LdN002 AfD is here to stay?

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Willkommen zur zweiten Folge der Lage der Nation! Immer noch ein bißchen beschwipst von der Release Party der ersten Folge und verkatert vom letzten Wahlsonntag machen wir uns an diese Themen:

Hausmitteilung

Harter Dreier – Die Woche nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt

Schlussanträge des Generalanwalts des Europäischen Gerichtshofs im Fall WLAN-Störerhaftung

Maghreb-Staaten sollen “sichere Herkunftsstaaten” werden

Feedback gerne per @reply an @LageNation auf Twitter oder hier in den Kommentaren.

Viel Spaß beim Hören!

17 Kommentare

  1. Der Kommentar kommt jetzt vielleicht etwas spät. Ich habe die Folge leider gerade erst hören können.

    Da ihr noch am Anfang steht: Mir gefällt euer Stil sehr gut, macht weiter so! :-)

    Ich habe mich in dieser Folge an dem Wort “Lobbydruck” gestört. Ich sehe nicht, wieso ein Lobby (mit legalen/legitimen Mitteln) gegen die Mehrheit Druck machen kann. (Aber es geschieht, da gebe ich euch recht.)
    Eigentlich sollte eine Lobby doch frühestens Einfluss haben können, wenn sie viele Wähler hinter sich weiß. Sowas sollte auch ein Politiker wissen. Sich dann von häufigen Besuchen einzelner Gruppen blenden zu lassen und die “einfachen Leute”, die einen nicht besuchen, nicht sehen zu wollen, wäre schon sehr naiv. Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

    • Danke für das Feedback!

      Ich fürchte genau das passiert aber – jdf im Bereich der WLAN Störerhaftung. Warum das so ist können vermutlich nur die Abgeordneten selbst erklären … möglicherweise hat es damit zu tun, dass man sich vor dem medialen Einfluss der Content Industrie fürchtet.

    • Das ist das Faszinierende am Phänomen Lobbyismus. Ich glaube, durch die permanente Konfrontation mit Positionen und den dazu gehörenden Leuten entsteht bei Politikern a) ein Rechtfertigungsdruck (wenn ich dieser Position nicht folge, warum?) und b) eine empfundene Verpflichtung der Person gegenüber. Wenn dieser einen Lobbyposition dann keine andere gegenüber steht, auch in den Medien keine Gegenpositionen formuliert werden, entsteht zudem schnell der Eindruck, dass das alles schon irgendwie ok ist, um man dann halt zustimmt, weils am Einfachsten ist und man sich nicht rechtfertigen muss und von mächtigen Lobbies mit viel Geld auch noch beklatscht, als “Fachmann/frau” gefeiert und dauernd eingeladen wird.

  2. Als ich finde es nicht falsch von einer Krise des Systems zu sprechen, des Wirtschaftssystems (dessen Teil das politische System ist) um präzise zu sein. Wir werden von der kombinierten Auswirkung von Globalisierung, fehlgeschlagenen neoliberalen Reformen, Wandel in der technischen Basis der Produktion und kontrahierenden ökologischen Spielräumen getroffen. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern in keinem dieser Bereiche am schlimmsten. Weshalb es nicht so viele Ausreden gibt, sich mit der AfD zu verwählen. Andererseits, da wo in unserem Land die größten Verlierer dieser (und vorhergehender) wirtschaftlicher Entwicklungen sitzen, wurde auch am meisten AfD gewählt. Natürlich sollte man das nicht als Krise spezifisch unseres Systems verstehen, die Probleme sind wie das Wirtschaftssystem selbst über staatlichen Grenzen hinweg verzweigt. Sieht man ja auch daran, dass sich die rechten Wahlerfolge an der verstärkten Fluchtbewegung entzündet haben, die für einige Menschen offenbar so eine Art fleischgewordene Zukunftsangst darstellt.

  3. Letzte Woche hattet ihr ein Thema zu Polen verschoben. Das ist wohl nicht nochmal auf die Liste gekommen?

  4. @LdN: Super-Projekt, vielen Dank :-) Nur eines: Ulf verwendet für meinen Geschmack zu oft das Wort “spannend”.

  5. Ich find`s gut! Bin gespannt auf mehr!

  6. Habe die bisherigen Folgen gerne gehört!
    Zwei kleine Vorschläge hätte ich:
    Weniger Themen pro Sendung besprechen und die dafür detaillierter, auch wenn das für euch natürlich aufwendiger zu recherchieren ist. Wenn in diesem Podcast das politische Geschehen durchdacht und informiert kommentiert wird, finde ich das super. Das führt mich zum zweiten Punkt. Ich denke, dass ihr mehr Hintergrundwissen bei eurer Hörer*innenschaft annehmen könnt und schneller von der Darstellung der Sachlage zu ihrer Bewertung und tieferen Analyse übergehen könnt. Menschen, die sich freiwillig einen 70 minütigen Politpodcast anhören, haben beispielsweise die Landtagswahlen mitverfolgt und sich schon ein bisschen –wenn auch nicht so gründlich wie ihr– eingelesen. Das ist zumindest meine Vermutung.

    Für nächste Woche würde mich eine Besprechung des EU Türkei Paktes interessieren, gerade weil ich so unterschiedliche Bewertungen dessen gelesen habe. Freue mich auf weitere Folgen, insbesondere wenn Fachleute als Gäste dazukommen.

    • Also Gäste sind auf jeden Fall geplant. Dass wir weniger Themen machen, kann ich mir gerade nicht vorstellen. Kann immer mal sein, aber generell soll LdN schon ein Überblick sein.
      Mehr voraussetzen – ich finde, es wir allgemein zu viel voraus gesetzt in den Medien und ich bin froh, dass wir Platz und Zeit genug haben, um das nicht machen zu müssen.

    • Bin erst jetzt zum Nachhören gekommen und möchte mich dem Punkt mit der Recherche anschliessen, da geht noch was. ;) Es war jedenfalls für mich etwas anstrengend zu hören, wie ihr bei Sachsen-Anhalt mal eben so die Linkspartei vergessen habt, was dazu führte dass ihr minutenlang offensichtlich falsch weil von falschen Voraussetzungen ausgehend (“AfD einzige Oppositionspartei gegen Schwarz-Rot-Grün”) herumgeraten habt. Das wirkte nicht besonders vorbereitet und ist dann auch nicht hilfreich.

  7. Oh nein, oh nein, bitte kein Intro! Die Küchenradio Podcasts zeichnen sich ja dadurch aus, dass es mehr oder weniger sofort in media res geht, was wirklich immer SEHR angenehm anzuhören ist. Bitte bleibt so, wie ihr seid! Ansonsten aber vielen Dank für die Sendung!

    • Bin eigentlich auch kein Intro-Freund, aber hier habe ich das erste mal das Gefühl, dass es passen könnte. Aber wirklich nur, wenn wir etwas absolut überzeugendes finden. Versprochen.

    • Ich kann auch sehr gut auf ein Intro verzichten. Ich weiß nicht genau warum, aber in den allermeisten Fällen empfinde ich Intros als störend.

      Ansonsten reihe ich mich bei den Lobenden ein. Tolles Format mit den richtigen Leuten und dem richtigen Gesprächsklima.

  8. Hallo und Glückwunsch zum Podcast! Ich reihe mich in die Reihe derjeniger ein, die genau auf dieses Format gewartet haben – jedenfalls auf die erste Hälfte. Die zweite Hälfte (Netzpolitik/Störerhaftung) halte ich persönlich für längst nicht so relevant für die Lage der Nation wie die in der ersten Hälfte besprochenen Wahlergebnisse und Gründe dafür. Also meinetwegen gerne weniger Netzpolitik und mehr vom Rest. Ansonsten weiter so!

    • Hi, danke für das Feedback! Wir haben das Thema Störerhaftung vor allem aufgenommen, weil wir die politische Dimension dahinter zeigen wollten: Hier werden die Interessen einer kleinen Minderheit vertreten, einfach weil sie im Bundestag viel besser lobbyieren kann als die Bevölkerung. Aber wir nehmen das mal als Ansporn, uns wirklich nicht von Netz-Themen verführen zu lassen ;) Schönen Sonntag!