LdN005 Love Parade & Panama Papers

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Und da waren es schon fünf: Unheimlich schnell ist der erste Monat “Lage der Nation” vergangen, und wir sind immer noch ganz überwältigt von eurem konstruktiven und fast immer sehr positiven Feedback. Viel Spaß mit der neuen Ausgabe!

Hausmitteilung

Love Parade

Panama Papers

Feedback-Schleife

76 Kommentare

  1. Zu feedbackschleife: Als langjähriger Kuechenstudio-Hörer fühlt man sich ja schon fast gefangen in einer Zeitschleife….heute poppte als Big-New-Newest-News der systematische Pflegedienstbetrug auf…da gab es doch auch schon eine Küchenradiofolge.

    Zum podcast Lage der Nation, sehr sehr geil. Danke dafür.

  2. Was mir nicht klar ist: Warum muss Böhmermann eigentlich selbst haften? Trägt sein Sender nicht die Verantwortung für alles was da läuft?

    • strafrechtlich sind in Deutschland nur Menschen verantwortlich, keine Firmen etc. Seit Jahren gibt es aber eine engagierte Diskussion darum, auch Firmen strafrechtlich “haften” zu lassen. Einsperren kann man Firmen natürlich nicht, aber man könnte – ggf. auch sehr hohe – Strafen verhängen.

      • Wobei man sich hier natürlich trotzdem fragen kann, ob in diesem Fall nicht eigentlich der ViSdP der zu Beklagende wäre(hier soweit ich recherchiert habe der Intendant des Zdf). Es handelt sich hier ja um einen redaktionellen Beitrag und keine losgelöste Meinungsäußerung. (Wie es ja zum Beispiel bei einem Beitrag in einer Fernsehdiskussion es sich handeln würde)

  3. Der download funktioniert nicht, weder auf Android noch am Computer, es wird nur der webplayer angezeigt

  4. An die Technik: gibt es eine Möglichkeit, für Follow-Ups in den Kommentaren eine E-Mail-Benachrichtigung zu bekommen?

  5. Zu Böhmermann haben Friederike Haupt und Antonia Baum ganz lesenswert geschrieben: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/satire-von-jan-boehmermann-co-pubertaeer-statt-politisch-14169614.html?printPagedArticle=true und http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/spiessbuerger-nervensaege-wer-ist-jan-boehmermann-14169789.html?printPagedArticle=true

    OT: Mir fällt auf, dass Ulf auf (sehr!) vielen Hochzeiten tanzt; ist ja dank seiner Online-Präsenz recht gut nachvollziehbar. Ich will’s nicht miesmachen, aber ich sehe die Gefahr, dass (ähnlich wie kürzlich bei T. Fischer) der Vorwurf aufkommt, da lebe jemand auf Steuerzahlerkosten mit sehr viel Gleit- und eher wenig Arbeitszeit… Ernsthaft: Ist das nur ‘ne 50%-Stelle?

    • Welche Hochzeiten meinst Du denn? Ich habe in meinem Leben schon erfreulich viele Dinge gemacht, aber eben nacheinander – und gerade im letzten halben Jahr bleibt aufgrund von allerlei Vertretungseinsätzen wenig Zeit … ich schreibe gelegentlich bei Heise und noch viel gelegentlicher bei NP, und alle paar Wochen gibt’s nen Vortrag/Panel. Rechne das mal auf Stunden um, da kommste im Schnitt vielleicht auf zwei pro Woche.

  6. Eine Frage: In der Folge habt ihr am Ende etwas über die offenen Punkte eures Spickzettels erzählt und dass ihr dafür eine Software/App verwendet. Leider konnte ich nicht ganz verstehen, wie die heißt und die Suche nach dem nur halb verstandenen Wort brachte leider auch nix.
    Was nutzt ihr dafür?

  7. Wie einigie hier sehe auch ich den Böhmermannfall anders als ihr: Hier mal ein paar Aspekte eigentlich des selben Arguments (nämlich dass es in diesem Kontext keine Beleidigung ist):

    – Böhmermann beleidigt faktisch nicht, weil er sich die Aussage des Gedichts nicht zu eigen macht. Er sagt nicht: “Erdogan hat kleine Hoden”, sondern “Es wäre verboten, wenn ich sagte, Erdogan hätte kleine Hoden”.

    – ist der Satz “Herr B. ist ein Arschloch” auch dann eine Beleidigung, wenn aus dem Kontext klar wird, dass er so nicht gemeint ist? (Wie auch immer das deutlich gemacht wird, z.B. weil im nächsten Satz das Gegenteil behauptet wird oder weil er lediglich als Beispiel in einer Diskussion über Beleidigungen herhalten muss?)

    – Es muss doch einen Kontext geben (ob eine Satire-Sendung ein geeigneter Kontext ist kann man sicher streiten. Immerhin ging es hier um die Diskussion des extra3-Beitrags), in dem es möglich ist, Grenzen zu benennen. Im Rahmen einer sachlichen Aufklärung muss man doch sagen können: “Das verbotene F-Wort heißt ‘ficken’ und ein Hakenkreuz sieht so … aus”, ohne dass man sich mit diesem Satz strafbar macht.

    • Eins wird man inzwischen sagen können: JB hat eine lebhafte Diskussion angestoßen, nicht zuletzt hier in unserem Blog. Anscheinend hilft es dazu, wenn man Grenzen überschreitet.

      Ich sehe das Gedicht inzwischen auch in einem milderen Licht – der Zusammenschnitt, den ich zunächst gesehen hatte, ließ den Kontext einfach unter den Tisch fallen, und der ist gerade hier eben doch wesentlich. Insofern bin ich einem unbekannten Youtube-Poster ein Stück weit auf den Leim gegangen (der übrigens auch türkische Untertitel hinzugefügt hatte).

      Angesichts dieser eigenen Erfahrungen fragen ich mich inzwischen, wie viele Menschen in der Türkei auch nur Zusammenschnitte oder Ausschnitte gesehen haben?

  8. Nochmal zu Böhmermann:
    Ich finde, die Beschreibung auf dw.com triffts ganz gut: dw.com/p/1ITDV
    Darin schreibt Susanne Spröer, dass das Gedicht offensichtlich Satire ist – nämlich solche, bei der einem das Lachen im Halse stecken bleibt.

    Dass dabei auch rassistische Klischees Verwendung finden, unterstreicht doch nur die Absurdität der vermeintlichen, plakativ vorgebrachten Schmähungen. Das Gedicht an sich ist natürlich absichtlich dümmlich und so albern, dass das wohl nicht die Botschaft gewesen sein kann, zumindest nicht im neo magazin royale (ist ja nicht die heute show). Zum Verständnis der Satire ist logischerweise die Einbettung mit der Einleitung und den Unterbrechungen Voraussetzung. Wer das Gedicht aus dem Kontext reißt, kann selbstverständlich das Gegenteil darstellen, nämlich, dass Böhmermann schmäht und das Publikum dazu johlt. Aber das erzählt ja mehr über die Aus-dem-Kontext-Reißer als über Böhmermann.

  9. Kurze Vervollständigung zum Thema iPhone und Touch ID:
    Es ist in der Tat so, dass iOS nach einer festen Anzahl Fehlversuchen bei Touch ID nur noch den PIN oder das Passwort erlaubt. Die Fehlversuche sind auf drei beschränkt, das lässt sich auch nicht konfigurieren.
    Man muss ja nicht jeden seiner Finger für Touch ID speichern, sodass man es auch einfach mit einem Finger probieren kann, der gar nicht für Touch ID eingerichtet ist.
    Ein einfacherer und “prozesssicherer” Ansatz, anstatt dreimal den Finger anzulutschen (nachher klappt es aus Versehen doch) dürfte jedoch sein, das iPhone in dem Moment auszuschalten, entweder über den Standard-Mechanismus, oder indem man Home- und Lock-Button so lange zusammen drückt bis der Bildschirm schwarz wird. Beim Booten verlangt das iPhone nämlich immer die PIN.
    Alles natürlich stark situationsabhängig.

    Ihr braucht nicht zwingend Gäste, funktioniert auch so sehr gut. Danke für die tollen Sendungen!

  10. Bezüglich Podcast-Clients unter Android: Ich nutze Podcast Addict für Android. Der sucht standardmäßig unter anderem bei iTunes. Allerdings gibt es auch hier keinen Rückkanal. Also ich kann nicht liken, kommentieren oder was man sonst bei iTunes machen kann.

  11. “Datenschutzschweinerei”: Ich habe mich etwas über die Einschätzung von Glympse als “Datenschutzschweinerei” gewundert, die denke ich nicht auf das Geschäftsgebahren des Herstellers gemünzt war. Die Anwendung dient nach meinem Verständnis der Mitteilung des eigenen Aufenthaltsortes. Nun, jeder kann doch fast beliebig Informationen, die nur einen selbst betreffen (und sogar Grauzonen wie die eigene DNS), als Daten freigeben. Man selbst unterliegt diesbezüglich keinen Datenschutzauflagen. Die gesellschaftliche Verantwortung des Einzelnen im Umgang mit Privatsphäre fällt jedenfalls nicht unter dieses Stichwort.

    Erzwingen gegen Duldung: Die Erklärung fand ich etwas problematisch, auch wenn ich verstehe, dass sie auf einen engen Kontext bezogen ist. Dennoch, sollte man wirklich die Grenze so ziehen, dass im Erdulden von fremdem Zugriff auf den eigenen Körper im Gegensatz zum Zwang zur Mitwirkung kein Eingriff in die Menschenwürde besteht? Ich kann mir durchaus erduldete Handlungen im Rahmen von Ermittlungen vorstellen, die die Menschenwürde verletzen.

    • zu 1.:

      Bitte nicht jede Formulierung auf die Goldwaage legen, das ist schließlich ein lockeres Gesprächs-Format … ich wollte nicht behaupten, dass Glympse datenschutzrechtlich Unzulässiges tut. Natürlich ist jede(r) frei darin, in “Schweinereien” mit den eigenen Daten einzuwilligen, und meistens liegt darin auch nach deutschem Datenschutzrecht eine wirksame Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung. Im Falle von Glympse hat mich aber stutzig gemacht, dass die App nicht nur während der Zeit im Hintergrund meine Position erfasst, während derer ich auch ein Tracking freigegeben habe, sondern dauerhaft. Jdf. wenn die Daten dann auch noch zum Server übertragen werden sollten hätte ich damit ein Problem. Dein meine Erwartung ist ja, dass das eben nur während eines aktiven Trackings geschieht. Ich habe selbst mal testweise eine App geschrieben, die meine Position ständig an mein eigenes Backend übertragen hat, und kann nur sagen: Es ist schon recht gruselig, wenn man die Wegpunkte dann mal spaßeshalber als Overlay in Google importiert …

      • Aha, dann habe ich das allerdings falsch verstanden und du siehst die “Datenschutzschweinerei” auf Seiten von Glympse. Ich dachte, du bezeichnest die liberale Freigabe eigener Informationen so. Denn diese Haltung gibt es manchmal, dass man Menschen quasi vor sich selbst “datenschützen” muss.

      • Und das vielleicht zurecht? Das Konzept der Einwilligung geht ja von einem Idealtypus aus, in dem die betreffende Person über Umfang und Potential der freigegebenen Daten vollständig informiert ist. Dieses Bild ist aber angesichts des tatsächlichen Befundes (Einwilligungserklärung in AGB-Klauseln, die eh kein Mensch liest; monopolistische Plattformen) mE kaum tragfähig. Die Idee, Menschen also vor sich selbst zu “datenschützen”, finde ich daher nicht von vornherein disqualifiziert.
        Immerhin gibt es ja mit dem Verbraucherschutzrecht ein Referenzgebiet, das sich ausschließlich aus der Idee der Informationsasymmetrie speist. Und auch bei der strafrechtlichen Einwilligung gilt, dass Bedeutung und Tragweite der Einwilligungserklärung bekannt sein müssen.

      • Genau darin sehe ich die aktuelle Herausforderung im Datenschutzrecht: Wir müssen als Gesellschaft diskutieren und dann definieren, welche Standards nicht verhandelbar/verzichtbar sind.

        Das Beispiel Verbraucherschutz-Recht führt hier in der Tat weiter: Früher konnten Händler in ihre AGB die gruseligsten Klauseln schreiben, die dann ggf. Vertragsinhalt wurden. Dann kam die Rechtsprechung irgendwann darauf, dass von einer echten (im Sinne von freiwilligen) Einwilligung wegen der asymmetrischen Vertragsbeziehung keine Rede sein konnte, und erklärte bestimmte Klauseln für unwirksam. Schließlich wurde diese Rechtsprechung in den 70er Jahren im AGB-Gesetz kodifiziert (und teilweise weiterentwickelt). Inzwischen haben die Regeln für AGB sogar Eingang ins BGB gefunden (mit der Schuldrechtsreform 2002, IIRC).

        Ich denke, wir werden im Datenschutz nur weiterkommen, wenn wir auch hier bestimmte Praktiken selbst ungeachtet einer möglichen Einwilligung für unzulässig erklären. Die Verhandlungspositionen sind hier ebenfalls völlig ungleich, man hat üblicherweise keinen Einfluss auf die Verarbeitung der Daten – da gibt es nur “friss oder stirb”.

      • Vielleicht etwas OT, aber in diesem Zusammenhang mE auch noch erwähnenswert als zweite aktuelle Herausforderung im DS-Recht: die personenbezogenen Entscheidungen aufgrund nicht-personenbezogener Daten (Stichwort zB predictive policing). Mit der zunehmenden Verdatung aller Lebensbereiche schwindet nämlich nicht nur die Möglichkeit, die Entstehung von Personenprofilen etwa durch informierte Einwilligungen zu steuern, sondern diese konkreten Personenprofile werden sukzessive von Korrelationen (Big Data) überdeckt, für deren Erstellung auf anonymisierte Daten ohne weiteres zurückgegriffen werden kann. Im DS-Recht ist das ja ausdrücklich gestattet. Die Verhandlungspositionen sind dann schon beim ersten Geschäftskontakt ungleich, so als ob bereits ein umfassendes Profil vorläge.

        Zum ganzen Thema erscheint demnächst ein toller Aufsatz von Jörg Pohle, der hier schon gelesen werden kann: http://bit.ly/1SxecbI

      • Wie gesagt, wenn es um die Datenschutzauflagen für den Anbieter geht, ist das eine andere Diskussion.

        Aber das zu schützende Gut ist nicht das Recht auf Datenschutz sondern das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und Datenschutz ist ein Mittel, um diesem Recht zu seiner Geltung zu verhelfen.

        Wenn man also, um die Formel nochmal zu nutzen, jemanden vor sich selbst “datenschützt”, dann ist das eine Bevormundung, die mit Selbstbestimmung meines Erachtens nicht vereinbar ist. Etwas anderes ist dafür zu sorgen, dass die Einwilligung tatsächlich informiert geschieht.

    • zu 2.:

      Das ist ja nicht meine Idee, sondern die Abgrenzung in der Rechtsprechung. Natürlich kann man die gängigen Lehren zur Menschenwürde – Stichwort Objektformel – durchaus kritisch sehen.

  12. @ Ulf
    Was heißt denn dass die Polizei “nix kennt” beim Fingerabdruck (o.ä.) in Bezug auf die Duldung? Wendet die Polizei dann auch Gewalt an? Ich kann meine Hände ja vor die Kamera / mein Gesicht halten, wenn ich in der Erkennungsdienstlichen Behandlung bin. Ich bin dann ja aktiv beim Verhindern, aber erdulde die Erkennungsdienstlichen Maßnahmen nicht … :-/
    Meinen Willen brechen die dann ja quasi.

  13. @Banse das ist keine Beleidigung in Richtung ich finde es mal geil jemanden, den man vielleicht nicht ab kann des Verkehrs mit Nutztieren zu bezichtigen und gebe dem Ego freien Lauf. Böhmermann geht weiter er betreibt Satiere frei nach Tucholski ohne Grenzen und die Aussage, wie bei vielen Videos und “Kunstbeiträgen” ist *man soll sich nicht erpressen/vereinnahmen lassen” er schiebt deswegen “Flüchtlingkoordinator” Altmeier was zwischen die Rippen perndirekt Tweet.

    In einem Ich hab Polizei Video” hat er den dt. Rap zerstört” er persifliert das Erpressungsgehabe als Stilmittel von B-Künstlern die bei Kindern und Halbstarken Kohle abgegriffen haben.

    In einem Video das Dir ggf. mehr zusagt #merkelschwanger unterstellt er dezent er Merkel vom US Botschafter schwanger zu sein.

    Es geht einfach darum das Mann sich von Erdogan der die Presse unterjocht nicht vorschreiben lässt wie die Presse hier zu funktionieren hat – weil er Flüchtlinge günstiger versorgen kann.

    Ich finde Zensur nicht nur irgendwie problematisch sondern ein Grundrecht davor (Art. 5 abs.2 GG Eine Zensur findet nicht statt.) bewart zu werden. Bei Rechten FB Kommentaren finde ich es weder richtig, das Bertelsmann das jetzt regelt und wenn man die Heute Show sieht in der jemand ein selfie macht wie sein Hund auf die Bildzeitung knackt aber weil es in angeklatschter Klamackstimmung und Lachen von Band seichter rüber kommt als Böhmermanns spitzere Satiere vom ZDF in der Mediathek bleibt aber Böhmermanns Beitrag wegen vermeintlich minderer Qualität um die schärfere Passage letztendlich zensiert wird.

    Merkel hat dann bei Erdogan #witzfrei in dem Stil moniert, nicht schlimm ruhig Blut wurde schon gelöscht.

    Das fängt im kleinen an und hinterher gibt es dann unter Merkel einen Kulturminister, der nicht de Maizier heißt und von Alten Herren in der CDU aufwartend Reichspropagandaminister Joseph de Maiziere genannt wird – sondern es sind dann vermeintlich hippe Heiko Lauers die wenn sie Hals haben gewisse Haltungen festschreiben auch wenn die Welt sich verändert.

  14. 10. April 2016 um 16:20 Uhr
    datengammelstelle

    Zum Thema iTunes und Android: AntennaPod für Android kann sowohl das gpodder-Verzeichnis als auch iTunes nach Podcast durchsuchen und die Feeds abonnieren. Das Rauspopeln der Feedadresse von Webseite entfällt somit. Allerdings Feedback und Kommentare bei iTunes gehen damit nicht, weil keine Anmeldung dort stattfindet.

    • Gehen denn Feedback und Kommentare bei gpodder? Wäre auch ok ;)

      • 11. April 2016 um 1:03 Uhr
        SonTypausMuenchen

        Zum Thema iTunes und Android: iTunes für uns kurz und bündig ein Apple Produkt und als solches nutzen / brauchen wir es nicht. Ich hab mir iTunes auch noch nie angeschaut, weiß also gar nicht, was es dort alles gibt. Für uns gibt’s den Google Playstore für Apps, Spiele, Musik, Filme oder eben das gesamte Netz. Podcasts werden im Playstore meines Wissens nach nicht geführt, weil man sie nicht kaufen kann. Also einfach eine Podcast App verwenden und dort nach dem Podcast suchen (so habe ich dort auch diesen Podcast gefunden), oder den Podcast RSS in das Suchfeld reinschmeissen und fertig. Entsprechend kenne ich / braucht man kein Verzeichnis. Wie findet man dann einen Podcast, den man nicht kennt? Facebook, G+, Reddit, Twitter…. Die App Pocket Casts führt auch Listen mit “trending in your area”

        TL;DR Android-Nutzer benutzen aus Prinzip kein iTunes und wüssten auch gar nicht wozu

      • 11. April 2016 um 13:09 Uhr
        datengammelstelle

        Soweit ich das auf der Webseite http://gpodder.net/directory/ , gesehen habe, geht nur Flattrn. So wie auch von AntennaPod aus.

    • Ich habe mich seit Jahren auf die Pocket Casts Apps eingeschossen. Web + iOS + Android. Alles synct, keine Abogebühren, keine Social-Funktionen (kann ich mit leben). play.pocketcasts.com kann man 14 Tage ausprobieren und funktioniert hervorragend mit dem Podlove-Subscribe-Button zusammen. iTunes brauche ich wirklich nicht.

      • 11. April 2016 um 19:06 Uhr
        datengammelstelle

        Dass mit dem Podlove-Knopf bei Pocket Casts muss ich mir mal ansehen. Klingt gut.

        Nur mal so angemerkt, auch AntennaPod “benutzt” iTunes nur im Sinne von, dass es mal auf der Webseite von Apfel qua API nachsieht, ob da der gesuchte Podcast mit einer Feed-Adresse dort hinterlegt ist. – Also wirklich brauchen, braucht iTunes niemand.

    • Also ich nutze auch AntennaPod und kann es nur empfehlen. Falls man kommentieren will, kann man mit einem Klick oben rechts die Folge auf der Webseite aufrufen, finde ich unterwegs aber nicht sehr ansprechend, lange Texte auf dem Smartphone schreiben ist einfach schrecklich.

  15. Google Maps gibt keinen Windschatten ;-)

  16. Zum Thema Briefkastenfirmen hat Planet Money zwei schöne Podcast-Episoden gemacht.

    Episode 390: We Set Up An Offshore Company In A Tax Haven
    http://www.npr.org/sections/money/2012/07/27/157499893/episode-390-we-set-up-an-offshore-company-in-a-tax-haven

    Episode 403: What Can We Do With Our Shell Companies?
    http://www.npr.org/sections/money/2016/03/30/472452808/episode-403-what-can-we-do-with-our-shell-companies

  17. bzgl: Videoüberwachung. Die Briten zeigen doch gerade dass CCTV herzlich wenig bringt, trotz massiven Ausbaus an Überwachungskameras sind die Aufklärungsraten die darauf zurückzuführen sind verschwindend gering.
    Wäre eine komplette Überwachung denn die Alternative?
    zur Technik: es gibt natürlich Videokameras auf denen man eine Mücke am Revers auf 20 Meter Entfernung sieht. Nur will das keiner bezahlen.
    Der Vergleich mit dem iPhone hinkt gewaltig. Erstens müssen die Daten auch gespeichert und aufbewahrt werden, was bei 24/7 Aufnahmen nicht wenig sind.
    Die Kameras sind alle eher weitwinklig ausgerichtet, sprich es geht Auflösung “verloren”.
    Dazu kommt, dass gerade in Bahnhöfen noch alte Kameras hängen die eben nur analog aufnehmen, da ist nichts mit 4K oder 1080. Dazu kommt dass die Hardware ja nicht nur aus ein paar Linsen besteht.
    Also mit einfach Smartphone aufhängen ist das nicht getan.

    • Der “Vorschlag” mit den iPhones war natürlich nicht wörtlich gemeint. Ich wollte nur deutlich machen, wie furchtbar die Qualität der bisher gängigen Videos ist. Ich bin sicher kein Freund von exzessiver Video-Überwachung, aber WENN man schon Kameras aufhängt, dann sollten die Bilder auch brauchbar sein.

      Zu dem Kosten-Argument: Es wäre mal eine Extra-Diskussion wert, warum eigentlich öffentliche Auftraggeber anscheinend systematisch abgezockt werden, wenn es um IT-Aufträge geht. Aus der Opfer-Perspektive eines Quasi-Beamten habe ich jdf den Eindruck, dass da meist erschreckend wenig für erschreckend viel Geld geboten wird …

      • > Wäre eine komplette Überwachung denn die Alternative?
        Die müsste dann so komplett sein, dass man ihr nicht mehr entweichen kann, nirgends. Sonst verlagert sich die Kriminalität nur oder lernt wie man die Überwachung austrickst. Selbst mit entsprechenden technischen Mitteln ist das nicht einfach (man sieht ja wie gut die Kommunikationsmassenüberwachung nicht funktioniert um irgendwelche Straftaten zu verhindern) und extrem dystopisch wäre das sowiso.

        > zur Technik: es gibt natürlich Videokameras auf denen man eine Mücke am Revers auf 20 Meter Entfernung sieht. Nur will das keiner bezahlen.
        > Die Kameras sind alle eher weitwinklig ausgerichtet, sprich es geht Auflösung “verloren”.

        Wenn man sich anschaut was man heute unter dem Stichwort “Action Cam” für 100-200€ so an Bildqualität kriegt fällts einem schwer zu glauben, dass ein ordentliches Bild wo man auch was erkennen kann nicht in bezahlbar drin sein sollte.

        > Der Vergleich mit dem iPhone hinkt gewaltig. Erstens müssen die Daten auch gespeichert und aufbewahrt werden, was bei 24/7 Aufnahmen nicht wenig sind.

        Klar kommt da bisschen was zusammen, aber so schlimm ist das auch nicht. Kleine Überschlagsrechnung: Man wird wohl mit vglw. geringer Framerate auskommen, die Bitrate müsste wohl auch nicht so hoch sein weil das Bild in einer typischen Überwachungskamera-Situation größtenteils recht statisch ist. Wir können also mal ganz locker annehmen, dass wir 1h 1080p Video mit h264 in 2GB unterbringen, dann wären das 48GB pro Tag. Allzulange wird man das auch nicht aufheben, sagen wir mal eine Woche, dann wären das 336GB. Heutige Festplatten fassen mehrere TB, also kann man mit nur einer Platte schon eine ganze Handvoll an Kameras bedienen.

        Klar die Technik hat da ganz schöne Sprünge gemacht in den letzten Jahren aber es ist schon erstaunlich wie grottig das Bild bei diesen Dingern oft ist, selbst für Analogtechnik.

        Letztlich ist Kameraüberwachung an sehr vielen Stellen vor allem Sicherheitstheater. Eine Möglichkeit für Verantwortliche “wir tun was” zu zeigen, viel billiger als Sicherheitsleute oder Polizisten einzustellen. Das könnte möglicherweise auch mit eine Erklärung sein warum man oft nicht die beste Technik verbaut, rein für die Symbolkraft kann man auch ein einfaches Modell aufhängen.

      • 2GB für eine Stunde h264 ist eher üppig.

  18. 10. April 2016 um 11:36 Uhr
    Zündiger Muhschauer

    Zunächst wollte ich ob spontanen Augenrollens zu Äußerungen von Ulf bzgl. Wikileaks und Böhmermann ja konkrete Kommentare schreiben, aber nach ein wenig Nachdenken möchte ich es lieber auf eine abstraktere Ebene eindampfen: Ihr (beide) seit so dermaßen /liberal/ (nicht despektierlich gemeint), Ihr braucht dringend Gäste in der Sendung, die mal ein bisschen den Denkhorizont erweitern in jegliche Richtung. Insofern freue ich mich über die Ankündigung, dass das in Zukunft wohl auch stattfinden wird.

    • Mehr Augenrollen wagen!

      Wg des Horizonts: +1. Wir arbeiten an dem Gäste-Thema, ist aber nicht ganz einfach.

      • 11. April 2016 um 0:47 Uhr
        SonTypausMuenchen

        >Ihr (beide) seit so dermaßen /liberal/

        Bleibt bloß so! Genau so wie Ihr seid, finde ich es perfekt!

    • Bzgl. “Wikileaks sagt, [sie wüssten] nicht wieviele Tote es gegeben hat”: Anders herum. Diejenigen, die Wikileaks die Gefährdung von in ihren Veröffentlichungen genannten Informanten vorgeworfen haben (“Blood on their hands!”) mussten später selbst zugeben, keine Beispiele für solche Geschehnisse zu haben. Siehe Twitter-Suche nach “from:wikileaks caused harm” oder “blood hands” suchen und die verlinkten Quellen lesen.

      Außerdem helfen gerade die westlichen Armeen ihren Informatenten selbst nicht besonders, höre z.B. http://www.ard.de/home/radio/Im_Visier_der_Taliban/2254350/index.html

  19. auch Böhmermann: Interessant wäre hier meiner Meinung nach auch die Frage, wie das Böhmermann-Gedicht unter den Free Speech Regeln der USA betrachtet würde.

    Es ist glaube ich allgemein akzeptiert, dass in Deutschland strengere Regeln bzgl. des Umgangs mit Nazis und Faschisten gelten. Das Thema Hate Speech als weiterer Unterschied wurde ja in Zusammenhang mit Facebook diskutiert. Gibt es noch andere relevante Unterschiede die im Ergebnis die Meinungs- bzw. Kunstfreiheit in D gegenüber dem was in den USA erlaubt ist einschränken?

  20. zu Böhmermann: wenn die in der Folge nicht unerheblich durch seinen Beitrag angezettelte Diskussion über Presse/Meinungsfreiheit/Kunstfreiheit und was Erdogan mit der Bundesregierung dealt, und nebenbei noch Perlen wie die “Qualitätsstandards für Satire” des ZDF hervorprovozieren – was wenn nicht das ist Kunst? Wie sollen wir denn sonst solche großen Themen verhandeln, wenn nicht so?

    • Na vielleicht ohne Rassismus?

      • Du hast in einem Schmähgedicht tatsächlich Rassismus gefunden? OK, ich bin jetzt überzeugt, das ist dann natürlich eine unzulässige Schmähung. :)

      • Das Ding ist voller rassistischer Vorurteile und sie werden nicht besser, weil sie von einem Komiker kommen.

      • Dieser “Erklärung” für das Schmähgedicht könnte ich nachvollziehen:
        Medien-Anwalt Marc-Oliver Srocke auf Spiegel-online
        Srocke: Ich würde es eher eine gut durchdachte und feinsinnig inszenierte Medien- und Politsatire nennen. Herr Böhmermann zeigt auf zugegeben drastische Weise, wie harmlos der zuvor heftig diskutierte “Extra 3″-Beitrag über Erdogan war. (…) Es ging also um die Frage, wie scharf man sein muss, um wirklich die Satire-Freiheit zu verletzen. Für das Beispiel, eine Art angekündigte Grenzverletzung, hat er die schlimmsten und obszönsten Beleidigungen zusammengetragen, die man sich irgendwie vorstellen kann.”

      • mag sein, aber ich denke dennoch nicht, dass das die Schwere der Beleidigungen rechtfertigt. Anyhow: Wir (als Gesellschaft) widmen dem Murks von Böhmermann viel zu viel Aufmerksamkeit. Die wirklichen Probleme unserer Rechtsordnung für Journalisten oder Künstler liegen doch nicht etwa in übertriebenem Ehrenschutz, sondern beispielsweise im mangelhaften Schutz von Whistleblowern. Auf das besonders krasse Beispiel Datenhehlerei haben wir ja in der aktuellen Folge hingewiesen.

      • Ich denke schon, dass _die Gesellschaft_ etwas lernt, wenn die Grenzen der Meinungs/Kunst/Pressefreiheit breitenwirksam veranschaulicht werden. Schließt sich da nicht auch ein Kreis zur derzeitigen Problematik der Onlinehetze? Dass man eben nicht _alles_ sagen darf – auch wenn man ‘Satire’ davorschreibt.

      • I respectfully dissent.

        Dass das, was Böhmenmann gemacht hat, die Grenzen des rechtlich Zulässigen überschreitet war a) auch vorher klar und ist b) auch gut so. Das war ja von Anfang an mein Punkt: Es gibt hier schlicht keinen rechtlichen oder politischen Diskussionsbedarf, denn Formalbeleidigungen sind aus gutem Grunde strafbar. Auch Böhmermann hat meines Wissens bisher nicht gefordert, dass derlei möglich sein müsse. Ich denke daher, dass hier ein dümmlicher, effektheischender TV-Auftritt im Nachhinein zu einem diskussionswürdigen Debattenbeitrag hochstilisiert wird.

      • 11. April 2016 um 22:25 Uhr
        Tibor Schöneich

        Natürlich ist das Gedicht voller Vorurteile, es ist ja Beispiel für eine Schmähung und als solche auch klar referentialisiert. Wie hätte die Referenzialisierung denn anders funktionieren sollen? Die öffentliche Diskussion ignoriert einfach die deutlichen Anführungszeichen, in denen all das stand. Jürgen Kaube hat darauf heute noch einmal deutlich im Interview mit Deutschlandradio Kultur hingewiesen. Vom Sprechakt her handelt es sich ganz eindeutig um keine Beleidigung.
        Viel interessanter als diese etwas ermüdende Diskussion darüber, wie dick Anführungszeichen sein müssen, damit man sie wahrzunehmen bereit ist, ist doch, dass wir mit anderen Sprechakten, die ganz klar nicht in Anführungszeichen gesetzt werden, juristisch und teilweise auch sonst keine Probleme haben, uns aber an einer so offensichtlichen Satire hochziehen. Wie ist es etwa mit der gängigen politischen Praxis, Äußerungen erst zu tun und sie dann zurückzunehmen oder sich dafür zu entschuldigen (s. z.B. erst kürzlich die diversen Äußerungen zu Schießbefehlen an der Grenze und das sind ja nur die letzten Beispiele in einer langen Reihe)? Es ist doch bemerkenswert, wenn klar uneigentliches Sprechen als rassistische Beleidigung, völlig unironisches und unleugbar gewalttätiges Sprechen, nur weil hanebüchene Erklärungen oder halbherzige Entschuldigungen nachgeschoben werden, aber eher als ästhetisch-moralisches denn als justiziables Problem wahrgenommen wird. Umgekehrt würde für mein Empfinden ein paar Schuhe daraus.

      • 12. April 2016 um 7:55 Uhr
        Zündiger Muhschauer

        Wie lange soll denn die Nation angeregt über die drohende Strafverfolgung Böhmermanns (oder irgendwelcher Facebookuser) diskutieren (und darüber, ob sie möglich sein sollte oder nicht), bevor der Diskussionsbedarf anerkannt wird? Muss sich erst eine Partei bilden (Vorschlag: Alternative für echte Redefreiheit in Deutschland) und in Parlamente gewählt werden? Müssen Großdemos stattfinden (Vorschlag: Pöbelnde Internetzler gegen überholte Moralgesetzgebung, PIGÜM)?

        Das Thema liegt vielen Leuten aus gutem Grund am Herzen, pöbeln und beleidigen lernen die meisten im Grundschulalter und betreiben sie breitensportlich bis ans Lebensende, in diesem Jahrtausend vor allem online. Sollte die Bundesrepublik irgendwann mal technisch soweit sein, ihre alten Rechtsnormen auch da effektiv durchzusetzen, sehe ich da größere Verwerfungen auf uns zukommen.

      • 12. April 2016 um 8:11 Uhr
        Zündiger Muhschauer

        (Man könnte meinen Beitrag nebenbei flott umformulieren auf Opfer-bzw. Gegenperspektive, zB Alternative für zivilisierte Umgangsformen in Deutschland, etc. Also nicht missverstehen, ich möchte hier nicht für oder gegen Freiheit zur Beleidigung argumentieren, lediglich gegen das Wegwischen des gesamten Themas. Beleidigen und beleidigt werden steht dem Durchschnittsmenschen einfach sehr viel näher als etwa Verpfeifen oder verpfiffen werden).

      • @ @vieuxrenard:
        zu a) Ja, Ihnen als Jurist, ihm selbst und sicher auch vielen anderen. Der breiten Öffentlichkeit m.A. aber eher nicht.

      • ähnlich wird es ja auch im von Philip Banse entdeckten Beitrag auf dem Verfassungsblog gesehen…

      • ähnlich wird es ja auch im von Philip Banse entdeckten Beitrag auf dem Verfassungsblog gesehen…

      • ähnlich wird es ja auch im von Philip Banse entdeckten Beitrag auf dem Verfassungsblog gesehen…

    • Ich fand diesen Beitrag Böhmermanns zwar diesmal ausnahmsweise auch nicht so prickelnd (wobei man dazu sagen muss: ich habe nur die Zusammenfassung des Gedichts ohne seine Kommentare dazwischen sehen können), aber hier mal der Anwalt Christian Solmecke, in dessen Beurteilung dies wirklich als Satire gezählt würde.
      https://www.youtube.com/watch?v=xhnNtH6mbBs

    • So richtig verstehe ich die Diskussion nicht. Dass die Gedichtlesung Kunst war, habe ich keinen Zweifel. Rahmen, performativer Charakter, Ironisierung usw. deuten darauf hin. Kunstfreiheit ist aber kein absoluter Schutz und da Kunst Handlungen beinhalten kann, die gleichzeitig Straftatbestände erfüllen, läuft es eben auf eine Abwägung hinaus, wenn Anzeige erstattet wird.