es grade in besagtem Zusammenhang mit der AFD und ihrer Wortklauberei und Wortneubesetzung/-aneignung wichtig ist, darauf zu achten möglichst präzise Begriffe zu nutzen und nicht zu einer Differenzierung zwischen “uns” und “den anderen” beizutragen. Außerdem sollte man den Zuhörenden auch direkt sagen, dass die AFD und ihre Mitglieder und Wähler*innen eben viele explizit rassistische Einstellungen vertreten.

      Falls ihr das Buch noch nicht kennt, empfehle ich euch “Deutschland schwarz weiß” von Noah Sow zu dem Thema. Das ist ein sehr guter Rundumschlag über das Thema Rassismus und wendet sich etwas sarkastisch, aber durchaus sensibilisierend an ein weißes Publikum. Außerdem behandelt dieser Artikel nochmal das Thema “Fremdenfeindlichkeit” und ein paar weitere interessante Dinge: https://www.zeit.de/die-antwort/2019-03/rassismus-herkunft-identitaet-kommunikation

    13. Bzgl IBAN-Recherche folgender Nachtrag zu einer bereits als “erfolgreich” gemeldeten Überweisung: Ich bekamm von der Kreisparkasse Wiedenbrück dann einen Anruf, dass die Überweisung im Phishing-Filter der Bank gelandet sei und sie mit mir die Überweisungsdaten abgleichen müsse damit die Überweisung durchgeführt werden kann. Ich musste mich authentifizieren und Betrag und IBAN durchgeben, und dann wurde die Überweisung durchgeführt.

    14. Hallo,
      Ihr stellt ich immer dar als würdet ihr auf Datenschutz stehen. Ich würde euch auch gerne bei der IBAN Recherche unterstützen, schon weil ich bei einer Bank arbeite. Aber die Kontoverbindung in ein Google Docs Formular einzutragen… das geht garnicht

    15. Hallo ihr Beiden

      IBAN
      ich konnte Euch kein Geld überweisen, leider. Einen Screenshot habe ich hochgeladen.

      BAUERN
      Mir persönlich gehen die Bauernproteste wirklich auf die Nerven, da demonstrieren Menschen dafür, dass sie weiterhin die Boden mit Nitrat vollpumpen wollen. Das macht mich ein bisschen sprachlos. Euren Lösungsansatz mit der “Umverteilung” der Agrar-Subventionen fand ich sehr bemerkenswert. Interessanter Gedanke.

      AFD
      Diese Partei ist eine Gefahr für unsere Demokratie. Ich werden jedem AFD-Wähler an den Kopf werfen, dass er Nazis wählt. Wenn er dass wirklich will, dann ist ihm nicht mehr zu helfen. Wenn er es nicht will, dann soll er es einfach lassen. Die AFD gehört DRINGEND vom Verfassungsschutz beobachtet.

      Grüße aus Osnabrück sendet Volker

    16. Hallo Philipp, Hallo Ulf,

      zu den Bauernprotesten.

      Ich finde es schade, dass ihr es euch mit dem Thema sehr einfach macht und wenig auf die Betroffenen, zu denen ich selbst gehöre, eingeht. Den Protesten eine AfD-Nähe zuzuschreiben finde ich gewagt, ich denke eher, dass die AfD versucht, sich das Thema zu eigen zu machen. Auch den Protestierenden eine reine Blockadehaltung vorzuwerfen, finde ich zu kurz gegriffen.
      Ich denke schon, dass gerade die jungen Bauern, zu denen auch ich gehöre, wissen, dass sich einiges ändern muss und dass z.B. die Nitratbelastung ein Problem darstellt. Auch die gesellschaftlichen Anforderungen an mehr Tierwohl sind bei den Bauern angekommen.
      Das Problem steckt in der Umsetzung all dieser Anforderungen der Gesellschaft an die Landwirtschaft. Da sehe ich durchaus Bereitschaft zur Veränderung; die Frage ist nur, wie das Ganze finanziert werden soll, wie eine realistische Umsetzung aussehen kann und wie man zu langfristigen Perspektiven kommt.

      Ich selst komme von einem landwirtschaftlichen Betrieb mit Milchviehhaltung, habe eine Ausbildung als Landwirt absolviert und studiere nun im Masterstudiengang Agrarwissenschaften. Es wäre ein Leichtes für mich, irgendwo in der Agrarindustrie einen Job zu finden, gutes Geld zu verdienen und mir über den elterlichen Betrieb erstmal keine Gedanken zu machen. Aber so leicht fällt mir das leider nicht, ich würde gern weitermachen und erhalten, was meine Eltern und Großeltern aufgebaut haben. Das ich in der praktischen Landwirtschaft weniger Stundenlohn verdiene, als ein ungelernter Bandarbeiter in der Autoindustrie – geschenkt. 24/7 für die Tiere da sein – okay.
      Aber um diesen Idealismus aufzubringen, muss zumindest eine gewisse Planungssicherheit her. Das es nicht immer so weitergen kann, wie bisher, ist klar. Aber als Ladwirt kann man sich nicht alle zwei Jahre auf völlig neue Bedingungen einstellen.
      Und darum geht es bei den aktuellen Bauerndemos hauptsächlich: Die Bürger wünschen mehr Tierwohl, doch neue Ställe werden nicht genehmingt (selbst, wenn der Tierbestand eines Betriebes dabei nicht wächst, sondern den Tieren nur bessere Bedingungen geboten werden sollen). Viele Bauern sind auch bereit, Blühstreifen anzulegen und diverse andere Maßnahmen zum Artenschutz beizutragen. Aber um dafür Geld zu erhalten, sind extrem bürokratische Auflagen einzuhalten, z.B. feste Aussaattermine, unabhänging davon, wie das Wetter ausfällt. Bei den Nitratwerten werden extrem große “rote Gebiete” festgelegt, in denen nicht mehr ausreichend gedüngt werden darf. Klar muss dort weniger gedüngt werden, wo tatsächlich eine Überdüngung stattfindet. Aber das muss viel kleinteiliger erfasst werden, als es jetzt der Fall ist, im Idealfall Betriebsbezogen, sodass nicht ein Betrieb bestraft wird, der korrekt düngt, nur weil seine Nachbarn zuviel Düngen. Und im Idealfall natürlich so, dass sich tatsächlich etwas in der Praxis tut und nicht nur auf dem Papier…
      Worauf ich hinaus will, ist, dass die Landwirtschaft zu Veränderungen bereit ist. Diese müssen aber bezahlt werden und es muss für langfristige Perspektiven gesort werden, statt sich in immer neuen Einzelmaßnahmen zu verstricken. Umweltschutz muss dabei zu einem Betriebszweig werden, mit dem man als LandwirtIn Geld verdienen kann, auch als Absicherung gegen schwankende Erzeugerpreise bei den Nahrungsmitteln. Kooperation und Freiwilligkeit, statt Auflagen und Verbote. Die wenigsten Landwirte wollen Subventionen einstreichen und nichts dafür tun – denn sie tun schon einiges. Wie könnten sonst die qualitativ hochwertigsten Lebensmittel der Welt so billig im Discounter zu kaufen sein, wie es hierzulande der Fall ist?
      Die aktuelle agrarpolitik führt de facto zu immer mehr Betriebsaufgaben – der Verbraucher will aber “bäuerliche Landwirtschaft”. Ein gewisser Strukturwandel ist sinnvoll und notwendig, aber irgendwann kommt es auch so weit, dass Familienbetriebe der Vergangenheit angehören und nur Goßbetriebe übrig bleiben, weil nur sie unter den gegebenen Rahmenbedinmgungen noch wirtschaftlich arbeiten können.

      Wer mir so weit gefolgt ist, dem sei gesagt: Bei den Bauernprotesten geht es nicht und Blockade und schon gar nicht gegen Umwelt- , Klima- und Insektenschutz. Es geht um gegenseitiges Verständnis, Anerkennung der Zielkonflikte zwischen guten, günstigen Lebensmitteln, Umweltschutz, Klimaschutz etc. Es geht um praxistaugliche Lösungen und Planungssicherheit, was keinenfalls bedeuten soll, dass alles so bleiben muss, wie es ist. Es geht um die Zukunft der Landwirtschaft und wie diese im Einklang mit Bürgern, Verbrauchern und den Lanwirtinnen und Landwirten zu gestalten ist. Hört den Betroffenen zu, diskutiert mit ihnen, dann ist schon viel gewonnen!

      – Das war jetzt mal spontan wild drauf losgeschrieben… bei weiteren Nachfragen meldet Euch gerne –

      • Hi, danke für den ausführlichen Kommentar! Wir wollten den Bauernprotesten keine Nähe zur AfD unterschieben, das war unglücklich formuliert! Da hätte ich reingehen sollen. Pardon dafür.

        Ansonsten geben wir uns wirklich Mühe, beide Seiten der Debatte darzustellen. Die Kommentare hier sollen dafür auch Raum geben: Euer Input ist uns wichtig, und wir greifen das Thema sicherlich immer wieder auf. Wir haben ganz sicher kein Interesse daran, dass verantwortungsbewusste Landwirte ihren Betrieb aufgeben (müssen).

    17. 4. Dezember 2019 um 19:48 Uhr
      Elisabeth Kossors

      Hallo ihr beiden,
      Mein Bruder und mein Vater sind Landwirte. Der Hof mit Schweinen ist, nach moderaten Investitionen, zertifiziert mit dem Label Tierwohl. Das Schwein ist fitter und besser drauf und bringt meinem Bruder automatisch mehr Geld pro Kilo – also für alle Seiten super. Ich möchte nur kurz auf euren Hinweis zum Thema whataboutism eingehen: die Landwirte müssen schon seit Jahren sehr genau dokumentieren wie viel Gülle produziert und aufs Land gefahren wird. Sie werden stark kontrolliert und insbesondere Großbetriebe müssen bereits heute Gülle mit LKWs in andere Regionen, wo weniger Gülle produziert wird, abführen. Die Bauern möchten darauf hinweisen, dass zum Beispiel Kläranlagen Nitrat ebenfalls in großen Mengen in das Ökosystem schleusen, ohne das darüber Buch geführt oder eine ähnlich strenge Kontrolle stattfindet wie in der Landwirtschaft. Die Landwirte fühlen sich über reguliert und sehen sich unfair behandelt in diesem Vergleich.
      Auch wenn der gemeine Bauer auf einem Berliner Großstadtjournalisten den Eindruck erwecken sollte, dass lediglich ein “es soll so bleiben wie es ist” gefordert wird, kann ich das aus der Praxis in meinem Umfeld nur deutlich verneinen. Landwirtschaft ohne den absoluten Willen sein Handeln zukunftsgerichtet und innovativ auszurichten ist nicht überlebensfähig und meine Nichte soll schließlich ein gesunden Betrieb erben und fortführen ;)

    18. Hallo ihr beiden,

      vielen Dank fuer die tolle Folge. Besonders interessiert bin ich an dem Crowd-Sourcing Ansatz fuer die SEPA-Ueberweisungen. Ich habe euch von drei unterschiedlichen Bank-Konten Geld ueberwiesen und die Ueberweisungen wurden jeweils anstandslos akzeptiert.

      Ca. eine halbe Stunde nach den Ueberweisungen hat mich jedoch eine der drei Banken angerufen und um eine Freigabe der Ueberweisung gebeten, da sie wohl verdaechtig war. Stichwort: Fraud Detection. Ich muss dazu sagen, dass ich normalerweise nur Ueberweisungen innerhalb des deutschen Bankennetzes taetige und die Ueberweisung allein dadurch schon “komisch” war. Dazu kam, dass diese Ueberweisung nur einen sehr kleinen Betrag beinhaltete, so dass noch ein Faktor dazu kommt. Und zuletzt ist es auch die erste Ueberweisung von diesem Konto zu auf euer neues Konto. Das sind also reichlich Gruende fuer die Fraud-Detection-Algorithmen um Alarm zu schlagen.

      Ihr solltet bei eurer Analyse die Banken, die Probleme gemacht haben, auch auf diesen Punkt ansprechen. In meinem Fall lief die Kommunikation mit der Bank sehr transparent. Es mag jedoch auch Banken geben, die damit weniger transparent umgehen und dies mit eine Ursache fuer die fehlerhaften Ueberweisungen ist.

    19. Hallo zusammen,

      das Thema Angst finde ich nocheinmal sehr spannend. Das gefühlte und statistische Sicherheit auseinander gehen ist denke ich genug diskutiert, aber wie ist es mit den populistischen Antworten? Ist es nicht so, dass nur solche Antworten willkommen sind die (subjektiv) keinen Einfluss auf das persönliche Leben haben weil sie entweder andere Minderheiten betreffen (z.B. Inhaftierte) oder im Hintergrund ablaufen (z.B. Vorratsdaten)?
      Das gegenbeispiel wäre für mich der Klimaschutz, ich denke sowohl gefühlte als auch statistische Sicherheit schwinden dort, doch gegen (z.T. populistische) Antworten wird sofort gewettert da sie das persönliche Verhalten beeinflussen (z.B. Tempolimit). Ich finde diese in weitestem Sinne Not-in-my-backyard Argumentation spielt da eine entscheidende Rolle. Ich finde das sollte durchaus weiter diskutiert werden, insbesondere wie wissenschaftlich belegbare Fakten ein Umdenken der Gesellschaft auslösen können und Populismus unterbunden wird.
      Habt ihr da Meinungen zu?

    20. 4. Dezember 2019 um 12:41 Uhr
      Johannes Halberstadt

      Hallo!
      Ich fand eure Berichterstattung zum Terroranschlag in London grob unangemessen. Ich kann nicht nachvollziehen, wie ihr einerseits bei jeder sich (leider) bietenden Gelegenheit auf die Gefahr durch den Rechtsterrorismus verweist und an dieser Stelle einen dezidiert islamistischen Anschlag als (einfachen) Mord tituliert und dazu auffordert, ihn mit der Gleichgültigkeit, die wir gegenüber Straßenverkehrstoten an den Tag legen, hinzunehmen. Wie der Kommentator Markus Höhne schon zu recht darauf hingewiesen hat, handelt es sich beim Phänomen des Terrorismus eben nicht um eine Tat, die sich ausschließlich gegen eine einzelne Person richtet, wie bei Beziehungsgewalt gegenüber Frauen, oder Ergebnis von beispielsweise Unachtsamkeit im Straßenverkehr ist, sondern um einen Anschlag auf die Gesellschaft, auf uns alle und unsere Art zu leben. Wie man eine Tat, bei der der Täter aus solchen islamistischen Motiven handelt, mit der Gleichgültigkeit eines Verkehrsunfalls hinnehmen soll, erschließt sich mir nicht. Es kann kein alltägliches Ereignis in einer liberalen Gesellschaft sein, wenn jemand vorsätzlich Menschen umbringt und eben diese liberale Gesellschaft abschaffen will. Auch der Verweis darauf, dass Rechtspopulisten das Thema ausnutzen, verkennt Ursache und Wirkung. Wer hier Spielräume offen lässt, nach dem Motto gehen wie weiter, es gibt hier nichts zu sehen, muss sich nicht wundern, wenn die Feinde einer offen Gesellschaft von der anderen Seiten des politischen Spektrums, eben diese Spielräume hemmungslos ausnutzen. Es ist geradezu pathologisch für das progressive Lager in Deutschland, dass es sich weigert über die Probleme des Islamismus zum sprechen und damit den Rechtspopulisten das Spielfeld leider komplett überlässt. Eure Bagatellisierung des Themas ist ein Negativbeispiel dafür wie diese Diskussionen ablaufen.

      • Danke für den Kommentar. Aber aus meiner Sicht macht er deutlich, dass immer noch viel zu viel über islamistischen Terror geredet wird. Denn ganz offenkundig treibt dich das Thema ja um – obwohl dich bei einer rationalen Sicht auf die Gefahren, die uns Menschen in D drohen, eher der Straßenverkehr oder rechtsextremistischer Terror interessieren müsste. Ich möchte dich damit nicht persönlich angreifen, denn viele Menschen denken vermutlich wie du. Ich halte das aber für ein großes gesellschaftliches Problem, weil die völlig verzerrte Sicht darauf, wo man ansetzen müsste, leider auch dazu führt, dass politisch Handelnde sich an den Scheinproblemen abarbeiten statt an den wirklich relevanten Fragen. Wir versuchen daher ganz bewusst, andere Schwerpunkte zu setzen.

        • Lieber Ulf,

          kennst Du das Büchlein „Brief an die Heuchler“ von Charbonnier?
          Mich würde Deine Meinung dazu interessieren.

          Die angeführten Wahrscheinlichkeiten sind ein typisches Mittel der manipulativen Relativierung. Stochastische Aussagen hängen von der gewählten …Stichprobe ab. Eine homogene Masse ist natürlich anders betroffen als exponierte Personen. Wie man an der Exekution von „Charb“ erkennen kann. Zwei Tage nach Fertigstellung des Manuskriptes.

          Aber klar, wer sich in Gefahr begibt…?
          Nein.
          Es kann – in der falschen Gesellschaft – schon reichen, wenn man sich als Atheist outet. Freunde von mir haben sich mit dieser schlichten Aussage schon anonyme Drohbriefe eingehandelt.
          Das kann schon mal für solche Leute, ihre Familie oder auch ihre Nachbarn brenzlig werden. Gerade für Ex-Muslime, aber bei denen gucken gerade lautstarke Billig-Ethiker ja gerne weg, da habe ich schon häßliche Szenen gesehen.

          Islamistischer Terror fängt nicht erst an, wenn irgendein Killerzausel herausfindet, was das gefàhrliche Ende einer Waffe ist oder was man mit einem Auto machen kann. Und es hört dort auch nicht auf, denn einen „richtigen“ Terroranschlag von Islamisten hatten wir in D noch gar nicht.
          Nun kann man natürlich auch über sein gottloses Weltbild schweigen. Oder über seine sexuelle Orientierung. Oder über sein Judentum. Bloß nicht provozieren.

          Wer aber meint, dass man weltanschauliche Fanatiker – gleich welcher Prägung – mit Entgegenkommen und Rücksicht besänftigen kann, hat aus der Geschichte nichts gelernt. Und damit meine ich nicht nur die deutsche Geschichte.
          Deswegen verstehe ich nicht, weshalb Ihr Kritik am politischen Islam mehr oder weniger implizit mit Xenophobie gleichsetzt.

    21. Warum müssen den die Bauern ihre mehrkosten durch Subventionen ersetzt bekommen und nicht die importierte ware ‘bestraft’ werden für ihre geringe Qualität?
      Also Aufschläge/Steuern auf importiertes Fleisch wird an die hiesigen Bauern umverteilt um die höheren Standards zu belohnen.
      Ja dadurch wird der Kunde im ende ggf mehr zahlen, aber aus meiner Sicht ist das die Konsequenz wenn man nachhaltig wirtschaftet.
      Ich sehe es auch so, dass da noch viel mehr kommen wird. An allen Ecken wird die Diskussion darauf hinausführen das die nicht nachhaltige Bewirtschaftung mittelfristig nicht mehr geht. Stichwort Klima, FFF.

      • Wie wir in der Sendung gesagt haben: Innerhalb der EU kann ein Land weder Zölle noch eigene Qualitätsanforderungen einführen! Ein Produkt, das in einem Land der EU zulässig ist, muss im Grundsatz in allen anderen Ländern akzeptiert werden (Warenverkehrsfreiheit). Das macht es extrem schwer, über Regeln für Produkte unterschiedliche Standards bei der Produktion auszugleichen.

    22. IBAN-Recherche:
      1.) meine IBAN an google zu senden brauchte schon etwas Überwindung. Aber was soll’s. Ihr habt ja bestimmt sichergestellt, dass google die nicht für Tracking, Identifizierung, etc. nutzt.
      2.) Warum ist die BIC Pflicht? In meiner Banking-Software wird die Bank direkt angezeigt, ohne dass ich die BIC eingeben muss. Am Anfang war das vielleicht noch wichtig, weil nicht jed Bank Informationen über alle anderen angeschlossenen Länder hatte. Das sollte aber vorbei sein.
      3.) Die Überweisung hat tadellos funktioniert. Allerdings hatte ich mich schon vor einem Jahr für Auslandsüberweisungen freischalten lassen. Sonst macht die Commerbank das nicht. Was mich geärgert hatte, ist dass ich bei der Kontoeröffnung nicht mal gefragt wurde.
      Wir wohnen keine 20 km von der Grenze weg. Da muss man doch davon ausgehen, dass ein paar Überweisungen ins Ausland getätigt werden.

      • Das sehe ich genauso. Für das Experiment müsste doch die Bank reichen. Es werden doch nicht einzelne IBAN Bereiche gesperrt. Es sei denn man sperrt sein Konto selbst händisch für Auslandsverkehr.
        Die Auslosung des Gewinnspiels sollte über die Email Adresse ja genauso möglich sein. Natürlich könnt ihr dann nicht prüfen, ob der Gewinner wirklich gespendet hat, aber darum sollte es ja gar nicht gehen.

        Überweisung von der Comdirect hat übrigens geklappt.

        • Danke für die Nachfrage, das hätten wir sagen sollen: Es geht alleine um den Abgleich, ob von dem angegebenen Konto tatsächlich eine Spende gekommen ist, und sei sie noch zu klein (bzw. ob ein Versuch gemacht wurde, der durch einen Screenshot belegt ist). Nach dem Ende des Gewinnspiels werden wir die personenbezogenen Daten bei Google löschen. Die BICs werden wir denke ich behalten, um die Banken zu kontaktieren und ggf. anzuzeigen.

      • Ich moechte das was Dirk hier schreibt nochmals unterstuetzen. Ich hoffe, dass ihr die Daten wieder vernichtet sobald sie ihren Zweck erfuellt haben. Ich habe mich auch gefragt, ob ein Self-Hosted Ansatz besser gewesen waere, aber ich verstehe auch, warum ihr das nicht machen wolltet. Wahrscheinlich sind die Daten bei Google sicherer als sonst wo, aber ich bitte euch genau darueber nachzudenken wie lange ihr die Daten wirklich dort liegen lassen muesst.

        • Danke für die Nachfrage, das hätten wir sagen sollen: Es geht alleine um den Abgleich, ob von dem angegebenen Konto tatsächlich eine Spende gekommen ist, und sei sie noch zu klein (bzw. ob ein Versuch gemacht wurde, der durch einen Screenshot belegt ist). Nach dem Ende des Gewinnspiels werden wir die personenbezogenen Daten bei Google löschen. Die BICs werden wir denke ich behalten, um die Banken zu kontaktieren und ggf. anzuzeigen.

    23. Hallo ihr beiden,

      eure Argumentation bei der Wiedervernässung von Moorflächen war sehr dünn. Es klang so wie: “Ach naja dann müssen wir große landwirtschaftliche Flächen wiedervernässen und was mit den Bauern passiert, die haben halt zum Wohle der Gesellschaft Pech”
      Ich finde ihr macht es euch da sehr leicht, insbesondere wenn man bedenkt das dies Handlungen sind welche massiv in das Eigentum einzelner eingreifen. Dies ist mir auch schon bei eurer Diskussion zum Thema Mieten in Berlin aufgefallen. Auch hier in den Kommentaren wird mal einfach so vorgeschlagen den Oderbruch zu vernässen, in anderen Foren wird vorgeschlagen kleine Dörfer zu schleifen um die Widersprüche der Mobilitätswende zu lösen etc.
      Das ist in Summe eine Entwicklung die mir wirklich Sorgen macht. Es ist mir bewusst das eine Enteignung in Deutschland legal ist, jedoch sollte man sich dann auch im Klaren sein das die Betroffenen jedes Vertrauen in den Rechtsstaat verlieren.
      Für mich stellt sich dann die Frage: Ab wann passe ich nicht mehr in euer Modell der neuen Gesellschaft?

      • Ich hatte das Beispiel der Moore angebracht, um deutlich zu machen, welche fundamentalen, gesellschaftlichen und grundrechtlichen Probleme uns noch bevorstehen wegen der Klimakrise. Ich denke nicht, dass wir leichtfertig mit Eigentum umgehen. Was in anderen Foren debattiert wird, würde ich uns nicht zuordnen. Bei den Mooren würden die Besitzer nicht enteignet, sondern die Nutzung würde extrem eingeschränkt – was immer noch ein erheblicher Eingriff ist. Aber es werden Leute enteignet, um Autobahnen zu bauen. Da finde ich es legitim über Einschränkungen beim Eigentum zu sprechen, wenn es um eine der größten Treibhausgas-Quellen der deutschen Landwirtschaft geht.

        • Ich finde es nur schwer so vorschnell über die Enteignung von Leuten zu sprechen. Das der Staat auch Meschen für Autobahnen (oder auch Braunkohletagebaue oder Bahnlinien) enteignet macht es nicht besser. Ich halte den Vorgang an sich für moralisch verwerflich, unabhängig der Begründung. Es bleibt eine Form der Gewalt des Staates gegen einzelne Bürger und das würde ich gern auf ein Minimum reduzieren. Wenn wir als Bürger uns gegenseitig schon enteignen wollen, was geben wir damit dem Staat für ein Instrument in die Hand?

    24. Bauernproteste: das mit der Absatzproblematik ist schlicht Folge der deutschen Geiz ist Geil Mentalität.
      Ich wohne in Schweden, schwedisches Fleisch ist teuer und trotzdem kaufen es die Leute, statt das billigere Importfleisch, schlicht weil die Herkunft Qualität und “heimische” Arbeit verspricht.
      Und ganz ehrlich: ich fahr lieber zum Bauernladen und bezahle noch mehr als im Supermarkt. Da kann ich vorher nachschauen wie es den Büchern geht.

      Alles eine Frage der Einstellung und gerade was Lebensmittel angeht, kann ein wenig mehr Lokalpatriotismus in Deutschland nicht schaden.

    25. Hallo ihr beiden,
      vielen Dank für die neue Folge!
      Ich selbst hege auch keine Sympathien für die AfD, aber bei der Berichterstattung über die AfD finde ich eure Argumentation nicht besonders stark. Hier müsstet Ihr beiden doch bitte konkret machen, wo die AfD verfassungsfeindliche Tendenzen aufweist. Allein eine „rechte“ Politik gegen Zuwanderung, gesellschaftspolitisch konservativ etc. ist ja noch kein Beleg dafür, dass sie nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes steht.
      Auch der Verweis, dass das BVerfG einen enorm restriktiven Maßstab bemüht, ist kein Totschlag-Argument. Ihr beiden benutzt doch auch sonst gerne die BVerfG-Rechtsprechung als Kriterium oder als politisches Argument bei verschiedenen Themen (Mietpreisbremse, Hartz-IV, Ultima-Ratio-Funktion des Strafrechts, etc.) .
      Da müsstest du als Jurist, Ulf, doch auch ehrlicherweise erwähnen, dass der strenge Maßstab des BVerfG zum Verbot von Parteien auch in diesem Falle keinen Selbstzweck erfüllt, sondern dazu dient, nicht vorschnell einer „unliebsamen“ politischen Meinung von Seiten des Staates den Riegel vorzuschieben. Das aufwendige Verbots-Verfahren soll also dem willkürlichen Verbot vorbeugen. Auch darüber hinaus genießen Parteien durch Art. 21 GG ja weitflächigen Schutz und können auch besondere Rechte aus dem Grundgesetz (Chancengleichheit, Finanzierung etc.) ableiten.

      Auch die Ausführungen zu Art. 1 haben mich ehrlich gesagt ein bisschen verwundert. Ich sehe viele problematische Probleme in der Migrationspolitik der AfD, aber handelt es sich hier um ein genuines Problem der Menschenwürde? Die meisten Aussagen der AfD-Politiker mag man inhaltlich nicht teilen, aber muss es immer sofort die Menschenwürde sein? (Wider die kleine Münze, Böckenförde) Und soll wirklich der Journalist einer Tageszeitung darüber entscheiden, wann im Sinne des Grundgesetzes die Menschenwürde im Gefahr ist? Wenn man sich beispielsweise den Verfassungsbericht durchliest, wird dort ein höchstkomplexes Bild gezeichnet, inwieweit einzelne Aussagen eventuell die Menschenwürde angreifen könnten. Zur Überprüfung gibt es ja schließlich auch Institutionen wie den Verfassungsschutz mit einer hohen Anzahl von Juristen, die sehr sorgfältig jede einzelne Aussage von Politiker XY überprüfen, was wiederum einer gerichtlichen Überprüfung standhalten muss. Ein Verbot darf wiederum nur das BVerfG aussprechen.
      Wenn Du, Ulf, vorschlägst, dass ein Journalist vorschreibt, “welche Position legitim ist und ob man sie mit denselben Recht vertreten kann wie eine grüne Position”, dann ist das nicht Journalismus, sondern Bevormundung und hat mich sachlicher Berichterstattung nichts mehr zu tun.

      Eine pauschales Urteil „Die AfD bewegt sich außerhalb des demokratischen Spektrums“, wie Ulf es feststellt, kann sicherlich die Meinung eines einzelnen Journalisten sein, aber kann doch bitte keine allgemeingültige Aufforderung sein, pauschal den Dialog auszuschließen. Andernfalls wird der Journalismus zum Filtersystem, welche Meinung gehört werden darf und welche nicht, was in einer Demokratie, die abhängig ist von einer pluralen Medienlandschaft, äußert bedenklich wäre. Zudem ist eine solche „Vorauswahl“ der politisch sagbaren Themen doch die Kapitulationserklärung an die Demokratie im Wettbewerb um die besten Ideen.

      Eine Abwägung in jeder Sachfrage nach dem Muster „Ist das noch mit den Werten des Grundgesetzes vereinbar?“ – wie Ulf es vorschlägt – halte ich bei den fehlenden juristischen Kenntnissen der meisten Journalisten nicht praktikabel und auch nicht für Ihre Aufgabe.
      Im Übrigen eignet sich die so häufig zitierte „Verfassungsmäßigkeit“ als nur begrenzt geeeigenter Maßstab.
      Eine Partei könnte beispielsweise vorschlagen, dass der Bundespräsident zukünftig direkt vom Volk gewählt werden solle. Dieser Vorschlag wäre sicherlich als politische Idee vertretbar, dennoch ganz sicher nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Dürfte also – gemäß der These von Ulf – ein Journalist über diesen Vorschlag nicht berichten bzw. Die Vertreter dieser Idee nicht mehr zu Wort kommen lassen?

      Ein solcher Filter wäre zudem auch Wasser auf die Mühlen derjenigen, die sagen, dass jetzt schon nicht ausgewogen genug berichtet wird.
      In der Folge hätte die AfD im Falle einer Berichterstattung des ÖRR sogar die Möglichkeit, vor Gericht die Verletzung der Chancengleichheit im politischen Wettbewerb zu rügen, aus der die AfD Kapital schlagen könnte.

      • Volle Zustimmung.
        Mir macht weniger die AfD Sorgen als dass ihre Radikalisierung kaum Auswirkung mehr auf ihre Wählbarkeit zu haben scheint. Geschichtsdesensibilisierung kennt viele Gesichter – inflationäre Nzibergleiche zählen auch dazu.

        Leider wird aus dem fulminanten Versagen von Gute-Laune-Taktikern wie Stegner oder Kahrs ja keine Lehre gezogen:
        Wer die AfD wählt ist Nazi und zählt nicht mehr dazu. So simpel ist das.

        Diese Taktik hat nur einen Haken:
        Ich kann keine Hinweise entdecken, das sie funktionieren würde.

      • Lieber Christian,
        das ist ganz schön viel Propaganda für die AfD für jemanden, der “keine Sympathie für sie hegt”.
        Erstens ist die Lage keine komplette journalistische Analyse und es muss nicht in jeder Folge bereits gesagtes wiederholt werden, damit jeder alle Feinheiten immer mitbekommt. Dann dürften die beiden gar nichts zu bereits erwähnten sagen und eigentlich könnten sie auch nichts Neues sagen, weil sie dann mit Erläuterungen nicht mehr fertig würden.
        Und dann mit fragwürdigen Argumenten. ich habe extra nochmal den §21 des grundgesetzes durchgelesen und habe dort keinen weitflächigen Schutz dr Parteien gefunden, außer dass die Gründung frei ist. Der Rest hört sich für mich eher wie Verpflichtungen an. Und wie Du aus dem Grundgesetz die Chancengleichheit von Parteien oder deren Finanzierung ableiten willst musst Du schon genauer erklären..
        Und auch, wenn niemand einen Journalisten zwingen sollte jede Aussage eines Politikers auf Rechtmäßigkeit zu prüfen, kann ein Journalist mit etwas Recherche oder auch mit Hilfe eines juristischen Services (des verlages, Rundfunks oder der Organisation), aber auch durch unabhängige Dienste, die juristischen Eckpunkte abklären und dann einen entsprechenden Kommentar abgeben. Das ist freiwillig und hat nur etwas mit Breufsethos zu tun, dass man nicht jeden Verschwörungsmythos nicht kritiklos weiterverbreitet.
        “Ich sehe viele problematische Probleme in der Migrationspolitik der AfD”: Warum benennst Du nicht die probleme, die Du siehst. Dieser Satz heißt alles oder nichts, kann sogar bedeuten, sie seien zu lax. Und somit ist der Satz eine Beschönigung davon, dass Flüchtlinge pauschal als “Messerstecher” tituliert werden oder für so ein Zitat “Eine neue politische Führung ist den Interessen der autochthonen alteingesessenen) Bevölkerung verpflichtet und muss aller Voraussicht nach Maßnahmen ergreifen, die ihrem eigentlichen moralischen Empfinden zuwiderlaufen.” mehr braucht zuviel Recherche , um nicht doch einen falschen Fakt mit hereinzubekommen. DIese beiden Aussagen stehen ganz klar gegen die Grundrechte im Grundgesetz und nicht gegen einen Wahlmodus oder ob eine Institutuion einen anderen Namen, als dem im Grundgesetz vorgesehenen erhalten soll.
        Außerdem verlangte Ulf ja nicht, extreme ode gar verfassungsfeindliche Forderungen nicht zu veröffentlichen. Selbst bei harmlosen Dingen, wie dem Wahlmodus oder dem Wahlalter des Bundespräsidenten, könnte es doch angebracht sein, dass ein Journalist darauf hinweist, dass dafür das Grundgesetz geändert werden muss – auch ohne Volljurist zu sein.

        • Lieber Dirk,
          ich finde die AfD-Migrationspolitik ziemlich abschreckend, da Menschen nicht deutscher Herkunft per se etwas unterstellt wird. Entweder, dass sie keinen Fluchtgrund hätten, dass viele kriminell seien oder dass ein Ausländer pauschal kein Recht habe, sich in Deutschland aufzuhalten ohne sich den Einzelfall anzugucken. Diese grundsätzliche Skepsis der AfD gegen jeden Zuwanderer führt zu (unbegründeten) Ängsten bei vielen Menschen. Zudem entgleisen die Spitzenpolitiker auch regelmäßig in ihren Äußerungen hinsichtlich Zuwanderung. Daher sehe ich dort viele Probleme.
          Die Frage ist halt nur, ob deshalb sofort die Menschenwürde betroffen ist, was – wie gesagt – , einer genaueren Analyse bedarf.
          Den weitflächigen Schutz der Parteien findest Du tatsächlich nicht bei der reinen Gesetzeslektüre. Aber schau mal in einen beliebigen Grundgesetz-Kommentar (zur Not auch Wikipedia ;)) rein, da wirst du die genannten Rechte finden und auch deren genaue Herleitung.
          Dein Vorschlag, dass der Journalist mal schnell die juristischen Eckpunkte abklären und dann einen entsprechenden Kommentar hinsichtlich der Verfassungsmäßigkeit abgibt, halte ich beispielsweise in einem Interview für schwer durchführbar.

      • Hallo Christian,
        ich habe die beiden in der Lage etwas anders verstanden.
        Du sagst ja du würdest es für bedenklich halten, wenn über entsprechende Positionen nicht mehr berichtet würde, weil sie ggf. nicht mit dem Grundgesetz konform sind. Da gebe ich dir völlig Recht, und Ulf und Philipp tun das glaube ich auch. Habe ich doch verstanden, dass sie ebenfalls eine Darstellung dieser Positionen wünschen, aber eben mit dem Hinweis, dass es sich um eine Position handelt, die möglicherweise nicht ganz mit dem Grundgesetz konform ist. Vereinfacht ausgedrückt: Statt “Es gibt in dem Streit um XY fünf Positionen…” kann man auch “Es gibt in dem Streit um XY vier demokratische Positionen und eine fünfte Position…”. Damit ist klar, dass diese fünfte Position (Anzahl völlig willkürlich als Beispiel gewählt) auf anderen Grundsätzen beruht als die anderen vier, ohne sie einfach “wegzulassen”.

    26. Thema IBAN: Da ich selbst bei bunq bin, hab ich mit meiner alten Hausbank schon getestet und es läuft. Hab natürlich trotzdem n kleines Dankeschön geschickt. Mir ist bei bunq aber noch was spannendes aufgefallen:

      Die scheinen im Gegensatz zu anderen Banken das Geld sofort gutzuschreiben. Wenn ich von der Haspa an bunq Geld schicke, ist es 1-2h später da. Hab mal einen Test mit mehreren Banken gemacht und festgestellt, dass es bei denen IMMER frühestens am nächsten Tag gutgeschrieben wurde. Bei bunq offenbar immer sofort.

      Wenn ihr Lust habt und euch das nicht zu persönlich ist, geht doch in der Lage mal darauf ein, warum ihr als Rechtsform die GmbH & Co KG gewählt habt. Würde mich echt interessieren, will auch gerade eine mitgründen.

      • Danke für die Frage nach der Rechtsform. Das lässt sich in einem Satz erklären: Auf diese Weise sind Ausschüttungen an Philip als natürliche Person einfacher zu realisieren.

    27. Bauernproteste
      Ich bin nicht super in dem Thema drinnen, aber dass sich etwas andern muss ist ja allgemein bekannt. Ich habe mich etwas über Düngung informiert und wollte deshalb Humus Wirtschaft mal in den Raum hier werfen. Was in Deutschland hauptsächlich betrieben wird ist Mineraldüngung. Würde wieder auf die Hummuswirtschaft umgestiegen werden, würde das ökologisch so viel bringen. Gerade was Nitrat im Boden angeht. Aber auch Grundwasser Absenkung, Überschwemmungen und Erträge. Natürlich würde das für die Landwirtschaft einen großen Umbau bedeuten, was wider finanziell gefördert werden müsste. Vielleicht sind hier welche die in dem Bereich sich auskennen und mögen dazu etwas schreiben. Ich denke wie eine ökologische Landwirtschaft aussehen kann ist das sehr interessant.

    28. Hallo Ulf und Philip,

      vielen Dank für diese sehr runde Lage-Ausgabe!

      Zum Thema Landwirtschaft: ich finde es toll, dass ihr, wenn auch nur kurz, das Thema Moore angesprochen habt. Es ist ein sehr vielschichtiges und komplexes Thema, aber eine ganz grundlegende Sache fand ich wichtig hier anzumerken: Wiedervernässung und Landwirtschaft schließen sich nicht aus! Das ganze nennt sich Paludikultur (https://de.wikipedia.org/wiki/Paludikultur) und dazu wird intensiv an der Uni Greifswald geforscht (https://www.moorwissen.de/de/paludikultur/paludikultur.php). Natürlich erfolgt diese Nutzung bei weitem nicht so intensiv wie bei herkömmlicher Landwirtschaft, entsprechend gefördert könnte sie aber nicht nur einen Beitrag gegen den Klimawandel sondern auch für Biodiversität und besonders eine Gesundung des Grundwasserspiegel leisten.

      Macht weiter wie bisher
      Paul

      • Danke für das Feedback! Das Thema Moore und deren Renaturierung scheint tatsächlich sehr komplex zu sein. Zufälligerweise war ich gerade am Sonntag bei einer geführten Wanderung am Rande Berlins dabei, wo die Geologin auch auf die Emissionen aus Mooren eingegangen ist. Messungen sind wohl schwierig, aber es scheint so zu sein, dass bei der Renaturierung von Mooren kurzfristig viel Methan frei wird, das ja auch klimaschädlich ist … erst mittelfristig stellt sich ein klimaschützender Effekt ein.

        • Hallo Ulf,
          als kleine Ergänzung aus rechtlicher Perspektive zu Paludikultur (toll, dass das hier schon genannt wurde übrigens!):
          Leider macht es der derzeitige Rechtsrahmen für Bauern unattraktiv zu Paludikultur zu wechseln. Paludi-Anbaukulturen sind häufig nicht Beihilfefähig und damit wirtschaftlich unattraktiv für Landwirte, außerdem ziehen wasser- und naturschutzrechtliche Vorschriften langwierige Verwaltungsverfahren oder naturschutzrechtliche Kompensationen nach sich.

          Ändern kann das nur der Gesetzgeber…

          https://www.ikem.de/rechtliche-rahmenbedingungen-behindern-moorrevitalisierung/

    29. Über den Anschlag in London wurde in den Medien berichtet, weil er an einem belebten Ort stattgefunden hat. Über das Motiv und die Herkunft des Täters war in dem Moment noch nichts bekannt. Viele Gewalttaten finden außerhalb der Öffentlichkeit im Privaten statt. Wenn jemand offenbar willkürlich Menschen an bekannten Plätzen tötet, macht das mehr Angst als wenn jemand seine Ehefrau in der eigenen Wohnung tötet.

      Bin mit meinem Partner über Neujahr in London. Egal wie sehr man sich auch zurecht sagt, dass die Wahrscheinlichkeit das Opfer eines Anschlages zu werden statistisch betrachtet marginal ist, so nahm ich doch zur Kenntnis, dass ich während der Buchung ein flaues Gefühl verspürte. Schon bemerkenswert, wie effektiv Terrorismus am Verstand vorbei sofort auf die Gefühlsebene abzielt und dort Wirkung zeigt. Aufgrund des Anschlages kamen mir tatsächlich kurz Zweifel, das Neujahr doch woanders zu verbringen.

      • Viel Spass in London, Dave. Und locker bleiben: Es schaffen wenige, persönlich von einem Terroranschlag betroffen zu sein.

        Ein Bekannter von mir hat es aber geschafft, damals in Brüssel am Flughafen erst kurz nach der Detonation anzukommen, dann in die Innenstadt zu fahren – um dann die Druckwelle der Bombe in der U-Bahn mitzukriegen.
        Statistik…

    30. Liebes LdN-Team,

      würdet ihr, insbesondere Ulf, sich für die kommende Folge das Gießener NPD Urteil zur Brust nehmen, wonach Wahlplakate der rechtsextremen NPD mit dem Slogan „Migration tötet“ nach Ansicht des Verwaltungsgerichts Gießen nicht volksverhetzend sind, sondern die teilweise die Realität beschreiben. Und für den zuständigen Richter „der objektive Aussagegehalt ‚Migration tötet‘ eine empirisch zu beweisende Tatsache“ ist.

      https://www.deutschlandfunk.de/verwaltungsgericht-giessen-npd-wahlplakat-mit-slogan.1939.de.html?drn:news_id=1075947

      Nach dem Urteil gegen Renate Künast und nun das hier, fange ich wirklich an mich zu fragen, ob neben einer rechtsextremen Durchsetzung der Polizei (Stichwort: Cottbus) ein ähnliches Problem immernoch in der Justiz existiert.
      Man kann da gefühlt aktuell wirklich den glauben verlieren :-/

      • Ja, die Entscheidung ist absurd – aber ich frage mich ein wenig, ob wir durch eine Debatte dazu in der Lage nicht eher den Eindruck verstärken, dass die Justiz generell braun durchsetzt sei? Das kann ich nämlich nicht bestätigen. Jedenfalls nach meiner Erfahrung sind die meisten Leute natürlich vom Habitus eher konservativ und vor allem extrem risikoavers, aber durchaus nicht rechtsradikal und vor allem im besten Sinne redlich. Aber vielleicht muss gerade das einmal gesagt werden. Ich spreche mal mit Phil darüber.

    31. Bzgl IBAN-Recherche folgende Rückmeldung:

      Bei der Sparkasse Hanau ging es zuerst im Onlinebanking (Browser) nicht. Fehlermeldung, dass dieses Land nicht freigeschaltet ist. Rückfrage bei Sparkasse hat ergeben, dass zum Schutz vor Missbrauch Auslandsüberweisungen aus Sicherheitsgründen nicht gehen. Man kann sich aber selber im Onlinebanking (Browser) dafür freischalten (Auswahl Konto, Kartennummer + Gültigkeitsdatum der Bankkarte erforderlich). Freischaltung gilt dann bis 24h gleicher Tag (Längere Frist kann wohl bei Bank eingerichtet werden). Das hat auch geklappt.

      Der Hinweis für die Freischaltung der Auslandsüberweisung ist eigentlich sogar auch gut sichtbar rechts auf der Seite neben dem Formular für die Überweisungsdaten plaziert ;-)

    32. Überweisung aus der ING App ist kein Problem :)

    33. Überweisung hat geklappt – allerdings wurde ChipTAN nicht verlangt, im Gegensatz zu inländischen IBANs. Läuft mit dem Banking :/

    34. Zum Thema Bauernprotest: Ich halte es schlicht für falsch, wenn der Staat nun die Preisdifferenz zwischen dem was der regionale Landwirt hier erzielen kann und seinen tatsächlichen Kosten ausgleicht. Wenn das unter Schnitzel hier wegen den Tierwohl-Kosten nicht gegen das Schnitzel aus Spanien konkurrieren kann, dann wäre es doch an der Zeit, den Transport von spanischen Schnitzeln so teuer zu machen, dass sie hier nicht billiger angeboten werden können als regionale Ware. Sprich: LKW-Maut, CO2-Abgabe usw. sollten hoch genug sein um steuernd eingreifen zu können.
      Auf der anderen Seite scheint aber das Problem auch daran zu liegen, dass zwar jedem klar ist, dass Billigfleisch eigentlich umwelt- und klimaschädlich ist, es aber dank des riesigen Niedriglohnsektors in Deutschland wohl nicht genügend Haushalte gibt, die sich tatsächlich nachhaltig und sauber produzierte Lebensmittel leisten können.

      • > Wenn das unter Schnitzel hier wegen den Tierwohl-Kosten nicht gegen das Schnitzel aus Spanien konkurrieren kann, dann wäre es doch an der Zeit, den Transport von spanischen Schnitzeln so teuer zu machen, dass sie hier nicht billiger angeboten werden können als regionale Ware.

        Aber ist das nicht eigentlich ein EU Thema? Oder wollen wir jetzt “Strafzölle” zwischen EU Ländern (bzw Tricksereien, damit es nicht wie Strafzölle aussieht)?

      • Ich sehe das ähnlich, würde den Hebel allerdings nicht beim Transport ansetzen. Vielmehr würde ich den Verkauf von Fleisch, dass gewissen Standards nicht entspricht, in Deutschland verbieten. Dadurch ist allen Bauern in Europa freigestellt, ob sie diese Standards erfüllen und in DE verkaufen können – oder eben nicht.
        Ob man das mit gewissen CO2-Obergrenzen für die gesamte Wertschöpfungskette kombiniert, ist dann ja schon der nächste Schritt.

      • “Auf der anderen Seite scheint aber das Problem auch daran zu liegen, dass zwar jedem klar ist, dass Billigfleisch eigentlich umwelt- und klimaschädlich ist,…”

        Ich fürchte, dass da ein Trugschluss dahinter steht. Umweltschädlich ja, aber die Klimabilanz von Billigfleisch schätze ich als besser ein als die von hochwertigem Fleisch. Tierwohl bedeutet leider an vielen Stellen klimaunfreundlich. Die Bio-Kuh wird doppelt so lange gemästet als die Billig-Kuh. Dementsprechend stößt die Bio-Kuh auch grob doppelt so viel Methan aus. Sie benötigt doppelt so viel Futter, das auch noch höherwertig ist, mehr Stall- und Landfläche, usw. was alles negativ für die CO2 Bilanz ist.
        Das macht die Sache nicht einfacher, denn um Klimaschutz und Tierwohl zu erreichen, werden wir einfach weniger und zwar wesentlich weniger Fleisch verzehren dürfen. Das wenige muss dann eine entsprechend Qualität haben.

        Grüße
        Florian

    35. Hör(t)e die LdN seit der 1. Folge. 167 Folgen sind nun genug – dies empfiehlt mir jedenfalls mein Bauch.
      “Wäärbung”, “Lasst uns Amazon schröpfen”, “LdN werbefrei” und als mein ganz persönlicher Favorit
      Early-Access-Tickets für 25 EUR.
      Danke für die viele Arbeit, anfangs war ich vorbehaltlos angetan!
      Tom (53).

      • Was genau stört Dich eigentlich daran, dass Philip nicht gratis arbeiten kann? Die Zeit, die er in die Lage investiert, kann er nun einmal nicht einsetzen, um als freier Journalist zu arbeiten und Honorare zu verdienen.

        • Mal den etwas polemischen ersten Kommentar ignorierend:

          Persönlich finde ich es schade, dass sich einer der scheinbar größten Podcasts Deutschlands nicht allein durch Spenden finanzieren kann.

          Aber nun ist es halt so, und mit der Werbung am Beginn einer Folge kann ich schon Leben (ja, ich spende regelmäßig für diesen und andere Podcasts).

          Aber der Werbeblock mitten in der Folge ließ mich schon schlucken. Das hat mich beim Fahrradfahren schon ziemlich aus dem Höhrfluss herausgerissen. Ist das wirklich nötig um euer Honorar zu decken? Ich gönne euch ja jeden Cent davon und wünsche, dass ihr damit stink reich werdet. Aber mitten in der Folge fand ich persönlich doch etwas zu aufdringlich.

          Viele Grüße und Vielen Dank für euer Engagement!
          Jonathan

        • Alles gut – ich arbeite auch nicht gerne ohne Entlohnung. Natürlich steht es Euch frei die Kühe zu melken. Für mich wurde eben in Sachen Kommerzialiserung mittlerweile eine Grenze überschritten. Es fühlt sich nicht mehr gut an. Punkt. Sorry!

          • Der Witz ist ja, dass wir überhaupt nicht „melken“, denn die Lage ist und bleibt für alle kostenfrei. Sämtliche Einnahmen geben uns die Menschen freiwillig.

          • Liebes Lage-Team,

            ich bin, was Datenschutz angeht, etwas paranoid. Die Erklärung, warum die abgefragten Daten erforderlich sind, konnte ich auch noch nicht ganz nachvollziehen.
            Für die Ermittlung der Bank ist die IBAN nicht erforderlich.
            Für die Sammlung der Daten ist die Teilnahme an einem Gewinnspiel und damit die Angabe der Email nicht erforderlich.

            Könntet ihr bitte noch einmal ausführen, wofür ihr die Daten braucht und was vor, während und nach (!) der ganzen Aktion damit passiert? Hat sich jemand über Datenschutz im rechtlichen Sinne Gedanken gemacht?

            Liebe Grüße und Danke für eure Arbeit!

          • Danke für die Nachfrage, das hätten wir sagen sollen: Es geht alleine um den Abgleich, ob von dem angegebenen Konto tatsächlich eine Spende gekommen ist, und sei sie noch zu klein (bzw. ob ein Versuch gemacht wurde, der durch einen Screenshot belegt ist). Nach dem Ende des Gewinnspiels werden wir die personenbezogenen Daten bei Google löschen. Die BICs werden wir denke ich behalten, um die Banken zu kontaktieren und ggf. anzuzeigen. Die Email brauchen wir, um die Gewinne zu vergeben.

    36. Moin,
      die Postbank-App (Android) lässt keine Auslandsüberweisungen zu.
      Gruß,
      Fabian

    37. Eurer These „wenn die Union in BaWü sagt, wir enthalten uns, dann können die Grünen eben nichts machen“ möchte ich deutlich widersprechen. Eine Enthaltung ist im Bundesrat nicht vorgesehen. Gesetze gehen durch, wenn sie 50% (bei Verfassungsänderungen ⅔) der *Stimmen* erhalten. Das heißt, es braucht mindestens 50% der *möglichen Stimmen*, nicht der abgegebenen. Eine Enthaltung wirkt daher wie ein Nein, es ist lediglich politisch für den Koalitionspartner ein kleines bisschen besser verkaufbar.

    38. Anschläge von London:

      Genauso wie man jetzt das vorzeitige Freilassen verbieten könnte, könnte man das auch forcieren. Was irgendwie total untergeht: Einer der engagierten Bürger, die den Angreifenden in Schach hielten, war auch vorzeitig entlassen oder Freigänger…

    39. Hallo Philipp, hallo Ulf,
      danke für den tollen potcast!

      ergänzend zur Debatte über die Agrarsubventionen hier 2 interessante Artikel, in denen (einmal auf EU-, einmal auf Deutschlandebene) deutlich wird, welche Mächte (sicherlich neben vielen Anderen) offenbar von der aktuellen, rein “Hektar-bezogenen” Subventionsregelung (Direktzahlungen) enorm profitieren. Es drängt sich der Gedanke auf, dass entsprechende Lobbyinteressen respektive politische Interessen einer Umstrukturierung oder Neuregelung der Agrarsubventionen im Wege stehen könnten…

      https://www.nytimes.com/2019/11/03/world/europe/eu-farm-subsidy-hungary.html?action=click&module=Top%20Stories&pgtype=Homepage

      https://www.agrarheute.com/management/agribusiness/thueringer-ex-bauernpraesident-grossbetrieb-aldi-verkauft-haben-560999

      Gruß Lotte

    40. Hallo liebe Lageristen,

      eine Frage habe ich zum Thema Tierwohl Zertifikat: Warum macht man es nicht umgekehrt und so wie bei Zigaretten? Alles was den Tierwohl Standard nicht erfüllt bekommt ein Bild von einem leidenden Tier aufgedruckt. Egal ob Frischtheke oder Tiefkühl oder was auch immer.

      Bei Tabakwaren findet da nachweislich eine Lenkungswirkung statt. Warum nicht auch beim Fleisch?

      • Grundsätzlich keine schlechte Idee.

        Allerdings krankt es da am Tierwohl-Standard. Der gesetzliche Mindeststandard ist eben nur das: ein Mindeststandard. Dieser darf sowieso eigentlich nicht unterschritten werden.

        Man müsste also einen besseren freiwilligen Standard festlegen und diejenigen durch das Warnlabel zwangsweise abstrafen, die nur den gesetzlichen Mindeststandard erfüllen. Finde ich persönlich machbar. Aber politisch ist es wohl schwieriger umzusetzen.

        • Ja genau, der Standard müsste irgendwie besser sein. Aber es würde ja zumindest schon mal gegen Importfleisch helfen, was den deutschen Standards nicht gerecht wird.

          Einfach umzusetzen ist das sicher nicht, da hast Du Recht. Beim Tabak war es ja auch ein jahrelanger Kampf.

          • Es wäre schonmal hilfreich, jedes Stück Fleisch sichtbar zu kennzeichnen.
            Da aber überall extra groß der vermeintliche Billigpreis stehen muss wird das nicht viel helfen.

    41. Hallo,

      normalerweise bin ich großer Fan Eurer Berichterstattung und Analyse, aber Eure Auseinandersetzung mit dem Anschlag in London erschien mir dieses Mal etwas blasiert.

      Zum einen denke ich, dass Ihr die Fakten des Ablaufs nicht richtig erläutert habt. Erstens, die Konferenz um die es ging war eine Initiative der Uni Cambridge, die den Zweck hatte Studenten und rehabilitierte bzw. rehabilitierende Kriminelle zum gemeinsamen Lernen zu animieren. Die beiden Opfer waren ehemalige Studenten der Universität und am Programm beteiligt, das hat sich Samstag und Sonntag herausgestellt. Zweitens, wurde der Attentäter erst vom Personal aus dem Gebäude gejagt und festgehalten, und als dann die Polizei kam wurden sie gebeten sich zu entfernen, weil man vermutete, dass der Mann eine Bombenweste trug. Daraufhin hat die Polizei ihn erschossen. Drittens, wurde der Attentäter 2012 schonmal wegen seiner Nähe zu einer Islamistischen Gruppe verurteilt, wie Ihr erwähnt hattet. Was ihr aber nicht gesagt habt, ist dass der Mann damals das Äquivalent zur deutschen Sicherheitsverwahrung bekommen hat, was aber später wieder revidiert wurde.

      Viel mehr störte mich aber Euer Umgang mit dem Anschlag. Normalerweise stimme ich Euch völlig zu, dass über, speziell Islamistisch motivierte, terroristische Anschläge innerhalb eines repräsentativen Regimes berichtet wird, dass dem Terror unnötig viel Raum bietet, so noch mehr Angst schürt und womöglich dann zu weiteren rassistischen Sicherheitsmaßnahmen führt. Euer Ansatz war dann der, den Vorfall kurz anzuschneiden, dann zu sagen warum Ihr eigentlich nicht darüber reden wolltet, und dann eure übliche kritische Überlegung zur Aufmerksamkeitsökonomie zu wiederholen und schlussendlich weiter zu Buch-Tipps. Ich glaube nicht, dass das ausreicht. Vielleicht wäre es dann besser gewesen, den Vorfall gar nicht zu behandeln.

      Ich glaube wenn man eine solche mediale Analyse macht sollte sie Kontext-bezogen sein, um zum Beispiel zu fragen wie wird darüber in England berichtet? Ihr könntet sicherlich interessante Parallelen ziehen zur Sicherheitsverwahrung in Deutschland, zur Rehabilitierung von Islamisten oder sonstigen Extremisten, oder darüber berichten, wie das im Wahlkampf benutzt wird, vor allem von Boris Johnson der das ganze als Versagen der Labour Partei darstellen will. Ich bin selber Student in Cambridge, aber ich glaube es gibt neben der relativen Tragik für mich als potenziellen Kommilitonen der beiden Opfer, auch eine etwas universellere Tragik die daraus folgt dass das eine Konferenz für Rehabilitierung von Kriminellen durch Bildung zum Schauplatz eines solchen Spektakels werden sollte. Die ist mir bei Euch dieses Mal leider etwas zu kurz gekommen.

      Freundliche Grüße,
      Frederick

      Quellen:
      London Bridge attack: What is the Learning Together scheme? (https://www.bbc.co.uk/news/uk-50623646)
      London Bridge: What we know about the attack (https://www.bbc.co.uk/news/uk-50594810)
      Usman Khan profile: terrorist who wanted to bomb London Stock Exchange (https://www.theguardian.com/uk-news/2019/nov/30/usman-khan-profile-terrorist-who-wanted-to-bomb-london-stock-exchange)
      Boris Johnson blames Labour for release of London Bridge killer (https://www.theguardian.com/uk-news/2019/dec/01/boris-johnson-blames-labour-for-release-of-london-bridge-killer-usman-khan

    42. 3. Dezember 2019 um 9:30 Uhr
      Ulrike Bremsteller

      Hallo,
      Ich lebe in Frankreich und hatte neulich ein anderes, aber extrem ärgerliches Erlebnis in Sachen Banken in Europa:
      Ich hatte einen Verrechnungsscheck über 570€ (Postbank) erhalten und bei meiner französischen Bank (Boursorama) eingereicht.
      Von den 570€ hat Boursorama 25€ Bearbeitungsgebühr abgezogen und nun kommt der Hammer: ihr wurden 100€ (!!) von der ausstellenden Bank, also Postbank, in Rechnung gestellt. Und die hat sie mir natürlich dann auch abgezogen. Es lebe Europa! Ist sowas eigentlich rechtens?? Ich habe nun eine “Beschwerdemail“ geschrieben mit cc an die Verbraucherzentrale. Bisher keine Antwort.
      Ansonsten: Ihr macht ne tolle Arbeit! Danke! Werde euch eine Rückmeldung geben, ob die Überweisung von Frankreich aus klappt…
      Viele Grüße!

    43. Hinweis zum Werbepartner “Naturstrom”

      Ich selber bin seit mehreren Jahren aus Überzeugung der Notwendigkeit für echten Ökostrom Kunde von Naturstrom. Der gelieferte Strom riecht gut, schmeckt gut und fühlt sich auch gut an.

      Ganz anders leider das Verhalten des Anbieters gegenüber Bestandskunden. Wie schon letztes Jahr, habe ich vor kurzem wieder Preiserhöhung angekündigt bekommen. Die Preise in dem Schreiben, habe ich mit den Preisen für Neukunden auf der Homepage von Naturstrom und auch in Vergleichsportalen verglichen. Ergebnis: Neukunden kriegen den aktuellen Preis pro kWh und Grundpreis p.M. bis Ende 2020 garantiert, während Bestandskunden wie ich 0,8 Cent pro kWh sowie erhöhte Grundgebühr p.M. zahlen sollen.

      Letztes Jahr hat man mir auf meine Beschwerde hin eine Gutschrift über die vermeintliche Differenz gezahlt. Aktuell steht eine Antwort zu meiner Beschwerde noch aus.

      Das Geschäftsgebaren von Naturstrom finde ich nicht in Ordnung und gerade bei so wichtigen Dingen wie echtem Ökostrom aus neu erbauten Anlagen sollte auch Nachhaltigkeit und ehrlicher Umgang in der Geschäftsbeziehung eine Rolle spielen.

      • Wir suchen unsere Werbepartner ja nicht selber aus, sondern haben dafür eine Agentur beauftragt. Aber davon abgesehen: was genau findest du an dem Verhalten jetzt problematisch? Es ist doch völlig normal, das Unternehmen auch mal Preise erhöhen. Das machen meine Versicherungen auch jedes Jahr. Und dass für Neukunden besonders günstige Bedingungen gelten scheint mir auch eher die Regel als die Ausnahme zu sein.

        • Hallo Ulf, leider ist es völlig normal geworden und wir empfinden es als normal. Aber welchen Benefit hat es denn, außer das Millionen von Vertragswechseln hin und her erfolgen, die außer Ressourcen zu fressen für nichts gut sind.

          • Ich sage nicht, dass das richtig ist – aber es ist eben völlig normal, und deswegen sehe ich auch keinen Grund, warum unsere Agentur die Werbung nicht hätte annehmen sollen.

      • Genau das finde ich extrem unfair von Naturstrom, wobei die Lage außen vor ist, die sich halt über zusätzliche Einnahmen freut.
        Ich bin seit knapp 10 Jahren bei Naturstrom, hatte die Jahre davor auch schon andere Ökostromanbieter und habe immer höhere Preise als der Standardstrommix in Deutschland gezahlt, da mir Nachhaltigkeit und die Zukunft meiner Kinder wichtig ist. Zu Anfang hatte ich noch gedacht, dass prinzipiell Ökostrom aus WInd- und Sonnenkraft langfristig günstiger als konventioneller Strom zu produzieren sei, aber dieser Illusionen wurde ich dann doch sehr schnell mit den jährlichen Erhöhungen unter dem Hinweis auf die EEG-Umlage beraubt.
        Vielleicht kann mir nochmal jemand schlüssig erklären, warum ich seit Jahren mehr für meinen ausschließlich aus erneuerbaren Energieträgern bestehenden Strom bezahle und dann aber auch die regelmäßigen Erhöhungen der Umlage für erneuerbare Energie mitmachen muss.
        Auf jeden Fall bin ich gehörig desillusioniert von Naturstrom. Offensichtlich erfordert nach wie vor eine nachhaltige Lebensweise finanziell höhere Aufwendungen und Menschen, die jetzt endlich auf den Zug aufspringen, werden mit einem Bonus von einem Monat Stromverbrauch meiner 4-köpfigen Familie und nochmal etwa einen halben Monat für die niedrigeren Preise als Bestandskunden im ersten Jahr gepampert.
        Da kann ich immer nur noch hoffen, dass wenigstens das große Ganze einen Sinn macht;o)

    44. Zur Agrarreform:
      Die Umverteilung der Direktzahlungen, wie sie das Agrarumweltpaket vorsieht, ist für mich nicht nachvollziehbar. Sicher werden neue Anreize in der Landwirtschaft gesetzt, allerdings ist mir nicht klar, wie die Mehrausgaben, die auf die Landwirtschaft zukommen, finanziert werden sollen? Ein Umschichten der Förderungen bedeutet schließlich, dass effektiv genauso viel Geld an die Bauern und Bäuerinnen fließt, sie aber mit höheren finanziellen Belastungen rechnen müssen. Gefahr dabei ist doch, dass es zu einer weiteren Zentralisierung der Landwirtschaft auf weniger große Player hinausläuft und dass das Hofsterben weiter voranschreitet. Wollen wir das?

      • Das ist auch ein Frage die ich mir gestellt habe – wenn wir hier Mehrkosten von 3,4 Mrd. Euro, bei einem Haushalt von Rund 6 Mrd.Euro, sprechen, dann wird sich das wohl kaum durch eine blosse Umverteilung kompensieren lassen zumal ja alle Betriebe mitmachen sollen.

        Ich bin da skeptisch

        Gruß Hans-Christoph

      • Hier muss ich dir recht geben. Wenn zum Beispiel, ja ich weiß das ist sehr hypothetisch, alle Bauern die Vorgaben umsetzen würden, bekämen sie genau das gleiche wie zuvor.
        Wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat sich die Bundesregierung auch mit den Lebensmittelhändlern zusammen gesetzt. Durch deren andauernde Sonderangebote und Ramschpreise, wird ein großteil der Probleme erst erzeugt. Die Frage ist nur, wie man hier eine Verhaltensänderung erreichen könnte.

      • Habe erstmals in die Kommentare der Lage geschaut, um zu sehen, ob mir dieser Punkt als einziger komisch vorkam.

        Unabhängig davon, wie/wo/warum die Subvention fließt. Wenn am Ende meine Kosten steigen, aber der Umsatz gleich bleibt, dann habe ich als Unternehmer/Bauer ein Problem. Wenn der Staat dem Bauern das Geld aus der linken Tasche nimmt und in die rechte Tasche legt, hat er nichts gewonnen.

        • > Wenn der Staat dem Bauern das Geld aus der linken Tasche nimmt und in die rechte Tasche legt, hat er nichts gewonnen.

          Wenn man die Blanko Subventionen umwandelt in ökologisch nachhaltige Subventionen hat man schon etwas gewonnen.

    45. Leider habt ihr, wie es viele Andere auch machen, Herbizide mit Pestiziden verwechselt.

      Glyphosat ist ein Herbizid, es wird gegen “Unkraut” eingesetzt und ist höchstens mittelbar für Bienen gefährlich. (Keine Unkrautblüten mehr, Biene hungrig.) Ansonsten kann man sich darüber streien, ob Glyphosat Krebs auslösen kann. Bayer als Hersteller sagt, Glyphosat hätte eine Halbwertszeit von unter einem Monat. Das gilt aber, wie man jetzt rausgefunden hat, nur für optimale Bedingungen. Hierzulande kann es ein Jahr überstehen und sich sogar anreichen – deshalb ist es auch in manchen Nahrungsmitteln nachweisbar.

      Neonikotinoide sind Pestizide. Damit wird Saatgut gebeizt. Die Menge reicht aus, dass später Insekten, die die Pflanze “anzapfen” (Läuse und andere saugende Insekten) Schaden nehmen oder sogar sterben. Die Mittel werden extra gegen Insekten hergestellt und eingesetzt. Trotzdem bestreiten die Herstelle jede bienengefährliche Wirkung. Bei der aktuellen Faktenlage kann aber davon ausgegangen werden, dass die Stoffe auch Bienen direkt gefährden.

      Beim Glyphosat-Verbot geht es also gar nicht um die Bienen – dafür müsste man sowieso die Neonikotinoide verbieten, und auch dort wird aktuell daran gearbeitet.

    46. Hallo ihr Lieben :)

      Ich wollt nur mal meine eigene Meinung zur Menschenfeindlichkeit schreiben: ich bin zwar für die Linke und die Grünen, aber ich kann durch eigene Erfahrungen Menschenfeindlichkeit manchmal gut nachvollziehen. Ich wurde schon 2 mal von Arabern vergewaltigt und unendliche Male hart sexuell belästigt. Ob spät Abends auf dem Heimweg vom HBF aus (10 gruselige Minuten zu Fuß), oder anderswo, ich fühle mich nicht nur nicht sicher, ich WEIß dass ich nicht sicher bin. Zu oft durfte ich Zuhause ankommen, nachdem ich 10 Minuten lang verfolgt und begrabscht wurde, um dann anzufangen zu heulen.
      Und jetzt sagt mir eine Freundin dass ich nicht nur von meinen persönlichen Erfahrungen ausgehen soll… Gut! Meine kleine Schwester wurde auch schon einmal vergewaltigt (hoffentlich bleibts dabei) und hat die selben Erfahrungen wie ich. Meine beste Freundin natürlich auch. Und weitere Bekannte.
      Fazit: ich bin den Menschen nicht böse wenn sie die blöde AFD wählen. Ich kann’s verstehen. Nur doof dass denen Menschenleben egal sind. Die würden die Leute im Mittelmeer einfach ertrinken lassen und die Flüchtlinge im Krieg einfach sterben lassen. Da kann man kein Auge zu drücken.

      Ich hoffe man wird mir für diesen Beitrag nicht böse.

      Ganz liebe Grüße und danke für eure tolle Arbeit!

      • Warum böse. Es geht doch nicht darum, dass du das Problem nicht benennen darfst, sondern um den Lösungsvorschlag.
        Deine Probleme sind ja echt, aber die vorgeschlagene Lösung der AfD (ersaufen lassen) klingen zwar in den Ohren der Anhänger toll, bringen nur keinerlei Veränderung in deinem Umfeld.

    47. Liebe Lage,
      Ich bin jetzt schon etwas länger treue Hörerin und Fan; ich würde noch viel mehr Fan sein, wenn ihr euch angewöhnen würdet von Muslimen (m: Muslim, w: Muslima, Muslimin) zu sprechen, anstatt von Moslem und Moslems.
      Herzliche Grüße!

    48. Hallo zusammen,
      Lediglich eine kurze Nachfrage: habt Ihr bei 43:42 gesagt, dass typischer Weise gerade Frauen Opfer von “vermeintlich alltäglichen Tötungsdelikten” sind? Bin da gar nicht auf große Politik aus, hab’ die Statistik nur anders im Kopf. Hängt natürlich von der Frage ab was “alltägliche Tötungsdelikte” eigentlich sind…
      Grüße, Reto

    49. 3. Dezember 2019 um 0:42 Uhr
      Jens-Peter Randt

      Wenn ich höre es ist schwer ein Konto zu eröffnen glaube ich das sofort und muss schmunzeln, nachdem ich die DAI Erfahrung gemacht habe, können sich Banken warm anziehen.

    50. Hallo ihr beiden,
      ich konnte euch problemlos von meinem Konto bei der Sparda Bank Berlin Geld überweisen sogar ohne Eingabe der BIC. Ich würde auch gern bei dem IBAN-Projekt mitmachen, habe aber Bedenken meine IBAN in ein Google Docs einzutragen. Wofür braucht ihr die? Reicht nicht die BIC, damit die Bank identifiziert werden kann?
      Viele Grüße

      • Hallo Ihr Zwei,

        ich kann den Link über die Shownotes zum Google Doc nicht öffnen, kann ich euch die IBAN und das Ergebnis auch per E-Mail schicken?

        Viele Grüße
        Ricarda

    51. Lieber Ulf

      Gerade weil ich deine insbesondere juristisch geprägte Meinung ansonsten sehr schätze, möchte ich und fühle mich dazu verpflichtet, heute vehement Widerspruch in Bezug auf deine Ansicht über die Berichterstattung zur AfD kund tun:

      Die These, dass es unterhalb der vom Bundesverfassungsgericht gezogenen Grenze der kämpferisch aggressive Grundhaltung gegen über dem GrundgesetzEinen sozusagen neutralen Maßstab dafür gebe, mit wem man überhaupt einen Dialog in einer Demokratie führen kann und soll, halte ich für nicht haltbar, ja sogar für sehr gefährlich.

      Das Grundgesetz kann man (mit Ausnahme der unter die Ewigkeitsgarantie fallenden Grundsätze) ändern. Wenn es einer nicht verbotenen Partei in demokratischen Wahlen gelingt, eine Mehrheit dafür im Bundestag zusammen zu bekommen, um das Grundgesetzt zu ändern, zum Beispiel in Bezug auf Asylrecht, dann haben wir, so schmerzhaft es auch sein mag, dieses Ergebnis der Demokratie zu akzeptieren.

      Auf keinen Fall ist es eine tragfähige Argumentationslinie zu sagen, dass das was die AfD zum Teil heute politisch fordert, mit dem heutigen Grundgesetz möglicherweise nicht vereinbar sei. Dein pauschaler Vorwurf, dass einige Positionen hart gegen die Menschenwürdegarantie des Grundgesetzes (die natürlich unter die Ewigkeitsgarantie fällt) verstoßen, die müsstest du vielleicht dann noch einmal etwas genauer ausführen, in der Pauschalität kann ich das so ehrlicherweise nicht nachvollziehen (will es aber auch nicht ausschließen).

      Ich fürchte, man kann es sich leider nicht so einfach machen und sich die Ohren zu halten, sobald man etwas hört was nach dem eigenen Dafürhalten irgendwie vielleicht nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Sondern man muss immer hart inhaltlich gegenhalten, auch wenn es nervt und anstrengend ist und vielleicht auch nichts bringt.

      Viele Grüße
      Daniel

      • Ich spreche ja auch nicht von Ohren zuhalten, sondern von Kontextualisierung: man sollte eben über die AfD nicht so berichten, als sei es eine normale Partei, sondern man sollte ganz deutlich ihre menschenfeindlichen Auffassungen herausstreichen.

    52. Hallo,
      die Targobank-App blockiert die NL IBAN:. „Überweisung nur an deutsche IBAN möglich“. M.E. ein Verstoß gegen die ZDR.
      Grüße aus Stuttgart
      Matthias

    53. Lieber Philipp, lieber Ulf,

      vielen Dank für die interessante Folge. In Bezug auf die Landwirte vermisse ich eine Überlegung:

      Wenn die umgeleiteten Subventionen eine Ausgleichszahlung für Mehrkosten durch neue Regelungen sein sollen, wird eine einfache Umschichtung nicht ausreichen können. Denn offensichtlich verteilen sich ja auch die Kosten nicht nur anders, sondern es wird – bei angestrebter Preisstabilität und größerem Aufwand – schlicht mehr Geld in der Summe benötigt. Der Einfachheit halber: Wenn alle Landwirte infolge der Neuregelungen voll auf ökologische Landwirtschaft umsteigen, haben alle einen größeren Finanzbedarf, aber niemand ist mehr übrig, der auf Subventionen verzichten müsste.

      Ihr habt dabei aus meiner Sicht den entscheidenden Punkt angesprochen: Das Tierwohl und der Schutz der Lebensgrundlagen sind Staatsziele. Dann kann es sich die Politik nicht so einfach machen und das Geld dem einen Landwirt (der sich ja die bisherigen Subventionen auch nicht ergaunert, sondern diese zur Sicherung der Versorgung erhalten hat) wegnehmen, um es dem anderen zuzuschustern. Sondern die Gesellschaft als Ganzes muss bereit sein, die Umbaukosten zu tragen. Warum also nicht eine Querfinanzierung aus Steuermitteln?

    54. Hallo Ulf, hallo Philip,
      Bei Bunq gibt es in der App ein gutes Community-Forum, in dem es einen Thread zum Thema SEPA-Diskriminierung gibt, in dem genau diese Fälle gesammelt werden.

      Ich habe kürzlich alle Lastschriften auf ein Bunq-Konto umgestellt. Dabei waren die Hürden unterschiedlich hoch. Beispielsweise habe ich mir zum Ummelden meiner KFZ-Steuer extra einen Account beim Zoll-Portal angelegt, jedoch können hierüber nur DE-Konten abgewickelt werden, sodass ich doch noch den Papierweg gehen musste. Meine Haftpflichtversicherung hingegen bot auf ihrem Formular nur ein vorgefertigtes DE an (klare Diskriminierung) und sagte mir bei telefonischer Nachfrage, Lastschriften aus dem EU-Ausland würden nicht akzeptiert. Hier half eine Mail mit mitgeschicktem Auszug aus der rechtlichen Lage weiter ;-)

      Ein viel nervigerer Faktor ist allerdings für mich, dass in Deutschland einige lokale Betriebe und etliche Ämter lediglich Giro-Karten (only in Germany) nicht jedoch Maestro (Standard im Rest der EU) akzeptieren. Der Unterschied war mir vorher gar nicht bekannt, da die meisten Karten deutscher Banken beide Standards sprechen. Bunq als niederländische Bank aber baut nicht die „deutsche Extrawurst“ in ihre Karten ein.

      Danke, dass ihr damit ein Thema aufgreift, mit dem ich mich seit psd2 (Auslöser für den Bankenwechsel) rumschlage!

      Grüße, Lukas

    55. Ich bin kein dsgvo Profi, aber braucht ihr für das Gewinnspiel keine Datenschutzerklärung? Nicht, dass ihr abgemahnt werdet.

    56. Hallo,

      zu den Bauernprotesten:

      Da ich vergangene Woche selbst an der Veranstaltung teilgenommen habe, möchte ich noch einige Punkte dazu anmerken.

      Die Hauptintention der ganzen Bewegung war nicht einen Stillstand in der Politik zu erzwingen, sondern mehr Mitspracherecht bei den im Agrarpaket genannten Herausforderungen zu erlangen, dies ist meiner Meinung nach in Ihrer Diskussion nicht ganz deutlich geworden.

      Zu der Nitratdiskussion:

      Sie sind hier hauptsächlich auf das Argument eingegangen, dass die Landwirtschaft nicht der einzige Verursacher von Nitrat im Grundwasser ist, dies ist jedoch nicht das Hauptargument der ganzen Diskussion, daher möchte ich auch nicht weiter darauf eingehen. Stattdessen wird eine weitere Verschärfung der Düngeverordnung kritisiert, da bereits im Jahr 2017 eine deutliche Verschärfung vorgenommen wurde. Dabei sind einige Maßnahmen der DüV zu Ausbringtechniken und Bilanzierung von Nährstoffströmen noch gar nicht wirksam geworden, da hier Übergangsfristen gelten. Dennoch wurde bereits ein deutlicher Rückgang von zugekauften Stickstoffmineraldüngern in Deutschland verzeichnet. Im Gegensatz dazu können Veränderungen des Nitratgehaltes im Grundwasser, abhängig von der Bodenart, erst nach Jahren oder Jahrzehnten festgestellt werden.

      Trotz der 2017 wirksam gewordenen Düngeverordnung hat der EuGH entschieden, dass die Bundesregierung strengere Maßnahmen festlegen muss, da sie nach der 1991 erschienenen Nitratrichtlinie eine Verschärfung der Düngeverordnung, trotz stagnierender Nitratwerte im Grundwasser, zu lange verschleppt hat. Hierbei wird auch das dabei bis 2016 in Deutschland verwendete Belastungsmessnetz für die Nitratgehalte im Grundwasser kritisiert, da hierbei ausschließlich Nitratmessstellen verwendet wurden, die von Anfang an eine deutlich erhöhte Nitratkonzentration aufwiesen, was dazu führte, dass Deutschland im EU-Schnitt eine deutlich geringere Messstellendichte als andere Mitgliedsstaaten hatte (auf Kosten der Repräsentativität des Messnetzes).

      Die von der EU geforderte Verschärfung sieht nun in roten Gebieten eine Begrenzung der Stickstoffdüngung auf 20 % unter dem Pflanzenbedarf vor. Man möchte meinen, dies Maßnahme erscheint sinnvoll, da die Unterdüngung in diesen nitratbelastenden Gebieten sowieso nicht schaden dürfte. Allerdings ist die Ausweisung der roten Gebiete in Deutschland umstritten, da ein gesamter Grundwasserkörper bereits bei einzelnen Grenzwertüberschreitungen als rotes Gebiet ausgewiesen wird, obwohl in diesem Bereich auch Messstellen liegen, deren Nitratwerte vollkommen in Ordnung sind. Außerdem geht die Unterdüngung zu Lasten des Humusgehaltes im Boden, da den Flächen dadurch mehr Nährstoffe entzogen als zugeführt werden.

      Zu der Umschichtung von Direktzahlungen aus der ersten in die zweite Säule:

      Ich betrachte die Umschichtung als kritisch, denn obwohl es sich hierbei “nur” um 1,5 % handelt, kann sich dies deutlich im Gewinn bemerkbar machen, da für die 1,5 % nun Kosten entstehen. Eine solche Umverteilung sollte nur auf EU-Ebene vorgenommen werden, was für die GAP 2020 auch schon geplant ist. Auf nationaler Ebene führt die Umverteilung dagegen zu einer Wettbewerbsverzerrung innerhalb Europas.

      Grüße
      Florian

    57. Können wir dann bitte mal anfangen die AfD zu ignorieren? Sie gehört einfach in die Bedeutungslosigkeit und nicht ständig thematisiert.
      Ein schöner Text dazu ist hier, muss ich nicht so viel schreiben ;-)
      https://mmm.verdi.de/beruf/je-weniger-desto-besser-62857

    58. Hallo nochmal Ulf und Philip,

      ich muss doch noch was loswerden…
      Ihr habt im Podcast davon gesprochen

      Zitat: “Auch die AfD, hat wohl diese LandSchaftVerbindung Organisation unterstüzt!”
      als Quelle dazu fand ich nur den Bericht der TAZ

      Zitat: Walter Peters, den die Demo-Organisatoren der taz als Ansprechpartner nennen, war bis Mitte 2015 Kommunalpolitiker der rechtsradikalen Partei.

      Wenn euch DAS allein zu eurem Zitat veranlasst hat finde ich das schwach!
      Nur weil er (Keine Ahnung wer das ist) bis vor vier Jahren Komunalpolitisch in dieser Partei war, davon zu sprechen das die AfD unsere LSVOrganisation unterstützt, ist falsch!!!

      Ich, und ich denke ich spreche auch für meine Kollegen wehre mich dagegen in diese Ecke gestellt zu werden!!! Ich finde es unverantwortlich von euch eine ganze Bewegung, Familien mit Kindern die nach Berlin gekommen sind, (ca.30000 Menschen) um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen, um auch mit der Bevölkerung zu sprechen, die friedlich demonstriert haben, nicht randaliert haben, ihren Müll wieder mitgenommen haben dann einen rechtsradikalen touch mitzubekommen…das ärgert mich sehr!

      Ich bin es von euch gewoht das Ihr ordentlich recherchiert…also entweder habe ich etwas übersehen, oder ihr müsst das revedieren!!!Das enrspricht meiner Meinung nach nicht der Wahrheit und drängt unsere LSVOrganisation in die rechtsradikale Ecke, aus der es dann unmöglich ist mit dem Verbrauchern ins Gespräch zu kommen…

      Deshalb bitte ich euch, und fordere von euch, handelt Verantwortungsvoll!
      Danke!

      • Es ist immer eine Frage des Standpunktes und ein ganz schwieriges Thema, aber jetzt der Bauerndemo-orga oder generell den Landwirten direkt eine AfD-nähe zu unterstellen halte ich auch für grob fahrlässig. Ich glaube zwar nicht das es in euerer Absicht lag, aber es kam leider so ‘rüber.

        Anders wird eher ein Schuh ‘draus: Die AfD biedert sich bei den (gefrusteteten) Landwirten an, weil sie hier Potential sieht und das halte ich für sehr gefährlich.

        • Danke für das Feedback. In der Tat wollten wir den demonstrierenden Landwirten keine Nähe zur AfD unterstellen – der Hinweis auf die Unterstützung war wohl ungeschickt.

    59. Hallo, wollte gerne spenden und bei dem Gewinnspiel mitmachen. Moechte meine Daten aber nicht bei Google eingeben.
      LG

    60. Hallo Ulf und Philip,
      Hallo liebe Lage der Nation Hörer,

      in den meisten Fällen folge ich eurer Argumentation. Dennoch teile ich in Bezug auf den Anschlag in London eure Meinung nicht. Aus eurer Sicht war dies ein Terroranschlag, der sich eigentlich nicht sonderlich von anderen Morden unterscheidet. Ihr sagtet, dass durch die erhöhte Berichterstattung lediglich irrationale Angst ausgelöst wird, obwohl die Wahrscheinlichkeit von einem islamistischen Terroristen getötet zu werden verschwindend gering ist.
      Wenn man dieser Argumentation folgt, könnte man auch andere Terroranschläge, wie diejenigen des NSU als “herkömmliche” Morde abtun, die jedoch durch die mediale Berichterstattung aufgebauscht wurden und bei der jüdischen und muslimischen Gemeinde irrationale Angst auslösten, da auch dort die Wahrscheinlichkeit durch einen solchen Anschlag getötet zu werden sehr gering ist.
      Doch was die Terrorattacken maßgeblich von “normalen” Morden unterscheidet ist das Tatmotiv. Handelt es sich in den meisten Fällen des Mordes um persönliche Akte, ist der Terrorismus egal welcher couleur durch eine Ideologie geprägt.
      Diese Ideologie zielt dann meistens darauf ab, eine bestimmt Gruppe an Menschen oder Individuen einer Gesellschaftsordnung zu töten.
      Da die Strukturen hinter diesen extremistischen Ideologien meistens sehr formalisiert sind, macht es aus meiner Sicht schon Sinn, über solche Anschläge gesondert und abgegrenzt von gängigen Morden zu berichten um die Bevölkerung über derlei Ideologien und deren Folgen zu unterrichten und somit womöglich eine höhere Sensibilisierung zu erreichen. Natürlich werden dadurch eventuell auch Ängste geschürt, aber das führt ebenso dazu, dass die Menschen die Problematik solcher extremistischer Ideologien erkennen und sich dafür einsetzten gegen diese vorzugehen. Egal ob es sich um islamistischen oder rechtsradikalen Terror handelt.
      Bei klassischen Morden handelt es sich oft um tragische Einzelfälle, hinter denen aber keine Ideologie oder ein systematischer Apparat stehen und denen somit sowohl von gesellschaftlicher, als auch staatlicher Seite schwer entgegenzutreten ist. Bei extremistischen Ideologien sieht dies anders aus.

      Beste Grüße
      Henning

      • Durchaus nachvollziehbar deine Argumentation, allerdings müssten dann ziemlich viele (Medien, Populisten u.s.w.) aufhören, bei jedem Gewaltdelikt sofort Terroranschlag zu schreien, nur weil sie vermuten der Täter könnte einen entsprechenden Hintergrund haben.
        Momentan reicht es nämlich schon eine arabisch aussehende Person in der Nähe gesehen zu haben um “islamistischer Terroranschlag” zu rufen.

    61. Hallo,

      in meinem Bekanntenkreis ist mir auch mal zu Ohren gekommen, dass einige Arbeitgeber für die Zahlung des Lohns offenbar ein deutsches Konto verlangen. Ich bin der Meinung, dass das auch diskriminierend ist.

      Ich finde ja, man hätte beim Design der IBAN komplett auf ein Länderkürzel verzichten sollen.

      Viele Grüße

    62. Hallo,

      ich höre euch gern zu. Dieses Mal jedoch nicht so sehr.
      Es geht um eure Kommentierung des Anschlags in London. Ich kann nicht nachvollziehen, daß ihr nicht nachvollziehen könnt, was hier der Unterschied zu Morden an Partnern und anderer Kriminalität ist. Es handelt sich eindeutig um Terror. Terror zielt hier auf Zufallsopfer. Es sollen so viele Menschen, wie möglich sterben oder verletzt werden. Und es gibt einen politischen Grund dafür.
      All das gibt es bei Partnermord und “normaler”, krimineller Gewalt nicht.
      Ich finde dadurch erklärt sich das öffentliche Interesse.
      Hört euch den Teil doch nochmal an und tut im Geiste so, als ginge es um den Anschlag in Halle, den NSU oder Christchurch. SO würdet ihr zurecht nicht darüber reden!
      Der Spruch, es sei wahrscheinlicher auf dem Weg zum Breitscheidplatz im Verkehr zu sterben als dort bei einem Terroranschlag, ist zwar statistisch korrekt, schießt aber den Vogel ab. Dieser Zynismus steht euch nicht gut!

      (Damit ist nichts über Johnson und andere Anbieter von Scheinlösungen gesagt.)

      • Der Vergleich hat nichts mit Zynismus zu tun. Es geht lediglich darum, deutlich zu machen, wie völlig irrational unsere Risikoeinschätzungen in Bezug auf die Gefahren des Straßenverkehrs und des Terrorismus sind.

        • Hallo Ulf,
          lässt Du dieses Argument auch in Bezug auf die Einschätzung rechten Terrors gelten?
          Ich nicht.
          Ich wäre Dir dankbar, wenn Du auf diesen Punkt von Florian einmal eingehen würdest.

          • Nein, rechter Terror ist völlig unterbelichtet: Selbst nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden in D, die ja auf dem rechten Auge mitunter gewisse Sehschwächen zeigen, haben wir eine zumindest fünfstellige Zahl gewaltbereiter Rechtsextremisten, aber nur ca. 600 militante Islamisten (“Gefährder”). Vor diesem Hintergrund müssten sich die Aktivitäten der Sicherheitsbehörden eigentlich zu 90% darauf konzentrieren, den Nazis den Hahn abzudrehen … warum das jedenfalls bisher nicht passiert ist haben wir in der Lage schon mehrfach diskutiert. Plausibel erscheint mir vor allem die These, dass Nazi-Killer halt “die anderen” treffen, seien es nun Menschen mit Migrationshintergrund oder “Linke”, da hält sich die Opferempathie offenbar bei manchen Verantwortlichen in Grenzen. Islamisten hingegen treffen “uns alle”, also sind die Behörden alarmiert.

    63. Hallo ihr 2,

      Danke für Eure tolle Arbeit.

      Zum Thema Terror in London:
      Ich finde es wichtig generell über politisch und religiös motivierte Morde zu berichten. Das gilt gleichermaßen für den Anschlag in Halle, sowie den in London. Mit rechtem Terror setzt ihr euch sehr gut und ausführlich auseinander und ich finde das sollte man mit jeder anderen Art des Terrors und Radikalisierung auch tun.

      Macht weiter so und vielen Dank.

      Viele Grüße

      Marc

      • Wir berichten ausführlich über die Fälle NSU beziehungsweise Halle, weil die in der Öffentlichkeit eben bisher kaum ein Umdenken herbeigeführt haben: rechtsradikaler Terror wird immer noch banalisiert, fanatische Killer aus Nazi-Netzwerken werden als Einzeltäter verharmlost. Von Verharmlosung kann hingegen im Bereich islamistischer Terrorismus sicher nicht gesprochen werden, eher im Gegenteil.

        • Das ist der beste Punkt den du hast und den dir anderen selten bis gar nicht sehen wollen.
          Bei rechtsextremen Gewalttaten sind es immer nur Einzelne, bei islamistischen Gewalttaten ist es grundsätzlich jeder Moslem.

    64. Hallo Ulf, Hallo Philip,
      liebe Lage Hörer/innen,

      Ich bin Lagehörer und Landwirt aus dem nördlichen Bayern und war vergangene Woche mit in Berlin auf unserer „Land-Schafft-Verbindung“ Demo…

      Ich bin dankbar das dieses Thema hier im Podcast Aufmerksamkeit findet. Die Betriebe wurden bedingt durch den Strukturwandel der letzten Jahrzehnten stark dezimiert. Kaum noch jemand hat wirklich einen Bezug zur Landwirtschaft. Weshalb es uns auch bei der Demo so wichtig war mit uns Landwirten zu reden und nicht über uns!

      Ich würde gerne in diesem Forum die Möglichkeit schaffen, falls Bedarf besteht, Fragen von Lage Hörer/innen zur Demo bzw. zur Landwirtschaft generell mit meinen Ansichten im besten Wissen und Gewissen zu beantworten. Wir haben einen konventionellen Milchviehbetrieb und etwas Ackerbau.

      Mit freundlichen Grüßen Martin Kießling

      • Hallo Martin,
        gutes Angebot. Mich interessiert mit welchem Argument Bauern den hohen Nitrateintrag in die Böden und damit auch ins Grundwasser rechtfertigen, bzw. an dieser Praxis nichts ändern wollen, auch wenn sie aus Brüssel dazu angehalten werden. Wie gehen andere Länder damit um? Woanders scheint es ja besser zu laufen.
        Gruß von Andrea

        • Falls ich darf , möchte Ich gern Antwort geben(Ich bin Ackerbauer in Niedersachsen der nicht von den roten Gebieten betroffen ist!) ! Um alle szu verstehen, versuche ich einmal etwas aus zu holen…… Wir haben in Deutschland (bin mir nicht ganz sicher was die zahlen angeht) 11000 Messstellen zur bestimmung des Nitrat im Grundwasser! Allerdings wurden 2011 die schlechtesten herraus gesucht und nach Brüssel gemeldet! Darauf hin wurden Deutschland die Strafen angedroht! Jetzt muss man wissen, das , wenn Deutschland wie sämtliche andere Staaten der EU , alle Brunnen gemeldet hätte! Somit ist deutschland im zugzwang und musste etwas tun! So sind die roten Gebiete entstanden, völlig zu unrecht! Den Bock haben andere geschossen! Nur mal um zu verstehen, warum wir das nicht einfach so hin nehmen! Jetzt komme ich zur eigentlichen Frage: Wir hatten in den letzten Jahren schon mehrere Düngeverordnungen, bis die zum tragen kommen, kann es bis zu 50 Jahre dauern, soll heissen, die letzt Düngereform ist noch garnicht messbar!!! Und wir sind uns alle einig, wo die Landwirschaft etwas verschuldet hat muss man etwas tun! Aber man darf dann auch nicht andere QUellen für das Problem vernachläßigen! Stichwort Kanalisation, wir haben stellenweise so marode kanalisationen, das dort nur die hälfte in der kläranalage kommt!und dann hat man dort natürlich auch einträäge in den Grundwasser körper,, also kann man nicht alleinig der Landwirtschaft schuld geben! Und dann kommt unsere liebe Frau schulze und behauptet an einer stelle unser Wasser ist trinkbar, und an anderer stelle erzählt sie was für ein katastrophales Grundwasser wir haben… Fazit: Ja wir wissen das sich was verändern muss, aber eines muss dann auch klar sein, es muss fair zu gehen! Und das liegt im argen!!! LG Falk

        • Hallo Andrea, hier meine Antwort :-)

          Hallo Andrea,
          zu deiner Frage
          Ich denke niemand kann wirklich wollen das unser höchstes Gut, unser wertvollstes Nahrungsmittel das Trinkwasser ungenießbar wird. Wenn Brunnen einen Nitratwert von über 50mg messen, dann müssen Stickstoffeinträge verhindert werden!
          Was uns Landwirte stört ist zum einen die einseitige Diskussion. Keiner Interessiert sich, bzw. will untersuchen welchen Anteil Kläranlagen die bei Starkregen ihre Schleusen öffnen müssen, oder ältere Kanalisationen, teilweise vor dem 2. Weltkrieg erbaut die teilweise noch mit Tonrohren unsere Abwässer transportieren mit verantwortlich für die Stickstoffeinträge sind.
          Außerdem stört uns die Tatsache das die Bundesländer ab 2012 das Messnetz von dem die Daten für die Nitratbelastungen nach Brüssel geschickt werden auf ein „Belastungsmessnetz“ umgestellt wurde. Das wäre so als wenn man den Gesundheitsstatus der deutschen Bevölkerung ermitteln will, und dazu nur die Erhebungen von Patienten im Krankenhaus durchführt. Was dazu geführt hat das Deutschland vom guten Mittelfeld im EU vergleich auf den vorletzten Platz vor Malta abfiel. Ich bin natürlich auch für sauberes Trinkwasser, aber bitte zu denselben Regeln im EU Binnenmarkt.
          Aber grundsätzlich, wo zu viel Nitrat im Grundwasser ist müssen wir die Nährstoffeinträge verringern. Auch wir Landwirte müssen unseren Teil dazu beitragen! Wichtig wäre uns nur das mit uns gesprochen wird, und nicht über unseren Kopf hinweg entschieden wird. Wir sind die, die es umsetzen müssen.

          Vielen Dank für dein Interesse!

      • Nettes Angebot. Danke. Was wäre denn aus der Sicht der Landwirte/innen ein konstruktives Vorgehen der Bundesregierung, um den Umweltschutz voranzubringen und gleichzeitig die insbesondere kleinen Agrarbetriebe zu schützen?

        • Hallo
          Bei uns in Bayern gibt es das sogenannte Kulturlandschaftsprogramm. Bei dem Landwirte für freiwillig Maßnahmen zum Umweltschutz teilnehmen können. Für einen bestimmten Betrag/ha werden so z.B. Schnittzeitpunkte von Wiesen nach hinten verschoben oder 5 gliedrige Fruchtfolgen unterstützt, oder Gewässerrandstreifen angelegt.
          Durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ist einiges davon jetzt Gesetz. Meine Ackerflächen an Bachläufen werden jetzt gesetzlich zu 5m breiten Gewässerrandstreifen. Auf denen ich keinen Ackerbau mehr ausführen kann, ohne Entschädigung! Das ist meiner Meinung nach Enteignung! Vergleichbar wenn sie in Ihrem Garten an einem Bachlauf keine Karotten oder Blumen mehr säen dürften.
          Wir haben 75 Milchkühe, ich bin rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr für die Tiere da, wenn in der Nacht eine Kalbung ist stehe ich auf, wenn ein kleines Kalb extra Tränken braucht steht meine Frau auf. Wir gehen jeden Sonntag und jeden Feiertag mehrere Stunden zu unseren Tieren um sie zu füttern, melken und um sie zu versorgen. Das machen wir gern, es ist eine verantwortungsvolle Arbeit so hochwertige Lebensmittel nach höchsten Standards herzustellen.
          Wenn die Gesellschaft das aber nicht sieht, die Produkte nicht mehr schätzen kann, einem das Land durch Gesetze „weggenommen“ wird für das Generationen vorher gearbeitet haben um es sich anzueignen, damit man den Pachtzins nicht mehr zahlen muss, dann frage ich mich wohin es noch gehen soll…
          Ich würde mir wünschen das das nötige Geld in die Hand genommen würde und die Umweltmaßnahmen der Landwirte ordentlich finanziert werden. Dann wäre die Umsetzung auch kein Problem. Für mich macht es keinen Sinn die aktuellen Subventionen umzuschichten, da sonst die guten und günstigen Lebensmittel so nicht mehr Produziert werden können. Also aus dem EU Ausland ersetzt werden würden, wo keine deutschen Standards gelten.
          Das sind nicht die Themen mit denen sich der Ottonormalverbraucher gern auseinander setzt, deshalb vielleicht auch so ausführlich! Danke für Ihr Interesse!
          MFG Martin Kießling

      • Vielen Dank für die Ausführungen!

        Ich habe das nicht gewusst. Wieso eigentlich nicht?

        Welche Milch muss ich denn kaufen, wenn ich es gut machen will? Billige Discounter- oder Eigenmarkenmilch oder teure Markenmilch? Ich frage mich das immer und kaufe die Markenmilch, in der Hoffnung, dass die Differenz bei den Bauern/Tieren/… ankommt. Richtig, falsch, egal?

        Danke für eure Arbeit und alles Gute für eure Anliegen!

      • 4. Dezember 2019 um 9:46 Uhr
        Hans-Christoph Beermann

        Hallo Martin,
        Hallo Ulf, Hallo Philip,
        liebe Lage Hörer/innen,

        ich würde hier gerne ein ähnliches Angebot abgeben. Bis vor drei Jahren betrieb ich noch eine Landwirtschaft mit etwa 40 Hektar Acker, 7 Hektar Grünland und Wald in Ostwestfalen/Lippe. Zuvor hatte sich der Hof, von einem Universalbetrieb mit Ackerbau, Kuh, Rinder und Sauen, erst auf Ackerbau und Sauenhaltung spezialisiert, dann um die Schweinemast der eigenen Ferkel ergänzt. Am Schluß nur noch Ackerbau im Zuerwerb.
        Ja und dann vor 3 Jahren aufnahme eine Erwerbstätigkeit in Vollzeit und Aufgabe des Betriebes.

        Mit freundlichen Grüßen
        Hans-Christoph Beermann

    65. Hallo vielen Dank für die tolle Arbeit!

      Könnt Ihr in der Lage nochmal was zum Datenschutz und der Rechtsstaatlichkeit im Zusammenhang mit e-evidence sagen?
      Hier ein Link zu einem kurzen Vortrag (17Minuten) zu dem Thema:
      https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/e-evidence-landespolizeigesetze-und-datenschutz-gegenueber-dem-staat

      Dankeschön

    66. Hallo,

      ich habe über die Sparkasse Harburg eine Spende überwiesen, von der Überweisung wie immer, aber danach wurde ich von meiner Bank angerufen, um zu fragen ob das alles richtig ist.

      Viele Grüße,
      Marten

      • Ich habe ebenfalls kürzlich ein Konto bei besagter niederländischer Bank aufgemacht und bei zwei Überweisungen an mich (beide in höhe von ca 1000€) wurden die Überweisenden ebenfalls von ihren Banken angerufen, da sie Unstimmigkeiten vermuteten.
        Hier würde ich allerdings noch nicht von Diskriminierung sondern von Skepsis sprechen. Der Prozess wird nicht erschwert, sondern ist lediglich vielen Banken einfach noch nicht geläufig genug, als dass er als normal angesehen wird.

        Alleine deswegen freute es mich, von euch in der Lage zu hören, dass ihr dies ebenfalls gerade als Grund anseht, hier einen Druck aufzubauen und die Selbstverständlichkeit – die es bereits sein sollte – zu etablieren :)

    67. Hallo,

      nur ein kleiner Verbesserungsvorschlag zu Eurem IBAN Projekt:
      Wenn in dem Umfrage-Formular noch der Zahlungsempfänger zum kopieren stünde, bräuchte man hierfür nicht einen zweiten Tab aufmachen ;)

      Viele Grüße
      Dominic

      • Hi, danke für den Tipp, haben wir ergänzt!

      • Ich finde das ganze eine gute Idee und habe meine Daten prinzipiell gerne dafür gespendet. Beim Ausfüllen des Formulars kam ich dann aber doch ins Stocken. Ich finde es immer fragwürdig, wenn für die Erhebung sensibler Daten amerikanische Dienstleister in Anspruch genommen werden.
        Zudem Frage ich mich ob man Leute dazu anhalten sollte beim Benutzen ihrer Banking Software Screenshots zu machen. Ich halte es für sehr realistisch, dass da schnell mal Daten Ausversehen mit verschickt werden, die man eigentlich nicht preisgeben wollte.
        Ich lass mich gern überzeugen, dass meine Bedenken hier völlig unbegründet sind.

        PS: Die Lage ist nach wie vor ein tolles Format, dass ich nicht missen möchte.

        • Guter Punkt, aber da vertrauen wir darauf, dass die Menschen sich die Fotos noch mal kurz ansehen, ehe sie sie zu uns hochladen. Und wir löschen sie eh nach dem Ende des Gewinnspiels.

    68. Spannend. Die ING verweist mich bei euer IBAN auf den Telefonsupport.

      Handelt es sich hierbei schon um eine Diskriminierung?

      Umgangssprachlich sicherlich – in der Richtlinie wird allerdings nur die Erreichbarkeit von Konten behandelt. Ich befürchte, dass es mein persönliches Problem ist, wenn das nur über ein Interface aus dem letzten Jahrhundert möglich ist.

      • Nein, das ist schon diskriminierend, denn es macht eine Überweisung auf dieses Konto ja offensichtlich deutlich komplizierter.

        • Danke für die schnelle Einordnung :)

          Fun Fact: Zur Legitimation werden die Kontonummer und eine “Telebanking”-PIN abgefragt, beide im ersten Anlauf per Spracheingabe. Tasteneingabe ist zwar möglich, wird aber erst im Fehlerfall erwähnt. Wie viele Kunden solche sensiblen Daten wohl trotzdem an der Bushaltestelle vor Publikum einsprechen?

        • Hallo ihr beiden,

          vielen Dank für den Podcast! Ich freue mich jeden Montag darauf!
          Meine Überweisung hat von der Sparkasse geklappt (ich will sehr bald wechseln zu einer Öko-Bank :) ).

          Zu der Landwirtschafts-Demo eine Frage:
          Ich find es super, dass ihr einen Vorschlag zeigt, wie man die Lage der Bäuerinnen und Bauern verbessern könnte, aber wenn man sie entschädigen würde, würde es ja nicht dazu führen, dass mehr Menschen das “teurere” Fleisch kaufen oder? Dann würden ja trotzdem die, die wenig Geld für Fleisch ausgeben wollen (und haben – z.B. geringverdienende Familien mit Kindern) zum billigen Fleisch aus dem Ausland greifen? Müsste man dann nicht eher die Menschen dazu bringen das teurere Fleisch zu kaufen und/oder generell billig produziertes Fleisch verbieten in Deutschland – undzwar egal wo es produziert wurde, sodass es keine Wahl gibt als das “teurere” Fleisch zu kaufen? Ich denke das würde dann dazu führen, dass weniger Fleisch konsumiert wird , also win-win..oder? Korrigiert mich bitte wenn ich da nicht ganz durchblicke.

          Vielen Dank und eine schöne Woche !

          • Ah ich habe es gerade beim zweiten Hören verstanden! Der Ausgleich soll bewirken, dass die EndkonsumentInnen nicht mehr zahlen müssen..

      • Ich hatte eben von der ING etwas überwiesen und bekam kein Verweis auf den Telefonsupport. Vom Ablauf her alles wie bei Überweisung auf ein deutsches Konto.

        Aber: Sie beschweren sich über das & in “GmbH & Co. KG”. Das ist keines der zulässigen Sonderzeichen [ ?.,:-/+()].

      • Seid froh, dass die Bank in den Niederlanden sitzt und nicht in Osteuropa. Da wären die Hürden/Prüfungen wohl noch penibler.

      • Auflösung der ING-Situation: Das ist n Bug in der mobilen App (die für Daueraufträge auf die mobile Webseite verweist). Nach zehn Minuten in der Warteschleife konnte mir die Mitarbeiterin am Telefon erklären, dass der Bug bekannt sei und niemand ‘ne Ahnung habe, was ihn verursache.

        Unterstelle niemals eine Verschwörung, wenn auch Doofheit die Erklärung sein kann.

    69. Hallo ihr beiden,

      Euer Beitrag zu den Bauernprotesten war wirklich interessant. Was mich aber sehr ärgert: Bei den Bauernprotesten in Berlin waren 8600 Trecker am Start (https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/bauern-proteste-klima-freunde-sind-nicht-eure-feinde-a-1299025.html). Das ist, wenn man betrachtet, wie viel Prozent in der Landwirtschaft arbeiten um Berlin rum, sehr viel und verdient auch eure Einordnung in einem ganzen Themenblock. Ich habe auf die schnelle nicht gefunden, wie viele es deutschlandweit waren. Aber fürs Klima sind 630 000, mehr als eine halbe Million, trotz schwieriger Wetterbedingungen auf die Straße gegangen. Ich hätte dazu keinen eigenen Block gefordert, die Forderungen bleiben dieselben wie schon vor einigen Monaten. Aber dass ihr darauf weder beim Block zum Klimapaket noch beim Block zu den Bauernprotesten hingewiesen hat, das ärgert doch sehr. So viele Menschen engagieren sich da, sind empört, und in den Medien geht es so schnell unter. Zumindest eine Erwähnung empfinde ich als notwendig von eurer Seite aus, gerade weil ihr das Klimapaket auch als ungenügend bewertet.

      Das ist jetzt auf geringerer Stufe, aber beim AfD-Block hätte man auch erwähnen können, dass im kleinen Braunschweig 10 000 für eine offenere Gesellschaft und gegen AfD-Positionen protestiert haben.

      Gerade ihr plädiert ja häufig für politisches Engagement, dass sich die Gesellschaft gegen Fremdenfeindlichkeit und für Klimaschutz aussprechen soll. “Belohnt” Engagement von so vielen Menschen doch zumindest mit einer Erwähnung in der Lage, wenn es zum Thema passt (was meiner Meinung nach durchaus der Fall war).

      Liebe Grüße

    70. Hallo ihr beiden,

      Leider kann ich meinen Dauerauftrag nicht einfach auf euer neues Konto umleiten, da das Commerzbank-Onlinebanking Daueraufträge nur im Inland erlaubt.
      Ich werde noch mal meine Bankberaterin fragen, ob es wirklich keine Möglichkeit gibt, aber vielleicht solltet ihr das auf dem Schirm haben.

      Liebe Grüße,
      Lukas

      • Das ist doch genau das Problem, weswegen wir eine Crowdsourcing-Aktion gestartet haben, von welchem Konto aus man einen Dauerauftrag oder eine Überweisung zu uns beauftragen kann ;)

    71. Ich wollte mal hinsichtliche der Thematik ‘Umgang und Berichterstattung über die AfD’ eine Sache anmerken.

      Laut der Seite politicalcompass.org lag die AfD 2017 mit ihren Positionen weiter rechts als die CDU. Der AfD ist nur sehr viel Autoritärer. Oder wie ich es letztens polemisch ausgedrückt habe: “Die CDU lässt sich von den Großunternehmen dafür bezahlen die Gesetze so zu ändern, dass die Bevölkerung ausgebeutet wird, wohingegen die AfD direkt selbst die Verbrechen gegen die Menschlichkeit verüben möchte.”

      Ich habe den Eindruck, dass das Modell mit dem eindimensionale ‘Rechts-Links Spektrum’, irreführende Implikationen verbreitet. Und zwar solche, die sowohl Autoritären Parteien, als auch rechten Parteien in die Hände spielt.

      Die AfD kann sich als die ultra rechte Partei inszenieren, und in einem strategisch sinnvollen Moment darauf hinweisen, dass die CDU viel doch eigentlich viel weiter rechts ist, und es daher die Medien sind, die sie haltlos an den Pranger stellen.

      Auf der anderen Seite kann die CDU sich als “Partei der Mitte” verkaufen, und behaupten, sie würde noch mehr Wählerinnen verlieren, wenn sie nicht weiter nach rechts rückt. [Grundsätzlich würde ich auch behaupten, dass die Politik der CDU hardcore neoliberal ist. Sie folgt einer extremen Ideologie –
      Deregulierung des Marktes, Verstaatlichungen öffentlicher (monopolistischer) Unternehmen, die Lähmung des Regierungsapparates durch die schwarze Null, etc.]

      Ich denke Transparenz fängt bei der Sprache an. Wenn Gewerkschaften, Sozialismus, und alles was Marx forderte Links ist, dann bedeutet rechts nun mal der Umkehrschluss. Allerdings wird in der öffentlichen Debatte der Begriff ‘rechts’ gleichgesetzt mit autoritärem Staat und einem anachronistischen Gesellschaftsbild. Die Folge davon ist, dass das Wort, welches rechte Wirtschaftspolitik bezeichnet aus der Sprache verschwindet. Und wenn es kein Wort dafür gibt, dann existiert es in der Debatte nicht, und es lässt sich auch nicht mehr kritisieren. Dass die CDU von Nachrichtenkanäle tatsächlich unreflektiert als ‘Mitte’ bezeichnet wird, ist die logische Folge daraus.

      – Was ich sagen möchte:
      Ich denke es ist sehr schädlich Politik in ein eindimensionales Links-Rechts Schema zu ordnen. Und ich denke die Verwendung eines z.B. zweidimensionalen Links-Rechts & Autoritär-Anarchie Schema ist die Voraussetzung um Parteien wie AfD und CDU überhaupt präzise kritisieren zu können.

      ♥︎F

      _
      Quelle:
      politische Einordnung deutscher Parteien (2017):
      https://www.politicalcompass.org/germany2017

      Kritik am eindimensionalen Rechts-Links Spektrum Modell:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_Spektrum#Kritik

    72. Hallo,
      vielen Dank für die aktuelle Lage!
      Die Berichterstattung über den Terror in London liegt mir allerdings immer noch schwer im Magen… Ich halte es für falsch, hier eine vermeintliche Überthematisierung des islamistischen Terrorismus im Vergleich zu anderen Straftaten anzuführen, dann noch auf die (offensichtlich völlig unsinnige und populistische) Einlassung Boris Johnsons einzugehen und der eigentlichen Tat nicht viel mehr als eine Randnotiz zu widmen.
      Terrorismus wendet sich wie keine andere Form der Kriminalität gegen unsere freiheitliche Gesellschaft. In Halle sind ja nicht auch „nur“ zwei Menschen ermordet worden, sondern zu Recht diskutieren wir die symbolische Tragweite einer solchen Tat. Und wir treffen hoffentliche wirksame Maßnahmen, um dies zukünftig zu verhindern und nicht einen Teil einer Gesellschaft (in London die liberale Stadtgesellschaft als Gesamtes, in Halle die jüdische Gemeinde) schutz- und ratlos zurückzulassen, frei nach dem Motto „Kriminalität passiert eben“.
      Ein interessanter Diskussionspunkt wäre gerade der Umgang mit ideologisch / religiös motivierten Straftätern gewesen, die auch nach Absitzen einer geringen Gefängnisstrafe wegen vorangegangener Taten weiterhin eine Gefährdung darstellen. Der Hinweis, eher Opfer eines Autounfalls als Opfer einen Terroristen werden zu können, greift mir hier zu kurz. Autofahren muss ich sehr häufig, Schießereien mit Terroristen würde ich dagegen eher als unnütz bezeichnen.

      Viele Grüße,
      Markus

      • Es ist unmöglich, Terror immer und zu 100% zu verhindern. Und es würde der Debatte darum eigentlich sehr gut tun, wenn Politik und Gesellschaft das als Grundlage anerkennen würden.
        Terroristen begehen Terrorakte, weil sie in einem richtigen Krieg nicht die geringste Chance gegen ihren vermeintlichen Gegner, in der Regel einen Staat, hätten. Sie setzen deshalb darauf, durch letztlich kleine Stiche den Staat zu Fehlern oder einer Überreaktion zu verleiten – siehe v. a. USA nach 9/11. So gewinnt Terror, nicht durch seine Opfer oder echten Schaden an Infrastruktur o. ä. Dazu kommt noch – siehe Seehofer nach Halle – dass anderseits Terror gerne als Vorwand zur Verschärfung anderer Gesetze und Überwachung genutzt wird.
        Verlierer sind also in der Folge des irrational-emotionalen Umgangs mit Terror die Bürger*innen.

        Mir ist klar, dass das jetzt erstmal relativ kalt klingt und natürlich müssen wir generell bei Angriffen auf die freiheitlich-demokratische Grundlage vorsichtig sein (gefühlt kann der Staat vielleicht gar nicht anders reagieren), ich bin aber überzeugt, dass ein solch rationaler und besonnener Umgang mit dem Thema vorteilhaft wäre.

      • Vielen Dank für Euren wieder mal sehr bereichernden Podcast! Ich fand besonders die Gedankenspiele zum Ende der GroKo interessant.
        Den Beitrag zu London fand ich aber aus den oben dargestellten Gründen auch nicht besonders gelungen. Terrorismus ist und bleibt (leider) als eigenständiges Thema relevant, auch wenn die konkreten Risken auf das Alltagsleben der Menschen oft überschätzt werden und er (wenn er islamistisch ist) von Rechts instrumentalisiert wird. Natürlich muss man die konkreten Gefahren einordnen, aber der Vergleich mit Verkehrstoten ist da meines Erachtens nur begrenzt hilfreich – einfach weil das Eine so gar nichts mit dem Anderen zu tun hat. Und wenn man es dann so zuspitzt wie bei der “Fahrt zum Breitscheid-Platz”-Bemerkung, wird es zynisch. Das ist nicht gut für die Debatte.

    73. Hallo ihr beiden!

      Danke für diese Lage!

      Eine Anmerkung für Ulf: Bitte nenne es nicht Familienpause. Mit Pause hat das Aufziehen von Kindern meiner Erfahrung nach sehr wenig zu tun :)

      Ich würde mir noch tiefergehende Informationen zur Situation der Landwirte/Landwirtinnen wünschen. Vielleicht auch ein Interview mit einem konstruktiven Insider?

      Viele Grüße!
      Anne

    74. Dass anscheinend unter den Leuten, die sich dem Angreifer in London entgegengestellt haben, auch einst Strafgefangene waren, hätte bei der Diskussion um das Wegsperren auch ruhig noch Erwähnung finden können.

      https://www.theguardian.com/uk-news/2019/dec/01/ex-offender-marc-conway-helped-tackle-london-bridge-attacker

    75. Hallo Ulf und Philip,

      Vielen Dank das ihr diesen Super Podcast macht. Ich möchte gern beisteuern das zu dem Landwirt Thema mir in der Diskussion fehlt zu schauen wie es andere landet machen. Mir ist besonders die Schweiz aufgefallen, als ich da letztes Jahr mit dem Auto über die Grenze gefahren sind wurden wir kontrolliert, nicht etwa auf Drogen sonder auf Fleisch 🥩. Freunde berichteten uns dann dass es deutlich teurer ist. Das wird ja bestimmt einen Grund haben.
      Danke und Grüße
      Kai

      • Ein paar Gedanken zum Landwirtschaftsthema:
        Zunächst finde ich die Begriffe schon seltsam „konventionell“ oder sogar wie in der Lage „traditionell“ ist diese Art der Landwirtschaft nicht. Denn die heute praktizierte ist eher schon fast „industriell“.
        Diese Art der Landwirtschaft ist doch erst in den letzten 50-100 Jahren aufgekommmen, das ist doch nicht traditionell!
        Für maximalen Ertrag werden Dünger, Gifte und Gülle auf Wiesen und Felder gekippt, Tiere werden auf engem Raum in riesigen „Gruppen“ gehalten. Milchkühe werden z.B. sehr schnell nach der Geburt wieder befruchtet, nach einigen Geburten sind diese so kaputt und werden nach 1-2 fehlgeschlagenen Befruchtungen aussortiert. In dem Alter sind sie dann gerade mal erwachsen.
        Und die Gülle wird immer so als ländliche Idylle hingestellt. Geht doch mal zu einem guten Biobauern: dort gibt es praktisch keine Gülle, der Stall ist mit Stroh eingestreut, täglich wird der Mist entfernt und neues Stroh eingestreut. Der Misthaufen stinkt dann auch nicht, und kann dann auch als Dünger verwendet werden. Gülle ist auch wieder ein Nebenprodukt der „industriellen“ Landwirtschaft in der möglichst viel mit möglichst wenig Aufwand erreicht werden soll. Aber das geht zu Lasten von Mensch, Tier und Natur.

        • Lieber Tobias Getz,

          genau mit dieser Denkweise werden Sie keinen Landwirt erreichen können im Gegenteil, spätestens ab dem dritten Absatz werden sie ihn verloren haben.
          Ich weiss zwar nicht was sie erwarten, aber haben Sie sich überlegt was passiert wenn sie eine “traditonelle” Landwirtschaft wie vor 50-100 Jahren fordern ?
          Ich denke da ist noch dringend Redebedarf.

          Mit freundlichen Grüßen
          Hans

      • Hallo Kai,

        Ja, gerade wie andere Länder mit der Problematik umgehen ist hier sehr interessant, da unterschiedliche Ansätze verfolgt werden.
        Die von dir erwähnte Schweiz macht dies teilweise über hohe Importzölle, wobei diese über spezielle Importkontingente auch herabgesetzt werden können. Diese müssen aber genehmigt werden und dieses Verfahren läuft aus deutscher Sicht auch recht transparent.
        Dann werden in der Schweiz produzierte Waren im Einzelhandel in der Schweiz auch gezielt hervorgehoben und sind auch fast nie teuer wie das gleiche Produkt daneben aus dem Ausland.
        Auf der anderen Seite fördert die Schweiz auch gezielt die Bauern, um die hohen Produktionskosten abzufangen, gegeben durch die alpine Struktur.
        Dieses ganze System ermöglicht es, wenn gewollt, leicht ökologisch sinnvolle Maßnahmen umzusetzen, da den Bauern kein finanzieller Schaden entsteht.
        Netter Nebeneffekt ist hier das der finanzielle und psychologische Druck* auf die Bauern damit viel geringer ist und diese für Änderungen eben auch bereit sind.

        Freundliche Grüße
        Jakob

        * !VORSICHT! sehr stark verkürzt:
        In der Landwirtschaft der EU gibt es seit Jahrzehnten die ” Wachse oder Weiche” Devise ( gerade auch in der Ausbildung und im Studium Programm), sprich:
        werde größer -> effizienter -> günstiger um gegen den Weltmarkt zu bestehen den wir irgendwann hier reinlassen werden. Das ganze hat einen ganzen Rattenschwanz an Problemen nach sich gezogen. Insbesondere die hohe Verschuldung die mit Investitionen einher ging, die aber bei den sinkenden Preisen nur schwer einzuholen sind.

      • In diesem Kontext muss man bedenken, dass die Schweiz nicht der EU angehört. Eine etwaige deutsche Gesetzgebung könnte Importe aus anderen EU-Ländern nicht verbieten. Wenn man also die inländischen Produktionsstandards erhöht, wären die hiesigen Produzenten finanziell im Nachteil. Man müsste die Standards EU-weit anheben, um das zu vermeiden.

    76. Ich mecker mal ein bisschen :-)
      Als es um zu renaturiesierende Sumpfgebiete ging habe ich mich gewundert, dass Ihr als Berliner nicht auf den nahegelegenen Oderbruch gekommen seit. Das sind über 900km2 intensiv genutzter, ehemaliger Sumpf am Stück. Natürlich müsste man da auch klären, was mit den Menschen passieren soll, die heute dort leben.

    77. Hallo ihr beiden,
      immer wenn es um Ängste von AfD-Wählern geht, macht ihr es euch aus meiner Sicht zu leicht. Ich unterhalte mich oft mit meiner Partnerin (wir sind beide Anfang 20) über das Thema. Kurz zur Einordnung: Wir verorten uns politisch eigentlich Mitte-links und leben in Berlin.
      Leider muss sie immer wieder die Erfahrung machen, dass unter zumindest augenscheinlichen Migranten ein deutlich offensiverer, bedrohlicherer Sexismus herrscht. Es passiert schon fast regelmäßig, dass sie auch auf offener Straße belästigt wird. Meistens passiert das verbal und bewegt sich damit unter der Schwelle der Strafbarkeit, sodass wir nicht glauben, dass Anzeigen helfen würden (und deshalb tauchen diese Dinge auch nicht in der Kriminalstatistik auf). Aber so entstehen insbesondere für sie deutlich wahrnehmbare Angsträume in der Öffentlichkeit. Vor allem abends. In 9 von 10 Fällen sind die Täter wie gesagt augenscheinlich Migranten. Ihre Freundinnen machen ähnliche Erfahrungen.
      Klar, auch wir wünschen uns, dass es anders wäre – um eben Rassisten wie der AfD kein Futter zu geben. Aber es ist eben eine von ihr wahrgenommene Realität, wo es nicht hilft, wenn diese Themen in der Öffentlichkeit – so wie gerade wieder bei euch – etwa mit Verweis auf die Kriminalstatistik abgetan werden.

      Und klar, Sexismus gibt es auch viel zu häufig bei “Biodeutschen”. Mein Eindruck ist aber, dass er unter Migranten eben offensiver ist. Dass viele von ihnen auch in der Öffentlichkeit ein Nein nicht verstehen und sie dann weiterverfolgen. Zumindest ihren Erfahrungen nach machen deutsche Suffgruppen nach dem ersten Nein in der Öffentlichkeit die Biege.

      Ich habe das Gefühl, dass das mit dem Phänomen des Antisemitismus vergleichbar ist. Den gibt es sowohl bei “Biodeutschen” als auch Migranten. Und die Deutschen haben natürlich mit Auschwitz die totale Barbarei zu verantworten. Aber mein Eindruck ist, dass Antisemitismus heute unter Biodeutschen eher als sekundärer Antisemitismus daherkommt (“KZ Gaza”, “Zionisten sind die geheime Macht”), während er bei insbesondere arabischen Migranten als eliminatorischer Antisemitismus auftritt (“Israel gehört ausgelöscht”).
      Also kurzum: “Biodeutsche” sind in sehr vielen Punkten diskriminierend unterwegs, nach unserer Erfahrung kommen einige Diskriminierungsformen unter Migranten aber in verschärfter Weise zum Tragen.

      Ich hoffe auf eine sachliche Diskussion ohne rassistische Hetze und wollte euch mit diesem Beitrag mal eine Perspektive nahelegen, die mir als Mann selbst neu war, als ich meine Partnerin kennengelernt habe. Vielleicht kann man sowas ja auch mal mit einem Gast in der Sendung besprechen. Mir fallen da zum Beispiel Seyran Ates oder Ahmad Mansour ein.

      • 2. Dezember 2019 um 12:14 Uhr
        Matthias Kutscher

        Unterschätzt den Sexismus bei Deutschen nicht …. häusliche Gewalt ist bei uns seit jeher Gang und Gäbe :( Nur nicht in der öffentlichen Wahrnehmung.

        Eine Freundin ist deswegen schon zur Polizei gegangen mit Nachweisen von Notaufnahmediagnosen … und wurde wieder heimgeschickt mit “hör halt mehr auf ihn”

      • Ich denke es steht ausser Frage, dass Kultur dem steten Wandel unterliegt. Als James Bond in den 60ern eine Frau vergewaltigt, wurde das mit witziger und romantischer dargestellt. James Bond galt als Held und prägte mit, was eine ganze Generation als cool/erstrebenswert wahr nehmen sollte.

        Alice Schwarzer war eine Ikone des deutschen Feminismus, heute gilt sie eher als Feindin des Feminismus. Forderungen die in der gesellschaftlichen Realität der 70er als revolutionär galt, sind in der heutigen gesellschaftlichen Realität nun mal oppressiv.

        Bemessen werden kulturelle Ansichten immer in Relation zum Milieu, in dem man sich aktuell bewegt. Wenn ein Milieu z.B. ein ganzes Berliner Viertel, aufgrund schwerwiegend fehlerhafter Integrationspolitik, von der den drum herum liegenden Viertel kulturell isoliert wird, dann bremst dies die kulturelle progression lokal aus.

        Diese Isolation zu vergrößern, so wie die AfD dies fordert, würde den Effekt noch verstärken.

        Schizophrenerweise möchte die AfD aber gleichzeitig unseren kulturellen Fortschritt rückgängig machen. Das was heute als “toxische Männlichkeit” bezeichnet wird, ist das selbe, was vor zehn Jahren noch als “Männlichkeit” bezeichnet wurde. Die AfD geht genau wieder in dieses alte gesellschaftsbild zurück, wo Männlichkeit gleichgesetzt wird mit Gewalt und Aggression.

        Höcke: “Wir müssen unsere Männlichkeit wieder entdecken, denn nur wenn wir unsere Männlichkeit wieder entdecken, werden wir mannhaft. Und nur wenn wir mannhaft werden, werden wir wehrhaft. Und wir müssen wehrhaft werden, liebe Freunde.”

        – Die AfD ist gegen kulturellen Fortschritt, und kämpft auf subversive Weise dafür, ein veraltetes Gesellschaftsbild wieder auferstehen zu lassen, in welchen Frauen zurück in die Passivität drängt. Penismenschen sollen die Gesellschaft anführen und formen. Was dabei rauskommt, offenbart die Geschichte.

        ♥︎F

        _
        James Bond “romantic” rape scene:
        https://youtu.be/9pjDCFWXnMY

        Zusammenfassung von Anti-Integrationspolitik
        https://youtu.be/zNEck4yBj_4?t=269

        AfD Abgeordneter über “Männlichkeit” (= toxische Männlichkeit)
        https://youtu.be/dvFJiPv93gc

      • Hallo Robert,

        die Wahrnehmungen müssen nicht falsch sein, aber in jedem Fall verzerrt und ich teile insbesondere manche Einschätzungen/Schlussfolgerungen nicht.

        Im Grunde genommen ist es doch ziemlich einfach: Eine Hautfarbe macht einen nicht automatisch zu einem schlechteren Menschen. Sondern, es ist die Gesellschaft, die Menschen mit anderer Hautfarbe/Religion/etc. diskriminiert, also ausgrenzt und das Gefühl das daraus erwächst, dass sich diese Menschen nicht als Teil dieser Gesellschaft verstehen. Wenn man das Experiment dann immer weiterlaufen lässt, wachsen Parallelgesellschaften. Das mit Diskriminierung und manche nicht die gleichen Werte teilen (wobei ich bezweifeln möchte, dass man “Biodeutschen” überhaupt gleiche Werte zuordnen könnte), vllt sogar gewalttätig werden ist eine Gefahr. Es hat aber wie gesagt erstmal nichts mit der Eigenschaft zu tun, dass jemand anders aussieht.

        Ich sehe es als Pflicht aller die das Glück haben mit wenig Problemen zu kämpfen zu haben (z. B. weiße Haut, stabiles Elternhaus, Bildung, Gesundheit, …) sich nicht darauf auszuruhen, sondern es der Gesellschaft zurückzugeben. Es ist klar, dass ich nicht meine, dass man mit demjenigen Freundschaft schließen muss, der einen gerade sexistisch beleidigt. Dennoch, jeder von uns ist verantwortlich für die Gesellschaft in der wir leben und das Philosophieren darüber, dass/ob sog. Menschen mit Migrationshintergrund evtl. eher dazu neigen würden sexistisch oder gewalttätig zu sein bringt uns nicht weiter zu einem neuen WIR-Gefühl, es ist sogar kontraproduktiv.

        Das bringt jetzt natürlich erst mal nicht in dem akuten Zustand in dem deine Freundin ist. Evlt. liegt es an der Gegend die einfach gefährlicher ist, evtl. kann man erwirken, dass die Polizeipräsenz höher ausfällt oder man muss wohl oder übel mal mit dem Taxi fahren. Sie könnte Selbstverteidigungskurse besuchen oder Pfefferspray mitnehmen um sich sicherer zu fühlen.

        • Danke für die vielen sachlichen Antworten hier! Dass Menschen mit nicht weißer Hautfarbe keine schlechteren sind, ist klar. Aber unser Eindruck ist aufgrund der oben geschilderten Erfahrungen, dass Männer speziell aus dem arabischen Kulturraum eben mit einem heftigen Sexismus sozialisiert werden und es schwer ist, hier in Deutschland wirklich effektiv korrigierend in diesen Punkt einzugreifen.
          Das mit der höheren Polizeipräsenz stimmt und ist da eine aus unserer Sicht wichtige Forderung an die Politik. In München zB hat man trotz Großstadt ein ganz anderes Sicherheitsgefühl als in Berlin. Da ist das Law&Order mal zu was gut..

        • Niemand wird als Sexist geboren. Das passiert durch das Umfeld. Bei “Biodeutschen” war das die Kirche, die aber für Jüngere nicht mehr so prägend war wie für die Älteren. Der Islam ist hingegen auch für viele jüngere Menschen mit Migrationshintergrund prägend gewesen. Und wie sexistisch diese Religion ist, haben die letzten 40 Jahre im Iran bewiesen.

          Natürlich ist das kein Grund die ebenso sexistische AfD zu wählen, aber es wird schwierig junge Frauen für linke Parteien zu begeistern, wenn diese die Gefahren des Islam verharmlosen und Sexismus als Charakterschwäche einiger Männer abtun. Natürlich sollte man nicht vergessen, dass die Katholische Kirche nicht viel besser ist, aber welcher junge Mann richtet sein Leben noch danach aus? Deutschland ist anders als beispielsweise die arabischen Staaten in den letzten 40 Jahren deutlich toleranter geworden.

          • Wie du selbst sagst, Christen wären demnach pädophil oder würden zumindest dazu neigen. Du übersiehst dabei den Unterschied zwischen Religion und Kirche. Zudem, Einzelbeispiele (Iran – was man bereits als schlechtes Beispiel bezeichnen kann) beweisen keinen Zusammenhang. Was zu einem Fehler führt: Korrelation ist nicht automatisch eine Kausalität (https://www.crashkurs-statistik.de/korrelation-und-kausalitaet/). Vielleicht sollten wir anfangen mehr mit Muslimen zu reden, anstatt dass wir über sie reden. ;)

          • Ok, also hat der Islam kein Problem mit seinem Frauenbild oder Gleichberechtigung.
            Es gibt keine kulturellen Unterschiede.

            Iran, Saudi-Arabien, Afghanistan, Marokko, alles zufällige Einzelbeispiele.
            Verurteilungen von Ehebrecherinnen zum Tod durch Steinigung, basierend auf der Sharia, haben ebenfalls nichts mit irgendwas zu tun.

            Du tust so, als wäre die katholische Kirche nicht für Hexenverbrennungen verantwortlich gewesen, weil Jesus sagt, liebe deinen nächsten wie dich selbst.

        • Sehr unbefriedigende Antwort. Und voller WhatAboutism.

          Es wird ein Problem beschrieben und statt darauf einzugehen wird unterstellt, man wäre womöglich zu der Schlussfolgerung gekommen, dass die Hautfarbe einen schlechten Menschen ausmacht.

          Und es folgt Meta-Victim Shaming, denn Schuld daran, dass die Frau “auf offener Straße belästigt wird”, “In 9 von 10 Fällen sind die Täter wie gesagt augenscheinlich Migranten”, hat die Gesellschaft, die nicht richtig integriert hat.

          Als Lösung dann, Pfefferspray oder Taxi fahren. In der Liste fehlt noch, sich züchtig anziehen…
          Solche Vorschläge laufen auf wegziehen hinaus, was das Problem am Ende verschlimmert.

          Oder vielleicht ist es ja die Gegend?
          Soll das heißen, dass da jeder Mensch, egal wie er sozialisiert wurde und welches Frauenbild er hat, sich irgendwann so verhalten wird? Ist Berlin auf einem alten Chauvinisten Friedhof erbaut worden?

          • Sehr konstruktive Ergänzung. Vielen Dank!

          • Und nun? Das ursprüngliche Problem hast du leider auch nicht adressiert.
            Was kann man Menschen raten, die ständig Stress mit $ethnischeGruppe haben und nicht rassistisch werden wollen?
            Bin leider auch planlos.

          • Du bist hier der einzige, der das so wahrnimmt bzw. es auch so schreibt. Du hast mich falsch wiedergegeben und sehr wahrscheinlich auch nicht den gesamt Text gelesen.
            Ich find irgendwie lustig, dass du sagst ich würde unterstellen und nicht auf die Probleme eingehen ^^ und dabei bist du es selbst der genau das tut.

          • [quote]Im Grunde genommen ist es doch ziemlich einfach: Eine Hautfarbe macht einen nicht automatisch zu einem schlechteren Menschen. Sondern, es ist die Gesellschaft, die Menschen mit anderer Hautfarbe/Religion/etc. diskriminiert, also ausgrenzt und das Gefühl das daraus erwächst, dass sich diese Menschen nicht als Teil dieser Gesellschaft verstehen. Wenn man das Experiment dann immer weiterlaufen lässt, wachsen Parallelgesellschaften. Das mit Diskriminierung und manche nicht die gleichen Werte teilen (wobei ich bezweifeln möchte, dass man “Biodeutschen” überhaupt gleiche Werte zuordnen könnte), vllt sogar gewalttätig werden ist eine Gefahr. Es hat aber wie gesagt erstmal nichts mit der Eigenschaft zu tun, dass jemand anders aussieht.[/quote]

            Also ich lese hier deine Erklärung, wie aus Diskriminierung auf Grund von Aussehen Ausgrenzung wird, die dann in Gewalt umschlagen kann. Und am Ende der Hinweis, dass das nichts mit dem Aussehen zu tun hat.
            Dem stimme ich grundsätzlich zu, der Hinweis am Ende ergibt aber nur Sinn, wenn du glaubst, dass das jemand denkt. Und nahe liegen tut, dass du es über den denkst, dem du antwortest. Kann ich auch falsch verstanden haben.

            Natürlich habe ich auch keinen Quick-Fix parat, denn den gibt es nicht. Was hilft? Wir müssen uns alle an die Nase fassen und Zivilcourage zeigen, wenn wir so ein Benehmen erleben (egal von ob von “Biodeutschen” oder sonst wem). Es braucht mehr Polizeipräsenz, die auch eingreift. Mehr Sozialarbeiter, die bei jugendlichen das Verhalten mit deren Eltern besprechen können. Mehr Austausch zwischen den Menschen, durch Nachbarschaftsprojekte, damit man sich kennenlernt. Es muss verhindert werden, dass Stadtteile sich isolieren, Multi-Kulti funktioniert nicht durch Ghetto-Bildung.

    78. Ob die SPD sich einen Gefallen getan hat mit dem Mitgliederentscheid? Ich möchte es hoffen, aber Zweifel bleiben. Dass nur etwa die Hälfte der Stimmberechtigten überhaupt entschieden hat, sollte zu denken geben. Ich glaube nicht, dass denen die Zukunft der SPD gleichgültig ist, aber wahrscheinlich haben sie nicht den Eindruck, dass es von Personen abhängig ist, ob die SPD sich durchsetzen kann oder nicht. Alles in allem traue ich einem Parteitag in solchen Fragen die größere Weisheit zu. Mein Eindruck ist, dass die SPD die entscheidende Frage immer noch nicht stellt: Ob alle bereit sind, einander zu ertragen, weil man ein gemeinsames Ziel hat. Solange die Frage, wer recht hat, wichtiger ist als die Frage, ob und wie man sich durchsetzt, wird das nichts, fürchte ich. Dennoch wünsche ich der neuen SPD-Führung eine glückliche Hand, denn diese Demokratie braucht die SozialdemokratInnen – und vielleicht gelingt es ihr, das Bewusstsein dafür zu stärken.

    79. Hallo,

      ich finde es spannend, dass ihr mit dem deutschen Banksystem so auf Kriegsfuß steht. Habe gerade mal geschaut, ob ich euch Geld schicken kann. Und siehe da: DKB und eine Sparkasse nehmen das ganze sogar IBAN-Only an. Über eine Drittanbieter App (Finanzblick) muss man noch die BIC angeben. Das ist etwas mehr Aufwand, aber nicht tragisch.
      Aber ist das ggf. ein Knackpunkt, dass viele es mittlerweile gewohnt sind, keine BIC mehr einzugeben, und dann mit Überweisungen ins EU-Ausland scheitern? Es gibt auch IBANs zu denen sich die BIC nicht automatisch ermitteln lässt.

      Grüße
      Dominik

      • Ob sich die BIC aus der IBAN ergibt, hängt an der IBAN, daher liegt der Hase hier nicht begraben. Die IBANs von BUNQ (dem Anbieter bei dem die guten Herren sind) lassen sich umrechnen.

      • Hallo,

        ich habe soeben auch zwei Spenden von verschiedenen Banken überwiesen (Degussa Bank und Comdirect). Bei beiden war die Überweisung kein Problem, allerdings gibt es bei beiden auch separate “Tabs” für Inland- und Ausland-Überweisungen. Das hatte ich zunächst übersehen und es mit der “Inlands-Überweisung” probiert, wobei dann bei Eingabe der IBAN die Fehlermeldung kam, dass ich eine gültige deutsche IBAN eingeben muss. Da dachte ich schon meine Bank diskriminiert mich… ;-)
        Vielleicht sollte man nochmal kurz darauf hinweisen dass es hier ggfs. auch nur unterschiedliche Formulare/Tabs gibt. Das ist ja noch alles okay…

    80. Rechtsform der LdN

      Beim Durchführen des LdN IBAN Tests und parallelem Anmelden für das LdN + Abo ist mir aufgefallen, dass die LdN mir gegenüber in zwei unterschiedlichen Rechtsformen aufgetreten ist.

      Auf der Überweisungsübersicht firmiert ihr als “Lage der Nation GmbH & Co. KG”* ; auf der Rechnung für das LdN + Abo als “Lage der Nation GbR”.

      An dieser Stelle die kurze Nachfrage: Was hat es damit auf sich ?

      VG aus dem ICE WLAN der DB zwischen HH und DUS ;-)

      *Quelle: https://www.kuechenstud.io/lagedernation/ueberweisen/

      • Formwechsel, evtl ist das noch nicht überall geändert … pardon.

        • Zu den Bauernprotesten

          Ich wohne seit 10 Jahren in der Schweiz und die Arbeit im primären Erwerbssektor wird hierzulande deutlich höher angesehen als in Deutschlnad. Auf dem Land natürlich nochmal mehr als in der Stadt, aber auch in der Stadt greifen die meisten Käufer zum teureren Produkt, wenn es dafür aus der Region und nachhaltiger Produktion kommt.

          Allgemein hat Nahrung eine höhere Gewichtung. Ich kenne wenige Schweizer, die sich statt hochwertigen Essen einen BMW leisten würden. Klar, desto knapper das Monatsbudget, desto wahrscheinlicher ist auch ein Einkauf in Aldi oder Lidl, aber die Marktmacht von Coop und Migros spricht schon deutliche Worte. Vermutlich würde in Deutschland eine höhere Gewichtung von Essen vs andere Bedürfnisse auch für höheres Ansehen gegenüber den Bauern sorgen.

          Wenn der Landwirt merkt, dass Qualität gewünscht ist, wird er auch Qualität liefern.
          Wenn aber die Grüne Welle weiterhin in Aldi das billig-vegane Essen aus Neuseeland einkaufen wird, geht er im Gegenzug auf die Strasse.

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.