MR055 Digitale Gesellschaft

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Die Digitale Gesellschaft hat über 10.000 Euro Spenden eingesammelt, sagt Markus Beckedahl, der im Medienradio mal einen Wasserstandsbericht zur Lage dieses Vereins für digitale Bürgerrechte gibt, den er mit anderen vor rund einem Dreivierteljahr gegründet hat. Wir sprechen über den langwierigen Gründungsprozess, die Vorwürfe mangelnder Transparenz, das angestrebte “Greenpeace-Modell” sowie die heutige Mitglieder- und Spendenpolitik der DigiGes.

Markus, der Dank Werbung jetzt hauptberuflich als Blogger arbeiten kann, sagt, warum er nicht in der Piratenpartei ist und äußert sich skeptisch zu den Aussichten einer Europäischen Bürgerinitiative gegen Vorratsdatenspeicherung, die der FDP-Politiker Jimmy Schulz angeregt an.

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23 Kommentare

  1. Pingback: Medienradio055: Der Digitale Gesellschaft e.V. » Von markus » netzpolitik.org

  2. 8. Januar 201206:55
    Falk Giese

    Regarding DigiGes: WELCHE meiner User-Interessen gedenkt der feine Herr denn zu vertreten? Netzlobbyist ist für mich ein Oxymoron. Ich bin froh, dass es (noch) keine hauptamtlichen gibt. Beckedahls Weltanschauung ist höchst frag-, geschweige denn kritikwürdig. Er laberte dich besoffen, Banse. Schlimm.

    • 8. Januar 201212:11
      Lars Blasczyk

      Das, was Falk schreibt, teile ich in toto. Das Problem ist nachwievor, Markus, der Alleinvertretungsanspruch, der
      durch den Namen des Vereins suggeriert wird. Unter dem Gesichtspunkt des
      Spendeneintreibens kann ich verstehen, warum ihr ihn gewählt habt, aber
      “End-User”, die das Netz lediglich als Supermarkt und Wichsvorlage
      verwenden, vulgo: mit euch nichts zu tun haben wollen, fühlen sich
      gekränkt, weil ihr so tut, als sei der netzaffine Mensch a priori
      politisch interessiert. Ein Dreck ist er. Es gibt gefühlte Myriaden
      unpolitische im Netz Aktive (nein, keine Netzaktivisten), die einen Scheiß auf euch geben. Warum? WEIL SIE GAR KEINE POLITISCHEN
      FORDERUNGEN HABEN, DIE SIE ERFÜLLT SEHEN WOLLEN! Diese Leute brauchen
      Repräsentanten genauso dringend wie Wolfgang Herrndorf ein Schädel-CT.
      So wie es in der Kohlenstoffwelt MitbürgerInnen gibt, die sich von
      Parteien nicht vertreten lassen wollen (und daher z.B.der Wahlurne
      fernbleiben), gibt es im Netz genauso Unpolitische, die aber ebenso
      digital sind wie du und deine Freunde. Mach dir das bitte klar. Fazit:
      Der Name “Digitale Gesellschft” ist schlicht und einfach eine Anmaßung
      zum Quadrat und vermutlich der Grund, warum der Verein niemals in die
      Puschen kommen wird in puncto Akzeptanz in der Szene. Von den lokalen
      Graswurzelgruppen einer NGO wie Greenpeace wirst du dein Leben lang
      träumen. Du solltest diese Traumtänzerei besser heute als morgen
      beenden. Banse, dein Problem ist m.E., dass du viel zu unkritisch an deine Interviewpartner ´ran gehst. Dein naiver approach, wie ein Kleinkind alles erfragen zu wollen, ist ein Stück weit albern. Setz doch einfach mal Publikumswissen voraus. Warum hast du dir nicht meine Kritik an Beckedahl zu eigen gemacht, sie quasi stellvertretend formuliert? Du leidest an Morbus Jauch im Endstadium, bist schlicht zu nett zu deinen Gästen. Warum nicht mal ein Streitgespräch? Falls du Markus noch mal einlädst, bin ich gern bereit, dazuzustoßen, damit ein paar mehr Argumente DER GEGENSEITE zu Gehör gebracht werden können.

  3. Hier gibt es übrigens ein Open-Source-Dudle: http://dudle.inf.tu-dresden.de/
    Davon gibt es sogar eine privacyfreundliche Version (da sieht man nur für den „Gewinnertermin”, wer Zeit hat)

  4. Wer schenkt Markus Beckedahl jetzt ein totes Robbenbaby ?

  5. 9. Januar 201207:09
    Lars Blasczyk

    FYI: Folgender Kommentar ist von Markus aus dem Netzpolitik-Thread genommen worden. Ich halte das, offen gesagt, für eine Schande. Doch lest selbst:Das ist ja alles schön und gut, aber welche meiner
    User-Interessen genau gedenkt denn Markus in meinem Namen zu vertreten?
    Diese Frage blieb weitgehend offen. Um es klar zu sagen: Für mich ist
    der Begriff Netzlobbyist ein Oxymoron. Ich halte den durch den
    Vereinsnamen suggerierten Alleinvertretungsanspruch nachwievor für
    problematisch. Es gibt gefühlte 12 Myriaden unpolitische im Netz Aktive
    (nein, keine Netzaktivisten), die sich für die DigiGes null, nada, rien,
    zero interessieren. Warum? WEIL DIESE MENSCHEN GAR KEINE POLITISCHEN
    FORDERUNGEN HABEN, DIE SIE ERFÜLLT SEHEN WOLLEN! Diese Leute, zu denen
    ich mich zähle, legen keinen Wert darauf, von Markus und seinen Freunden
    repräsentiert zu werden. Gleichwohl nehm ich für mich in Anspruch,
    ebenfalls digital zu sein, vulgo zur digitalen Gesellschaft mich
    zugehörig zu fühlen. Lets face it: Euer Verein grenzt (vermutlich
    ungewollt) Onliner aus. In case you missed it, Markus: Es gibt Menschen,
    die in Personalunion gleichzeitig unpolitisch sowie netzaffin (digital)
    sind. Yup, das geht. Menschen, die auf eBay shoppen, bei iTunes
    unterwegs sind, ja, den ein oder anderen Porno gucken und den Tag auf
    SpOn beschließen. Menschen, die sich ausdrücklich nicht für die
    Avantgarde von irgendwas halten. Vertritts du die auch? Bitte nicht! Das
    wäre nämlich so, als würden gewählte Abgeordnete im Namen der
    Nichtwähler Poltik machen. Das kanns ja wohl nicht sein. Überlegt bitte
    mal ernsthaft, den Vereinsnamen zu ändern. Ich schreib das übrigens ganz
    unaufgeregt und würde es begrüßen, wenn du die Größe hättest, so einen
    Kommentar stehen zu lassen. Allergische Reaktionen auf Kritik fallen
    unweigerlich auf dich und deine Mitstreiter zurück. Banses Problem ist,
    dass er m.E. zu nett mit seinen Gästen umgeht und sich dabei naiv, ja
    fast infantil anstellt. Er sollte mal zur Abwechslung ein Minimum an
    Publikumswissen voraussetzen. Ich hätte mir gewünscht, wenn er meine
    obige Kritik stellvertretend formuliert hätte. Das geschah leider nicht.
    Falls er dich, Markus, noch mal einlädt, bin ich gern bereit,
    dazuzustoßen, damit ein vernünftiges Streitgespräch zustande kommt, das,
    offen gesagt, längst überfällig ist.

  6. Was ist das bitte für eine Streitkultur hier? Absolut unterstes Niveau insbesondere von Lars. Ich würde mich an Deiner Stelle nicht wundern, dass niemand Deine Argumente aufnimmt und Deine posts entfernt werden…
    @@PhilipBanse:disqus Danke für die Sendung. War wie immer sehr interessant! Ich würde mir allerdings auch manchmal etwas mehr kritische Einwände wünschen, auch wenn diese vllt. nicht immer Deine Meinung repräsentieren (beim Interview mit P. Altmeier war das z.B. super).

    • Danke fuer die Anmerkungen. Was waeren den kritische Fragen, die Du Dir gewuenscht haettest?
      Die Frage nach dem Namen und ob dieser einen Slleinvertretungsanspruch suggeriert, hatte ich mir aufgeschrieben, aber vergessen, zu stellen – sicher auch, weil ich sie nicht fuer so wesentlich halte. Aber natuerlich waere es gut und kein Problem gewesen, Markus noch mal danach zu fragen.
      Ich stelle die Gaeste jetzt ja immer in den Kalender und frage auf Twitter, was Euch so interessiert. So wahnsinnig viel Fundamentalkritik kam da nicht zurueck, auch im Chat nicht.
      An welchen Punkten – abgesehen vielleicht von der Namensfrage – haettest Du Dir mehr Kritik gewuenscht?

      • 9. Januar 201211:58
        Lars Blasczyk

        > Danke fuer die Anmerkungen.
        Büdde, keine Ursache… ach, ich bin ja gar nicht gemeint. Hm, warum eigentlich nicht? Weil nur Jubelpersern gedankt wird für ihre Einlassungen? Mann-mann-mann…
        > Was waeren den kritische Fragen, die Du Dir gewuenscht haettest?
        Siehe Lars´ und Falks entries. Es ist doch geradezu lachhaft, dass Beckedahl vom ADAC sprach, als es ums Thema “etwaiger deutschsprachiger Netzdachverband” ging, seine Buddies und er aber zu dem Schluss kamen, dass es keinen bräuchte, weil die Szene zu heterogen sei und ergo kein Interesse an einem habe. “Warum habt ihr dann dennoch die DigiGes gegründet, die von Holzmedien- und TV-Journalisten, z.B. ARD-Mann Ingo Zamperoni, als ebensolcher Dachverband wahrgenommen wird?” hätte deine Frage lauten müssen. Beckedahl hat sich ein paar mal inhaltlich wiedersprochen und inkohärent argumentiert. Statt da reinzugehen, haste den Schlaf des Selbstgerechten gepennt. Btw: Beckedahls Mitgliedschaft bei Bü90/DIE GRÜNEN spielte auch keine Rolle. Man fragt sich warum. Denn dass Netzprotagonisten in Parteien sich tummeln ist wohl eher die Ausnahme. Insgesamt eine schwache Vorstellung deinerseits.

        • Mir passt Dein Ton nicht. Wenn Du es nicht schaffst, Dein Anliegen in einer angemessenen Form und unter einer Identitaet vorzutragen, werden ich Deine Kommentare hier löschen.

          Zu Deinen Argumenten:

          Digitales Gesellschaft formuliert ueber den Namen einen Alleinvertretungsanspruch.

          Das kann ich nicht erkennen. Ich finde den Namen sogar ganz gut, weil er signalsiert, dass sie sich um alle Belange und Aspekte der digitalisierten Gesellschaft kuemmern wollen, von der immer mehr Menschen, eben die gesamte Gesellschaft betroffen ist. Wenn Du ihre Ziele, Methoden und Inhalte nicht teilst, fein, versuche andere mit Argumenten zu ueberzeugen. In dem bisherigen Ton duerfte Dir das aber schwer fallen.

    • 9. Januar 201211:44
      Wernher Schlüter

      > Was ist das bitte für eine Streitkultur hier?
      Na ja, wenigstens hats hier eine, im Thread. Der Banse geht jedem Verbalscharmützel gezielt aus dem Weg, legt sich in seinen Interviews mit niemandem an, argumentativ versteht sich.
      > Ich würde mir allerdings auch manchmal etwas mehr kritische Einwände
      > wünschen
      Siehste, ist doch auch *mein* Reden.

  7. 9. Januar 201212:19
    Ulrich Neisser

    ES IST NICHT ZU FASSEN! Folgender Kommentar ist vor 3 Minuten aus dem Netzpoltik-Thread geflogen!!!! GEHTS NOCH??! LOL!!!! Und dieser Hansel war gegen Zensursula!!

    eine frage, herr beckedahl. relativ zu beginn des gesprächs mit herrn
    banse sagen sie, sie und ihre freunde seien nach gründlicher überlegung
    zu dem schluss gekommen, ein dachverband für deutschsprachige
    netzaktivisten à la “adac” (?) sei unnötig, weil die szene eh zu
    heterogen aufgestellt sei und ergo kein interesse habe an einer solchen
    vertretung. dem stimme ich zu. bloß ist mir nicht klar, warum sie dann
    dennoch die digiges gegründet haben, die — ob sie es wollen oder nicht —
    als ebensolcher dachverband wahrgenommen wird, z.b. von vertretern der
    holzmedien oder tv-journalisten, namentlich ard-mann ingo zamperoni. mir
    scheint, sie haben da inkohärent argumentiert. mit der bitte um
    klarstellung verbleibe ich mit freundlichen grüßen

  8. Erstmal: Sehr interessante Folge mal wieder, danke dafür.

    Zum Thema Namen, Alleinvertretungsanspruch und Parteimitgliedschaft gibt es schon seit langem eine ausführliche FAQ auf der Homepage des Vereins:http://digitalegesellschaft.de/uber-uns/faq/ 

    Natürlich kann man das alles dennoch ablehnen, aber das sind doch bitteschön keine Gründe hier und anderswo derart auszuticken! Man sollte schon so fair sein den Verein an seinen Taten zu messen und Markus Beckedahl hat viele wichtige und interessante Punkte aufgeworfen wie ich finde. 

    Wer meint man bräuchte so einen Verein nicht der soll ihn ignorieren bis er tatsächlich aktiv wird und wer glaubt man müsse das alles ganz anders machen, der kann doch selbst einen Arbeitskreis, Verein oder sonstwas gründen. 

  9. anhand der spärlichen reaktionen auf ihr gespräch, herr banse, muss man konstatieren: die digiges geht der community am *piep* vorbei. zeitgleich machte herr beckedahl einen thread bei netzpolitik.org auf und verlinkte hier hin. bei ihm gab es bis auf obigen störer keinerlei partizipation. hier ist es, so leid es mir tut, nicht anders. herr beckedahl sollte diese gleichgültigkeit, ja das desinteresse zu denken geben. für mich ist die digiges eine totgeburt, die beerdigt werden sollte, bevor sie zu stinken anfängt.

  10. Sind Lars Blasczyk, Wernher Schlüter, Falk Giese und Ulrich Neisser eigentlich eine Person oder warum klingen ihre Kommentare und Wortwahl gleich? Und falls ja: Gibt es schon Hilfsangebote?

    • Alles deutet darauf hin, dass es eine Person ist.

      Grüße
      Philip

      Am 12.01.2012 um 12:10 schrieb “Disqus” :

    • 12. Januar 201217:22
      Lars Blasczyk

      Nein, ich habe keine dissoziative Persönlichkeitsstörung.
      Und ich auch nicht.
      Zurück zum Thema: Stephan Urbach von der Berliner Piratenfraktion wurde von Karl-Theodor zu Guttenberg angefragt. Die beiden setzen sich demnächst zusammen und plauschen übers Netz.

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,808523,00.html

      Bezeichnend, dass der Baron kein Interesse an einem Gespräch mit Markus
      hatte. Der Grund ist klar: Der Gute kommt arrogant und besserwisserisch
      rüber, von seiner penetrant-nasalen Aussprache ganz zu schweigen. Ich habe
      vollstes Verständnis für die Absicht Guttenbergs, Markus links liegen zu
      lassen, vulgo mit Nichtbeachtung zu strafen.
      Herr Banse, ich bin nicht bereit, mich vertreten zu lassen! Beckedahl vereinnahmt mich, wenn er im Namen einer digitalen Gesellschaft an die Öffentlichkeit geht. Er soll den Laden “Markus und seine Freunde e.V.” nennen und gut is.

  11. Zum Punkt der Designer:

    Ich glaube es gibt viele Designer, die genervt sind, wenn man sie bittet unentgeltlich zu arbeiten. Es ist nämlich oft schwer genug “richtigen” Auftraggebern zu vermitteln, dass sie für Designservices eine angemessene Summe bezahlen sollen (“aber das machen sie doch ganz schnell am Computer …”).

    Ich finde die Haltung “wir-machen-was-Nützliches-deshalb-gibts-kein-Geld” von vielen Vereinen äußerst faul und unhöflich. Genauso wie Büromiete und Telefonkosten etc. einkalkuliert werden, sollten auch Arbeiten von externen Dienstleistern eingeplant werden. Wenn dafür kein Geld vorhanden ist, müssen es die Mitglieder eben selbst machen.

  12. Pingback: Unser Newsletter 01/2012 | Digitale Gesellschaft

  13. Ich finde ehrenamtliches Engagement auch komplett überbewertet und am Besten sollte man das einstellen. Weil diejenigen, die ihre Freizeit für eine Sache opfern ja auch Miete, Telefonkosten und andere Dinge finanzieren müssen, So klingt das gerade.

    • Es geht nicht um ehrenamtliche Arbeit per se, sondern um das Selbstverständniss vieler Vereine und deren Verhalten. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Verein bei der Telekom anruft und fragt, ob sie keine Gebühren zahlen brauchen. Gleichzeitig wird es aber als okay angesehen kleine Dienstleister für wenig oder gar kein Geld arbeiten zu lassen.

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