LdN116 Kohleausstieg, Diesel-Nachrüstung, INF-Kündigung, US-Wahlkampf, Bischofssynode in Rom

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76 Kommentare

  1. Selbst für meinen 30 Jahre alten, mechanischen Vorkammerdiesel gibt es eine Nachrüstung für die grüne Plakette mit Harnstoffeinspritzung.
    Das kostet am freien Markt 2000 Euro.
    Da kann mir keiner erzählen, dass man einen modernen Diesel nicht nachrüsten kann. Wenn die Hersteller das in großen Mengen abnehmen muss das doch viel günstiger werden.

  2. Betr.: Katholische Kirche

    Ich war ziemlich erstaunt darüber, wie leichtfertig Ulf den Hinweis, es gebe laut Studien keinen klaren Zusammenhang zwischen Zölibat und Missbrauch mit der Bemerkung weggewischt hat, dieser Zusammenhang klinge für ihn “einfach wahnsinnig plausibel”.

    Empirische Wissenschaften/ Studien gibt es schließlich genau deshalb, weil nicht alles, was sich “wahnsinnig plausibel” anhört, deswegen auch schon stimmt.

    Ich würde den Zölibat da erst mal raus lassen. Der entscheidende Punkt (der für mein Gefühl in dem Gespräch zu kurz kam), ist doch: Die Kirche muss alle (!) Missbrauchsfälle, von denen sie weiß, unverzüglich (!) den staatlichen Strafverfolgungsbehörden melden. Die haben das nicht intern zu regeln. Wir leben schließlich nicht mehr im Mittelalter.

  3. Themenvorschlag für LdN117:

    Neue Klimaklage – drei Bauernfamilien klagen gegen die Bundesregierung wegen verpasster Klimaziele 2020 (Beispiellink: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klima-klage-gegen-bundesregierung-a-1235300.html)

    Hier wäre Ulf’s Einschätzung unheimlich interessant. Zum Thema Klimaschutz einklagen: In den Niederlanden war eine Klimaklage vor wenigen Jahren erfolgreich (Urgenda). Aktuell läuft eine Klimaklage auf EU-Ebene, an der auch Menschen aus Deutschland beteiligt sind.

    Nicht im Podcast angesprochen, obwohl es wichtig war: EU Parlament beschließt Verbot von Einweg-Plastik und Mikroplastik in menschlichem Stuhl nachgewiesen.

  4. Hallo,

    mir ist fast der Kaffee im Halse stecken geblieben als ihr allen ernstes in den Raum stellt, dass Trump eine direkte Mitschuld an den versuchten Briefbombenanschlägen eines verrückten Terroristen in den USA trägt. Mir ist bewusst, dass es stets ein leichtes ist auf den geliebt-gehassten Trump-Train aufzuspringen, aber das ist echt allerbilligste Rhetorik, aus meiner Sicht. Wenn Afdler Kanzlerin Merkel eine Mitschuld an Terroranschlägen auf deutschem Boden zutragen ist der Aufschrei riesengroß, wie könne man nur so eine haltlose Behauptung treffen. Warum bedient ihr euch der gleichen Logik und Rhetorik?

    • Hör die Stelle bitte noch einmal: Du hast offenbar missverstanden, was wir sagen, denn es ist alles andere als dieselbe Logik/Rhetorik.

  5. Sehr geehrte Herren Banse und Buermeyer,
    Die in der letzten Folge im Rahmen des Feedbacks erfolgte einseitig positive Beurteilung (tolle Beschleunigung, tolles Fahrgefühl, praktisch nur Vorteile) der e Mobilität kann mE so nicht stehengelassen werden. Zur “Umweltfreundlichkeit” empfehle ich jedem den ZDF Beitrag der Serie “Planet E – Der wahre Preis der Elektroautos.” Auch die Entsorgung von Batterien wird sehr schnell große Probleme machen. Darüber hinaus sind lt Tesla zum Löschen eines in Brand geratenen Tesla bis zu ca 20 Kubikmeter (!!) Wasser erforderlich und es ist überhaupt nicht klar, was in einem solchen Fall mit den aus den Batterien ausgewaschenen Stoffen, die dann unweigerlich in den Boden gelangen, passiert. Noch ist ein solches Ereignis eine absolute Rarität, aber mit zunehmender Zahl der e Autos werden auch solche Ereignisse deutlich wahrscheinlicher. Vollkommen unbestritten machen Verbrennungsantriebe massive Probleme, aber für eine Beurteilung, dass e Autos den völlig nachteilslosen Ausweg aus dieser Misere darstellen, gibt es nach jetzigem Kenntnis- und Entwicklungsstand mE keinerlei Rechtfertigung.
    Beste Grüße
    WK

    • Wenn jemand den “völlig nachteilslosen Ausweg” sucht, dann darf man gar nichts unternehmen. Jede menschliche Unternehmung bringt auch Nachteile. Aber ich denke die große Richtung muß stimmen und deshalb muß die Menschheit langfristig aus der Verbrennung fossiler Kraftstoffe aussteigen.
      Was noch nicht mal bedeutet, dass der Verbenner ganz verschwinden muß. Man kann sich bei Verkehrsantrieben auch gut eine größere Diversität vorstellen. Da fahren dann typischen Stadtfahrzeuge eben elektrisch. Batterien werden recycelt und somit das Rohstoffproblem reduziert. Rettungsdienste und Feuerwehren müssen sich eben auf Elektroautos einstellen und effiziente Löschtechniken entwicklen (hat ja bei Verbrennern auch funktioniert).
      Und Langstreckenfahrzeuge fahren eben mit Wasserstoff und Brennstoffzellen oder eben immer noch mit Verbrennern, welche mit Kraftstoffe betrieben werden, deren langkettige Kohlenwasserstoffe aus dem CO2 der Luft hergestellt worden sind (oder aus Abfallprodukten von Lebensmittelpflanzen). Natürlich darf für die Herstellung der Kraftstoffe nur erneuerbare Energie verwendet werden, aber Meeresflächen und Wüsten gibt es ja genug. Und ich hab zwar keine Ahnung ob jetzt Tesla langfristig überleben wird oder nicht, aber zumindest haben sie den Mut was neues zu wagen und sind nicht so zögerlich und von Bedenkenträgern durchsetzt, wie die meisten europäischen Hertseller.

    • “Darüber hinaus sind lt Tesla zum Löschen eines in Brand geratenen Tesla bis zu ca 20 Kubikmeter (!!) Wasser erforderlich”

      Achso. Ja dann lassen wir das lieber. Ich mein, es sterben halt tausende Menschen an Abgasen und das Klima kollabiert, aber ich mein… 20 Kubikmeter (!!) Wasser!!!!!!!!!!111!!1Elf.

      “und es ist überhaupt nicht klar, was in einem solchen Fall mit den aus den Batterien ausgewaschenen Stoffen, die dann unweigerlich in den Boden gelangen, passiert”

      Genau, weil Benzin, das in den Boden kommt ja total unproblematisch ist…

      Sorry für die Polemik, aber man kann auch einzelne so schlechte Argumente bringen, dass die anderen – vermutlich legitimen – Argumente in den Hintergrund geraten…

      • Ist halt leider wirklich nur Polemik., schade. Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass man die Elektrotechnik nicht weiterverfolgen soll. Meine Äußerungen gingen lediglich dahin, dass diese DERZEIT noch nicht wie suggeriert ein problemlose Alternative darstellt. Außerdem habe ich ausdrücklich gesagt, dass es mit der Verbrennungstechnik massive Probleme gibt.

    • Wolfgang hat schon einen wunden Punkt der Elektromobilität getroffen. Die Bodenverschmutzung ist dabei sicher eher unkritisch, aber 20 m³ Wasser auf ein Hochvoltsystem zu schütten sollte man trotzdem vermeiden ;-) Damit will ich sagen, bei flächendeckender Elektromobilität muss man sich zwangsläufig über solche “Kleinigkeiten” wie Rettung, Löschen oder auch Reparatur und Instandhaltung Gedanken machen. Ich weiß aus eigener Tätigkeit, dass vor allem das Crashthema bei E-Fahrzeugen extrem kritisch ist. Ein konventioneller Tank wird beim Unfall halt etwas beulen und im schlimmsten Fall leck (die Holloywood-Darstellung des Mega-Feuerballs ist eher unrealistisch). Batteriesysteme, die zudem noch viel größere Teile der Karosserie einnehmen, müssen aufgrund der inzwischen hohen Spannungen und der Gefahr einer Spontanentladung viel aufwendiger vor Crash-Lasten oder eindringenden Körpern geschützt werden. Das führt zu deutlich höheren Massen der Fahrzeuge, höheren Antriebsleistungen wegen der gewünschten Fahrdynamik und damit sinkt der Gesamtwirkungsgrad immer weiter.

      Ulf hat ja so begeistert vom i3 berichtet. Bei meinem letzten Versuch mit der Kiste und 2 weiteren Personen von Dresden nach Chemnitz (~80 km bei 10 Grad Außentemperatur) zu fahren, mussten wir nach 50 km den RangeExtender anwerfen, weil ein Erreichen des Ziels mit einer Geschwindigkeit >100 kmh nicht mehr möglich war :-) Wegen fehlender Lademöglichkeit, die Rückfahrt dann nur noch fossil. Die Kohlefaserstruktur der Karosserie führt dazu, dass der i3 (lt. Marketing) einen CO2-Footprint hat, der nach ca. 200.000 km den break even erreicht. Das heißt, bei einer täglichen Fahrleistung von 100 km muss das Fahrzeug 5,5 Jahre ununterbrochen fahren um erst mal seinen CO2-Rückstand gegenüber einem konventionellen Verbrenner aufzuholen. Bei der aktuellen Diskussion über Dieselmotoren würde man hier jetzt hören, dass es bis dahin die Umwelt verpestet. Sehr zum schmunzeln war auch die Begeisterung über die “wahnsinnige Beschleunigung” der E-Fahrzeuge. Laut Datenblatt ist der i3 mit rund 7 Sekunden allerdings hier auch nicht besser als ein normaler z.B. Passat. Was Ulf sicher erstaunt hat ist, dass im Gegensatz zum Verbrenner beim E-Motor (fast) das volle Drehmoment bereits im Stand verfügbar ist. Da hat man halt den Eindruck einer starken Beschleunigung. Faktisch muss dann aber die maximal Beschleunigung von Verbrennern höher sein, denn die “verschlafen” ja die ersten Sekunden.

      Matthias hat das endlich mal richtig dargestellt. Die Elektromobilität wird nicht die alleinige Lösung sein! Sie wird wahrscheinlich kurzfristig sogar noch zu einer deutlichen Zunahme von Fahrzeugen führen, denn die aktuellen Angebote am Markt sind kaum in der Lage die Gesamtheit der Bedürfnisse eines normalen Nutzers abzudecken und die meisten Leute werden entweder zu faul oder finanziell nicht in der Lage sein, für jeden Nutzungsfall eine eigene Mobiltätslösung vorzuhalten oder zu organisieren. Diese Realität macht die E-Mobilität einfach für meine normalen Nutzungsszenarien derzeit nicht relevant. Und solange das bei einer Vielzahl von Menschen ähnlich ist, führt ein öffentlich einseitiges und tw. mit falschen Argumenten geführtes Herbeireden der “reinen Lehre” dazu, dass die Leute frustriert sind und sich agitiert bzw. bevormundet fühlen.

  6. Hi Philip und Ulf,
    war wie immer ein interessanter Podcast. Ich hab’ aber eine kleine Anmerkung zu den Migranten Tracks in Mexiko. Woher habt ihr die Infos, dass dort viele Menschen aus Südamerika stammen?
    Ich denke, die meisten Menschen dort stammen aus Zentralamerika, überwiegend Honduras, Guatemale und El Salvador. siehe zB.: https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-10/usa-militaer-soldaten-mexiko-grenze-fluechtlinge-donald-trump (kann euch gerne auch einige spanisch sprachige Quellen schicken).
    Ihr habt in der Lage auch die Länder Kolumbien und Ecuador genannt. Mir ist nicht bekannt warum aktuell Menschen aus Kolumbien fliehen sollten. Seit dem Ende der Farc kehren dort eher Menschen zurück und das Land erlebt gerade eine kleine Blüte. Außerdem nimmt es gerade selbst viele Migranten aus Venezuela auf ( https://www.deutschlandfunk.de/fluechtlingskrise-in-lateinamerika-tausende-venezolaner.1773.de.html?dram:article_id=420415 ). Und auch bei Ecuador glaube ich, dass das Land gerade mehr Menschen aufnimmt (auch aus Venezuela), wie Menschen hat die das Land verlassen wollen (dazu habe ich aber keine Infos gefunden). Das einzige Land Südamerikas aus dem gerade eine große Flucht statt findet ist Venezuela. Aber ich denke, dass selbst Venezuela etwas zu weit weg von Nordamerika (Mexiko, USA) ist, als dass Menschen dorthin zu Fuß oder per Schlauchboot fliehen könnten. Wenn Südamerikaner in die USA migrieren, dann meist legal und mit Visa und Flugzeug. Die armen Menschen an der Grenze, die über den Zaun/Mauer springen kommen eigentlich meist aus dem direkten Einflußbereich der USA also Nordamerika und Zentralamerika.
    VG Matthias

  7. Sehr geehrter Hr. Banse & Hr. Buermeyer,
    bezüglich dem langsamen Umstieg der deutschen Automobilindustrie auf Elektroautos liegt meine Meinung nach (Quellen unten) an einigen Faktoren. Einerseits natürlich gehen durch den Umstieg Arbeitsplätze verloren, da die Herstellung von e-Autos weniger Arbeiter benötigen als eine normale Produktion und somit die Autoindustrie weniger Einfluss haben. Da die Industrie aber meist nicht auf Arbeitsplatzverluste achten ein wichtigerer und für die Industrie wichtigerer Punkt: Elektroautos sind “störungsunanfälliger” als Benziner- oder Dieselautos und man kann somit weniger Gewinn erwirtschaften. In der Kfz-Branche wird ein Großteil des Umsatzes und somit auch Gewinnes mit den Service und Werkstattgeschäften gemacht: In Zahlen 20% Anteil am gesamten Umsatz der Kfz-Branche nämlich 30,2 Milliarden.

    Quellen:
    https://www.welt.de/motor/article137816461/Geschaeft-mit-Autoersatzteilen-ist-der-grosse-Renner.html
    https://ecomento.de/2017/10/23/anzahl-der-werkstaetten-wird-wegen-elektroautos-sinken/
    https://www.boeckler.de/pdf/p_study_hbs_370.pdf (Abbildung 4/Seite 21)

  8. Sehr geehrter Hr. Banse und Hr. Buermeyer,

    bezüglich der Frage warum die deutschen Autokonzerne sich nicht vollständig oder stärker mit der E-Mobilität befassen hängt, meiner Meinung nach (Quellen unten) auch damit zusammen, dass nach wie vor das “Torschlagargument” der Arbeitsplätze und damit Einfluss auf die Politik eine wichtige Rolle spielen. Ein für den Konzern, aber viel wichtigerer und entscheidender Punkt ist, dass ein großer Teil des Umsatzes und auch Gewinnes nicht an dem Auto an sich, sondern auch vor allem durch Reparaturen und Werkstattkosten erwirtschaftet. So hat dieser einen Anteil von ~20% am gesamten Umsatz des Kfz-Gewerbes.

    Quellen:
    https://www.deutschlandfunk.de/kostenvergleich-zu-verbrennern-e-autos-in-der-summe-immer.772.de.html?dram:article_id=401961
    https://ecomento.de/2017/10/23/anzahl-der-werkstaetten-wird-wegen-elektroautos-sinken/
    https://www.welt.de/motor/article137816461/Geschaeft-mit-Autoersatzteilen-ist-der-grosse-Renner.html
    https://www.boeckler.de/pdf/p_study_hbs_370.pdf (Abbildung 4/Seite 21)

  9. 29. Oktober 2018 um 7:35 Uhr
    Hans-Helmut Junge

    Sehr geehrter Herr Banse, sehr geehrter Herr Buermeyer,

    die Tageszeitung Neues Deutschland als Propagandaorgan des Kremls zu bezeichnen ( Interview mit Ralf Fücks) ist schon ein starkes Stück und sollte nicht unwidersprochen stehen bleiben. Der Herr ist wohl im kalten Krieg stecken geblieben.

    Ansonsten gibt es von mir ein großes Danke für ihre Sendungen. Naja meistens.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans-Helmut

    • Ja, das ist wirklich ne bodenlose Frechheit! Ist es doch vor allem die ND, welche in ihren Artikeln Themen bringt, die in der neoliberalen Mainstreampresse von Springer & Co nicht beachtet werden.

    • Hi, ich schliesse mich da auch ausdrücklich an.
      Zudem lasst ihr diesen “Experten” viel zu leicht davonkommen, ich hätte doch ein paar kritische Nachfragen zu diesem schwachen einseitigen Vortrag erwartet…
      Zuallererst: Es geht um im Vertrag NICHT um Atomwaffen
      Es gaht darin um Mittelstreckenraketen, deren Abschussvorrichtungen und deren Entwicklung

      Geht gleich gut los…(alle Zitate sinngemäss, aber nah am Wortlaut, ich versuche nicht zu überspitzen)

      “China scheint auch ein wichtiges Ziel von Trump zu sein, die haben inzwischen massiv nuklear aufgerüstet”
      Aha. Deswegen ist das jetzt gut, dass Trump den Vertrag (betreffend u.A. Mittelstreckenraketen) kündigt, oder doch nicht?
      Wird damit jetzt ein Wettrüsten verhindert?
      Damit man China mit an Bord eines neuen Vertrags holen kann?
      So wie vorher beim Alten auch nicht?
      Wieso gehts auf einmal um Atomwaffen?
      Ich checks nicht.

      Und überhaupt: darum geht es auch gar nicht in dem Vertrag.
      Ihr habt es doch selbst am Beginn des Beitrags vorgelesen:
      ________________

      “…Verbot von Raketen und deren Trägersystemen, die atomar bestückbar sind”
      _______________

      Der Originaltext ist noch weitreichender, und beinhaltet auch die Abschussvorrichtungen
      Daruter fallen eben auch diese MK-41 Abschussvorrichtungen, die die Russen auch schon vorher moniert haben.

      Und ab jetzt geht’s nur noch um Russland. Nicht China. Nicht Trumps Ausstieg aus dem IMF-Vertrag.
      Nicht darum, Wettrüsten zu verhindern. Nur Russland.

      “die MK-41-Abschussrampen..das sind Abfangraketen!”
      Äh, die Rampen sind was? Abfangraketen?
      Achso.Na dann. Übrigens, Wikipedia sagt:

      “Das Mk 41 VLS wird seit 1982 produziert und gilt als das aktuell
      flexibelste und leistungsfähigste System seiner Art. ”

      Da kann man alle möglichen Raketen reintun…

      “die USA haben immer erklärt, das richtet sich nicht gegen Russland, sondern gegen den Iran”

      ..auch Anti-IransRaketen-Raketen. Und Atomwaffen. Dat machen’se aber nich, ham se jesacht.

      “…daher sollten die Russen ja einfach mal aufn Besuch vorbeischauen und das inspizieren, zur Vertrauensbilung.”
      Is klar. Weil die Amerikaner und inbes. Trump bei nicht lügen würden.
      Ausserdem: siehe Vertragstext, nicht die Bewaffnung ist der Vertragsgegenstand.

      Ihr habt heute keine Lust auf offensichtliche Nachfragen, oder? :-D

      “Früher haben die Russen gesagt, es würde ihre nukleare Zweitschlagfähigkeit beeinflussen”
      Nunja, genau dieser Aspekt hat einen Atomkrieg während des kalten Krieges (vermutlich) verhindert..
      “Ich halte die (neue) Begründung für ein Ablenkungsmanöver”
      Naja,tolle Interpretation für die Änderung der Begründung der Russeni, aber: wovon denn Ablenken?
      Von ‘die Amerikaner haben angefangen’?

      “warnende Hinweise , dass die Russen Marschflugkörper entwickeln hat es ja schon unter der Obama geben…sehr handfeste Indizien…”
      Interessant, aber der Begriff “Marschflugkörper” betrifft auch die Raketen des Raketenabwehrschirms und die Tomahawk, siehe unten
      (‘die USA haben keine Mittelstreckenraketen’)
      Obama hat den Vertrag jedenfalls trotz dieser Indizien nicht kündigen wollen, also was soll jetzt der gute Grund dafür sein?
      Die Russen haben angefangen?

      “Wir haben schon fast ein ganzes Jahr verloren…aber die Schlafmützigkeit…die strategische Unentschlossenheit Europas”
      Verloren, um was zu tun? Aufrüsten? Mehr Krim-Style Sanktionen?
      “Konzertierte Aktionen”, wie z.B. riesige Nato-Manöver in Norwegen durchzuführen (die sich natürlich nicht gegen Russkland richten)?

      “Ausserdem ist die Zahl der Abschussrampen zu gering, um die Russen ernsthaft zu befrohen”
      Ernsthafte Bedrohung? Waren wir nicht nach Mittelstreckenraketen Verbot bei “atomaren, taktischen , bzw. Gefechtsfeld -waffen” und deren Drohpotential?
      Mit was wollte man denn dann “ernsthaft” drohen, wenn 2-3 minikleine-taktische-atombömbchen-per-tomahawk nicht auszureichen scheinen?
      Und überhaupt…was soll die Klarstellung. Damit bestägt der Mann doch, dass die Rampen umgewidmet werden können.

      “Russland hat, wenn es hart auf hart kommt die nukleare Überlegenheit in Europa”

      Meine Güte, jetzt dreht der kalte Krieger in ihm völlig durch.
      Also gut Herr “Experte”, was wäre dann jetzt die richtige Maßbnahme?
      Trumps Ausstieg aus dem INF-Vertrag?
      Selber aufrüsten, um gegenseiteitige Vernichtung zuzusichern?
      Na dann will ich doch hoffen, das der Amerikaner in diesem
      Nato-Bündnis-Fall kräftig zurück-atom-bombt, wenn noch was übrig ist.
      ‘S geht halt auch ums Prinzip.

      “Wenn der Kreml auf dem Balkan Krierg anfängt,
      IN DER LETZTEN PHASE DER RESTAURATION SEINES IMPERIUMS”
      und sie damit drohen, mit taktischen Atombomben zu schmeissen”

      Ernsthaft, Leute, spätestens hier hätte man mal ne kleine Nachfrage bzgl der Wortwahl stellen dürfen.

      “Die Amerikaner haben keine Mittelstreckenraketen”…präziser müsste es heißen: “vermutlich keine “ballistischen” Mittelstreckenraketen”
      Die Tomahawk hat 2500 km Reichweite und ist prinzipiell atomar bestückbar,
      dazu kommen unbemannte Stealth-drohnen, die noch n bisschen geiler sind
      Weiter unten schrieb jemand, dass die Tomahawks dann relativ leicht abzufangen wären…
      Nunja, davon, dass Tomahawks in grösserer Menge abgefangen wurde ist mir zwar nichts bekannt, aber selbst wenn:
      Für 1000 Raketen braucht man mindestens 1000 Abfangmaßbahmen, egal welcher Art.
      Mindestens. Und ausserdem gings ja um das atomare Abschreckungspotential.

      “Die Stationierung der Pershing Raketen hat ja ersten Vertrag überhaupt ermöglicht.”
      Also ganz klar: dringend aufrüsten. Am besten die “Helmut-Schmidt-Gedächtnis-Atomrakete” aus deutscher Produktion
      Vllt. wird verkauft sich die auch gut nach Saudi-Ar… ach nix.

      “Ich bin ja nicht nur Grüner.”
      Stimmt, das wär ja sonst peinlich..(?)
      “…auf die Mitgliedschaft beim Nato-thinktank (vorsicht, absdurd!), darauf leg’ ich grossen Wert”
      Das glaub ich gern. Spinner.

      Ich mag euren Podcast sehr, tolle Sendung! Sie ist unterhaltsam, hintergründig und eben meist kritisch.
      Egal, bei welchem Thema, zu allermeist kommen ein paar richtig kluge Fragen.
      Aber diesen Aussagen nicht mal im Nachgang ein wenig nachzuspüren, die Propaganda zu entlarven, die es nunmal ist,
      das erstaunt micht schon sehr.

      Kommt schon, sonst seit ihr viel besser :-D

      Gruss
      Sven

      • Du hast echt beeindruckend viel Lust, Kommentare zu tippen.
        (Kein inhaltliche Wertung, hab’s nicht gelesen.)

      • Wer weiß, vielleicht macht er das ja beruflich ;)

      • Hallo,

        finde es sehr schade das ihr überwiegend schlecht über Russland redet und Amerika durchkommen lasst. Warum ist Russland immer nur der Böse?

        Das Imperium ist Amerika wenn man sich die Militärbasen und Flugzeugträger anschaut und wo diese alles für Kriege eingesetzt werden.

        Es sollte immer um eine friedliche Lösung gehen und alle sollten am Frieden arbeiten.

        Schade das die Grünen zu kriegsunterstützern geworden sind.

        Naja für die Macht muss man seine Positionen aufgeben und schön machen was einem diktiert wird.

      • Hi Philip, Hi Ulf,

        bin großer Lage-Fan. Aber bei Eurem Beitrag über INF habe ich ebenfalls gedacht: Na ja, ob das tatsächlich so einfach ist, wie das klingt? Der Kommentar von Sven hat dieses Bauchgefühl verstärkt.

        Wäre toll, wenn Ihr darauf nochmal konkret und gut recherchiert eingeht.

        Schreibt Euch einer, der in der Zeit der „Nato-Doppelbeschluss-Tumulte“ Jugendlicher / junger Erwachsener war…

        Gruß, Til

  10. @Philip:

    Du moderierst ja auch immer mal wieder den Breitband im DLF. Warum gehst Du auf diese Sendungen in der LDN nie ein? Ich denke, dass das eure Hörer durchaus interessieren würde!

    So auch das letzte Breitband, wo Du mit mit Marina Weisband, Andre Leopold und Paul Diehl über die Frage “Brauchen wir einen demokratischen Populismus?” diskutiert hast.

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/debatte-um-aktivismus-brauchen-wir-einen-anderen-populismus.1264.de.html?dram:article_id=431629

    Wäre doch toll, so als Service, wenn in den Shownotes solche Sendungen von Dir im DLF verlinkt werden würden. Immerhin bezahlen ja eure Hörer dafür auch Rundfunkgebühren!

  11. Hi Philip und Ulf,

    ich genieße jede Woche die Lage der Nation und hatte irgendwo beim Thema Trump-Wahl begonnen.
    Ich habe mich immer über fundierte Hintergründe gefreut, da ich selbst zeitlich nicht so tief einsteigen kann. Oft haben die Informationen zum rechtlichen Rahmen ein Thema in einem anderen Licht erscheinen lassen und einiges gerade gerückt.

    Leider habe ich bei der Berichterstattung zu den aktuellen ökologischen Themen (CO2, Stickoxide, Hambacher Forst) doch eher den Eindruck, dass eine Art Meinungsbildung und Symbolpolitik ohne tieferen Hintergrund erfolgt.

    Ich selbst bin in einem Energieunternehmen tätig und habe viele Diskussionen zum Thema CO2 geführt bzw. symbolische Monologe hören müssen.

    Das es ein Klimawandel gibt ist unbestritten, dass wir Menschen aufgrund unseres Einflusses handeln müssen auch. Allerdings finde ich Aussagen wie, es seien doch nur 60.000 Betroffene / ∼ 2% eines Bundeslandes, nicht fair. Diese 2% konzentrieren sich zumeist um die Industriestandorte und deren Gemeinden und viele Menschen haben sich dort eine Zukunft erhofft und daraufhin ihren Lebensmittelpunkt gestaltet. Dazu gehört Familienplanung (mit Kindern in Kitas, Schulen oder Vereinen), Wohneigentum oder die Identifizierung mit und die Gestaltung in der Region an sich. Die aktuelle Diskussion stellt Familien bereits jetzt vor große Herausforderungen, da neue Jobs nicht so einfach in unmittelbarer Nähe entstehen werden. Das bedeutet sehr lange Pendelwege oder schlimmstenfalls Umzug. Da diese Regionen keine wachsenden Ballungszentren sind, ist die Veräußerung von Wohneigentum sehr schwierig bis aussichtslos. Und Kinder möchte man auch ungern aus dem Freundeskreis reißen.

    Den meisten Menschen der Regionen ist die Tatsache des Klimawandels bewusst und diese wird schon lange nicht mehr geleugnet. Viel eher beschäftigen sich die Menschen auch mit den Hintergründen, Alternativen, deren Kosten und den erreichbaren Zielen und müssen die Sinnhaftigkeit oft in Frage stellen:

    Wie kann ein CO2-Ziel in Verbindung mit einem Atomausstieg und fehlenden Speichern (und hier bitte keine Diskussion auf Laborniveau) erreicht werden?
    Warum werden die volkswirtschaftlichen Kosten für einen schnellen Ausstieg verschwiegen?
    (2022 kein “CO”-neutraler” Atomstrom mehr, bedeutet Substitution durch andere Erzeugungsformen, welche sicher verfügbar sein müssen (ergo gibt es vorerst nur Gas, ergo muss neu gebaut werden, ergo wird CO2 lediglich reduziert… und dann sagen Studien, dass auch schnell ohne Kohle gehen soll?)
    Wie sollen uns europäische Nachbarn versorgen wollen, wenn auch bei denen keine Sonne scheint (i.d.R. nachts) und wir Flaute haben? (Machen sie sicher gerne… und lassen es sich von uns bezahlen)
    Warum wird ganz Deutschland befragt, ob es mit regionalen Tagebauen leben kann? (und die wenigsten haben bereits rekultivierte Flächen gesehen und wenn ja war man der Meinung dieser Wald stehe schon immer da)

    Wir sind in Deutschland bereits jetzt datentechnisch Entwicklungsland und auf einem guten Weg auch die Industrie (und damit meine ich alle die vom Strom abhängig sind) zu verlieren, denn die geht dahin wo es betriebswirtschaftlich am günstigsten und nicht am ökologischsten ist. Was bleibt?

    Lange Rede kurzer Sinn:
    Bitte versucht bei wissenschaftlichen Themen auch wissenschaftlich korrekt zu arbeiten und zu berichten aber vergesst auch nicht, dass es am Ende Menschen, Familien und ganze Regionen sind über die „am grünen Tisch“ oder eben in Eurer Talkrunde gesprochen wird.
    Es geschieht in der Tagespresse sowohl was die Wissenschaftlichkeit aber auch die Menschlichkeit betrifft zu wenig. Einseitige Studien bzw. “unabhängige” Gutachten sind nur Meinungsmache und müssen differenziert betrachtet werden. Mich persönlich stört die aktuelle Symbolpolitik, welche sog. Aktivisten deckt (Rechtslage Waldbesetzung / Baumhäuser / tödlich. Unfall) und verschweigt, dass anderswo mehrere Hektar Wald gerodet werden, um Windräder aufzustellen (welche nach Auslaufen der Förderung und somit Erwirtschaftung der Rendite, i.d.R. für Einzelpersonen oder meist ausl. Investoren, sicherlich seltenst aus ökologischer Sicht Weiterbetrieben werden.)

    Für Rechtschreibfehler übernehme ich keine Haftung, da ich mir das gerade mal spontan von der Seele schreiben musste. Auf Shitstorms bin ich eingestellt, da das bei diesem Thema in der Regel nicht ausbleibt. Reagieren werde ich auf diese allerdings nicht um Burnouts vorzubeugen ;)

    • Hallo Rico,

      da Du ja bereits angekündigt haben nicht auf Antworten reagieren zu wollen, fasse ich mich kurz:

      Du stellst sehr viele wichtige Fragen, leider lieferst Du nicht eine einzige Antwort. Sicherlich wird dies keine einfache Zeit für die Menschen die in diesen Kohleregionen dort ihre Jobs haben. Aber was ist denn die Alternative? Weitermachen wie bisher? Dann hoffe ich dass Du keine Kinder hast und es demnach egal sein kann welchen Planeten wir unseren nachkommen hinterlassen.

      Denk doch noch einmal darüber nach.

      LG,
      Christian

      • Hallo Christian,
        ich antworte, da ich dies nicht als shitstorm werte und antworten möchte.

        Ich denke persönlich jeden Tag über dieses Thema nach bzw. bin Teilnehmer an Diskussionen zu diesem Thema und finde leider keinen Gedanken, welcher meinen naturwissenschaftlichen Hintergrund anteilig befriedigt. Natürlich haben wir ein Problem mit dem Klimawandel, an dem wir anteilig selbst schuld haben. Sicher spielt CO2 darin eine Rolle. Und ja, wo es sinnvoll ist sollten wir darauf verzichten oder es zumindest reduzieren.
        Was allerdings nicht funktioniert ist zu suggerieren, dass die deutschen Kohlekraftwerke daran auch nur einen Bruchteil ändern. Über den Daumen beteiligen sich die Braunkohlekraftwerke der Lausitz mit 0,007% am anthropogenen CO2 Haushalt. Das ist sicherlich ein Anteil, aber den Menschen vor Ort mit Parolen wie „Wir retten damit die Welt“ nicht zu erklären.
        Ich wünsche mir, wie in anderen Bereichen und auch so oft in der LdN angesprochen, Zweckmäßigkeit und Angemessenheit aber vor allem Ehrlichkeit (auch der Oma mit Mindestrente gegenüber) was die Kosten betrifft und was wir dafür nicht anpacken können (Bildung, Digitalisierung, Solzialsysteme).

      • Hallo Rico,

        du schreibst:
        > Was allerdings nicht funktioniert ist zu suggerieren, dass die deutschen Kohlekraftwerke daran auch nur einen Bruchteil ändern.

        Und genau das trifft einen großen Kern des Problems und der Akzeptanz für Veränderung: “Das bisschen was wir ändern können reicht doch nicht, da müssen andere erst einmal mehr tun, etc”. Leider kann sich so jeder schön in sein bequemes Schneckenhaus zurückziehen und den Status Quo beibehalten.

        Ich bin ganz bei Dir, dass der aktuellen Hype der um CO2 gemacht wird (besonders im Vergleich zu den Jahren 2000-2015, wo bereits dieselben Ergebnisse der Klimaforschung vorlag) deutlich zu groß ausfällt. Aber wir müssen alle etwas tun. Jede Nation muss etwas tun. Und wir als eine der größten Industrienationen in Europa, die einen großen Teil unseres aktuellen Wohlstands auf Kosten des Klimas erlangt haben, sollten mit Taten vorangehen. Denn obwohl es natürlich für den Einzelnen schmerzhaft wird kann dieses Land diesen Umstieg weg von Kohle und Verbrennungsmotoren zu klimafreundlicheren Energieformen locker stemmen (wenn wir denn nur wollen).

        Neulich habe ich auch ein anderes für mich stichhaltiges Argument gehört, weshalb die Menschheit solche Probleme schlecht oder viel zu spät angeht und löst:

        Das Problem ist zu groß. Der Mensch kann mit solchen Problemen sehr schlecht umgehen.

        Es gibt keine einfachen Lösungen, es müssen viele Interessen zurückstehen, man kann leicht Ausflüchte finden wieso man sebst nichts daran ändern kann (sieht man gerade schön an Trump, der nach Veröffentlichung der eigens in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie zum Schluss kam, es wäre jetzt ohnehin zu spät, man könne nichts mehr machen, also weiter so) und viele Faktoren spiele eine Rolle (Energie, Landwirtschaft, Rodung der Wälder, etc).
        Also wo fängt man an? Wer kann es sich leisten? Es wird mit demFinger auf andere gezeigt statt selbst die Initiative zu ergreifen.

        Ich möchte einfach, dass nach mir diese Erde weiterhin von Menschen bewohnbar ist. Wir sollten alles dafür tun, und wenn uns das ein wenig unseres Wohlstands kostet, so be it.

  12. Sehr geehrter Hr. Banse & Hr. Buermeyer,

    bezüglich der Nachfrage warum Russland der Nato bzw. den Amerikanern trauen sollte, dass die Mk41-Launcher nicht als nukleare Angriffswaffe genutzt werden , fehlt neben den von Hr. Fücks angebrachten Argumenten noch ein kurzer, rein technischer Blick auf die Sachlage:
    Tomahawk-Raketen taugen nicht als nukleare Erstschlagwaffe.
    Tomahawks fliegen ihre nicht-ballistische Flugbahn mit etwas unter 900km/h und sind damit langsamer als viele moderne zivile Airliner. Die uralten Pershing-Raketen fliegen mit der zehnfachen Geschwindigkeit – und das in einer ballistischen Flugbahn, die das Abfangen fast unmöglich macht – ganz im Gegenteil zu den lahmen, tieffliegenden Tomahawk-Flugkörpern. Zu behaupten, dass davon eine latente Gefahr i.S. eines Erstschlags ausgeht, darf getrost als russische Nebelkerze betrachtet werden.

    • > Tomahawks fliegen ihre nicht-ballistische Flugbahn mit etwas unter 900km/h und sind damit langsamer als viele moderne zivile Airliner.

      Absolut korrekt.

      > Die uralten Pershing-Raketen fliegen mit der zehnfachen Geschwindigkeit – und das in einer ballistischen Flugbahn, die das Abfangen fast unmöglich macht

      Genau so korrekt (auch wenn z.B. Trump selbst irgendwelchen Unsinn von “97 % Effektivität” der Raketenabwehr (nach)gefaselt hat, und da ging es um ICBMs, die noch schneller unterwegs sind).

      Aber das hier …
      > – ganz im Gegenteil zu den lahmen, tieffliegenden Tomahawk-Flugkörpern.

      ist dann trotzdem eine ziemlich steile These.

      Allgemein sind “Cruise Missiles” eben keine ballistischen Raketen und fliegen deutlich langsamer, aber genau das tun sie eben auf “nicht-ballistischen” Bahnen, sprich wie ein -meist sehr tief- fliegendes Flugzeug und genau da liegt der Hund begraben.

      Eine auf Radar als Erkennung basierende Flugabwehr soll mit genau solchen Waffen unterflogen werden, wodurch das Abfangen trotz der geringen Geschwindigkeit dann wiederum deutlich erschwert wird.

      Sieht man übrigens auch daran, dass solche Cruise Missiles als besonders “präzise” Waffen in diversen Konflikten (Stichwort: Golfkriege USA-Irak) für konventionelle Erstschläge eingesetzt wurden (und auch heute noch werden).

      Weiterer, interessanter Punkt zu diesem Thema, der gerne vergessen wird:
      Neben den Iskander Raketen, gibt es noch ein weiteres Waffensystem, welches sehr wahrscheinlich eine klarere Verletzung des INF-Vertrages darstellt, namentlich eine atomar bestückbare Cruise Missile (sic!) mit dem Namen “9M729” und der durchaus humoristisch wertvollen US/Nato-Bezeichnung “SSC-8 Screwdriver” (… “because they screwed us with that one”).

      Wenn also die USA/NATO diese Cruise Missile als Bruch des INF-Vertrages und potentielle Erstschlagswaffe ansehen, dann darf man sich nicht wundern, dass die Russen es hier ebenfalls tun.

      Etwas (nerdiger) Hörstoff hierzu:

      http://armscontrolwonk.libsyn.com/tightening-the-screws-on-the-inf

      + die dort verlinkten Podcasts.

      Extrem nerdiger Zuschlag, zum Thema “was könnte noch irrer als nuklear bestückte Cruise Missiles sein” gefällig?

      http://armscontrolwonk.libsyn.com/putins-nuke-a-palooza

      und

      http://armscontrolwonk.libsyn.com/russias-crashing-cruise-missile

      [ Und wer sich fragt woher die Russen diese bescheuerte Idee haben könnten -> https://de.wikipedia.org/wiki/Projekt_Pluto ]

      Bei den Autoren des ArmsControlWonk-Podcasts handelt es sich übrigens nicht um irgendwelche “Putin-Versteher”, aber das sollte einem spätestens beim Hören eh klar werden.

      HW

      P.S. Zu dem “97% Effektivität”-Gefasel des US-Präsidenten kann man dann noch folgende Episode empfehlen, die das Ganze schön langsam auseinander nimmt.

      http://armscontrolwonk.libsyn.com/97-invincible

    • Hi…
      Bitte genau hinhören, bevor man sich zu sowas hinreissen lässt…
      Ihr Zitat: “fehlt neben den von Hr. Fücks angebrachten Argumenten”
      Welche Argumente meinen sie? Hier Gibt es nichts zu erfahren, was begründen würde, warum man dem amerikanischen Militär in dieser Frage vertrauen sollte?
      Die russische Kritik bezieht sich auf die Abschussvorrichtung und nicht auf die Bewaffnung.
      Die Stationierung einer Abschussvorrichtung die Tomahawk-Raketen abfeuern kann…Zitat:
      _________________
      Article IV

      1. Each Party shall eliminate all its intermediate-range missiles and launchers of such missiles,
      and all support structures and support equipment of the categories listed in the Memorandum of Understanding (…)
      __________________________________________________________________
      Das laut Vertrag verboten.
      Überhaupt geht’s in diesem Vertrag nicht um Atomwaffen, sondern Raketen und deren Reichwweiten
      Es geht auch absolut nicht um den “nuklearen Erstschlag”, oder dass Russland das behaupten würde, sonderd um taktische atomare Gefechtsfeldwaffen und deren Droh-, bzw. Abschreckungspotential.
      Für den nuklearen Erstschlag haben beide Seiten mehr, als genug Langstrecken-Raketen, um die es hier aber nicht geht

  13. Da in letzter Zeit immer öfter das Thema Schienenwegeausbau in der Lage behandelt wird, wollte ich mal darauf hinweisen, dass derzeit die LufV 3 abseits von jeglichem Medieninteresse verhandelt wird. Dabei geht es um nicht weniger als die derzeit 4Mrd. € im Jahr die der Bund für den Erhalt des Schienennetzes bereitstellt. Ein Großteil der Probleme die wir im Bahnverkehr ben resultieren aus der Unterfinanzierung der Instandhaltung. Bzw. Den Einschränkungen aus der derzeitigen LufV 2 bei der Finanzierbarkeit.

    • LufV= Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung. Der Bund stellt der Bahn Geld zur Verfügung, erwartet dafür aber auch Qualität: z.B. eine geringe Zahl von Langsamfahrstellen.
      Dafür werden dann auch Kontrollsysteme etabliert mit besonderen EDV-Tools.

  14. Betr.: Ralf Fücks: Russ­land, USA und euro­päi­sche Sicher­heit

    Hallo ihr zwei,

    ich finde das Interview mit Herrn Fücks gefährdet aus meiner Sicht euren “Markenkern”. Ihr stellt Themen sonst immer aus verschiedenen Blickwinkeln dar, was mit wirklich sehr gut gefällt.

    Wenn aber ein Lobbyvertreter der NATO seine geschliffenen Phrasen von sich gibt, sollte es auch zumindest einen Vertreter der Friedensbewegung geben, der das Thema illegale Angriffskriege der NATO-Länder und deren Lügen zur Erzeugung von Kriegslaune in der Bevölkerung mal kurz gegenüberstellt. Philip hat da ja in der Tat nachgehakt, aber ich finde das reicht in so einem Fall nicht, da diese Think Tanks das Abwehren von einfachen kritischen Fragen vorher schon einstudiert haben. Und dann haben sie freie Bahn euren tollen Podcast als ihr PR-Instrument zu nutzen.

    Aus meiner Sicht ist die NATO ein aggressives Angriffsbündnis und hat das Völkerrecht schon seit dem Krieg gegen Serbien regelmäßig gebrochen und die Bevölkerung bewusst belogen (Brutkasten, Saddams Raketen, Syrien, etc.). Dazu gehört auch die Expansion der NATO bis an die Grenze von Russland. Wie würde wohl die USA reagieren, wenn Kanada und Mexiko dem Warschauer Pakt beigetreten wären? Und bezüglich Krim: was würden die USA wohl machen, wenn Deutschland einfach Rammstein dicht machen würde? Doch wohl sehr ähnliches wie Russland mit der Krim und ihrer Flotte dort.

    Ich finde es beschämend wie viele Grüne im Laufe der Zeit zu olivgrünen Kriegsverbrechern wurden, wie Joschka Fischer durch Krieg gegen Serbien ohne UNO-Mandat. Oder zu PR-Kanonen der NATO, wie der Herr aus eurem Interview.

    Die Rüstungsbudgets der NATO-Länder (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157935/umfrage/laender-mit-den-hoechsten-militaerausgaben/) sind so viel krass höher als die der Russen, dass ich es schon fast lächerlich finde, dieses Land als Bedrohung anzusehen. Aber Alt-Grüne zu Propagandisten der NATO zu machen ist sicher auch nicht ganz billig.

    Meine Vorschlag für den nächsten Gast: entweder ist er “offenbar” ein neutraler Beobachter des Themengebiets (ist auch nicht leicht rauszufinden), oder wenn ein Vertreter der einen Seite eingeladen wird, dann gleich noch einen der “Gegenseite” einladen.

    Ansonsten macht bitte weiter so! Wenn ihr was von meinen GEZ-Gebühren bekommen könntet, würde ich sie gerne zahlen! Kann man da nicht was machen?

    • Danke für Deinen Kommentar – aber ich bin dezidiert anderer Meinung: Wir gefährden nicht unseren “Markenkern”, wenn wir mit einem Vertreter eines Think Tanks sprechen, der eine deutliche Meinung vertritt, solange wir kritisch nachfragen und außerdem seinen Hintergrund erläutern. Ich würde den Hörerinnen und Hörern der Lage so viel Medien-Kompetenz zutrauen, zwischen der Sichtweise eines Gasts und unserer eigenen zu differenzieren.

    • @Marcel

      Beides ist richtig: Russland ist eine latente Bedrohung für das Selbstbestimmungsrecht der restlichen Europäer *und* die NATO hat sich nach dem Ende des kalten Krieges als ein die Marginalisierung und Einkreisung Russlands betreibender Machtblock geriert.

  15. Dass Diesel-Thema nimmt in eurem
    Podcast ja sehr viel Raum ein. Habt ihr euch auch schon mal mit Positionen wie diesen hier auseinandergesetzt?

    https://www.swr.de/swraktuell/Stickoxid-Grenzwerte-und-Diesel-Fahrverbote-Lungenspezialist-Schon-Raucher-muessten-tot-umfallen,lungenspezialist-stickoxid-diesel-100.html

    Auf mich wirkt (!) das ganze wie eine künstliche Panik, in deren Folge wir bei der Lösung des „Problems“ massiven volkswirtschaftlichen und privaten Schaden in Kauf nehmen und Probleme beim Klimaschutz bekommen.

  16. Lieber Philip, lieber Ulf,

    ich finde Eure wöchentliche Lage einfach klasse und habe einen großen Wunsch bzw. Vorschlag: Abseits von der Tagespolitik, fände ich es total hilfreich, wenn ihr “Deep Dive”-Podcasts zu bestimmten Themen machen könntet. Gerade vor Wahlen fällt es mir schwer, die Programminhalte der Parteien ernsthaft zu beurteilen. Der Wahl-O-Mat gibt etwas orientierung, allerdings fehlt mir auch hier häufig das Tiefenverständnis der Themen. Gerade die Hintergründe und juristische Einordnung von politischen Vorschlägen finde ich an Eurem Podcast so gut und sehe ich als Eure große Stärke gegenüber anderen Medien.

    Konkret denke ich hier an die üblichen Themen wie Rente, das Bildungs- oder Gesundheitssystem, Energiepolitik, etc. Eine Folge zu einem dieser Themen könnte z.B. in der ersten Hälfte die Historie und Sachlage aufarbeiten/erläutern, bevor die konkreten Vorschläge der Parteien vorgestellt und eingeordnet werden. Als Hörer wäre man somit hoffentlich in der Lage (no pun intended) die Partei zu wählen, deren Konzepte man insgesamt am überzeugendsten findet – unbeachtet von Wahlkampf und PR Aktionen.

    Sicher nicht für jede Landtagswahl abbildbar, aber vielleicht etwas für die nächste Bundestagswahl? Oder einfach mal so als “Test”?

    Was meint Ihr oder die anderen Hörer?

    Viele Grüße,

    David

    • Ich würde das sehr gut finden, glaube aber es scheitert an der Zeit, die die 2 haben, bzw. nicht haben.

  17. Liebes Lage Team,

    wie immer eine top Sendung! Vielen Dank

    Noch eine Frage zur sog. Kohle-Kommission: Nach meinem Verständnis begrüßt ihr es grundsätzlich, dass diese Kommission Vorschläge zur Unterstützung der Braunkohlebranche während des anstehenden Wandels/ Ausstiegs macht.
    Bei einem solchen Vorgehen entsteht aus meiner Sicht allerdings immer die Gefahr einer – für den Steuerzahler sehr teuren – Subventionsspirale: Industriezweig X fragt den Staat im Zweifel danach auch nach Unterstützung, weil er unter der Energiewende leidet. Dann kommt Industrie Y und möchte Geld, weil z.B. durch die Digitalisierung viele Bereiche/ Arbeitsplätze abgebaut werden und kann diese Forderung z.T. mit den Leistungen an Industrie X legitimieren. Dieses Geld fehlt dann in der Staatskasse für wichtige Dinge wie Schulen, Kitas sowie Soziales und nicht mehr die Firmen mit den flexibelste Geschäftsmodellen profitieren im Markt, sondern die, die am lautesten schreien.

    Wie steht ihr zu dem Risiko einer solchen Spirale?

    Danke und liebe Grüße aus Frankfurt

    • Ich bin zwar nicht angesprochen, aber ich antworte mal ;)

      So oder so, wird Braunkohle subventioniert. Laut einer von in Greenpeace in Auftrag gegebenen Studie mit 13,2Mrd alleine an externen Kosten, also Kosten die zwar anfallen, aber von unbeteiligten Dritten getragen werden. Bei pi mal daumen 20.000 Arbeitsplätzen wären das ca. 660.000 Euro Kosten pro Arbeitsplatz. https://www.greenpeace.de/kosten-braunkohle (Andere Studien – ähnliche Größenordnungen)

      Das beste ist natürlich keine Subventionen rauszuhauen – man muss es aber vor dem Hintergrund sehen, das eben viele Dinge auch um paar Ecken subventioniert sind. Eine kleine Subvention, um eine große Subvention abzuschaffen geht da in die richtige Richtung.

      • Hallo Axel,

        guter Punkt, danke!
        Wenn man diese Initiative als eine Maßnahme zur Verringerung bestehender Subventionen sieht, ändert sich natürlich die marktwirtschaftliche Bewertung.

        Cheers
        Hendrik

  18. Ich würde mich freuen, wenn in der nächsten Folge etwas über die Elbvertiefung berichtet wird, wo jetzt gerade der “Spatenstich” für den Baubeginn gesetzt worden ist. Mitunter ein relativ lokales Thema, doch durchaus heiß her diskutiert in der Gesamtgesellschaft. Denn die Folgen können sich viel mehr als nur lokal/ regional auswirken.

  19. Hallo

    Zu den Nachrüste-Sets und den Tests des ADAC: die Systeme funktionieren im Dauerbetrieb einwandfrei, aber wie sieht es im realen Betrieb aus? V.a. mit Motorabschaltung an der Ampel (und weil die Nachrüstungen meist sehr weit hinten im Abgasstrang hängen) ist der SCR Kat zu kalt zum arbeiten. Je nach Quelle benötigt der einige hundert Grad, um effektiv zu sein. Und der Test des ADAC im Dauerbetrieb erreicht die Temperatur. Aber ein Pendler im Berufsverkehr ist zweifelhaft. Würde die Aussagen kritischer sehen und hoffe, der ADAC liefert noch Tests im Anwendungsszenario „nur Stadt“ nach

  20. Ich bin monatelanger Hörer von LdN. Ich bin seit September enttäuscht bei der Themenwahl. Es geht, ohne es zu wissenschaftlich zu recherchieren, in den LdN Folgen viel zu viel um Diesel gefolgt von Flüchtlingen. Ich möchte relevante Themen zurück!

  21. Hallo,

    ich bin ein großer Fan der Lage der Nation und höre euch nun schon seit einigen Monaten. Der Podcast versüßt mir jeden Freitag und stellt jede Woche ein kleines Highlight dar.

    Mir ist aufgefallen, dass in dieser Folge nichts zum neuerlich aufgedeckten Cum-Ex bzw Cum-Cum Skandal gesagt wurde. Ich würde mir wünschen, dass das in der nächsten Folge (möglichst ausführlich) nachgeholt wird. Soweit ich das verstanden habe, ist das rein monetär gesprochen absolut wahnsinnig. Mit der Besonderheit, dass dieser Betrug aktiv Steuergelder aus den Staatskassen ENTNIMMT (also der Staat und die Bürger werden beklaut) – anders also als beim blankem Steuern unterschlagen, wo einfach ein Betrag nicht eingezahlt wird. Alleine in Deutschland liegt der Schaden nach konservativen Schätzungen bei 33 Milliarden Euro, was ein vielfaches der Kosten beispielsweise der Flüchtlingskrise darstellt.
    Man bekommt in der öffentlichen Wahrnehmung und Reaktion ein bisschen das Gefühl der Lethargie. Nach dem Motto “Was, die Milliardäre haben jedem Einwohner Deutschlands 400 Euro gestohlen? Ja naja, das ist doch nichts Neues, das haben die doch schon immer gemacht.” Dabei ist so etwas doch ein Thema, dass nun wirklich jeden etwas angehen sollte, oder bin ich da einfach zu linksgrünversifft?

    Ich würde mich jedenfalls über mehr Aufmerksamkeit für das Thema sehr freuen, immerhin steckt in der neusten Aufdeckung ja auch extrem aufwendige und gefährliche Arbeit von einem internationalen Kollektiv von Journalisten.

    Achja, noch eine Anmerkung zum Thema Werbung:
    Während ich grundsätzlich ein Freund von e-Mobilität bin, stellt sich bei der aktuellen Werbung für einen Audi-Podcast doch zumindest ein leicht unwohles Gefühl ein. Immerhin zählt Audi als Tochter von VW ja zu genau den Konzernen, die an der vordersten Front stehen beim Diesel-Skandal. Also quasi macht man hier Werbung für eine Firma und im selben Atemzug berichtet man dann darüber, wie die selbe Firma einen riesen Betrug abgezogen hat und sich nun politisch aus der Affäre windet.
    Was nicht heißt, dass ich der Lage nicht gute und finanzstarke Sponsoren gönne. Ganz im Gegenteil.

    • Hallo Sebastian,

      zu deiner Aussage bezüglich der Werbung:
      Die beiden haben in einer der vergangenen Folgen berichtet, dass sie uns die Kriterien zur Verfügung stellen, nach denen Werbung ausgesucht wird und dass die Werbung inhaltlich nicht viel mit der Lage zu tun hat. Ich verstehe, was du meinst – ich denke aber, dass man das trennen muss. Und es ist immerhin von Audi ein Schritt in die richtige Richtung und das wird ja beworben und nicht die Firma selbst :) Ich denke am Besten wartet man die Kriterien ab und dann kann man nochmal schauen, was da unpassend ist.

      Lieben Gruß
      Debbie

  22. Hallo Lage Team,
    Bei eurem Interview mit Ralf Fücks viel mir auf, dass Herr Fücks die “Erstschlag-fähigen” Waffen der USA gegenüber denen der Russen, völlig unbewiesen, als Verteidigungswaffe gegen den Iran tituliert.
    Den russischen Mittelstreckenraketen wies er nicht den gleichen Verteidigungscharakter zu.
    Wieso?
    Würden die Russen bestimmt anders sehen.
    Eine sehr populistische und unausgewogene Darstellung. Schade.
    Gar nicht so eure Arbeitsweise. Ich bin durch euch mit viel Hintergrund informiert. Weiter so.

    • Wir haben Herrn Fücks interviewt, aber das heißt natürlich nicht, dass wir alles so sehen wie er … gerade an diesem Punkt hat Philip ja deutlich nachgehakt. Daher halte ich den Vorwurf einer populistischen und unausgewogenen Arbeitsweise für unfair.

  23. Bei eurer Überlegung bzgl. Anteil der Kohle am Arbeitsmarkt habt ihr ein paar Dinge m.E. nicht bedacht. Die reinen Arbeitsplätze in Förderung mögen im Gesamtkontext nicht allzu groß erscheinen, allerdings stehen in der Region auch Arbeitsplätze in Einzelhandel, Handwerk etc. dahinter. Fallen von den auch noch welche weg, weil zahlende Kundschaft ausbleibt (Jobs in der Kohleförderung sollen ja recht gut bezahlt sein) wäre das gerade in einer sowieso strukturschwachen Region wie der Lausitz mit jetzt schon hoher Arbeitslosigkeit ein ziemlicher Schlag ins Kontor. Nur Bundesbehörden zu verlagern wird bei den wenigen, für ehem. Kohlekumpel geeignete Arbeitsplätze, die dabei entstehen werden, nicht reichen.

    • Wurde unter dem Stichwort “indirekt Betroffene” genau erläutert (5:00):
      “60000 Arbeitsplätze indirekt betroffen.”

  24. Liebe Lage, liebe Hörer,
    nochmal zum Thema Missbrauch und Kirche: Die Vermutung, dass z.B. die Evangelische Kirche weniger betroffen ist, weil ihre Geistlichen nicht zölibatär leben, mag auf den ersten Blick plausibel erscheinen, lässt sich aber nicht ansatzweise belegen. Dass es bei der EKD bislang keine vergleichbare Aufarbeitung gab, heißt ja nicht automatisch, dass nichts passiert ist. Darauf hat vor kurzem auch die ehemalige Familienministerin Ch. Bergmann hingewiesen (https://www.evangelisch.de/inhalte/152853/17-10-2018/christine-bergmann-fordert-ekd-weite-missbrauchsstudie). Von der Kirche zu fordern, eine religiös bedeutende Lebensform einfach abzuschaffen, ist von außen natürlich leicht. Aber würde man auch die Institution der Familie per se abschaffen, weil der ganz überwiegende Teil aller sexueller Gewalt gegen Minderjährige in der eigenen Familie stattfindet?

    • religiös bedeutende Lebensform

      steile These … der Zölibat hat nämlich keine geistige Fundierung, sondern wurde im Mittelalter eingeführt, weil die Kirche sich ständig mit Witwen und Erben von Priestern herumschlagen musste. Keine Ehe = keine (legitimen) Erben – und schon bleibt aller weltlicher Besitz bei der Kirche. Mit Religion hat das nichts zu tun.

      • Der bewusste Verzicht auf eheliche Bindung hat durchaus eine geistliche Dimension (in anderen Formen übrigens nicht nur im Christentum). Dass er im 11. Jahrhundert auch organisatorische Vorteile hatte, schließt sich ja nicht aus. Auch die Zehn Gebote kann man historisch auf praktische Notwendigkeiten zurückführen. Deshalb können sie aber trotzdem für eine Glaubensgemeinschaft eine religiöse Bedeutung besitzen.

  25. Hallo, zuerst einmal, ich finde euren Podcast toll!
    Ihr weist oft darauf hin, dass Elektroautos die Zukunft und im Allgemeinen die beste Lösung für alle sind. Ich stoße von Zeit zu Zeit auf Berichte, die die ökologische Nachhaltigkeit von Elektroautos in Frage stellen. So ist beispielsweise die Produktion von Batterien wohl nicht so einfach und nachhaltig, wie man denken würde. Schließlich erzeugt die Produktion erhebliche Mengen an CO2, ganz zu schweigen von den Schwierigkeiten beim Recycling und Abbau von Kobalt im Kongo. Also soziale und weitere ökologische Faktoren. Ich glaube, dass diese Probleme in der Debatte immer wieder vernachlässigt werden. Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen sich durch Elektroautos oder deren Support, ein gutes Gewissen kaufen, ohne sich die Auswirkungen außerhalb ihres eigenen Landes anzusehen. Ich habe großes vertrauen in den technologischen Fortschritt und denke, dass es sicher irgendwann die Möglichkeit gibt, Akkus umweltschohnender herzustellen. Warum sollte dieser Fortschritt nicht auch beim Verbrennungsmotor stattfinden? Die Vergangenheit zeigt ja eindeutig, wie rasant sich Verbrennungsmotoren bezüglich der Effizienz und des ökologischen Abdrucks verbesert haben. Außerdem, E-Autos sind maximal so sauber wie ihr Strom und dieser geht bekanntlich auf dem Weg von A nach B verloren (Übertragungsverlust). Es würde mich sehr interessieren, wie ihr darüber denkt oder für wie tragbar ihr diese Argumente haltet. Viele liebe Grüße

    https://www.weforum.org/agenda/2017/11/battery-batteries-electric-cars-carbon-sustainable-power-energy/
    https://www.weforum.org/agenda/2018/09/the-hidden-cost-of-the-electric-car-boom-child-labour/

    • Wasserstoff / Brennstoffzelle ist eine weitere möglichkeit. Dort ist aber ein Problem dass die Herstellung von Wasserstoff nicht sehr effizient ist.

    • >Warum sollte dieser Fortschritt nicht auch beim Verbrennungsmotor stattfinden?
      > Die Vergangenheit zeigt ja eindeutig, wie rasant sich Verbrennungsmotoren bezüglich der Effizienz und des ökologischen Abdrucks verbesert haben.

      Ein wenig widersprichst Du Dir hier selbst, denn die Vergangenheit (letzte ca. 120 Jahre) des Verbrennungsmotors hat für stetige Verbesserung gesorgt, nur mit rasanten Fortschritten ist eben dann auch nicht mehr zu rechnen, das Optimierungspotential ist ziemlich ausgeschöpft.

      Und dieses Potential liegt eben bei einer der wichtigsten Kenngrößen, dem sogenannten Wirkungsgrad nicht wirklich auf hohem Niveau, selbst ein hochmoderner Diesel (der hier übrigens auch dann besser als ein Benziner ist) liegt heute bei etwa 40% Wirkungsgrad (oder anders gesagt, 60% der Energie gehen statt für den Vortrieb als Abwärme “verloren”).

      Kleiner Datenpunkt dazu.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Dieselmotor

      “Erst 1897 präsentierte Diesel auf der II. Kraft- und Arbeitsmaschinen-Ausstellung in München[LIT 16] seinen Geldgebern und der Weltöffentlichkeit einen Motor, der mit Mineralöl arbeitete und einen tagelangen Dauerversuch überstand. Neuerer Literatur zufolge hatte er einen spezifischen Kraftstoffverbrauch von 258 g/PSh (350,8 g/kWh), was rechnerisch einen Wirkungsgrad von fast 24 % ergibt”

      Also von 24% auf etwa 40% nach mehr als 100 Jahren Innovation, “rasant” würde ich das nicht nennen und die Thermodynamik setzt Grenzen, die man mittlerweile nahezu vollständig ausgereizt hat (Stichwort “Carnotscher Kreisprozess”).

      Bei einem Elektromotor ist man übrigens auch in einem Bereich, wo nicht mehr viel heraus zu holen ist, da reden wir aber von jetzt schon realisierten 95% Wirkungsgrad, also praktisch kein Optimierungspotenzial an dieser Stelle mehr (und eigentlich auch keines mehr nötig).

      https://de.wikipedia.org/wiki/Elektromotor#Wirkungsgrad_und_Effizienz

      Die Innovation bei elektrischem Antrieb muss (und wird) deshalb an anderer Stelle liegen, Batterieoptimierung/-recycling/-rohstoffgewinnung und auch natürlich bei der Art der Stromerzeugung, aber bei Verbrennungsmotoren ist die Messe im Großen und Ganzen schon seit langem gelesen und wenn man sich dann noch große Teile der Optimierung/Innovation damit wegschießt, indem man immer schwerere Karren baut, dann kommen wir so langsam in den Bereich der Probleme, die keinen technischen Hintergrund sondern menschliche Dummheit als Auslöser haben.

      HW

      • Hallo

        Man könnte auch Mal andere Alternativen in Betracht ziehen.
        Vor ein paar Jahren bereits las ich in einem Artikel von einem Enzym durch welches es möglich war Diesel mit 90% Wasser zu strecken. Wahrscheinlich ist das Patent dazu bei einem Spritproduzenten in der Schublade.
        Ebenfalls vor ein paar Jahren bereits las ich von einem schwedischem Tüftler, der Wasserstoff in kleinen Kugeln gespeichert hatte, um so das Tank-/Speicher-/Explosivproblem in den Griff zu bekommen. Bei einem Unfall wurde die Explosionskraft mit einem Feuerzeug verglichen.
        Auch hier weiter Stillschweigen.
        Ich denke Mal es gibt da draußen noch weitere interessante Erfindungen in dem Bereich die die Probleme massiv reduzieren würden, die aber aus wirtschaftlichen Interessen nicht umgesetzt werden

  26. Bisher wird in der Diskussion immer als gegeben angenommen, dass NO² in den gemessenen Konzentrationen schädlich ist. Ich war überrascht, dass das gar nicht so unumstritten ist.
    Auch Wissenschaftler die nicht von der Automobilindustrie finanziert werden, wie der renommierte Lungenexperte und ehem. Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie Prof. Dieter Köhler bestreiten die gefährlichen Auswirkungen von NO². Köhler hält die Studien für Fehlerhaft und stellt immer wieder Rechenbeispiele vor, die den Grad der Schädlichkeit von NO² zu widerlegen scheinen. Ich finde es zunehmend schwer dagegen zu argumentieren. Wie bewertet Ihr das?

    Hier mal exemplarisch zwei Quellen zu Prof. Dieter Köhler
    https://www.welt.de/wirtschaft/article174334804/Diesel-Woran-es-Studien-ueber-die-toedlichen-Folgen-mangelt.html
    https://www.swr.de/prof-bestreitet-gesundheitsgefahren-durch-stickoxide/-/id=116/did=21351834/nid=116/1rlaiah/index.html

    • Natürlich kann man Grenzwerte immer wissenschaftlich kritisieren. Die sind eine politische Entscheidung, welches Risiko der Allgemeinheit zugemutet werden soll und wo die Grenze zu ziehen ist. Eins ist aber klar: Der Grenzwert ist geltendes Recht und muss eingehalten werden.

      • Ich verstehe, dass ein Jurist sich darauf fokussiert. Aber man sollte doch auch hinterfragen, ob eine bestimmte gesetzliche Regelung überhaupt Sinn macht. Wenn ich das richtig verstehe, hat man Statistiken so frisiert, dass daraus eine Gesundheitsbefahr konstruiert werden konnte, die so in Wahrheit nicht besteht. Und dafür nehmen wir nun großen volkswirtschaftlichen und privaten Schaden in Kauf und erschweren das Erreichen der Klimaziele? Darüber sollte man reden!

      • In dem Zusammenhang kommt einfach die Diskussion zu kurz, welcher Grenzwert eigentlich der Richtige ist. Ich verstehe die juristische Perspektive, am Ende ist die aber zweitrangig.

      • Danke Ulf !
        Jetzt wissen wir wie Recht funktioniert.
        Oder?
        Ich hätte jetzt schwören können das die Abgasnormen Euro 4 bis 6c auch geltendes Recht sind oder waren als die Autos zugelassen wurden. Das Euro in der Bezeichnung deutet wohl darauf hin.
        In diesem Fall kann ich Angela Merkel verstehen, wenn sie eine Euro-Regelung gegen eine andere abwägt und dann das kleine Übel bevorzugt.
        Die Allermeisten Autos sind nämlich nicht mit Betrugssoftware unterwegs.
        Wenn ihr bitte nicht ständig euren verbrecherischen Sponsor-Mutterkonzern und alle anderen Autoherrsteller in einen Topf werfen würdet, währe euer Podcast sehr viel glaubwürdiger.

      • Medizinisch lässt sich so ein Grenzwert nicht festlegen, weil Stickoxide eben immer ungesund sind – je mehr, desto schlechter. Daher ist es eine politische Wertung, wo man die Grenze zieht. Die Entscheidung ist also nicht naturwissenschaftlich beweisbar. Stattdessen ist sie demokratisch legitimiert. Das sind einfach völlig andere Formen der Begründung einer Norm.

        Deswegen geht die Diskussion über die “richtigen” Grenzwerte hier auch ziemlich am Thema vorbei. Es ist einfach völlig egal, ob Prof. X oder Dr. Y meinen, ein bißchen mehr NOx in der Atemluft wäre schon noch OK. Der Gesetzgeber hat die Risiken eben anders bewertet, und in sehr weiten Grenzen – Stichwort Einschätzungsprärogative – kann er das machen wie er mag. Damit müssen wir alle leben.

    • Ich stimme zu dass es dann zum Problem wird wenn man einen politisch gewählten Grenzwert hernimmt um Panikmache zu betreiben und Gesundheitsrisiken zu übertreiben (evtl sogar nicht nur *risiken sondern auch so formuliert dass eine “Erkrankungssicherheit” besteht).

      “Wenn ich das richtig verstehe, hat man Statistiken so frisiert, dass daraus eine Gesundheitsbefahr konstruiert werden konnte, die so in Wahrheit nicht besteht. Und dafür nehmen wir nun großen volkswirtschaftlichen und privaten Schaden in Kauf und erschweren das Erreichen der Klimaziele? Darüber sollte man reden!”

      Denke ich auch.

  27. Kohleausstieg klingt immer gut. Kein CO2 mehr. Top. Die Frage ist, ob er uneingeschränkt machbar ist.

    Der Kohleausstieg wäre wesentlich schneller möglich, wenn man nicht den Kernausstieg forciert hätte. Evtl im Nachhinein eine Entscheidung bei der nicht die Gesamtsituation überblickt wurde.

    Die CO2 Emissionen von Kernkraftwerken sind die geringsten aller Energieträger. Der “Atommüll” ist vermutlich wesentlich besser kontrollierbar als von Kohlekraftwerken emittiertes CO2.

    Ironischerweise gibt selbst der BUND zu, dass Kohlekraftwerke mehr Radioaktivität ausstoßen als Kernkraftwerke:

    https://www.bund-nrw.de/fileadmin/nrw/dokumente/braunkohle/2008_11_BUNDhintergrund_Radioaktivitaet_aus_Kohlekraftwerken.pdf

    (Quelle: das wissenschaftliche Institut Oak Ridge National Laboratory in den USA.)

    Wenn man bedenkt, dass (bislang) keine Speichertechnologien verfügbar sind, die es ermöglichen würden aus erneuerbaren Energieträgern Grundlast zu generieren (wie etwa durch Kohle und Kernkraftwerke möglich), ist der “Atomausstieg”, zwar zu recht unter dem Banner des Naturschutzes gelaufen, allerdings im Hinblick auf den Klimaschutz nachteilig.

    Dieses durch die Energiepolitik der letzten 10 Jahre erzeugte Hindernis für den Kohleausstieg (Fragestellung der “Machbarkeit des Kohleausstiegs”) wurde leider hier nicht erwähnt. Es wird einfach davon ausgegangen, dass er umgehend machbar ist (evtl weil auch angenommen wird dass erneuerbare Energien für sämtliche Einsatzzwecke schon geeignet sind).

    Als Physiker denke ich im Thema Energiepolitik gibt es das Problem, dass wenig auf wissenschaftlicher Basis kommentiert wird, und viel im Sinne von “wir wollen, dass es geht”, “das muss doch gehen” und “Naturgesetze kann man zur Not im Parlament ändern”.

    Wen das Thema weiter interessiert dem kann ich diese vor kurzem Diskussion abgehaltene auf reddit Diskussion zu diesem Thema empfehlen

    https://www.reddit.com/r/Physics/comments/9n39ly/if_only_there_was_a_realistic_way_to_get_our/

    Zum Kontext, /r/Physics ist ein subreddit über Physik (Moderation und Organistation durch Physiker, die meisten der regulären Poster sind Physiker mit akademischem Abschluss), so dass – unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten – eine hohe Qualität der Diskussion gewährleistet wird.

  28. Hallo!
    Ulf hatte das im Zuge der Diesel Nachrüstung – Nacherfüllung – gesagt, dass der Verkäufer zuständig ist und die Händler sich hier gar nicht freuen würden. Aber die Händler hätten doch den Verkäuferregress und dann wäre wieder VW oder Audi etc. derjenige, welcher die Kosten tragen müsste.

    Meiner inneren Barbara Salesch nach wäre das auch nicht (im alltäglichen Gebrauch des Wortes) unverhältnismäßig dem Händler gegenüber. Die Alternative wäre den Käufer darauf sitzen zu lassen und das finde ich weit absurder.

    Ich mache sicher einen Fehler, ich weiß auch gar nicht ob Vertragshändler die Autos von VW kaufen. Ob es nun wirklich ins Kaufrecht und unter Sachmangel passt ist soweit ich das verstehe auch noch fraglich. Habe mich nun nicht umfassend mit dem Thema befasst. Der Verkäuferregress §§ 445a f. BGB ist mir nur als erstes bei der Aussage in den Sinn gekommen.

    Wir wird es sicher jemand genauer wissen und mich verbessern.

    Tschüss!

  29. Hi Philip,

    du benutzt sehr oft die Worte „sagen wa mal“. Ist eine andere Form von dem bekannten „Ähm“. Hört sich beim lauschen eures Podcast manchmal sehr störend an, vielleicht kannst du ja versuchen das weg zu lassen.

    Liebe Grüße

    René

  30. Hallo,

    Kann das stimmen mit nur 1,5% betroffene im Braunkohle-Revier NRW? Das bedeutet bei 60.000 Betroffenen, dass das Revier 4 Millionen Menschen umfasst. Hatte die Taz auch absolute Zahlen ?

    • So wie ich Phil verstanden habe geht es um 60.000 Menschen in allen deutschen Braunkohle-Regionen. Dann finde ich 4 Mio Werktätige in diesen Gegenden absolut realistisch.

      • Hallo Ulf,

        Danke für die Klarstellung. Inzwischen habe ich den Artikel auch gelesen und es ist unklar wie die Zahlen zusammenkommen. Wie groß ist wohl der Kreis fen die Kommission um die Reviere gezogen haben? Das wird wohl erst mit dem kompletten Bericht klar.

        Da ich gerade frisch an den Hambacher Tagebau gezogen bin (aus familiären Gründen), interessiert mich dieses Detail wohl mehr als Anderen. Hier im Dorf sind ca. 30% direkt betroffen, nicht zu vergessen die Steuereinnahmen in mehreren Millionenhöhe die die Stadt dann nicht mehr ausgeben kann.

        Ob das der Grund ist, warum die SPD Bürgermeisterin Pro Kohleabbau ist?

        Grüße

        Roman

  31. Hallo zusammen,

    Viele regen sich über Milliarden auf die aus dem Fenster geworfen werden für alle möglichen Sachen. Ich bin über YouTube jetzt wieder aktuell mit cum ex und cum cum Geschäften konfrontiert worden. Es gibt sie angeblich immer noch …. Wie kann das sein? Kann Ulf das vielleicht Mal rechtlich einordnen?

    https://youtu.be/zhoFGKyyBbE

    Macht weiter so

  32. Hallo zusammen, Ihr diskutiert ja regelmäßig Aspekte der “Dieselthematik”, wie VW das Thema im Geschäftsbericht nennt. Da. möchte ich anregen auch mal den sogenannten “Widerrufsjoker” zu beleuchten: https://www.test.de/VW-Skoda-Seat-Audi-Lukrative-Rueckgabe-Chance-fuer-Autokaeufer-5165777-0/ Ist das nun seriös oder möchten da ein paar Kanzleien kräftig scheffeln?