LdN Sommerinterview 1: Axel Friedrich zu Diesel-Gate

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| 88 Kommentare

Liebe Freundinnen und Freunde,

wie schon so halb versprochen gibt es auch in der Sommerpause etwas Input von uns. Als Ulf im Urlaub weilte, hat Philip noch drei Interviews aufgezeichnet.

Im ersten Sommer-Interview spricht Philip mit dem ehemaligen Abteilungsleiter um Umweltbundesamt Axel Friedrich, der den Diesel-Skandal mit aufgedeckt hat. Friedrich berichtet über den Stand der Dinge, wie es dazu kam, wie politisch reagiert werden müsste und was Ihr beim Autokauf beachten müsst.

In der einstündigen Plus-Version erklärt Axel Friedrich ausserdem, warum er von der angeblichen Elektro-Offensive von Volvo nichts hält; warum manche Elektro-Autos so viel CO2 produzieren wie Diesel-KFZ – und welches Auto derzeit das ökologisch sinnvollste ist.

Das Gespräch hat stattgefunden, bevor der Spiegel über das mutmassliche Auto-Kartell berichtete, und liefert vielleicht noch zusätzliche Hintergründe zu einem der größten deutschen Industrie-Skandale der Nachkriegsgeschichte.

Schickt uns auch weiter Fotos von dem, was Ihr seht, wenn Ihr die Lage hört:

team (AT) lagedernation.org

Zu sehen sind die Bilder im Fotoalbum bzw. auf unserer LageKarte.

Philip und Ulf

Hausmitteilung

88 Kommentare

  1. Hi.
    Mal ehrlich, was soll das?
    Erst kündigt Ihr an, Werbung ein zu blenden und jetzt so eine Teaser…
    Premium Hörer Ding.
    Was denn jetzt?
    Entweder oder.
    Mal abgesehen davon, daß die Idee mit der Werbung ganz schlecht ist. Weil wer auch immer die Werbung schalten will, der will auch verkaufen. Und das bedeutet immer Einfluss auf das Programm in dem geworben wird. Ob da wirklich jemand “anruft” wage ich zu Bezweifeln aber es reicht die Schere im Kopf.
    Aber die Paywall Nummer…
    Dann auch bitte einen Preis an das Produkt kleben und keine Werbung.

    • Was genau verstehst Du nicht? Was meinst Du mit ‘Teaser’?

      Dass wir uns von der Werbung beeinflussen lassen kann ich ausschließen. Nehmen wir das Beispiel SPD: Obwohl ich da Mitglied bin kommt die SPD bei uns sicher nicht besser weg als andere Parteien … manchmal denke ich, ich bin mit dem “eigenen” Laden eher noch kritischer als mit anderen Parteien (sicher mit Ausnahme der AfD, aber die spielt außer Konkurrenz).

      • …tschuldigung, das ist vollkommen arriviert von Euch – die entscheidende Hälfte nach dem anteasen in der Beschreibung hinter eine Paywall zu versenken, nur mit der Clubkarte hat man den Genuss.

        Wandere jetzt zu anderen Podcasts ab —> https://www.youtube.com/watch?v=DX3MWP_KZQQ&t=6706s

        …da werden 4std hochgeladen for nothing und irgendwoher werden noch €60 Euro für die Restaurant Rechnung zusammengekratzt.

      • Mit “Teaser” meint er wohl wahrscheinlich, dass die hier angebotene Folge nur 30 Minuten umfasst. Wenn man das ganze Gespräch hören will, muss man Küchenstudio+ abonnieren.
        Wenn ich mich richtig erinnere habt ihr damals bei Einführung von + gesagt ihr würdet nichts hinter einer Paywall verstecken wollen. Das hat sich nun wohl geändert. Die komplette Folge gibt es nur noch, wenn man zahlt.

        Zusätzlich kommt dann noch die Werbung hinzu, die einfach ein komisches Gefühl erweckt. Wieso führt ihr beides ein?
        Und wieso gibt es ein Lagezentrum, mit dem ihr von den zahlenden Hörern erbrachte Arbeit nutzt ohne diese zu bezahlen? Das hinterlässt bei mir einfach insgesamt einen sehr negativen Eindruck. Es kommt einfach zu viel zusammen. Wenn das Produkt LdN komplett unkommerziell wäre, fände ich das Lagezentrum super. Aber momentan kommt da meiner Meinung nach einfach zu viel zusammen: Geld durch +-Abo, Paywall, damit möglichst viele das Abo abschließen, zusätzlich Werbung und letztlich die zahlenden Hörer auch noch unbezahlt arbeiten lassen.

        Ich fände das Konzept der freiwilligen Spenden deutlich sympatischer. Die könnt ihr ja dann im Podcast vorlesen. Da spendet dann jeder wie er kann und wie viel ihm der Podcast wert ist. Dan könnte aber wenigstens jeder auf das volle Programm zugreifen. Aktuell schließt ihr einfach Menschen mit weniger finanziellen Mitteln, wie Schüler, Studenten und Arbeitssuchende, aus.

      • Wenn ich mich richtig erinnere habt ihr damals bei Einführung von + gesagt ihr würdet nichts hinter einer Paywall verstecken wollen. Das hat sich nun wohl geändert. Die komplette Folge gibt es nur noch, wenn man zahlt.

        Das hat sich nicht geändert. Die Lage bleibt kostenlos. Es gibt jetzt Sommerinterviews als Bonus, und für die Menschen, die uns unterstützen, gibt es noch etwas mehr Bonus.

        Und wieso gibt es ein Lagezentrum, mit dem ihr von den zahlenden Hörern erbrachte Arbeit nutzt ohne diese zu bezahlen?

        Wir lassen nicht für uns arbeiten: Die Menschen, die uns mit einem Plus-Abo unterstützen, bekommen noch die Chance, die Sendung zu verbessern. Wir verstehen das als Partnerschaft für die Lage.

        Ich fände das Konzept der freiwilligen Spenden deutlich sympatischer.

        Gibt es ja, und wir freuen uns über jede Spende. Aber die bisherigen Beträge sind leider nicht einmal kostendeckend, geschweige denn dass sie ein Niveau erreichen, dass ein ansatzweise angemessener Stundensatz für Phil dabei herauskommt.

      • Das hat sich nicht geändert. Die Lage bleibt kostenlos. Es gibt jetzt Sommerinterviews als Bonus, und für die Menschen, die uns unterstützen, gibt es noch etwas mehr Bonus.

        Nun gut, ich hatte darunter verstanden, dass die Lage (der Podcast) für alle verfügbar sein soll. Ihr meint nun jetzt damit, dass nur die Folgen mit euch beiden für alle verfügbar sein sollen? Oder wird das in Zukunft noch weiter eingeschränkt? Beispielsweise einmal die Woche “Die Lage” mit euch beiden für alle und dann noch weitere Sondersendungen mit beiden, die aber nur für zahlende Hörer verfügbar sind?

        Wir lassen nicht für uns arbeiten: Die Menschen, die uns mit einem Plus-Abo unterstützen, bekommen noch die Chance, die Sendung zu verbessern. Wir verstehen das als Partnerschaft für die Lage.

        Ihr habt vor kurzem erst im Podcast erwähnt, dass ihr euch das Lagezentrum so vorstellt, dass schon fertig recherchierte Themen und Quellen eingereicht werden. Das ist Arbeit für diese Menschen. Klar machen die das freiwillig und um euch zu unterstützen. Die Idee finde ich auch wunderschön. Aber nicht, wenn ihr auf der anderen Seite mit mehreren Konzepten anfangt die Lage zu kommerzialisieren. Wenn das mehr als ein Hobby sein soll und ihr damit Geld verdienen wollt (also mehr als es nur zu finanzieren), dann sollten diese Menschen bezahlt werden und nicht dafür bezahlen, dass sie euch diese Arbeit abnehmen.

        Gibt es ja, und wir freuen uns über jede Spende. Aber die bisherigen Beträge sind leider nicht einmal kostendeckend, geschweige denn dass sie ein Niveau erreichen, dass ein ansatzweise angemessener Stundensatz für Phil dabei herauskommt.

        Es ist doch vollkommen verständlich, dass niemand bereit ist an einen Podcast zu spenden, der auf anderen Wegen schon Geld einnimmt. Es gibt genug Beispiele für Podcasts, die vollkommen Werbefrei, ohne Paywall nur durch Spenden finanziert werden. Beispiel: Im Aufwachen! Podcast (https://aufwachen-podcast.de) wird einfach am Ende jeder Folge zum Spenden und “Präsentieren” (Spenden eines fixen großen Betrags) der Folge aufgerufen. Am Anfang jeder Folge werden die Präsentatoren und Spender vorgelesen. Der Podcast liegt in den iTunes Charts unter eurem, ich vermute also, dass er weniger Hörer hat; finanzieren lässt er sich trotzdem. Zudem ist der Podcast deutlich länger und erscheint häufiger, nimmt also mehr Zeit in Anspruch.

        Ihr müsst im Endeffekt natürlich selber entscheiden, wie ihr das Projekt angehen wollt. Mir gefällt die Strategie von Abo *und* Premiumcontent *und* Werbung jedenfalls nicht.

      • ..ich finde auch für den Plebs – also mich eingeschlossen – muss ein gewisser Teil an Kultur und Nachrichten frei verfügbar sein. Wenn ich nicht mit €667 Euro im Monat und dann noch die Miete und Schuldendienst davon abziehen müsste, würde ich das “Große Pils im Monat” gerne ausgeben.

        Ich hätte gegenüber anderen ein schlechtes gewissen, wenn ich das ausgeben würde. Also wären wir, weil ich gerne auch vielseitig aus einer andren politischen Warte Inhalte anhöre bei eine monatlichen Wirtshaus-Runde von €30-50.

        | “Und wieso gibt es ein Lagezentrum, mit dem ihr von den zahlenden Hörern erbrachte Arbeit nutzt ohne diese zu bezahlen?”

        ..naja sehe das eher wie ein Club Model mit besseren Zugängen, dort schreiben dann Leute, deren Arriviertheit auch Auswirkungen auf die Inhalten und den Umgang hat.

        Das mit dem Stundensatz ist natürlich kritisch. Ich gehe aber davon aus, das 1% der Hörer spenden und jede Woche ca. 1000 Euro zusammen kommen, was einen mitleren Stundensatz entsprechen würde. Ich gehe nicht davon aus, das es ein viel höheres Abschöpfungspotential gibt – wie das in der Marketingsprache heißt. Das Geld das jetzt auch bei anderen Podcast gerade einbricht, müsste man wenn sich von Neckermann, Airberlin und Co wiederholen. (Hörertreffs habt ihr aber auch gemacht und somit ein wenig vom Urlaubsbuget dem Konkurenten abgenommen.)

        Ich gehe wirklich davon aus, das Ihr euch gut finanzieren könnnt und das clever macht..übertreibt es nicht.

      • Ich gehe aber davon aus, das 1% der Hörer spenden

        Schön wär’s …

      • @ulf: das problem beginnt damit, dass ihr nicht über zahlen redet. menschen füllen vorhandene lücken tedenziell mit negativen annahmen auf. hier müsstet ihr euch überwinden oder die spekulationen hinnehmen. ich würde vorschlagen, ihr haltet es wie der http://www.gamespodcast.de. da wird sehr offen über das thema geld geredet. es werden ziele kommuniziert und man kann sich als hörer überlegen, dann eben auch mehr reinzubuttern.

        das andere ist, dass ihr es nicht wirklich gut erklärt habt. die lage, so heißt ja der podcast. mir selbst war zwar klar, dass mit “die lage bleibt kostenfrei für alle verfügbar” gemeint war, dass die bis zu 2h-sendung mit euch beiden gemeint ist.. aber man sieht hier ja, dass nicht jeder so verstehen konnte oder wollte. hier klar abzugrenzen löst vielleicht etwas unmut bei einigen auf.

        und zuletzt: die folge so aufzusplitten war nicht wirklich geschickt. klar, ihr wollt anreize setzen.. verstehe ich. aber das ist zu sehr gegen die hörerinnen, die es sich nicht leisten können. dann lieber klaren premiumcontent.

        hier wäre vielleicht auch noch die idee hilfreich, eine art spendenpool einzurichten. das kostet dann zwar auch alles zeit und geld.. aber gut erklärt und die leute mitgenommen, löst sich die problematik so ja vielleicht auch auf.

        mfg
        mh

      • danke Marco für das konstruktive Feedback!

  2. “In der einstündigen Plus-Version erklärt Axel Friedrich außerdem, warum er von der angeblichen Elektro-Offensive von Volvo nichts hält.”

    Ich meine, jeder ist frei einen Podcast zu machen oder sein zu lassen und dafür als im Gegenzug Geld für den Lebensunterhalt zu nehmen.

    Kommentar teilweise gelöscht: Bitte verzichtet auf persönliche Beleidigungen. Danke.

    Das ist eigentlich der interessanteste Part vom Interview, die Clubversion kann ich mir nicht leisten, dann hab ich auch kein Bock mir die NORMALE VERSION REINZUZIEHEN: EINE PAYWALL WIRDS MIT UNS NICHT GEBEN GEIL!!!!!

    • Richtig, eine Paywall für die Lage als solche gibt es ja auch nicht. Es gibt lediglich Premium-Content für diejenigen Menschen, die uns unterstützen. Das kostet den Gegenwert von einem großen Pils im Monat.

      • ich kann mir nur für 39cent im Penny das Bier leisten und das die letzten 2 Monate davor nicht. Und ernsthaft, will mich auch für den Sozialneid entschuldigen.

      • >>Es gibt lediglich Premium-Content für diejenigen Menschen, die uns unterstützen.

        Das ist ja auch ok, aber hier hätte das vielleicht am Anfang der Folge vielleicht kurz angesagt werden können. Ich lese mir nicht vor dem Hören immer die kompletten Shownotes durch und war über das abrupte Ende doch ein wenig überrascht und leicht angesäuert. Wenn das gleich am Anfang kommuniziert wird, dass das Interview nicht komplett ist, kann man sich gleich entscheiden, ob man es hören will.

      • Stimmt, das war ungeschickt. Sorry.

      • Genau das ist es auch, was mich daran gestört hat. Die Ansage, dass das jetzt nur die Light-Version war, kam völlig überraschend am Ende. Und hat mich dann geärgert.

      • klar, das war ungeschickt, machen wir nicht wieder.

      • Von mir aus nur für die Clubkunden, weil die interessanteste Aussage bzgl. elektro Volvo nur im arrivierten Club zugänglich ist. Hab, anders als @Stefan deswegen auch nicht mir die free weil wie gesagt interessanteste Part ausgespart war.

        Und in der Tat ( Phrasenschwein) vorher hattet ihr für den Club ledig zeitliche Versetzung sowie Zusatzprogramme versprochen. Aber den normalen Usern keine halben Ausgaben angekündigt. Das ist nur meine bescheidene Meinung. Mein Wunsch wäre dahingehend dass die volle Ausgabe verfügbar wäre für nicht Premium wenn wieder eine halbe kommen sollte. Sonst ist mir das wirklich zu viel, wenn dann immer was fehlt – würde dann in diesem Modus natürlich immer nur volle und nie so heftige Sachen hören

  3. Es kann nicht sein, dass am Ende die Autofahrer die dummen sind…
    Ich hatte vor vier Jahren als Student einen alten Golf4 TDI. War vollkommen zufrieden, war nur als die Feinstaubplakette in unserer Stadt eingeführt wurde, ohne Unfall ein wirtschaftlicher Totalschaden (Filter nachrrüsten hätte den Wert überstiegen)

    … ok… dient ja der Umwelt… Kein Ding…

    Jetzt habe ich wieder einen Diesel – diesmal neu mit aktueller Umweltplakette… und nun wiederholt sich das Ganze?
    Momentan habe ich da allerdings weniger Verständnis für! Die Autoindustrie baut Mist, die Städte müssen ihre Feinstaubbelastung senken und Autofahrer sitzen zwischen den Stühlen. Anstatt dass die Industrie dafür zur Rechenschaft gezogen die Leute das ausbaden, die in gutem Glauben ein sauberes Auto gekauft haben?

    Blaue Plaketten und Dieselverbote in den Städten können nicht die Lösung sein.

    Sanktionen für Fahrzeuge sollten nur für neu zugelassene PKW gelten.

    Die Rechnung, dass es keinen Sinn macht einen Diesel zu kaufen verstehe ich nicht. Diesel verbrauchen (unabhängig vom Steuervorteil) nachweislich deutlich weniger, als vergleichbare Benziner.
    Wenn man den Umweltaspekt also außen vor lässt, sind Diesel jedenfalls günstiger.

    Fand das damals immer so witzig, dass mein Nachbar mit seinem Amischlitten der 15 Liter verbraucht eine grüne Plakette hatte, während ich dieses Privileg mit meinem Golf mit dem ich unter 5 Litern gefahren bin, nicht hatte.

    • 27. Juli 201716:09
      ChristianE

      Mach dir keine Hoffnungen. Sollten tatsächlich die Hersteller zur Rechnung gebeten werden, dann zahlt der Kunde es entweder über erhöhte Preise in der Zukunft, oder es wird mit Verlust von Arbeitsplätzen oder Wegzug der Industrie aus D gedroht. Ist leider immer dasselbe. Die zeche zahlt immer der Verbraucher. Wer auch sonst?

  4. 26. Juli 201716:31
    Angela Merkel

    Schade, dass ihr jetzt eine Paywall einführt, obwohl damals gesagt wurde, dass das nicht passieren wird. Die Ankündigung sich nach Werbepartnern umzuschauen hat mir schon nicht gefallen und jetzt auch noch Inhalt vorenthalten finde ich mies. Entscheidet euch für ein Modell (oder machte am besten komplett frei verfügbar und ruft zum Spenden auf) anstatt sowohl Spenden entgegenzunehmen, als auch eine Paywall zu haben und demnächst dann auch noch Werbung zu schalten.

    Für mich ist das leider der Zeitpunkt an dem ich aufhöre das Projekt zu unterstützen.

    • Wir führen gerade NICHT entgegen einem früheren Versprechen eine Paywall ein. Wir haben immer gesagt, dass die Lage selbst kostenlos bleibt und wir Bonus-Inhalte für die Plus-Kundinnen und Kunden anbieten werden. Daran hat sich nichts geändert: Die Sommer-Interviews sind Bonus-Inhalte, die es nun sogar ebenfalls teilweise gratis gibt. Für Plus-Abonnenten gibt es dann noch eine längere Fassung der Interviews.

      Ich finde ehrlich gesagt merkwürdig, dass sich hier Leute darüber ereifern, dass es nicht ALLES umsonst gibt, was Phil und ich produzieren, sondern nur 98% unserer Inhalte. Arbeitet ihr alle komplett ehrenamtlich?

      • 26. Juli 201720:03
        Angela Merkel

        Dann habt ihr wahrscheinlich eine sehr verzerrte Vorstellung des Wortes Paywall. Die Mehrheit der Kommentare hier empfindet es ja als solche. Ihr bietet ein Abo Modell an, und versperrt nicht-zahlenden Hörern den Zugang auf die Inhalte und reibt dies auch noch unter die Nase, indem hier eine halbe Episode hochgeladen wird. Das ist eine Paywall.
        Und was Bonus Inhalt ist und was nicht ist doch komplett willkürliche Definitionssache. Wenn dieses Interview keine Lage ist, was macht es dann in diesem Podcast? Lagert das doch dann einfach in ein separaten Podcast aus..

        Ich fordere nicht, dass ihr diesen Podcast komplett umsonst machen sollt. Ich habe aber in letzter Zeit das Gefühl, dass ihr die Monetarisierung zu sehr wollt/forciert. +Abo mit Paywall, Werbeüberlegungen, aber auch noch Spenden entgegen nehmen und dann auch noch vom Lagezentrum profitieren. Wurde ja hier schon in anderen Kommentaren angesprochen. Ich als jemand der das Projekt schon früh durch Spenden unterstützt hat finde das einfach etwas zu viel. Bei anderen Podcasts klappt es auch nur mit Spenden zu existieren.
        Vielleicht habe ich auch einfach eine falsche Sicht auf das Projekt gehabt. Ich dachte hier setzten sich ein politisch interessierter professioneller Podcaster und ein Jurist zusammen und reden über “die Lage der Nation”, weil es ihnen Spaß macht. Ihr habt doch beide Jobs. Muss man mit dem Hobby dann auch noch Profit machen? Ist ja ok wenn ihr hier +/- Null rauskommen wollt. Aber Werbung + Abo + Spenden + Arbeit an Lagezentrum auslagern wird doch wohl definitiv mehr als nur die Kosten decken…

      • Schön, dass Du die Lage von Anfang an unterstützt hast. Und wie gesagt, die Veröffentlichung des halben Interviews war ungeschickt. Das frustriert natürlich. War eine Panne, passiert nicht wieder.

        Ansonsten kann ich Deine Kritik nicht nachvollziehen: Warum eigentlich soll die Lage bestenfalls ihre Kosten decken? In jeder einzelnen Folge stecken locker zehn Stunden Arbeit, teils auch deutlich mehr …

        Wie selbstverständlich davon auszugehen, dass das alles auf Dauer gratis und werbefrei ist, das scheint mir schon eine ziemliche Geringschätzung geistiger Arbeit. Nur weil wir keine Rohre verlegen oder Löcher im Zahn flicken ist unsere Arbeitszeit doch nicht weniger wert.

      • 26. Juli 201721:13
        Angela Merkel

        >> Warum eigentlich soll die Lage bestenfalls ihre Kosten decken?

        Vielleicht habe ich das Projekt einfach falsch eingeschätzt, ich dachte es wäre als Hobby angelegt. Wenn euer Ziel ist damit Geld zu verdienen finde ich es moralisch allerdings nicht vertretbar eure Hörer unbezahlte Recherchearbeit leisten zu lassen, wieso ist die Arbeit dieser Leute weniger Wert als eure? Bei der Ankündigung von + hieß es ja auch explizit, dass man auch mal externe Journalisten für Recherche bezahlen will. Nun lasst ihr es einfach eure Hörer erledigen.

        >> Wie selbstverständlich davon auszugehen, dass das alles auf Dauer gratis und werbefrei ist, das scheint mir schon eine ziemliche Geringschätzung geistiger Arbeit.

        Ich schätze eure Arbeit, die ihr in die Lage investiert, deswegen habe ich gespendet. Ich habe einfach ein Problem damit es durch schlechte Konzepte wie Werbung und paywalls zu kommerzialisieren. Das sind Maßnahmen die in konventionellen Medien genutzt werden. Ich bin absoluter Podcast Fan und freue mich, dass es viele tolle Beispiele gibt in denen eben keine Werbung geschaltet wird und in der es keine finanzielle Hürde gibt die einige dann nicht überwinden können (Freakshow, Logbuch Netzpolitik, Aufwachen, Wrint). Spenden ist für mich einfach eine passendere und positivere Form der Unterstützung, da so jeder nach seinen Mitteln beitragen kann und somit niemand ausgeschlossen wird. Stattdessen muss man jetzt bei euch a) die finanziellen Mittel haben, b) eine Kreditkarte besitzen, c) bereit sein seine Kreditkarten Daten an ein externes Unternehmen weiterzugeben. Oder man gibt sich damit zufrieden nicht alle Inhalte anhören zu können (für mich sehr frustrierend, da ich dann das Gefühl habe etwas zu verpassen) und wird gezwungen Werbung zu hören.

      • Wenn euer Ziel ist damit Geld zu verdienen finde ich es moralisch allerdings nicht vertretbar eure Hörer unbezahlte Recherchearbeit leisten zu lassen.

        Leuchtet mir nicht ein: Das ist ein Angebot bzw. eine Chance – wer mag kann uns Tipps geben und damit die Lage mitgestalten. Niemand muss.

      • 26. Juli 201721:35
        Angela Merkel

        Du empörst dich hier darüber, dass ich angeblich fordere du solltest unbezahlt arbeiten.
        Ihr nutzt aber effektiv mit dem Lagezentrum die unbezahlte Arbeit eurer Hörer (die sogar bereit waren Geld dafür zu bezahlen).
        Was macht deine Zeit/Arbeit so viel mehr Wert als die deiner Hörer?

        Und nochmal: ich erwarte nicht dass ihr das hier komplett für Lau macht. Aber WENN ihr es macht um Profit zu machen (also MEHR einzunehmen als nur +/- Null), dann könnt ihr nicht auf der anderen Seite Leute umsonst arbeiten lassen. Das ist einfach richtig mies. Du kommst doch selber mit dem Argument dass deine Zeit und Arbeit einen Wert hat, findest es aber auf der anderen Seite vollkommen natürlich, dass deine Hörer das umsonst machen? Und nennst es sogar “Chance”.. ich bitte dich.. Wieso siehst du es für dich dann nicht als Chance den Podcast zu machen, um am öffentlichen Diskurs teilzunehmen und diesen mitzugestalten. Ist doch das selbe schlechte Argument was du hier bringst.
        Sorry wenn das jetzt etwas durcheinander war, aber das fand ich jetzt echt schwach von dir.

      • Das ist ein Angebot bzw. eine Chance

        Ich hatte nach meinen letzten Kommentaren eigentlich nicht mehr vor mich hier zu melden, habe trotzdem weiter mitgelesen.

        Aber die Arbeit der Hörer hier als *Chance* zu verkaufen ist fast schon pervers, wenn du dich einen Kommentar weiter darüber aufregst, dass es Quatsch ist zu verlangen den Podcast kostenlos anzubieten. Entscheid dich für eine Seite: sollte Arbeit für diesen Podcast entlohnt werden oder nicht? Wenn “Ja”, dann findet ein geeignetes Modell den Podcast zu finanzieren und bezahlt dann aber auch andere Menschen, die zum Podcast beitragen, nicht nur euch zwei. Oder “Nein”, dann macht den Podcast als Freizeitprojekt, bei dem die Hörer ihre Arbeitszeit spenden können, so wie ihr eure spendet, um ihn zu verbessern.

        Diese Frage ist meiner Meinung nach übrigens vollkommen losgelöst von der Frage auf welche Art die Finanzierung letztendlich geschieht.

      • PS

        Ihr habt doch beide Jobs.

        Das Argument finde ich völlig daneben: Warum MÜSSEN wir Deiner Meinung nach die Lage umsonst machen, nur weil wir dann trotzdem nicht verhungern müssen? Phil kann weniger arbeiten, verdient also ganz direkt weniger Geld, weil er die Lage macht. Und ich kann weniger andere Projekte annehmen – oder auch einfach weniger auf der Couch liegen.

        Im übrigen verdient man jedenfalls in der Berliner Justiz so mies, dass ich ohnehin meinen Beruf schon zur Hälfte pro bono mache, verglichen mit einem Job zB in einer Kanzlei. Mein Engagement bei der GFF ist völlig ehrenamtlich. Daher denke ich, dass ich mich nun wirklich genug für das Gemeinwohl engagiere. Woher kommt eigentlich dieser Anspruch, Podcasts müssten (abgesehen von Spenden) umsonst sein?

      • 26. Juli 201721:26
        Angela Merkel

        >> Warum MÜSSEN wir Deiner Meinung nach die Lage umsonst machen

        Ihr MÜSST überhaupt nichts. Ich gebe euch hier einfach nur mein Feedback. und hoffe, dass ihr seht, dass es schönere Möglichkeiten gibt den Podcast zu gestalten ohne Menschen auszuschließen. Ob ihr dieses Feedback teilweise, ganz oder garnicht annehmt liegt an euch. Ich teile hier einfach nur meine Meinung mit und habe nunmal für mich entschieden, dass ich den Podcast ab sofort – beziehungsweise so lange ihr diesen neuen Weg geht – nicht mehr unterstützen werde, weder finanziell durch Spenden, noch durch Empfehlung an Freunde. Ich kenne ja auch eure Zahlen nicht, sehe aber, dass es andere podcasts die in den charts unter euch liegen sich auch finanzieren können, obwohl die häufiger erscheinen und eine längere Laufzeit haben.

        >> Woher kommt eigentlich dieser Anspruch, Podcasts müssten (abgesehen von Spenden) umsonst sein?

        So haben sich Podcasts nunmal einfach entwickelt. Ich war da relativ früh dabei und finde es einfach eine unglaublich tolle Art ein Projekt zu finanzieren, da eben jeder so spendet wie er kann. Für einen Schüler oder Studenten sind 5 Euro im Monat viel Geld, die werden es sich sehr gut überlegen müssen, ob sie die abtreten können und werden dann schlimmstenfalls Inhalt verpassen. Mit dem Spendensystem (auf das dann natürlich auch hingewiesen werden sollte) kann ein Student halt immer mal wieder für eine gute Folge spenden, oder jeden Monat einen Euro überweisen, während der Berufstätige 10 Euro im Monat abgibt. Vielleicht spendet der Student, wenn er mit dem Studium fertig ist und einen Job gefunden hat dann eine sehr große Menge auf einmal.

      • Entschuldigung, dass ich jetzt hier auch noch kommentiere, ich will einfach noch mal drauf hinweisen:

        Du findest es völlig daneben, dass Angela Merkel das Argument “Ihr habt doch beide Jobs.” bringt. Du sagst: der Fakt, dass du Geld verdienst und nicht verhungern musst berechtigt Angela nicht dazu zu verlangen, dass du hier kostenlos für die Lage arbeitest.

        Ich bin mir nicht ganz sicher, dass sie das gefordert hat, aber bleiben wir einfach mal dabei.

        Die Hörer, die im Lagezentrum für euch recherchieren müssen höchst wahrscheinlich nicht hungern, sonst würden sie keine 5 Euro für diesen Podcast zahlen. Wieso ist es OK, dass ihr diese Arbeit dann umsonst nutzt? Ich verstehe wirklich nicht, wie du dich auf der einen Seite so aufregen kannst, andererseits aber nicht siehst, wie ihr von der unbezahlten Arbeit anderer profitiert. Wenn es dir wirklich darum geht, dass Arbeit für dieses Projekt entlohnt werden muss, dann solltet ihr konsequent sein und externe Recherchen auch entlohnen.

      • Weil es keine Arbeit von den Leuten ist, sondern ein Angebot an sie.

      • 27. Juli 201716:22
        ChristianE

        Sorry aber das ist doch absichtlich naiv von dir. Die Leute wollen helfen, eben weil das Projekt bisher als “ehrenamtlich” gesehen wurde. Natürlich möchte man dann die Herausgeber entlasten, wenn man kann. Wenn ihr das als Nebenjob anseht werden die meisten Leute, meiner Meinung nach auch berechtigt, sagen, dann sollt ihr auch die Arbeit machen.

      • das ist mit den Fakten nicht vereinbar: Wir haben das Lagezentrum gestartet, als es das Plus Abo längst gab, also nach Deiner Definition das Projekt nicht mehr “ehrenamtlich” war. Und die Leute, die sich im Lagezentrum Themen wünschen, leisten damit keine Arbeit, sondern gestalten freiwillig die Lage mit. Dass wir da Leute für uns einspannen oder Arbeit abwälzen würden ist eine völlig an den Haaren herbei gezogene Kritik, schließlich müssen wir die dort eingestellten Materialien auch alle wieder lesen.

      • 28. Juli 201712:01
        ChristianE

        Du hast natürlich recht wenn du sagst, dass Input in das Lagezentrum freiwillig ist.

        Aber ich sehe schon einen Unterschied, ob man mit dem Plus Abo nur laufende Kosten reinholen will oder eben bezahlt werden will. Und das war bis vor Kurzem für mich und vermutlich viele Andere nicht transparent.

      • 27. Juli 201716:20
        ChristianE

        Alles valide Argumente.

        Jetzt kommt das “Aber”: Viele Hörer (ich inklusive) scheinen die Lage, als sie erstmals eingeführt wurde, anders aufgefast zu haben, eben mehr als ein Hobby bzw. nettes Nebenprojekt von zwei interessierten Mitbürgern. Warum das viele Leute so erwartet haben mag an der derzeit verbreiteten “Kultur” des Podcasts zu sein.

        Immerhin habt ihr euch ja jetzt zu dem Komplex Finanzierung geäußert, und jeder der Hörer kann ja nun daraus seine Schlüsse und Konsequenzen ziehen. Die einen wird es nicht stören dass ihr die Lage als Nebenjob bezahlt bekommen wollt, andere wiederum schon.

      • 9. August 201714:59
        Dave Bowman

        >> Woher kommt eigentlich dieser Anspruch, Podcasts müssten (abgesehen von Spenden) umsonst sein?

        Weil die meisten Podcasts auf iTunes nun mal gratis sind.

        Ich unterstütze jeden Monat http://www.gamespodcast.de auf Patreon, weil dort drei Menschen hauptberuflich am Podcast arbeiten. Es ist also kein reines Hobbyprojekt mehr. Das darf natürlich auch durch Spenden und Werbung die entgangenen Einnahmen kompensieren, aber das mit den Bonus-Folgen sehe ich auch eher kritisch. Außer diese haben gar nichts mit der Lage zu tun und sind mehr private Folgen über eure Hobbies, Karriere etc. Da wäre es dann absolut in Ordnung, wenn nur eure Unterstützer diese Folgen hören können. Für die Intervieweten der Sommerinterviews wäre es doch auch besser wenn möglichst viele Menschen diese Podcasts hören könnten.

  5. Für mich sieht das auch wie eine Paywall aus.

    Es ist ok, wenn ihr für die Plus-Mitgliedschaft Werbung macht, es ist okay, wenn Ihr sonstige Werbung macht, es ist auch okay, wenn Ihr zusätzlichen, bezahlten Content anbietet.

    Aber ein halbes Interview zu veröffentlichen und die andere Hälfte nur anzubieten, wenn man zahlt… Das ist etwas nervig. Was ist das anderes als eine Paywall?

    Das ist genau der Scheiß, der bei anderen Anbietern so nervt. Den Inhalt anteasern und wenn man draufklickt: “Bitte hier die Kreditkarte durchziehen!”

  6. Ich wäre dafür die Bonus-Inhalte auch in ein separaten Bonus-Feed zu packen. Dieses halbe Sommerinterview gar nicht in den normalen LdN-Feed aufzunehmen und nur in euren normalen und kompletten Folgen auf den Bonus-Feed hinzuweisen, eventuell mit ein kurzen Teaser.

    • danke für das Feedback – wir denken mal drüber nach, wie wir das so gestalten können, dass es euch mehr Freunde macht.

      • Es wäre ja auch möglich die Bonusinhalte den Abonnent/+ nur eine gewisse Zeit exklusive zugänglich zu mache. Und nach einer gewissen Zeit ( 6 Monate ) allen zu eröffnen. Dadurch würde ich, der euch nur per Überweisung unterstützt, doch noch die komplette Folge hören können und eure Interviewpartner würden später von der kompletten Reichweite von der LdN profitieren.

  7. Thema Paywall:
    Lasst euch nicht unterkriegen, wiederholt nicht den Fehler mit halben Episoden für nicht Plus, aber bitte weitermachen. Ein Plus Abonnent.

    Inhaltlich:
    Kritischer Artikel über die Deutsche Umwelthilfe in der FAZ: http://m.faz.net/aktuell/politik/inland/deutsche-umwelthilfe-kaempft-fuer-fahrverbote-15117944.amp.html

  8. Bei einer regulären Paywall kann man meist den einen Beitrag, der einen interessiert, gegen Bezahlung freischalten. Ohne Abo. Insgesamt habe ich den Eindruck, Ihr seid momentan zu sehr auf der Suche nach funktionierenden Bezahlkonzepten. Experimentiert mal nicht zu viel herum!

  9. Fand das jetzt auch sehr blöd mit dem halb angefangen Interview. Wobei ich durchaus gewillt wäre so eine Plus Mitgliedschaft zu machen, aber da es weiterhin nur per Kreditkarte geht ist es für mich nicht möglich. Schade. Hätte sehr gerne den Rest auch noch gehört.

  10. Ich hätte auch erwartet, dass das Interview als Ganzes verfügbar ist, weil ihr gesagt habt, es gäbe keine Bezahlschranken für Kerninhalte. Gut, ihr habt deutlich gemacht, es ist ein Bonus. Dass man einen “Teaser” davon veröffentlicht, kann man vielleicht als unseriös empfinden, wenn man es als ein Lockangebot sieht.

    Aber auch wenn man sich darüber ärgert oder sich generell den Podcast gratis und werbefrei zurückwünscht, die Anspruchshaltung, die hier zum Teil kommuniziert wird, ist völlig abgehoben.

  11. Da sich hier so viele negativ zum Thema Werbung äußern, möchte ich mal eine etwas anders Sicht reinbringen.

    Mein Problem mit Werbung in Podcasts besteht nur mit deutschen Formaten die sich dabei unglaublich steif verhalten und es auch ganzes Trend nach Werbung aussehen lassen. Und ich frage mich jedes Mal warum es bei englischsprachigen Formaten i.d.R. kein Problem ist und in der Regel auch einfach flüssig in die Unterhaltung einfließt kann.

    Da fällt es viel weniger auf das es Werbung ist und es wird einem auch viel eher vermittelt das die beworbenen Produkte selbst genutzt werden. Das beste Beispiel sind hier meiner Ansicht nach Empfehlungen für Audible. Vor allem werden die Werbungen selbst eingesprochen und nicht irgendwelche Trailer/Jingle etc. eingespielt.

    Und ehrlich gesagt finde ich es auch Recht vermessen hier ein potentiell komplett kostenloses Angebot zu nutzen für das andere viel Zeit und Geld investieren und sich dann zu beschweren wenn diese Personen wenigstens versuchen Kostenstelle die zu arbeiten. Wer keine Werbung will kann sich ein Abo zulegen, wer es sich nicht leisten kann, sollte meine Ansicht nach auch durchaus mal ne Minute Werbung ertragen können ( auch wenn diese hier vermutlich ebenso steif ausfallen wird wie in anderen deutschen Formaten).

    Letztendlich hier also auch Mal vielen Dank für die vielen informativen und unterhaltsamen Stunden und mögt ihr so noch lange erhalten bleiben euch finanzielle tragen können.

    • Nachtrag: Sorry für das Kauderwelsch an einigen Stellen. Da hat die Autokorrektur zugeschlagen und ich habe es übersehen.

      Hoffe es ist dennoch verständlich.

  12. Hallo ihr beiden,

    ich bin LdN-Hörer der ersten Stunde und habe auch schon seit längerer Zeit einen
    Dauerauftrag eingerichtet, um euch zu unterstützen.
    Ich habe mich damals bewusst für den Dauerauftrag und gegen eine
    Plus-Mitgliedschaft entschieden.
    Beim Dauerauftrag kommt mehr meiner Spende wirklich bei euch an, ich habe
    keinen weiteren Anbieter in der ‘Geld-Fluss-Kette’ (Datensparsamkeit) und ich
    brauche keine Kreditkarte.

    Leider habe ich in letzter Zeit vermehrt das Gefühl gegenüber den
    Plus-Abonnenten ‘benachteiligt’ zu werden (PreShow, Lagezentrum, Werbung,
    Sonderausgaben). Dies empfinde ich als unfair, da ihr von meiner
    Spende eigentlich mehr habt als von einem Abo.
    Gibt es von euch hier noch Pläne ‘nachzubessern’ oder ist euch der Aufwand zu
    groß/ bevorzugt ihr einfach das Abo?

    Falls ersteres, hier eine Idee zur Umsetzung:
    Lasst die Nutzer doch optional in der Betreffzeile der Überweisung eine E-Mail-Adresse
    angeben und sobald die Spende >= dem Abopreis ist verschickt ihr (automatisiert)
    Zugangsdaten zu den ‘Premium-Inhalten’.

    Viele Grüße und danke für eure Arbeit
    Matthias

  13. Hallo,

    ich glaube in so ziemlich jeder Folge erläutern Philip und Ulf sehr deutlich das sie verschiedene Dinge ausprobieren und experimentieren. Wenn etwas nicht passt, fliegt es halt aus LdN wieder raus, wenn etwas fehlt wird es halt hinzugefügt. Idealerweise wird es das nächste mal am Anfang kommuniziert das nur die hälfte verfügbar ist und fertig, oder eben gleich ein + Feed.

    Mir ist ehrlich gesagt nicht ganz klar wieso die beiden damit nicht Geld machen sollen. Es ist mit Sicherheit viel Arbeit für jede Folge und wenn man ein gutes Produkt hat sollen sie davon auch leben können. Gerade Philip muss als Journalist schauen ob sich das finanziell lohnt oder nicht, daher finde ich es legitim jetzt verschiedene Ansätze auszuprobieren. Die Idee des + Abos als Unterstützung ist gut und ich habe auch eins geklickt.

    Das Format von LdN ist super und dieses Sommerinterview war wirklich spitze. Sehr informativ und Philip hat eine sehr entspannte und interessierte Art um aus seinem Interviewpartner alles interessante herauszuholen und dies auch gut zu erklären.

    Keep up the good work!

  14. 27. Juli 201710:04
    Christian1313

    Zum Thema:

    Ich finde die Klagen der Umwelthilfe leider kontra-produktiv.

    Wenn es wie für mich auf ein Fahrverbot hinausläuft, wem gebe ich die Schuld? Nicht dem Autokonzern. Warrum das.
    1. Die Richtlininen und grenzwerte sollten vom Staat unabhänguig überwacht werden. (Staatsversagen)
    2. Die Klagen werden Interessensvertreter vorangetrieben die eine unklare Agenda verfolgen.

    Das führt dazu das Menschen, wie ich, die ein Fahrzeug gekauft haben um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, sich ein neues kaufen müssen. Mit den Randeffekt das der Verkauf des vorhandene Autos nichts einbringt.

    Die Banken wurden gerettet, aber das Privatvermögen darf durch Fahrverbote verichtet werden.

  15. Hallo,

    sehr interessante Folge und ich freue mich schon auf die Nächsten.

    Ich kann diese Paywall Diskussion nicht nachvollziehen. Es ist 50% von einer Folge, die mit dem normalen Format nichts zutun hat. Wenn dadurch ein größerer Anreiz für eine Mitgliedschaft geschaffen wird finde ich das gut, denn das Projekt gilt es meiner Meinung nach zu unterstützen.
    Natürlich sollte es eine Möglichkeit geben, dass andere Spender auch auf diese Folgen zugreifen können, aber das ist technisch eben nicht so leicht und vielleicht findet sich da noch ein Weg.

    Generell, ist die Qualität und das Niveau des Podcasts ist für den deutschsprachigen Raum außergewöhnlich. Es lohnt sich doch die Menschen hinter solchen Projekten zu unterstützen. Mir persönlich ist es auch völlig egal ob diese schon genug Geld verdienen oder nicht. Mir ist wichtig, dass das der Podcast gut ist und selbst wenn sie damit reich würden, wäre es mir völlig egal.

    Langfristig wird wahrscheinlich auch nur so der Podcast erhalten bleiben, da es im Leben – auch von Podcastern – immer unterschiedliche Phasen gibt und die Motivation für Arbeit nicht immer nur die Arbeit selbst sein kann, sondern auch eine finanzielle Entschädigung dafür. Wenn also Philip und Ulf sich für andere Aufträge oder die Lage entscheiden müssten, wäre ich dankbar, wenn sie sich einfach ohne lange zu überlegen für die Lage entscheiden könnten und dafür zahle ich gerne 5€ jeden Monat.

    Danke und macht weiter so!

  16. 27. Juli 201720:13
    Carsten Unger

    Ich finde die Lage handhabt ihren Ungabg mit Werbung und dem Abo-System sehr transparent.

    Ich finde es total legetim mit verschiedenen Wegen zur Monetarisierung zu experimentieren.

    Ich kann die Empörungen einiger Kommentare nicht nachvollziehen, und empfinde sie als überzogen.

    Ich danke Euch für Eure Arbeit und freue mich jede Woche über diesen hochwertigen Content!

    Carsten

  17. 27. Juli 201721:07
    Stefan H.

    Zur Monetarisierung:
    Ich verfolge und unterstütze finanziell seit längerer Zeit ein Podcastprojekt namens ‘Auf ein Bier’ das sich von einem Hobbyprojekt zweier Journalisten zum Haupteinkommen für drei Leute, zuzüglich freier Autoren und Techniker gemausert hat. Der wöchentliche Hauptpodcast blieb dabei immer frei zugänglich.
    Wichtig empfand ich, dass sie Leute die sie anfangs umsonst unterstützen (eben als Unterstützung des Hobbyprojektes) im Laufe der Professionalisierung bezahlt haben. Eben weil es unredlich ist, sich von anderen kostenlos zuarbeiten zu lassen um dann selbst damit Geld zu verdienen. Bemerkenswert finde ich auch, dass dieses Projekt auf jegliche Werbung verzichtet, vor allem auch um jedem Eindruck der Einflußnahme durch Werbepartner von vorneherein zu unterbinden. Die Einnahmen kommen allein aus einer erfolgreichen Patreon-Kampagne.
    Zu dem Interview:
    Es wäre meiner Meinung nach klüger gewesen den Podcast entweder komplett frei (als Teaser für die restlichen Interviews) oder komplett hinter die Paywall zustellen.

    • was das thema werbung bei “auf ein bier” betrifft, liegst du nicht ganz richtig. es soll werbung geben, aber nicht aus der gamesbranche. man hat daher auch schon eine umfrage, wie hier, gemacht. ;o)

      mfg
      mh

      • Nun, bei seinem Talk in der Alm-Interview hat André Peschke zwar gesagt, Werbung mit Ausnahme der Games-Branche sei möglich. Gleichzeitig meinte er aber auch, wenn man diese ausschließt, wäre das Thema praktisch vom Tisch. Die sehen ihre Zukunft im Abo-Modell. Solange das gut läuft, werden sie auf die unbeliebte Maßnahme Werbung zu schalten vermutlich verzichten.

      • in den weltherrschaftsfolgen taucht das thema immer wieder mal auf und es wird weiterverfolgt. es gibt auch ausserhalb der gamesbranche genug potenzial. stichwort: apphersteller, mitarbeitersuche in einem technikaffinen umfeld, aber auch publizistische angebote, die ein interessiertes publikum erreichen wollen etc.

        wichtig ist am ende mE, dass die werbung nicht zur hauptfinanzierungsquelle wird.

        man sieht an auf ein bier aber auch, dass die kommunikation, wenn man geld will, schon sehr zielgerichtet und klar sein muss. das ist, passenderweise, nichts, was man mal eben so einführen kann. der interessantere part ist aber auch, dass das angebot ein vorhandenes defizit decken muss.

        ob das bei der lage der nation im rahmen des aktuellen angebots wirklich vorhanden ist, gerade im angesicht des dlf, wäre vielleicht zu fragen. im bereich gamesjournalismus herrschte ja wirklich eine irrsinnig große lücke.

        im bereich politik sehe ich die lücken eher bei aussenpolitik, bei wirtschaft, bei den vertieften diskussionen über das, was gerade als sau durchs dorf getrieben wird. weniger bei news… wenn sie nicht gerade als alternativ dahertraben und eine eher speziellere klientel bedienen wollen.

        mfg
        mh

  18. Früher hätte es den Diesel Skandal nicht gegeben, da hatte man noch Prinzipien.

    LOL.

  19. 29. Juli 20179:10
    Matthias Rathje

    Vorweg:
    Diejenigen, die die Diskussionen um zu bezahlende Inhalte genau so nerven wie mich, können diesen Kommentar ohne Verpassensängste überspringen.

    Kim am 26.7.2017 um 0:16:
    <>
    Ulf ist darauf nicht eingegangen, insofern hoffe ich, dass ich jetzt hier nichts Falsches sage; immerhin habe ich gerade im Lagezentrum nochmal nachgelesen: Von ‘fertig recherchierten Themen und Quellen’ lese ich da nichts. Und die Angabe einer Quelle für ein Thema, um das sich die Lage kümmern könnte, finde ich nicht zu viel verlangt.

    Angela Merkel am 26.7.2017 um 20:03:
    <>
    Das ist (zumindest für den Zeitpunkt des Kommentars) sicher richtig.
    Ich habe (auf den Zeitpunkt des Kommentars) 9 (neun) Kommentatoren gezählt.

    Übrigens arbeitet Philip für den Deutschlandfunk auch hinter einer Paywall.
    Der Installateur, der uns vor einigen Jahren eine neue Heizung eingebaut hat, auch.
    Der Postbote, der mir gleich das ersehnte Paket bringt, auch.
    Milch muss ich nachher auch noch von hinter der Paywall besorgen.
    Die Papier-Zeitung, die ich zu gerne lesen würde, weil ich auf Seite 1 mit einer interessanten Schlagzeile auf Seite 3 gezogen werden soll, diese Zeitung also, die ich von da auch noch mitbringen könnte, die lass ich da hinter der Paywall aber liegen, weil, im Internet ist das umsonster.
    Nur gut, dass der Strom aus der Steckdose kommt.

    Gruß
    Matthias Rathje

    • Ich verstehe nicht. Woher kommen diese Kommentare?

      • 29. Juli 20179:52
        Matthias Rathje

        Das kannst du auch nicht verstehen. da hat die Technik vermutlich einen Streich gespielt.
        Mein Kommentar sollte so aussehen:

        Vorweg:
        Diejenigen, die die Diskussionen um zu bezahlende Inhalte genau so nerven wie mich, können diesen Kommentar ohne Verpassensängste überspringen.

        Kim am 26.7.2017 um 0:16:
        “Ihr habt vor kurzem erst im Podcast erwähnt, dass ihr euch das Lagezentrum so vorstellt, dass schon fertig recherchierte Themen und Quellen eingereicht werden.”

        Ulf ist darauf nicht eingegangen, insofern hoffe ich, dass ich jetzt hier nichts Falsches sage; immerhin habe ich gerade im Lagezentrum nochmal nachgelesen: Von ‘fertig recherchierten Themen und Quellen’ lese ich da nichts. Und die Angabe einer Quelle für ein Thema, um das sich die Lage kümmern könnte, finde ich nicht zu viel verlangt.

        Angela Merkel am 26.7.2017 um 20:03:
        “Dann habt ihr wahrscheinlich eine sehr verzerrte Vorstellung des Wortes Paywall. Die Mehrheit der Kommentare hier empfindet es ja als solche.”

        Das ist (zumindest für den Zeitpunkt des Kommentars) sicher richtig.
        Ich habe (auf den Zeitpunkt des Kommentars) 9 (neun) Kommentatoren gezählt.

        Übrigens arbeitet Philip für den Deutschlandfunk auch hinter einer Paywall.
        Der Installateur, der uns vor einigen Jahren eine neue Heizung eingebaut hat, auch.
        Der Postbote, der mir gleich das ersehnte Paket bringt, auch.
        Milch muss ich nachher auch noch von hinter der Paywall besorgen.
        Die Papier-Zeitung, die ich zu gerne lesen würde, weil ich auf Seite 1 mit einer interessanten Schlagzeile auf Seite 3 gezogen werden soll, diese Zeitung also, die ich von da auch noch mitbringen könnte, die lass ich da hinter der Paywall aber liegen, weil, im Internet ist das umsonster.
        Nur gut, dass der Strom aus der Steckdose kommt.

        Gruß
        Matthias Rathje

      • Ah, so ergibt es Sinn. Ich verwende die blockquote-Umgebung zum zitieren.

        Und die Angabe einer Quelle für ein Thema, um das sich die Lage kümmern könnte, finde ich nicht zu viel verlangt.

        Nun ich glaube, die Idee einer Community-Redaktion war nicht so ganz durchdacht.

        Wenn man von echter redaktioneller Arbeit ausgeht, ist es eigentlich abwegig dafür bezahlen zu lassen. Der einzige Grund für eine Bezahlschranke an dieser Stelle wäre eine Absicherung gegen Störung (vulgo: Trollen) aus der Annahme heraus, dass die allermeisten Störer nicht für dieses Privileg bezahlen werden. Dann sollte das Geld aber auch im Podcastprojekt verbleiben.

        Da sich aber die beiden Podcaster – sicherlich nicht zu unrecht, es geht ja auch um ihren Ruf – vorbehalten, alle Inhalte aus der Community-Redaktion nur nach Prüfung zu verwenden oder höchstens mit Disclaimer einzubringen, gibt es “fertig recherchierte Themen und Quellen” gar nicht. Da wird zur Absicherung sowieso nachrechiert. An einigen Stellen wird vielleicht Arbeit abgenommen, aber an vielen anderen kommt welche hinzu, um Themen, die man nicht auf dem Schirm hatte einzuschätzen. Also eigentlich ist es Crowdsourcing mit dem Gegenwert einer (mehr oder weniger) garantierten Sichtung der eigenen Anregungen. Jedenfalls solange sie in einem verwaltbaren Format, zum Beispiel kurze Beschreibungen und Links auf Quellen daherkommen. Mit anderen Worten man bezahlt dafür, dass man den Podcast mit höherer Wahrscheinlichkeit in die Richtung eigener Interessen lenken kann.

      • 29. Juli 201718:21
        Stefan H.

        Imho ist die einzige Erklärung für das Lagezentrum hinter der Bezahlschranke, dass die beiden Trolle fernhalten wollen, in dem sie ausreichend ‘Commitment’ von Seiten ihrer freiwilligen Zuarbeiter sicherstellen. Dieses Ziel wird sicher erreicht, hat aber in so fern ein ‘Geschmäckle’, als das sie mit dem Podcast Geld verdienen wollen und sich auch noch bezahlen lassen dafür, dass andere ihnen die Arbeit abnehmen, für die sie eigentlich bezahlt werden sollen.
        Meines Erachtens sollten Sie das Lagezentrum für alle öffnen, aber Leute nur nach Bewerbung freischalten. Damit sind die Trolle auch draussen.

      • Wir haben das an die Plus Mitgliedschaft geknüpft, um die Qualität der Beiträge zu sichern, aber auch, weil wir das für einen Bonus für die Mitglieder halten. Wenn es nicht so gesehen wird sollte man es vielleicht wirklich öffnen. Wir denken mal drüber nach.

  20. Erst Werbung und Plusmitgliedschaft in Kombination mit dem Recherchezentrum und dann jetzt diese halbe Folge:
    Grundsätzlich glaube ich bin ich eher nicht an einem Produkt interessiert, das mir “verkauft” wird sondern eher an einem Podcast zweier interessanter Leute, die ein Gespräch miteinander führen. Ihr büßt so für mich sehr an Glaubwürdigkeit ein und ich meine mich sogar zu erinnern, dass im Podcast erwähnt wurde, dass es keine Paywall geben sollte(?).
    Der Betrag den ihr für eine Plusmitgliedschaft haben möchtet ist für mich mit einem Brutto=Netto Monatseinkommen von 750€ deutlich zu hoch, damit falle ich wahrscheinlich auch als Zielgruppe für Werbung raus.
    Alles in allem scheine ich wohl nicht der Hörer zu sein, den ihr versucht anzusprechen, deshalb habe ich die Lage aus meinem Feed entfernt und wünsche euch alles Gute und viel Erfolg mit eurem Projekt.

  21. 30. Juli 20170:51
    Benno Ohnesorg

    Ganz ehrlich: Die ganze Nummer hier ist ultrahohe Qualität, von zweien der befähigtsten Leute in Deutschland was das Feld angeht. Mir kam eh schon immer spanisch vor dass sowas komplett umsonst und ohne Werbung läuft. Also: Weniger Rumheulen, mehr Dankbarkeit, auch wenn man den Gratishörern vielleicht mal was wegnimmt. Zu denen ich übrigens gehöre.

    Keep up the good work!

  22. Hallo Philip,
    hallo Ulf,

    die Lage der Nation hat für mich einen hohe Wert.
    Sie kommt mit einem hohen Fachwissen daher und die Folgen werden mit hoher Qualität abgeliefert.

    Ich verstehe das +-Konzept nicht.

    Ihr sagt, ihr habt einen Bildungsauftrag (, und ich sehe das genauso), gleichzeitig definiert ihr Inhalte als Bonusmaterial, die nur denen zugänglich sind, die es sich leisten können.
    Ihr gebt Hörern mit dem Lagezentrum die Möglichkeit, euch mit Zeit und Expertise zu unterstützen, schließt aber jene Hörer aus, die vielleicht über Zeit und Expertise verfügen, aber nicht über Geld.

    Mag sein, dass ich ein idealistischer Spinner bin, aber meiner Meinung nach verringert ihr den Wert eurer Zeit und Expertise dadurch, dass ihr sie an diejenigen verkauft, die es sich leisten können.
    Meiner Meinung nach verringert ihr den Wert meiner Unterstützung, wenn ihr dafür andere Hörer ausgrenzt.
    Ich will kein Bonusmaterial, ich will keine Sonderbehandlung, ich will qualitativ hochwertige Inhalte für alle und bin auch bereit dafür zu bezahlen.
    Ich unterstütze euch doch nicht, damit nur ich was davon habe.

    Was für ein Menschenbild habt ihr eigentlich von uns Unterstützern?
    Ihr wollt den Unterstützern etwas zurückgeben?
    Dann verlost jede (10.) Sendung ein T-Shirt oder fragt, ob jemand namentlich genannt werden will.
    Inhalt denjenigen vorzuenthalten, die es sich nicht leisten können, kann nicht die Lösung sein.

    Sagt einfach, wie viele +-Abos/Daueraufträge ihr (noch) braucht, damit ihr es euch leisten zu können, den Podcast for the many zu produzieren, not for the few.

    Eure Inhalte sind zu wertvoll, um sie hinter einer Paywall zu verstecken,
    sam

    PS: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Zahlungen ohne Kreditkarte möglich sein müssen.

    • Hallo!

      Auch ich habe mich mittlerweile entschlossen per Überweisung zu spenden und habe aus dem Verlauf dieser Kommentare-Serie den Eindruck gewonnen, dass Philip und Ulf auch einfach nur experimentierende Menschen sind, wenn es um das Thema “Finanzierung einer Zeitintensiven Aktivität für Mitmenschen (Uns)” geht.
      Ich sehe ebenfalls ein, dass die Produktion dieses absolut !hochwertigen! Podcasts nicht “für Lau” erfolgen kann. Also leiste ich, Student, 23 Jahre jung im 4. Semester, meinen Beitrag in Form einer monatlichen Spende.
      Ein sehr interessanter Kommentar von Marco Herack ist meiner Meinung nach aber ein wenig Untergegangen: Vielleicht geht noch ein bisschen mehr Transparenz in Sachen “Finanzierung”. Vielleicht zahlen ja wirklich mehr Abonnenten per Überweisung als per /+ Abo..? Vielleicht könnte man sich ja eine Art Crowdfunding-Finanzierungsziel stecken? Mit Betonung auf “Ziel”. Nach dem Motto “wir können alle Inhalte ‘kostenfrei’ im Podcast veröffentlichen” wenn noch weitere 1000,-€ pro Monat zusammenkommen. Und für weitere 500,-€ können wir uns die Werbung sparen. Oder auch “Zur Finanzierung dieses Podcast benötigen wir im Jahr ….,-€” Ich könnte mir dabei eine sehr hohe Dynamik vorstellen, wenn dann in der nächsten Folge nur noch 750,- zusätzliche Euros fehlen. Wenn ihr dann über dem Finanzierungsziel seid- fein. Wenn nicht, ließe sich ja ein neuer Aufruf starten oder auf die aktuellen Mittel zurückgreifen. Nur so eine Idee. Wenn man schonmal beim “Experimentieren” ist. Was hat der Backer davon? Vielleicht eine namentliche Erwähnung auf der “Backers-List”, wenn gewünscht oder wirklich jeden Monat ein Lage-Shirt verlosen oder vielleicht auch eine Grußkarte zu Weihnachten oder […]. Ich für meinen Teil fände die ein Modell im Crowdfunding/Spenden Modus sehr schön. Mit einem hübschen Barometer auf der Homepage (und in der Lage), der zeigt, dass das Ziel für diesen Monat/dieses Jahr erreicht ist, oder übertroffen, oder eben nur halb. (vgl. Wikipedia Spendenmonat / Kickstarter) Meist reicht ja ein bisschen “gamification” oder “was fürs Auge” mit dem Wissen etwas gutes finanziert zu haben. Schließlich möchte auch ich “sehen”, dass ich was beigetragen habe. Dass auch mir jetzt ein paar Pixel auf eurer Homepage “gehören”. :-D
      Aktuell ist der einzige grafisch aufbereitete, prominent platzierte und regelmäßig erwähnte Weg ein /+ Abo abzuschließen. Das geht allerdings nur mit Kreditkarte und schlägt mit 5€ monatlich zu Buche. Für mich schon ne Menge Holz für einen Podcast. Meine Überweisung versackt dagegen scheinbar in Bedeutungslosigkeit. (Ich sage scheinbar, da ich weiß, dass dem nicht so ist, aber […].) Kein “Yay! Schon 250 Personen, die uns mindestens 1€ monatlich Spenden! Wenn jeder 1,5€ drauflegt brauchen wir keine Werbung” oder so.. Ich hoffe meine Idee ist irgendwie klar geworden. Ich nehme einfach gern an Crowdfunding-Projekten Teil, auch wenn sie gelegentlich scheitern.

      Bei Fragen oder Anmerkungen: Bitte immer her damit!

      • Ich finde die Idee prima, da sie auch einmalige Zahlungen ermöglichen würde, was mir persönlich wesentlich lieber wäre als dauerhafte Verpflichtungen.

      • Ich finde die Idee super und glaube, dass dadurch
        1. mehr Geld als bisher zusammenkommt (weil die Ziele klar ersichtlich sind) und
        2. die Transparenz wesentlich erhöht wird (können sie den Padcast dauerhaft mindestens kostendeckend weiterführen).
        Ich bin sofort dabei. Von mir aus könnt ihr dabei auch gerne Gewinn machen.

        Danke für die vielen sehr unterhaltsamen, informativen und interessanten Podcasts bisher! Einfach klasse.

        Ich habe kein Verständnis dafür, dass hier darüber gemeckert wird, dass nicht alles kostenlos bereitgestellt wird. Bisher sind doch 98% (?) der Podcasts kostenlos…

        Ich freue mich auf die nächsten Folgen und bin gespannt auf Eure Lösung.

  23. 3. August 20170:17
    Peter Pan

    Ich muss sagen, dass ich auch den “Teaser” Teil äußerst interessant & informativ fand. Solange es also nicht nur ein ganz kurzer Zusammenschnitt aus Cliffhangern ist, könnt ihr auch weiterhin gerne “free” Versionen der Sommerinterviews veröffentlichen.

    Was das Veröffentlichen von Zusatzmaterial angeht: Ich spende gerne an die Podcasts die ich höre, vor allem damit sie erhalten bleiben. Dabei ist es mir aber eigentlich wichtig, dass sie für *alle* erhalten bleiben.
    Dabei ist mir schon bewusst, dass es sich hierbei aus psychologischer Sicht um ein “public goods dilemma” handelt, was sich negativ auf das Spendenverhalten auswirken könnte. Ich hingegen spende nochmal extra gerne wenn ich weiß, dass meine Unterstützung auch denjenigen, die aus diversen Gründen nicht spenden (können) zugute kommt.
    Auch habe ich eigentlich keine Lust, mir für jedes popelige Internetangebot nen Account zu erstellen & Zahlungen separat zu verwalten. Derzeit nutze ich Flattr (dafür mit einem recht hohen Betrag), da ich so jeden Monat einen festen Betrag ausgebe, der dann aber nach meinem tatsächlichen Verhalten verteilt wird.
    Bisher konnte ich mich noch nicht zum Abschluss eines küchenstudio+ Abos entschließen, mal sehen wie sich das entwickelt. Solange lasse ich euch erstmal weiter so Geld zukommen, damit das frei zugängliche Angebot erhalten bleiben kann. Und zwar hoffentlich möglichst viel davon.

  24. 6. August 20173:04
    Jonas Schönfelder

    Ich finde das Plus-Konzept gut und fair. Ich bin wenige Wochen nach dem Beginn des Podcasts dazugestoßen und aus meiner Sicht wurde schon sehr früh klar gemacht, dass Philip und Ulf mit dem Podcast auch Geld verdienen wollen. Uns Hörern kommt das zu Gute, weil Inhalte so besser recherchiert werden können. Hier Beispiele anderer Podcasts als Konzept vorzuschlagen ist ja legitim und kann den beiden bestimmt auch helfen, aber mich wundert die z.T. anscheinend uneingeschränkte Überzeugung, dass Dinge wie Finanzierung durch Spenden oder komplett freie Inhalte der Königsweg sind. Zum Glück dürfen unterschiedliche Anbieter auch unterschiedliche Konzepte fahren.

    Was dies konkrete Folge angeht: Dass erst am Ende gesagt wird, dass es eine Plus-Version gibt, war suboptimal. Aber das haben Ulf und Philip ja schon eingeräumt und wollen es in Zukunft anders machen. Ich habe jetzt meinen Plus-Feed im Podcatcher abonniert und bin zufrieden.

  25. Habt ihr die Einrückungstiefe der Kommentare bewusst auf zwei Stufen begrenzt? Mehrere Kommentarfolgen sind jetzt jedenfalls nicht mehr richtig eingerückt.

  26. Ich finde es in Ordnung Werbung zu senden solange diese Datenschutzkonform umgesetzt ist d.h. nicht extern per JavaScript und ohne Tracking. Sehe ich hier gegeben. Bin auch kein Fan von Werung aber wer kein Plus-Abonnent ist / spendet sollte sich nicht beschweren.

    Der Vorwurf der Einflussnahme ist zwar berechtigt habe aber da ich nicht so große Sorgen bei euch.

    Aus meiner Sicht ein guter Kompromiss mit der doch recht langen Gratis-Version und der längeren Plusversion. Soweit ich weiß lebt Philip ja davon.
    Sehr interessantes Interview, ich freue mich auf mehr.

  27. 9. August 201714:45
    Dave Bowman

    Könnte man Lage der Nation nicht im Rahmen von funk finanzieren? Oder haben die kein Interesse an Podcasts?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Funk_(Medienangebot)

  28. 11. August 201716:54
    Inis Schönfelder

    Ich finde es wichtig und richtig, dass Philip den beruflichen Hintergrund von Axel Friedrich erfragt und wissen möchte, wer seine “Brötchen bezahlt”. Leider fehlen entsprechende Informationen zu der Deutschen Umwelthilfe. Sie wird am Rande erwähnt, positiv konnotiert und dann geht’s weiter im Text. Gern liefere ich hier Infos zur DUH nach. Auszug: “Der Autokonzern Toyota ist Großspender der DUH. … In Japan werden die Toyota-Werke größtenteils mit Atomstrom betrieben. Das stört die Deutsche Umwelthilfe offenkundig nicht. Und Toyota hat ein vitales Interesse an der Schädigung zum Beispiel von VW, denn es bringt die Japaner insgeheim zur Weißglut, dass sie die Weltmarktführerschaft an die Wolfsburger abtreten mussten.” und: “Kann es sein, dass bei der Deutschen Umwelthilfe eben nicht zuerst um die Gesundheit und den Umweltschutz, sondern offensichtlich um die eigenen Geschäftsinteressen geht? In der Süddeutschen Zeitung … steht immerhin zu lesen: Von „guten“ Unternehmen nehme die Umwelthilfe bereitwillig Spenden an, „schlechte” Unternehmen stelle sie gnadenlos an den Pranger. Verdächtig daran ist nicht der postulierte Zweck, sondern die Subjektivität, mit der in „gut“ und „schlecht“ unterschieden wird.” Hier ist der vollständige Text nachzulesen: http://www.theeuropean.de/sebastian-sigler/12575-der-angebliche-dieselskandal.
    Während des Dieselskandals gibt es viel zu lernen. Dass Abgase unsere Atemluft verpesten, wußten wir schon, aber dass Elektroautos bei weitem keine Saubermänner sind (s. dazu http://www.upi-institut.de/upi79_elektroautos.htm) und dass die Deutsche Umwelthilfe kein uneigennütziges Hilfswerk ist, sind neue Erkenntnisse, die sicher nicht die letzten bleiben werden. Augen und Ohren auf!

  29. Interessant ist, die Entwicklung der Argumente innerhalb des Podcasts zu verfolgen. Von hehren Zielen und größtmöglicher Transparenz zu einem argumentativen Eiertanz, dass eine Paywall doch keine Paywall ist und wie man vielleicht die hehren Ziele und die kostenlose Mitarbeit und Unterstützung von Hörern mit einer kommerziellen Ausrichtung unter einen Hut bringen könnte…
    Vergesst es!
    Entweder hehre Ziele oder Kommerz. Dazwischen gibt es nichts.

    • Von einem Eiertanz kann keine Rede sein. Wir machen glasklare Ansagen. Podcast ist kostenlos, für Plus-Abonnent*Innen gibt es Bonus-Content.

      Entweder hehre Ziele oder Kommerz. Dazwischen gibt es nichts.

      Das halte ich für Unsinn. Warum soll man nicht mit ethisch vertretbarem Handeln auch Geld verdienen? Oder anders herum: Handeln alle Ärzte/Ärztinnen automatisch unethisch, nur weil sie mit Heilung auch Geld verdienen? Und warum sollte es ggf. bei Journalismus anders sein?

      • Der Vergleich hinkt. Ärzte verlangen nicht zusätzlich einen finanzielle Unterstützung durch Spenden oder kostenlose Mitarbeit.
        Das Problem an der Sache ist, dass Unterstützer sehr scheu sind. Einmal den Ruf ruiniert und die Sache wird automatisch kommerziell, weil sich die sonstigen Unterstützer zurückhalten. Es geht auch nicht um die reine Ethik, sondern um Glaubwürdigkeit.

      • Natürlich verlangen Ärzte Geld für ihre Tätigkeit. Wir hingegen verlangen gar nichts, sondern bitten lediglich um Unterstützung.

        Hier entsteht ganz massiv der Eindruck, dass mit allen möglichen abstrusen Vorwürfen die Anspruchshaltung bemäntelt wird, dass wir bitteschön komplett für Gotteslohn zu arbeiten haben. Aber für diese Erwartung gibt es einfach keine ethische Begründung.

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